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BeitragVerfasst: 03.07.2007, 22:57 
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Wowereit ist eine *ooops*. Da lasse ich mich lieber von der FDJ-Funktionärin regieren.

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BeitragVerfasst: 03.07.2007, 23:03 
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Schneidi° hat geschrieben:
[...] Die Unzufriedenheit speziell unter den SPD-Anhängern mit dieser großen Koalition ist riesig.


allerdings auch innerhalb der eigenen Reihen ... und das ist der sozialdemokratischen Politik zu verdanken.


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BeitragVerfasst: 03.07.2007, 23:10 
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Northstar hat geschrieben:
Wowereit ist eine *ooops*. Da lasse ich mich lieber von der FDJ-Funktionärin regieren.

...was für ein erbärmliches posting, Northi.

Was bitte sagt denn Klaus Wowereits sexuelle Präferenz über dessen politische Qualität aus...?° Rein gar nichts und es geht uns auch nichts an, denn seine sexuelle Präferenz ist einzig und allein seine Privatsache.

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BeitragVerfasst: 03.07.2007, 23:22 
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Bei Wowereit hat sich bei mir ein Bild festgebrannt ... wo er aus dem roten Pumps Sekt/Champanger trinkt ... PR-mäßig gute Aktion, politisch eine Nullnummer.


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BeitragVerfasst: 03.07.2007, 23:58 
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Schneidi° hat geschrieben:
Was bitte sagt denn Klaus Wowereits sexuelle Präferenz über dessen politische Qualität aus...?°
Eine ganze Menge. Ich möchte nicht von jemand regiert werden der nicht normal ist.

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BeitragVerfasst: 04.07.2007, 00:20 
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Northstar hat geschrieben:
[...] Ich möchte nicht von jemand regiert werden der nicht normal ist.


Das ja nun 'mal 'ne ganz gewagte Aussage ... :roll:


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BeitragVerfasst: 04.07.2007, 00:22 
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Northstar hat geschrieben:
Eine ganze Menge. Ich möchte nicht von jemand regiert werden der nicht normal ist.

...Northi, zitiertes posting von Dir werde ich bei Deinem nächsten posting-Juliäum in Abzug bringen.

Und bitte schau' noch mal auf Deinen Kalender. Steht da wirklich 2007...?°

Wenn ich mal gebeten würde, Eigenschaften von Dir zu nennen - "vorurteilsfrei" würde gewiss nicht dabei stehen.

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BeitragVerfasst: 04.07.2007, 12:10 
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Aus der online-Ausgabe des SPIEGEL vom 04. Juli 2007...:

KRÜMMEL-BRAND

Trafo-Feuer wirkte sich doch auf Reaktor aus

Keine Auswirkungen auf den Reaktor, hieß es direkt nach Ausbruch des Feuers in einem Trafohaus des Atomkraftwerks Krümmel. Jetzt gab das zuständige Kieler Ministerium bekannt, dass es durch den Brand sehr wohl "Auffälligkeiten" im Reaktor selbst gab.

Kiel - Nach dem Brand im Kernkraftwerk Krümmel östlich von Hamburg suchen Experten weiter nach den Ursachen des Zwischenfalls. Mittlerweile steht aber fest: Auch auf den Reaktor selbst hat sich der Brand ausgewirkt. In einer kurzen Mitteilung berichtet das für die Atomaufsicht zuständige Sozialministerium Schleswig-Holsteins in Kiel von "mehreren bei der Abschaltung des Reaktors aufgetretene Auffälligkeiten".

So haben die Gutachter von Behörden, Betreiber, TÜV Nord und Germanischem Lloyd dem Ministerium berichtet: Eine von mehreren Pumpen, die den Reaktor mit Wasser speisen, sei unplanmäßig ausgefallen. Ebenfalls seien zwei Sicherheits- und Entlastungsventile unplanmäßig geöffnet worden. Der Wasserfüllstand sowie der Druck im Reaktor seien daraufhin schnell abgefallen - konnte aber durch die Zuschaltung eines anderen Systems ausgeglichen werden.

"Trotz dieser Auffälligkeiten war die Sicherheit der Anlage gewährleistet", hieß es aus dem Ministerium. Der Kraftwerks-Betreiber Vattenfall hatte bislang erklärt, dass der Reaktor selbst nicht vom Feuer in Mitleidenschaft gezogen worden sei.

Kabel zwischen Reaktor und Trafo überprüft

Seit dem vergangenen Sonntag untersuchen Gutachter den Brandort in Krümmel. Erst am Montag konnten sie auch das Innere der Transformatorenhalle in Augenschein nehmen (mehr...). Die Experten stellten schwere Feuerschäden an dem in Flammen geratenen Transformator fest, sagte Ministeriums-Sprecher Oliver Breuer. "Dem ersten Anschein nach kann der defekte Trafo nicht mehr repariert werden und muss ersetzt werden." Nach seinen Angaben untersuchen Fachleute inzwischen auch einen zweiten - vom Feuer nicht direkt betroffenen - Transformator intensiv: "Es ist noch unklar, ob auch dieser Trafo möglicherweise beschädigt ist."

Möglicherweise müssten die Kabel, die Kraftwerk und Trafo verbinden, ausgetauscht werden, sagte Ivo Banek, Sprecher von Vattenfall Nuclear Energy Europe. Der Betreiber möchte den Meiler mit dem zweiten Transformator wieder mit halber Leistung laufen lassen. Wann das Kernkraftwerk wieder ans Netz gehen kann, ist nach gegenwärtigem Stand der Untersuchungen noch völlig unklar.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich in einem Transformator des 1983 in Betrieb gegangenen Atomkraftwerks das zur Kühlung genutzte Öl entzündet. Der Reaktor war daraufhin heruntergefahren worden. Die genaue Ursache für diese Panne steht noch nicht fest. Vattenfall hatte einen Kurzschluss als Ursache für den Brand am vergangenen Donnerstag genannt (mehr...).

Das ebenfalls am Donnerstag vergangener Woche wegen einer Panne abgeschaltete Atomkraftwerk Brunsbüttel an der Unterelbe ist seit Sonntag wieder in Betrieb. Die zeitliche Nähe des Kurzschlusses in Brunsbüttel und des Brandes im rund 100 Kilometer entfernten Meiler Krümmel hatten für Spekulationen gesorgt, dass die Brunsbüttel-Abschaltung der Auslöser für den Krümmel-Brand gewesen sein (mehr...).

stx/amz/AFP/dpa/ddp

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 56,00.html

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BeitragVerfasst: 04.07.2007, 12:14 
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Schneidi° hat geschrieben:
KRÜMMEL-BRAND

Trafo-Feuer wirkte sich doch auf Reaktor aus
Man fragt sich wie oft so was passiert und dann erfolgreich vertuscht wird.

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Zuletzt geändert von Northstar am 04.07.2007, 12:46, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 04.07.2007, 12:18 
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...ich bin erschüttert - und doch wieder nicht.

Denn mir war von Anfang an klar, dass ein Feuer dieser Größenordnung auch Auswirkungen auf den Reaktor haben müsste.

Und nun kommt -natürlich scheibchenweise- die Wahrheit ans Licht.

Wenn die SPD nicht schleunigst den Atomausstieg durchsetzt -Ausstieg aus der bestehenden Koalition- werden die AKWs hier in Deutschland so lange betrieben, bis es mal so richtig bumm macht. Und dann besteht wieder keinerlei Gefahr für die Bevölkerung, keiner will es zu verantworten haben und der Schaden sei unter Kontrolle.

Ich könnte kotzen.

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BeitragVerfasst: 04.07.2007, 12:21 
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Northstar hat geschrieben:
Also wenn Schneidi in nächster Zeit wunderliche Beiträge schreibt dann wissen wir daß es an einem Strahlenleck liegen kann...

...ich finde Deine Bemerkung weder witzig noch komisch, sondern einfach nur unpassend, Northi. Dafür lässt sie bemerkenswerte Rückschlüsse auf Deine Einstellung zur Atomkraft zu.

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BeitragVerfasst: 04.07.2007, 12:39 
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Schneidi° hat geschrieben:
Dafür lässt sie bemerkenswerte Rückschlüsse auf Deine Einstellung zur Atomkraft zu.
Diese Rückschlüsse würden mich mal interessieren.

Im Übrigen habe ich schon mehrfach klar gesagt was ich von Atomkraft halte.

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Northstar hat geschrieben:
...Im Übrigen habe ich schon mehrfach klar gesagt was ich von Atomkraft halte.

...wenn das so ist, Northi, finde ich Dein posting von 12:19 Uhr einfach nur unverschämt mir gegenüber.

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BeitragVerfasst: 04.07.2007, 12:45 
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Schneidi° hat geschrieben:
Northstar hat geschrieben:
...Im Übrigen habe ich schon mehrfach klar gesagt was ich von Atomkraft halte.

...wenn das so ist, Northi, finde ich Dein posting von 12:19 Uhr einfach nur unverschämt mir gegenüber.
Na gut, dann editiere ich es. Man kann ja mit mir reden.

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BeitragVerfasst: 04.07.2007, 13:35 
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Ich glaube immer noch, das der Atommeiler Krümmel irgendwo gebraucht gekauft wurde ...das Teil ist der FIAT unter den AKWs ...


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BeitragVerfasst: 04.07.2007, 20:26 
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Steinburger hat geschrieben:
Ich glaube immer noch, das der Atommeiler Krümmel irgendwo gebraucht gekauft wurde ...das Teil ist der FIAT unter den AKWs ...

Krümmel ist wirklich die Gurke unter den AKWs.

Heute hat Betreiber Vattenfall ja nun zugegen, dass sowohl Krümmel wie auch Brunsbüttel per Schnellabschaltung heruntergefahren worden. Es ist ein offenes Geheimnis, dass bei einer Schnellabschaltung immer Strahlung freigesetzt wird.

Aber das werden die Betreiber natürlich niemals zugeben.

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BeitragVerfasst: 06.07.2007, 12:53 
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Aus der online-Ausgabe des SPIEGEL vom 04. Juli 2007...:

KRAFTWERKS-BRAND

Atomreaktor Krümmel schwerer beschädigt als bekannt

Das Feuer im Atomkraftwerk Krümmel hat mehr Schäden verursacht, als zunächst bekannt. Nach den ersten Untersuchungsergebnissen war nicht nur ein Trafo, sondern auch der Reaktor selbst betroffen.

Kiel - Fünf Tage nach dem Brand des Atommeilers östlich von Hamburg suchen Experten weiter nach Ursachen für den Zwischenfall. Mittlerweile steht aber fest: Im Reaktor selbst haben sich mehrere Ventile unplanmäßig gelöst, außerdem fielen dort mehrere Wasserpumpen aus. Dies teilte das Kieler Sozialministerium am Montagabend mit.

Der Kraftwerk-Betreiber Vattenfall hatte bislang erklärt, dass der Reaktor selbst nicht vom Feuer in Mitleidenschaft gezogen worden sei. "Trotz dieser Auffälligkeiten war die Sicherheit der Anlage gewährleistet", hieß es heute aus dem Ministerium.

Seit dem vergangenen Sonntag untersuchen Gutachter den Brandort in Krümmel. Die Experten stellten schwere Feuerschäden an dem in Flammen geratenen Transformator fest. Vermutlich ist der defekte Trafo nicht mehr reparabel, sondern muss komplett ersetzt werden.

Die Fachleute haben inzwischen auch einen zweiten, vom Feuer nicht direkt betroffenen Transformator untersucht. Noch sei unklar, ob auch dieser Trafo ebenfalls beschädigt ist, sagte ein Behördensprecher. Möglicherweise müssten aber die Kabel, die Kraftwerk und Trafo verbinden, ausgetauscht werden. Vattenfall möchte den Meiler mit dem zweiten Transformator wieder mit halber Leistung laufen lassen. Wann der Reaktor wieder ans Netz gehen kann, ist allerdings unklar.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich am Donnerstag in einem Transformator des 1983 in Betrieb gegangenen Atomkraftwerks das zur Kühlung genutzte Öl entzündet. Der Reaktor war daraufhin heruntergefahren worden. Die genaue Ursache für diese Panne steht noch nicht fest. Vattenfall hatte einen Kurzschluss und entzündete Kühlflüssigkeit als Brandursache genannt.

Das ebenfalls am vergangenen Donnerstag wegen einer Panne abgeschaltete Atomkraftwerk Brunsbüttel ist seit Sonntag wieder in Betrieb.

amz/dpa/ddp

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 41,00.html

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BeitragVerfasst: 06.07.2007, 12:59 
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Aus der online-Ausgabe des SPIEGEL vom 05. Juli 2007...:

AKW-INFORMATIONSPANNE

Kieler Ministerium und Vattenfall beschuldigen sich gegenseitig

Eine Woche nach den Zwischenfällen in den Kernkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel werfen sich Aufsichtsbehörde und Vattenfall gegenseitig mangelhafte Informationspolitik vor. Greenpeace behauptet, es gebe Hinweise auf Bedienfehler des Krümmels-Personals.

Kiel - Wegen der schleppenden Informationsweitergabe nach dem Brand im AKW Krümmel geraten Schleswig-Holsteins Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD) und Betreiber Vattenfall Europe immer mehr unter Druck. Die FDP bezeichnete Trauernicht am Donnerstag als "nur noch schwer tragbar". Auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisierte die Ministerin scharf. Trauernicht, deren Ministerium für die Reaktoraufsicht zuständig ist, wies vor dem Sozialausschuss des schleswig-holsteinischen Landtages Vertuschungsvorwürfe entschieden zurück und machte dem Kraftwerksbetreiber ihrerseits schwere Vorwürfe.

Die Sozialministerin rechtfertigte ihre Informationspolitik damit, dass sie angesichts negativer Erfahrungen mit Vattenfall keine ungeprüften Informationen habe weitergeben wollen (mehr...). Das Ministerium habe von dem Unternehmen am Freitag "lediglich Stichworte" über die Störungen bei der Abschaltung bekommen, sagte Trauernicht. Nach Angaben eines Ministeriumssprechers enthielt das Vattenfall-Schreiben folgende beiden Zeilen, die sich auf Probleme am Reaktor selbst beziehen:

· Ausfall RL-Speisewassersystem
·
· 2S/E-Ventile - abblasen in Kondkammer
·
Der Leiter der Reaktorsicherheitsabteilung im Ministerium, Wolfgang Klosters, sagte im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE: "Auf Basis dieser Informationen war eine Einschätzung der Abläufe nicht möglich." Als am Dienstag Einschätzungen durch Gutachter vorgelegen hätten, habe ihr Ministerium noch am selben Tag die Öffentlichkeit informiert, erklärte Trauernicht. Wenn es Hinweise gegeben hätte, dass die Sicherheit der Bevölkerung gefährdet gewesen wäre, hätte sie diese auch ungeprüft weitergegeben.

Vattenfall weist Vorwürfe zurück

Trauernicht kündigte an, die ohnehin für August geplante Jahresrevision des AKW Krümmel vorzuziehen. Außerdem wolle sie mit dem Betreiber über die notwendige Form der Informationspolitik sprechen. Der Reaktor selbst gehe erst nach Klärung aller Sicherheitsfragen wieder ans Netz. Notfalls behalte sie sich weiterhin atomrechtliche Anordnungen vor.

Vattenfall reagierte umgehend auf die Vorwürfe der Ministerin. Bruno Thomauske, Geschäftsführer der Vattenfall Europe Nuclear Energy, sagte: "Wir haben die Aufsichtsbehörde frühzeitig, kontinuierlich und umfassend informiert." Die erste Information an das Ministerium sei am Donnerstag (28. Juni) um 15.30 Uhr telefonisch erfolgt, 28 Minuten nach Ausbruch des Feuers im Trafo. Die erste schriftliche Zusammenfassung der Ereignisse sei dem Ministerium am Donnerstagabend um 21.18 Uhr per Fax zugegangen. Dass Vattenfall selbst die Öffentlichkeit nicht über die "Auffälligkeiten" am Reaktor informiert hat, erwähnte Thomauske nicht.

Der stellvertretende FDP-Landtagsfraktionschef Heiner Garg warf Trauernicht eine "Salamitaktik" vor. Es sei "ungeheuerlich und unverantwortlich, dass die Ministerin die ganze Wahrheit der Öffentlichkeit fünf Tage lang verschwieg", betonte Garg. Er bezweifle, ob Trauernicht "selbst noch die nötige Zuverlässigkeit aufbringen kann, um weiterhin die oberste Aufsicht über die Sicherheit an den schleswig-holsteinischen Kernkraftwerken auszuüben".

Druckabfall von 65 auf 20 bar

Nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace hat es bei den Zwischenfällen in Brunsbüttel und Krümmel Bedienungsfehler des Betriebspersonals gegeben. Darauf habe die Gesellschaft für Reaktorsicherheit hingewiesen, sagte Greenpeace-Physikerin Oda Becker am Donnerstag. "Das lässt Rückschlüsse auf die Sicherheitskultur bei Vattenfall zu." Laut Berechnungen im Auftrag von Greenpeace habe der Stromkonzern das Personal in Krümmel von 1996 bis 2005 um rund zwölf Prozent verringert. Darüber hinaus sei die Leistung des Kraftwerks 2006 um sieben Prozent erhöht worden, schilderten die Umweltschützer.

Der "Tagesspiegel" berichtet unter Hinweis auf die der Zeitung vorliegende Ereignismeldung von einem dramatischen Druckabfall in Krümmel. Demnach sei bei der Schnellabschaltung eine Wasserpumpe des Speisewasserkreislaufs nach vier Sekunden ausgefallen. Nach der Öffnung zweier Sicherheitsventile sei der Druck im Reaktorkern von 65 auf 20 bar abgestürzt und der Wasserfüllstand im Siedewasserreaktor auf unter 11,6 Meter gesunken. Er habe deshalb durch ein Sicherheitssystem wieder auf 14,07 Meter aufgefüllt werden müssen.

hda/ddp/dpa

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 44,00.html

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FEUERALARM

Atomkraftwerk Krümmel nach Brand abgeschaltet

Das Kernkraftwerk Krümmel in Schleswig-Holstein ist nach einem Feuer in einer Transformatoranlage abgeschaltet worden. Der Atomreaktor selbst war von dem Brand offenbar nicht betroffen...



Schneidi° hat geschrieben:
Aus der online-Ausgabe des SPIEGEL vom 04. Juli 2007...:

KRAFTWERKS-BRAND

Atomreaktor Krümmel schwerer beschädigt als bekannt

Das Feuer im Atomkraftwerk Krümmel hat mehr Schäden verursacht, als zunächst bekannt. Nach den ersten Untersuchungsergebnissen war nicht nur ein Trafo, sondern auch der Reaktor selbst betroffen.


Sieben Tage liegen zwischen diesen beiden Meldungen. Die Informationspolitik der Atomindustrie ist eine einzige Verarschung der Bevölkerung.

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