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 Betreff des Beitrags: Re: 1256 - "Mimi"
BeitragVerfasst: 02.01.2010, 16:54 
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Schade, dass ich die letzten Stunden nicht online sein konnte bei dieser spannenden Diskussion! Ich hoffe, mein Posting wird jetzt nicht zu lange, um auf alle wichtigen Punkte gebührend einzugehen:

- Volle Zustimmung, Bua und viele andere: Es geht für mich auch nicht um die Frage "autoritäre" oder "antiautoritäre" Erziehung (Letzteres ernstgenommen würde nämlich sehr wohl eine bestimmte Form der Erziehung und eine intensive Zuwendung zum Kind voraussetzen!), sondern um Erziehung überhaupt!!! Und die findet meines Erachtens nicht statt, wenn Kinder völlig hemmungslos in Restaurants auf die Tische klettern, in Taufgottesdiensten auf Kanzel und Altar herumtoben oder beim stillen Gebet laut "Ey, Du Sau!" durch die Kirche schreien (kein Witz, alles schon erlebt!!) - und die Eltern das völlig normal finden, nicht einschreiten und sich nach dem Gottesdienst auch nicht meinen, sich dafür entschuldigen zu müssen. Stattdessen wird man in Extremfällen dann noch als "kinderfeindlich" beschimpft, wenn man als Pfarrer im Gottesdienst sehr freundlich versucht, die Kinder doch um ein wenig mehr Ruhe zu bitten (ist mir einmal passiert).

- In den Fällen, glaube ich, findet wirklich keine Erziehung statt, überhaupt kein Interesse am Kind, welches man dann wohl auch gerne bis in den späten Abend hinein den "Erziehungsinstitutionen" TV und PC überlässt (die sich beide natürlich zur freien Verfügung im Kinderzimmer befinden!). Und den entsprechenden Hintergrund habe ich auch bei Schülern (ich habe ja auch Religionsunterricht gegeben) und Konfirmanden beobachtet: Diejenigen, denen die vermeintlich selbstverständlichsten zwischenmenschlichen Umgangsformen und auch der grundsätzliche Respekt vor ihren Mitmenschen fehlt, die kamen meistens auch aus Elternhäusern, wo nach meinem Eindruck oft Erziehung überhaupt nicht sattfand.
Und wenn ich dann manchmal versucht habe, Eltern darauf anzusprechen, dann schieben sie in der Tat sehr schnell die Verantwortung auf die Lehrer oder auch auf mich - oder sie verweigern sich völlig und ich bekomme dann zu hören: "Sie können das doch gar nicht beurteilen, solange Sie keine eigenen Kinder haben!"

- Ich bin mir zwar bewusst, dass ich als bisher Kinderloser sicherlich nicht aus selbsterworbener Kompetenz alles, was mit Kindererziehung zu tun hat, richtig beurteilen kann. Und ich weiß auch, dass Eltern- Sein oft anstrengend ist, dass man mal auch die Nerven verliert und dann natürlich auch nicht immer das Richtige tut - nobody is perfekt, auch Eltern natürlich nicht und sie müssen es auch nicht sein (ein solcher Anspruch, mit dem sich nach meinem Eindruck übrigens viele Eltern selbst belasten, ist geradezu unmenschlich!)

- Und in solchen Situationen kann ich dann sogar auch nachvollziehen, wenn einem dann "die Hand ausrutscht" - oder man dieses androht. Trotzdem bin ich weiterhin der Meinung: Das ist dann trotzdem ein unangemessenes Verhalten, ein Ausdruck des Scheiterns in der Situation und darf nie als "normal" oder gar Teil eines "Erziehungskonzeptes" angesehen werden!

-Ich hatte mal einen Konfirmanden, der wurde schnell, wenn etwas nicht so lief, wie er sich das wünschte, gewalttätig gegenüber den anderen Jugendlichen. Ich habe dann herausgefunden, dass er von frühester Kindheit an, immer wieder von seinen Eltern geschlagen wurde - und ihm so praktisch vorgelebt wurde: "Gewalt ist ein effektives und angemessenes Mittel, wenn man etwas erreichen will" - in dieser Hinsicht hatten die Eltern also ihre Vorbildfunktion in fataler Art und Weise ausgefüllt. Und die Vorbildfunktion ist in der Tat auch für mich das Wichtigste in der Erziehung von Kindern - das gilt gleichermaßen für Eltern, Lehrer und andere wichtige Bezugspersonen.

- Insofern kann ich Deinem Satz, Alice, "eine Watschn und gut ist!" so nicht zustimmen - nach und durch eine Watschn ist es m.E. nie gut!
Zugleich volle Zustimmung, dass stundenlanges Einreden auf die Kinder auch nicht besser ist - man macht sich dadurch auch etwas vor, wenn man meint, damit das Kind "ernster zu nehmen", in Wahrheit ist auch das oft lediglich eine Machtdemonstration und ein Demütigen des Kindes.
Und am allerschlimmsten ist natürlich der vorrübergehende "Liebesentzug" - liebe Alice, das tut mir nicht nur sehr leid, dass Du sowas erleben musstet, ich kann es auch SEHR gut nachvollziehen, da ich diese Erfahrung selbst auch in meiner Kndheit hin und wieder machen musste! Und es stimmt: Seelische Gewalt ist mindestens genauso schlimm und grausam wie körperliche Gewalt!!!

Sorry für die Länge, aber das Thema ist halt auch so furchtbar vielschichtig ....

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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 02.01.2010, 16:54 


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 Betreff des Beitrags: Re: 1256 - "Mimi"
BeitragVerfasst: 02.01.2010, 17:11 
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Für mich als Zuschauer der ersten Stunde war es eine der schönsten Weihnachtsfolgen überhaupt.Es war eigentlich alles vorhanden.Lustige Momente(die vom Blech flutschende Gans,der ausrutschende Jimmi),sehr besinnliche Szenen,so z.b als Erich nach den diesem schweren Jahr mit seiner Familie am Tisch saß,aber auch tragische Momente(z.b das Sterben von Mimi.
Besonders gut gefiel mir,als am Ende die Kamera am Haus "vorbeischwebte" und in die einzelnen Familien "reinschaute"

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 Betreff des Beitrags: Re: 1256 - "Mimi"
BeitragVerfasst: 02.01.2010, 17:13 
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emz hat geschrieben:
das komplettiert man dann mit einem: "warte nur, bis der papa abends heimkommt."
da hatte ich glück, mein vater war als lehrer mittags schon zuhause.


Dann bist du auch erziehungstechnisch ein Lehrergeschädigtes Kind ;-) . Meine Mutter war Lehrerin. Den Spruch kenne ich aber auch aus meiner Kindheit.

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 Betreff des Beitrags: Re: 1256 - "Mimi"
BeitragVerfasst: 02.01.2010, 17:29 
auf diesen dummen satz: "Sie können das doch gar nicht beurteilen, solange Sie keine eigenen Kinder haben!" kann man eigentlich nur antworten, dass dann kein richter einen mörder verurteilen dürfte, weil er selbst noch keinen umgebracht hat. das ist meine standard-argumentation hierzu.

was ich auch gerne tue und es auch für wichtig halte, ist, sich einzumischen. so habe ich vor einiger zeit auf einem parkplatz erlebt, wie eine frau, ich vermute es war die großmutter, zwei jungs (kindergarten- und grundschul-alter) erst brutal an den armen aus dem auto zerrte, es ging ihr offensichtlich nicht schnell genug und dann laut schimpfend auf die köpfe der beiden immer wieder einschlug. beide hatten nur die schultern hochgezogen und sie weinten nicht. ich interpretiere das so, dass sie diese art der behandlung gewohnt waren. ich ging auf die frau zu und bat sie in ganz ruhigem ton, damit aufzuhören. und dann passierte etwas, womit ich nie gerechnet hätte. sie schrie laut los: hilfe, hilfe, polizei. immer und immer wieder. alle leute schauten. da kam ein älterer herr, der das beobachtet hatte, hinzu und meinte nur, das wäre doch eine sehr gute idee, die polizei zu holen, schließlich sei es verboten, kinder zu schlagen. ich werde nie vergessen, wie dankbar mich der junge angelächelt hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: 1256 - "Mimi"
BeitragVerfasst: 02.01.2010, 17:31 
Mutti hat geschrieben:
emz hat geschrieben:
das komplettiert man dann mit einem: "warte nur, bis der papa abends heimkommt."
da hatte ich glück, mein vater war als lehrer mittags schon zuhause.


Dann bist du auch erziehungstechnisch ein Lehrergeschädigtes Kind ;-) . Meine Mutter war Lehrerin. Den Spruch kenne ich aber auch aus meiner Kindheit.

wie heißt der spruch: lehrers kinder, pfarrers vieh, geraten selten oder nie.


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 Betreff des Beitrags: Re: 1256 - "Mimi"
BeitragVerfasst: 02.01.2010, 17:33 
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puckster hat geschrieben:
Eine richtig richtig gute Folge!
Mimi stirbt-sehr schade-aber gut gemacht.

Lea muss das Haus verlassen, weil sie Halzschmerzen hat und Erich sich nicht anstecken darf, aber Erich kübelt sich Sekt und Wein rein bis zum geht nicht mehr-na ja.

Ich hatte beim Weihnachtsessen der Stadlers/Zenkers schon das Schlimmste befürchtet, aber das ging ganz gut heute.


Ich dachte auch ,das beim Stadler/Zenkerweihnachtsscmauß alte Resantiments wieder hochkommen.Schließlich streckte Jimmi noch vor ein paar Wochen Andy mit einergezielten Geraden nieder,als er Mizzi anbaggerte. :schimpf:

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 Betreff des Beitrags: Re: 1256 - "Mimi"
BeitragVerfasst: 02.01.2010, 17:37 
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Sebi, dein ausführlicher Beitrag ist wunderbar geschrieben. Alles, was du schreibst, kann ich nur bestätigen.

Obwohl ich selbst nicht religiös bin, ist mir aufgefallen, dass vor allem Kinder aus religiösen Elternhäusern vorbildlich erzogen sind. Diese Kinder sind nett, sozial, höflich, ausgeglichen. Einfach wunderbare junge Menschen. Trotzdem sind sie aber keine Duckmäuser. Sie vertreten ihre Meinung sehr selbstbewusst. Als Jugendliche engagieren sich diese Kinder sehr oft sozial. Eine Schülerin leitet als Oberministranten nicht nur Ministrantengruppen, sondern organisiert auch mehrtägige Freizeiten für diese Kinder. Da kann ich nur sagen - Hut ab vor dieser Leistung. Eine andere Schülerin von mir leitet eine Pfadfindergruppe - mit ähnlichem Engagement.

Ich glaube, in der Erziehung kommt es in erster Linie darauf an, dass die Eltern überhaupt Interesse an ihren Kindern zeigen. In vielen religiösen Familien spielt die Familie eine sehr große Rolle. Nicht nur die eigene, sondern auch der Austausch mit anderen, gleichgesinnten Familien. Das wirkt sich positiv auf die Kinder aus. Denn die Kinder spüren einfach, dass sie von ihren Eltern angenommen und geliebt werden.

Wenn man wirklich Interesse an Kindern hat, dann spürt man sehr schnell, wann man Grenzen aufzeigen muss und wann man den Kindern Freiheit gewähren kann. Die Kinder akzeptieren ihre Grenzen auch problemlos, wenn diese Grenzen sinnvoll sind und keine unverständliche Einengung darstellen. Es kommt - wie immer - auf das Fingerspitzengefühl an. Das, was bei dem einen Kind okay ist, würde einem anderen, sensibleren Kind, Schaden zufügen.

Ich glaube auch, dass es ganz wichtig ist, diese Grenzen schon im Kleinkindalter zu setzen, wenn das Kind niedlich und süß ist. Dann nämlich sind Grenzen für das ältere Kind normal.

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(Hajo zu Hantz)


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 Betreff des Beitrags: Re: 1256 - "Mimi"
BeitragVerfasst: 02.01.2010, 17:54 
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emz hat geschrieben:
Alice64 hat geschrieben:
Mir wäre als Kind ab und an eine Watschnundgutist lieber gewesen, als ellenlange, vorwurfsvolle Vorträge und stunden- bis tagelanges Ignorieren meiner Person, also Liebesentzug. Das setzt bei einem Kind Ängste frei, das kann sich kaum jemand vorstellen.

das komplettiert man dann mit einem: "warte nur, bis der papa abends heimkommt."
da hatte ich glück, mein vater war als lehrer mittags schon zuhause.


Ja, das ist als Kind schrecklich. Man war den ganzen Nachmittag total unruhig.


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 Betreff des Beitrags: Re: 1256 - "Mimi"
BeitragVerfasst: 02.01.2010, 17:58 
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emz hat geschrieben:
auf diesen dummen satz: "Sie können das doch gar nicht beurteilen, solange Sie keine eigenen Kinder haben!" kann man eigentlich nur antworten, dass dann kein richter einen mörder verurteilen dürfte, weil er selbst noch keinen umgebracht hat. das ist meine standard-argumentation hierzu.

was ich auch gerne tue und es auch für wichtig halte, ist, sich einzumischen. so habe ich vor einiger zeit auf einem parkplatz erlebt, wie eine frau, ich vermute es war die großmutter, zwei jungs (kindergarten- und grundschul-alter) erst brutal an den armen aus dem auto zerrte, es ging ihr offensichtlich nicht schnell genug und dann laut schimpfend auf die köpfe der beiden immer wieder einschlug. beide hatten nur die schultern hochgezogen und sie weinten nicht. ich interpretiere das so, dass sie diese art der behandlung gewohnt waren. ich ging auf die frau zu und bat sie in ganz ruhigem ton, damit aufzuhören. und dann passierte etwas, womit ich nie gerechnet hätte. sie schrie laut los: hilfe, hilfe, polizei. immer und immer wieder. alle leute schauten. da kam ein älterer herr, der das beobachtet hatte, hinzu und meinte nur, das wäre doch eine sehr gute idee, die polizei zu holen, schließlich sei es verboten, kinder zu schlagen. ich werde nie vergessen, wie dankbar mich der junge angelächelt hat.


Sorry wenn ich das nicht verstehe, aber was bezweckte die Frau denn mit ihrem Hilferuf nach der Polizei? Sollte es am Ende so aussehen, als hättest du jemanden geschlagen?


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 Betreff des Beitrags: Re: 1256 - "Mimi"
BeitragVerfasst: 02.01.2010, 18:02 
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oder fühlte sich die Frau von emz bedroht ob des Einschreitens...?
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 Betreff des Beitrags: Re: 1256 - "Mimi"
BeitragVerfasst: 02.01.2010, 18:08 
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Meinem Exfreund ist auch mal die Hand ausgerutscht bei seinem damals vierjährigen Sohn. Er kamm dann total aufgeregt zu mir ins Zimmer und fragte mich, was er tun sollte. Ich habe ihm dazu geraten, wieder zurrück zu gehen, sich bei seinem Sohn dafür zu entschuldigen, im zu erklären, dass auch Erwachsene Fehler machen und dass er selber gestresst war.

Ich glaube wirklich nicht, dass der Kleine davon wirklich Schaden genommen hat. Mir hat bei meinen Eltern immer gefehlt, dass sie nie Fehler zugegeben haben. Immer haben ich und meine Schwester uns entschuldigt. Wie sehr habe ich mir gewünscht, dass auch mal meine Eltern einen Fehler zugeben. Heute tun sie das teilweise sogar.

Eltern sind Menschen, natürlich machen sie in der Erziehung Fehler, sind zu lasch, sind zu streng. Aber was ist so schlimm daran? Das ist doch normal.

Was ich damit andeute: viele haben wohl soviel Angst davor Fehler in der Erziehung zu machen, dass sie auf die Erziehung lieber ganz verzichte.

Wir waren letztens einkaufen. Da hat wirklich die ganze Zeit ein Kind rumgebrüllt, rungequengelt. Es war wirklich nervtötend. Die Eltern dagegen haben da gar nichts gemacht, gar nichts. Denen war das nicht mal peinlich. Ich bin ebenfalls für Grenzen und es gibt Orte, da können Kinder nicht einfach rumbrüllen wie es ihnen gefällt, beim Einkaufen, in der Kirche etc.

Es gibt auch Orte die ich eventuell nicht mehr besuchen kann. Wenn ich ein Säugling habe, dem kann man das brüllen nicht verbieten, und der brüllt los, dann muss ich die Kirche verlassen. Das ist meine Meinung. Das ist genau wie mit den Hundebesitzer die mich noch auslachen, wenn ich aus Respekt vor dem Hund aufhöre zu jogge.


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 Betreff des Beitrags: Re: 1256 - "Mimi"
BeitragVerfasst: 02.01.2010, 18:18 
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emz hat geschrieben:
auf diesen dummen satz: "Sie können das doch gar nicht beurteilen, solange Sie keine eigenen Kinder haben!" kann man eigentlich nur antworten, dass dann kein richter einen mörder verurteilen dürfte, weil er selbst noch keinen umgebracht hat. das ist meine standard-argumentation hierzu.


Ich habe ein paar Bekannte, die psychologisch/pädagogisch mit Kindern arbeiten und obigen Satz ab und an zu hören bekommen - ein Studium zählt dann plötzlich gar nichts mehr gegen das Gebären eines Kindes, pfft! Eine schöne Erwiderung ist übrigens auch, dass dann ein Arzt schon mal selbst ein gebrochenes Bein gehabt haben muss, ehe er sowas behandeln kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: 1256 - "Mimi"
BeitragVerfasst: 02.01.2010, 18:44 
MünchnerBua hat geschrieben:
oder fühlte sich die Frau von emz bedroht ob des Einschreitens...?
Ich bin mir auch nicht sicher...

von mir bedroht konnte sie sich m.e. nicht fühlen. ich hatte sie schon der beiden verängstigten kinder wegen sehr vorsichtig angesprochen. ich nehme an, sie wollte nur ablenken. denn es standen noch mehr leute herum, die diese situation beobachteten und sich über ihr schlagen auch aufregten. ich war nur fassungslos und froh, dass dieser eine herr sich dann auch eingemischt hat. und sie hat auf dem absatz kehrt gemacht und ist gegangen. letztendlich weiß ich es wirklich nicht und die anderen hatten es auch nicht verstanden.


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 Betreff des Beitrags: Re: 1256 - "Mimi"
BeitragVerfasst: 02.01.2010, 20:11 
sebi hat geschrieben:
Insofern kann ich Deinem Satz, Alice, "eine Watschn und gut ist!" so nicht zustimmen - nach und durch eine Watschn ist es m.E. nie gut!
Zugleich volle Zustimmung, dass stundenlanges Einreden auf die Kinder auch nicht besser ist - man macht sich dadurch auch etwas vor, wenn man meint, damit das Kind "ernster zu nehmen", in Wahrheit ist auch das oft lediglich eine Machtdemonstration und ein Demütigen des Kindes.
Und am allerschlimmsten ist natürlich der vorrübergehende "Liebesentzug" - liebe Alice, das tut mir nicht nur sehr leid, dass Du sowas erleben musstet, ich kann es auch SEHR gut nachvollziehen, da ich diese Erfahrung selbst auch in meiner Kndheit hin und wieder machen musste! Und es stimmt: Seelische Gewalt ist mindestens genauso schlimm und grausam wie körperliche Gewalt!!!

Da bin ich natürlich ganz Deiner Meinung, lieber Sebi. Ich habe mich wohl sehr missverständlich ausgedrückt.
Wenn ich schreibe, "lieber eine Watschnundgutist", dann soll dass heissen, dass ich mich damals für das für mich persönlich kleinere Übel entschieden hätte.
Monty Roberts, der "Pferdeflüsterer", hat das in einem einzigen Satz ausgedrückt: "Niemand von uns wird mit dem Recht geboren, zu einem Mitmenschen oder Tier zu sagen: Du machst, was ich Dir sage, oder ich werde dir weh tun."


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 Betreff des Beitrags: Re: 1256 - "Mimi"
BeitragVerfasst: 02.01.2010, 22:55 
Schneidi ° hat geschrieben:
Erforderlich hier bei uns in der Bundesrepublik Deutschland ist nach meiner Auffassung seit langem ein einheitlicher Gewaltnotruf bundesweit für alle Menschen, die Opfer von Gewalt geworden sind oder sich gerade in einer akuten Gewaltnotlage befinden.

Dieser Gewaltnotruf müsste von gesetzlicher Seite her auf einer Grundlage stehen, die es ihm ermöglicht, schnell und aktiv einzugreifen.

110

Nummer wußte ich schon im Kindergarten (obschon ich sie glücklicherweise bisher nie gebraucht habe)


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 Betreff des Beitrags: Re: 1256 - "Mimi"
BeitragVerfasst: 02.01.2010, 23:26 
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Also eine Einsatztruppe der GUTEN!

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 Betreff des Beitrags: Re: 1256 - "Mimi"
BeitragVerfasst: 02.01.2010, 23:36 
Hamlet hat geschrieben:
110 ist doch die Polizei. Das nützt doch nix, die ist doch böse.

Stimmt. Bis auf wenige Ausnahmen (berlinerlnde Blondinen mit Helfersyndrom) IMMER bayrisch sprechende Traditionalisten.


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 Betreff des Beitrags: Re: 1256 - "Mimi"
BeitragVerfasst: 02.01.2010, 23:38 
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Hamlet hat geschrieben:
Was wir brauchen sind mobile Einsatzkommandos, gebildet aus Sozialpädagogen, Frauenhausfeministinnen, Kirchentagstürstehern, Anti-AKW-Aktivisten, Greenpeace, vereinigte Ökoläden, Verband griechischer Gastwirte, Obama-Fanclub, eine Truppe rechtskräftig verurteilter Totschlägerinnen, Verband der Himmelslaternenimporteure, usw usw.

... nicht zu vergessen die Sittenwächter über Political Correctness in der Sprache. Wo kämen wir denn hin, wenn hier jeder von Negerkuss und Zigeunerschnitzel sprechen würde! :frechheit:

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 Betreff des Beitrags: Re: 1256 - "Mimi"
BeitragVerfasst: 02.01.2010, 23:45 
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 Betreff des Beitrags: Re: 1256 - "Mimi"
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