02.01.2012, 20:47
Talia hat geschrieben:Warum sollte jemand, der einen Menschen (egal ob Erwachsenen oder Kind) gequält und getötet hat überhaupt wieder auf freien Fuß kommen, egal wie seine/ihre Prognose bzgl "Rückfall" aussieht. Das Opfer hat auch keine zweite Chance...
02.01.2012, 20:47
02.01.2012, 22:48
nonoever hat geschrieben:Und 100%ige Sicherheit gibt es nie. Nicht vor Mördern, Vergewaltigern, Räubern, besoffenen Autofahrern, die andere umbringen.
Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass lebenslanges Wegsperren der Täter die Welt für uns und unsere Kinder sicherer macht.
03.01.2012, 00:59
Talia hat geschrieben:Ich würde ehrlich gesagt keinen Unterschied machen, wie die Prognose aussieht - ob die Wahrscheinlichkeit groß oder gering ist, dass ein verurteilter Mörder noch mal mordet oder nicht. Er hat es einmal getan und alleine dafür gehört er meiner Meinung nach wörtlich lebenslänglich hinter Gittern.
Die Bezeichnung zwischen Pädophiler und pädophiler Straftäter ist wichtig. Wie schon jemand schrieb (Turrican), es gibt nun mal so eine Veranlagung. Gucken wir doch mal auf die alten Griechen, da war Pädophilie keine Straftat und absolut üblich; manche werden nun mal so geboren, dass sie auf kleine Kinder stehen. Es wird nur richtig böse (und ekelhaft), wenn diese ihre Neigung auch ausleben, sprich: Kinderpornos laden und sonstiges unaussprechliches tun, um sich zu befriedigen. Ich glaube, sowas kann man auch gar nicht mit Medikamenten heilen. Früher war Homosexualität verpöhnt und man versuchte, von dieser "schlimmen Krankheit" geheilt zu werden, heute ist das glücklicherweise von wenigstens einigen Leuten akzeptiert worden.Chaosqueen hat geschrieben:Nur mal so in den Raum die Frage: hat einer von Euch schon private Erfahrungen gemacht mit Personen, die sich an Kindern vergangen haben bzw. mit genau diesen Personen, nachdem sie resozialisiert wurden? Also ich meine: sei's aus Opfer Sicht bzw. aus Sicht eines (ehemailigen?) Bekannten (des Täters).
03.01.2012, 09:27
ja, das macht fassungslos und hilflos. nur, es gibt keine alternative. gerade das beispiel mit dem besoffenen autofahrer, vor dem man sich nicht schützen kann, macht es deutlich.BarbaraCT hat geschrieben:Und was ist dann die Alternative?nonoever hat geschrieben:Und 100%ige Sicherheit gibt es nie. Nicht vor Mördern, Vergewaltigern, Räubern, besoffenen Autofahrern, die andere umbringen.
Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass lebenslanges Wegsperren der Täter die Welt für uns und unsere Kinder sicherer macht.
Was hat es mit Rechtsstaat und Menschenrechten zu tun, wenn Menschen nach 15 Jahren freigelassen werden, die nun mal - leider! - eine ständige potentielle Gefahr bleiben?
Den Vergleich mit der Todesstrafe finde ich absolut nicht in Ordnung, weil es - was im Grunde unnötig ist zu erwähnen - zwischen Töten und von der Gesellschaft fernhalten ein gewaltiger Unterschied besteht.
Ich bin jetzt echt etwas fassungslos.
03.01.2012, 10:05
Wenn man sich die Begründung ansieht, warum diese Vorbestraften nie wieder raus sollen (Die Kinder! Denkt doch an die KINDER!!!11einself!!!), dann ist aber die logische Konsequenz daraus, dass man auch alle die wegsperren müsste, bei denen lediglich die Neigung bekannt ist.Hamster hat geschrieben:Ich meinte mit "für lebenslänglich von der Straße weg" natürlich nur die Pädophilen, die einem Kind auch etwas angetan haben. Ich glaube nämlich, dass niemand, wirklich niemand abschließend beurteilen kann, ob so ein Mensch noch mal rückfällig wird. Eine Neigung kann man nicht einfach abschalten!
03.01.2012, 10:19
Viech hat geschrieben:Ich hoffe mal, ich gieße nicht noch mehr Öl ins Feuer... finde die Diskussion nämlich ganz interessant und diskussionswürdig - und möchte mitmischen :/
03.01.2012, 10:53
03.01.2012, 11:09
03.01.2012, 11:21
Unwichtig. Ursprung war die Forderung, dass einschlägig Bestrafte, egal welche Umstände sie zur Tat getrieben haben, nie wieder auf freien Fuß kommen dürften, angeblich um damit eine uneingeschränkte Sicherheit herzustellen.emzi hat geschrieben:... vor allem erst mal eine begriffsklärung hätte erfolgen müssen, worüber wir reden, ob von menschen
- mit einer neigung zur pädophilie
- die diese neigung ausleben
- bei denen die pädophilie mit fehlender empathie gekoppelt ist.
03.01.2012, 11:38
Schiller hat geschrieben:Was konkret Maxls Mörder angeht, habe ich die Tatumstände nicht mehr genau in Erinnerung. Falls er aber wirklich so brutal vorgegangen ist und dies krankheits- oder triebgesteuert geschah, ist denn dann überhaupt sicher, dass er nach 15 Jahren entlassen wird? Wissen Helga und Gabi aus sicherer Quelle, dass es so kommen wird oder spekulieren sie nur herum? Gibt es Gutachten und haben sie Akteneinsicht?
03.01.2012, 11:46
03.01.2012, 11:50
03.01.2012, 11:54
Viech hat geschrieben:Ich hoffe mal, ich gieße nicht noch mehr Öl ins Feuer... finde die Diskussion nämlich ganz interessant und diskussionswürdig - und möchte mitmischen :/Talia hat geschrieben:Ich würde ehrlich gesagt keinen Unterschied machen, wie die Prognose aussieht - ob die Wahrscheinlichkeit groß oder gering ist, dass ein verurteilter Mörder noch mal mordet oder nicht. Er hat es einmal getan und alleine dafür gehört er meiner Meinung nach wörtlich lebenslänglich hinter Gittern.
Hmm... echt? Also ich würde da schon unterscheiden.
Es gibt doch immer so Fälle, oder die "Was wäre, wenn" Spielchen. Einen Mörder, der vor seiner Tat aufs übelste gemobbt, gefoltert etc. worden wäre, würdest du doch bestimmt auch milder betrachten als jemanden, der eiskalt für Geld und andere Menschen tötet, seien es Frauen oder Kinder. Oder Kinder, die aus Rachsucht morden, weil ihre Mutter vom Stiefvater permanent geschlagen und vergewaltigt werden.
03.01.2012, 11:56
03.01.2012, 12:27

03.01.2012, 12:42
BarbaraCT hat geschrieben:Ich fand (und finde es immer noch) wichtig und notwendig, auch über solche "Horrorthemen" mal zu sprechen. Mittlerweile hat die Diskussion aber eine Form angenommen, die mich nur noch enttäuscht und mich keinen Sinn mehr daran erkennen lässt.
Talia hat geschrieben:Da hast du sicherlich recht. Ich schrieb ja, dass ich bestimmt zu sehr vereinfache. Aber im Gründe wird das ja schon im Strafmaß berücksichtigt, denke ich. Jemand, der z.B. aus Rachsucht den Stiefvater ermordet, kriegt vielleicht/ wahrscheinlich (wie gesagt ich bin kein Jurist) nicht lebenslänglich.
Um es noch mal zu verdeutlichen: mir geht es überhaupt nicht darum, ob der Mörder noch eine Gefahr darstellt oder nicht. Er hat (mindestens) einmal gemordet und soll dafür hinter Gittern bleiben.
03.01.2012, 12:55
Viech hat geschrieben:Achso, du meinst aus reiner Strafe für sein Vergehen?
03.01.2012, 13:30
03.01.2012, 13:43
03.01.2012, 13:55
Talia hat geschrieben:Unmenschlich war ja das, was in diesem Fall Maxls Mörder gemacht hat. Dass er dafür lebenslänglich in den Knast muss, finde ich nicht unmenschlich. Es ist ja nicht so, dass er bei Wasser und Brot im Kerker angekettet dahinvegetieren muss. Ich finde nur, dass er jede Chance auf ein normales Leben durch seine Tat verwirkt hat. So wie er ja auch dem Opfer jede Chance auf ein normales Leben genommen hat...
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