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Mit welcher Windstärke wirbelte die Folge?

12 - Spitzenmäßig! Ein echter Orkan!
2
10%
11 - Fast perfekt - ein orkanartiger Sturm
2
10%
10 - Beeindruckend - ein schwerer Sturm
6
30%
9 - Kräftig - ein echter Sturm
3
15%
8 - Immerhin noch ein stürmischer Wind
2
10%
7 - Gut, gut, ein steifer Wind
1
5%
6 - Echt stark - ein starker Wind
0
Keine Stimmen
5 - Na ja, gerade noch eine frische Brise
3
15%
4 - Mäßig, mäßig, eine mäßige Brise
0
Keine Stimmen
3 - Nur ne schwache Brise
0
Keine Stimmen
2 - Grad mal ne leichte Brise
0
Keine Stimmen
1 - Ein kaum spürbarer leiser Zug
0
Keine Stimmen
0 - Windstille - das war gar nix
1
5%
 
Abstimmungen insgesamt : 20

Re: 1361 - Orkanschaden

02.01.2012, 20:47

Talia hat geschrieben:Warum sollte jemand, der einen Menschen (egal ob Erwachsenen oder Kind) gequält und getötet hat überhaupt wieder auf freien Fuß kommen, egal wie seine/ihre Prognose bzgl "Rückfall" aussieht. Das Opfer hat auch keine zweite Chance...


Weil manche Menschen nach 15 Jahren Gefängnis nicht mehr die sind, die sie mal waren. Sie sehen dann im Traum diesen jungen Menschen, der einen schweren Fehler begeht und wollen ihn davon abhalten, aber es geht nicht. Solche Leute sind dann mit den ständigen Selbstvorwürfen schon hinreichend gestraft. Aber es gibt natürlich auch andere Figuren. Leider! Und die sollte nie rauskommen.

02.01.2012, 20:47

Re: 1361 - Orkanschaden

02.01.2012, 22:48

nonoever hat geschrieben:Und 100%ige Sicherheit gibt es nie. Nicht vor Mördern, Vergewaltigern, Räubern, besoffenen Autofahrern, die andere umbringen.
Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass lebenslanges Wegsperren der Täter die Welt für uns und unsere Kinder sicherer macht.


Und was ist dann die Alternative?

Was hat es mit Rechtsstaat und Menschenrechten zu tun, wenn Menschen nach 15 Jahren freigelassen werden, die nun mal - leider! - eine ständige potentielle Gefahr bleiben?

Den Vergleich mit der Todesstrafe finde ich absolut nicht in Ordnung, weil es - was im Grunde unnötig ist zu erwähnen - zwischen Töten und von der Gesellschaft fernhalten ein gewaltiger Unterschied besteht.

Ich bin jetzt echt etwas fassungslos.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 00:59

Ich hoffe mal, ich gieße nicht noch mehr Öl ins Feuer... finde die Diskussion nämlich ganz interessant und diskussionswürdig - und möchte mitmischen :/

Talia hat geschrieben:Ich würde ehrlich gesagt keinen Unterschied machen, wie die Prognose aussieht - ob die Wahrscheinlichkeit groß oder gering ist, dass ein verurteilter Mörder noch mal mordet oder nicht. Er hat es einmal getan und alleine dafür gehört er meiner Meinung nach wörtlich lebenslänglich hinter Gittern.

Hmm... echt? Also ich würde da schon unterscheiden.
Es gibt doch immer so Fälle, oder die "Was wäre, wenn" Spielchen. Einen Mörder, der vor seiner Tat aufs übelste gemobbt, gefoltert etc. worden wäre, würdest du doch bestimmt auch milder betrachten als jemanden, der eiskalt für Geld und andere Menschen tötet, seien es Frauen oder Kinder. Oder Kinder, die aus Rachsucht morden, weil ihre Mutter vom Stiefvater permanent geschlagen und vergewaltigt werden.
Klar, jemand, der mordet, wird wohl einfacher als jemand anderes einen Mord begehen können, aber müssten dann nicht alle Berufssoldaten in den Bau?
Ist echt ein schwieriges Thema.

Von daher muss ich auch Schiller etwas "in Schutz nehmen" :laughing: Die Bezeichnung zwischen Pädophiler und pädophiler Straftäter ist wichtig. Wie schon jemand schrieb (Turrican), es gibt nun mal so eine Veranlagung. Gucken wir doch mal auf die alten Griechen, da war Pädophilie keine Straftat und absolut üblich; manche werden nun mal so geboren, dass sie auf kleine Kinder stehen. Es wird nur richtig böse (und ekelhaft), wenn diese ihre Neigung auch ausleben, sprich: Kinderpornos laden und sonstiges unaussprechliches tun, um sich zu befriedigen. Ich glaube, sowas kann man auch gar nicht mit Medikamenten heilen. Früher war Homosexualität verpöhnt und man versuchte, von dieser "schlimmen Krankheit" geheilt zu werden, heute ist das glücklicherweise von wenigstens einigen Leuten akzeptiert worden.
Versteht mich nicht falsch, ich bin genauso gegen Leute, die sich an Kindern vergreifen. Sowieso gegen alles, was mit gezwungenem Sex zu tun hat. Solche Leute sind krank und denen muss geholfen werden. Nur leider bauschen die Medien gerne alles so auf, als dass diese Menschen niemals Heilung zeigen können. Vielleicht können es auch diese? Bin da selbst skeptisch, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

Mal wieder @Topic: Wäre doch ganz interessant zu sehen, wie es Maxls Mörder heute so ergeht. Hat er dazu gelernt, wie denkt er heute über seine Tat nach? Das wäre ein starkes Stück, was die Serie mal zeigen könnte. Gerade weil dieser Typ Maxl nicht nur ermordete, sondern ganz böse folterte und andere schlimme Dinge tat.

Chaosqueen hat geschrieben:Nur mal so in den Raum die Frage: hat einer von Euch schon private Erfahrungen gemacht mit Personen, die sich an Kindern vergangen haben bzw. mit genau diesen Personen, nachdem sie resozialisiert wurden? Also ich meine: sei's aus Opfer Sicht bzw. aus Sicht eines (ehemailigen?) Bekannten (des Täters).

Jein. Ich kenne drei, die sich an Kindern vergriffen haben - und dank den Eltern des Kindes niemals verurteilt wurden (aus verschiedenen Gründen). Ich möchte mit Sicherheit keine Hetzjagd veranstalten, v.a. weil ich sie heute nicht mehr kenne, aber mit ihnen zu tun haben will ich auch nicht. Ebenfalls aus verschiedenen Gründen.

Schiller hat geschrieben:BTW: Interessanter Artikel mit Verwandtschaft zu unserem Thema:

Erinnert mich an "Berlin Alexanderplatz", Stichwort: "Die Strafe beginnt"

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 09:27

BarbaraCT hat geschrieben:
nonoever hat geschrieben:Und 100%ige Sicherheit gibt es nie. Nicht vor Mördern, Vergewaltigern, Räubern, besoffenen Autofahrern, die andere umbringen.
Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass lebenslanges Wegsperren der Täter die Welt für uns und unsere Kinder sicherer macht.
Und was ist dann die Alternative?

Was hat es mit Rechtsstaat und Menschenrechten zu tun, wenn Menschen nach 15 Jahren freigelassen werden, die nun mal - leider! - eine ständige potentielle Gefahr bleiben?

Den Vergleich mit der Todesstrafe finde ich absolut nicht in Ordnung, weil es - was im Grunde unnötig ist zu erwähnen - zwischen Töten und von der Gesellschaft fernhalten ein gewaltiger Unterschied besteht.

Ich bin jetzt echt etwas fassungslos.
ja, das macht fassungslos und hilflos. nur, es gibt keine alternative. gerade das beispiel mit dem besoffenen autofahrer, vor dem man sich nicht schützen kann, macht es deutlich.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 10:05

Hamster hat geschrieben:Ich meinte mit "für lebenslänglich von der Straße weg" natürlich nur die Pädophilen, die einem Kind auch etwas angetan haben. Ich glaube nämlich, dass niemand, wirklich niemand abschließend beurteilen kann, ob so ein Mensch noch mal rückfällig wird. Eine Neigung kann man nicht einfach abschalten!
Wenn man sich die Begründung ansieht, warum diese Vorbestraften nie wieder raus sollen (Die Kinder! Denkt doch an die KINDER!!!11einself!!!), dann ist aber die logische Konsequenz daraus, dass man auch alle die wegsperren müsste, bei denen lediglich die Neigung bekannt ist.

Denn als Maßstab wurde 1.000 %-ige Sicherheit für zukünftiges Verhalten angeführt. Kein Jota weniger!

Diese in meinen Augen aberwitzige Forderung bedeutet, dass JEDER weggesperrt werden muss, der sich an jemandem vergreifen könnte. Ob einer schon mal straffällig war, spielt keine Rolle dafür, was er zukünftig tun wird. Beim einen mag es wahrscheinlicher sein, aber das interessiert nicht. Wo absolut uneingeschränkte Sicherheit gefordert wird, spielen Wahrscheinlichkeiten keine Rolle mehr!

Und da die allermeisten Taten an Kindern nicht mal mit dieser Neigung geschehen, bräuchten wir für diesen Anspruch sehr, sehr große Gefängnisse - und lauter Frauen, die die Gefangenen bewachen, denn die Männer müssten ja alle einsitzen. :hmm:

Wenn ich mir überlege, dass ein Mann, der für Misshandlung eines Kindes im Bau war, dort entsprechende Angebote wahrgenommen hat, um seine Neigung in den Griff zu bekommen, die Tat tatsächlich bereut und nach der Entlassung in seiner Bewährungszeit noch professionell begleitet wird und von dem ich weiß, was er getan hat, und mir daneben den unauffälligen, sympathischen Familienvater von nebenan vorstelle, mit dessen Kind mein Kind immer spielt, und der nur deswegen so unverdächtig ist, weil er bisher geschickt genug war, mit seinen Taten nicht aufzufallen, dann frage ich mich doch, wer von den beiden für mein Kind eigentlich die größere Gefahr ist. :-k

Wenn wir es wirklich mal auf rein pragmatische Aspekte reduzieren wollen (denn es ist ja allzu deutlich sichtbar, dass so unwesentliche Dinge wie Rechtsstaatlichkeit, Unschuldsvermutung und Grundgesetz hier mit einem Desinteresse abgetan werden, das mir persönlich mehr Angst macht als irgendwelche rückfälligen Kifis):

Will ich wirklich, dass Steuergelder dafür ausgegeben werden, 1.000 Männer mit günstiger Sozialprognose lebenslang in Haft zu halten, von denen 999 tatsächlich harmlos sind und nur einer irrtümlich noch gefährlich ist, wenn man mit dieser enormen Summe genau so gut eine Prävention betreiben könnte, die mindestens zwei, eher aber noch viel mehr potentielle Täter davon abhält, überhaupt jemals Täter zu werden? :hmm:

Oder noch ganz anders: Man könnte diese Summe auch in Bereiche investieren, in denen erheblich mehr Kinder zu Schaden kommen als durch Gewaltverbrechen. Dann würden noch mehr Kinder geschützt. Denkt doch bloß mal an die Kinder! :weise:

Ach ja, dieses Ding namens Straßenverkehr, das uns allen eine erhebliche Mobilität und damit Lebensqualität verschafft, das sollten wir übrigens mal komplett abschaffen. Denn nur dadurch ist mit absoluter Sicherheit gewährleistet, dass hier keine Kinder mehr zu Schaden kommen (übrigens erheblich mehr als durch Gewaltverbrechen, also nur logisch, oder?).

Danke an Turrican, nonoever und Viech, Eure Beiträge lassen mich die Hoffnung noch nicht ganz aufgeben.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 10:19

Viech hat geschrieben:Ich hoffe mal, ich gieße nicht noch mehr Öl ins Feuer... finde die Diskussion nämlich ganz interessant und diskussionswürdig - und möchte mitmischen :/


So ging es mir zunächst auch. Ich fand (und finde es immer noch) wichtig und notwendig, auch über solche "Horrorthemen" mal zu sprechen. Mittlerweile hat die Diskussion aber eine Form angenommen, die mich nur noch enttäuscht und mich keinen Sinn mehr daran erkennen lässt.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 10:53

die diskussion ufert jetzt in so viele bereiche aus, dass es für mich einfach keinen sinn macht, darauf einzugehen, da eh alles nur am rande mal so ein wenig gestreift wird und vor allem erst mal eine begriffsklärung hätte erfolgen müssen, worüber wir reden, ob von menschen
- mit einer neigung zur pädophilie
- die diese neigung ausleben
- bei denen die pädophilie mit fehlender empathie gekoppelt ist.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 11:09

Ja, es ist schade, dass die Diskussion jetzt so ausgeufert ist.
Daran kann man aber auch erkennen, dass die Lindenstraße im Wesentlichen ihren Sinn erreicht hat: aktuelle, brisante und aufwühlende Themen werden aufgegriffen und bringen uns zum Nachdenken. Vielleicht wird die Geschichte aus der Sicht von Max´ Mörder noch ausgeleuchtet. Das wäre sicher sehr interessant.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 11:21

emzi hat geschrieben:... vor allem erst mal eine begriffsklärung hätte erfolgen müssen, worüber wir reden, ob von menschen
- mit einer neigung zur pädophilie
- die diese neigung ausleben
- bei denen die pädophilie mit fehlender empathie gekoppelt ist.
Unwichtig. Ursprung war die Forderung, dass einschlägig Bestrafte, egal welche Umstände sie zur Tat getrieben haben, nie wieder auf freien Fuß kommen dürften, angeblich um damit eine uneingeschränkte Sicherheit herzustellen.

Dass diese Sicherheit real überhaupt nicht zu erreichen und der Versuch nebenbei auch rechtsstaatlich problematisch wäre, haben verschiedene Leute hier dargelegt. Die "Hängt-sie-höher"-Fraktion hält unter dem Deckmäntelchen des angeblichen Kinderschutzes dagegen. Was willst Du da mit diesen Definitionen? Einfach allen den Kopf ab und wir haben unsere absolute Sicherheit. Jawollja!

Was konkret Maxls Mörder angeht, habe ich die Tatumstände nicht mehr genau in Erinnerung. Falls er aber wirklich so brutal vorgegangen ist und dies krankheits- oder triebgesteuert geschah, ist denn dann überhaupt sicher, dass er nach 15 Jahren entlassen wird? Wissen Helga und Gabi aus sicherer Quelle, dass es so kommen wird oder spekulieren sie nur herum? Gibt es Gutachten und haben sie Akteneinsicht?

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 11:38

Schiller hat geschrieben:Was konkret Maxls Mörder angeht, habe ich die Tatumstände nicht mehr genau in Erinnerung. Falls er aber wirklich so brutal vorgegangen ist und dies krankheits- oder triebgesteuert geschah, ist denn dann überhaupt sicher, dass er nach 15 Jahren entlassen wird? Wissen Helga und Gabi aus sicherer Quelle, dass es so kommen wird oder spekulieren sie nur herum? Gibt es Gutachten und haben sie Akteneinsicht?

Ja, Maxls Mörder ist mit großer Brutalität vorgegangen, hat ihn brutal gequält und hat ihm die Augen ausgestochen.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 11:46

Dass Max´ Mörder 2013 entlassen wird, hat Gabi aus der Zeitung erfahren. Momentan befindet er sich im offenen Vollzug.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 11:50

Stimmt. Dann ist die Story aber an irgendeiner Stelle nicht stimmig oder irgendwelche Fakten fehlen noch. Entlassung nach der Mindesthaftzeit nach einer solch brutalen Tat, wo besondere Schwere der Schuld im Raum steht?

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 11:54

Viech hat geschrieben:Ich hoffe mal, ich gieße nicht noch mehr Öl ins Feuer... finde die Diskussion nämlich ganz interessant und diskussionswürdig - und möchte mitmischen :/

Talia hat geschrieben:Ich würde ehrlich gesagt keinen Unterschied machen, wie die Prognose aussieht - ob die Wahrscheinlichkeit groß oder gering ist, dass ein verurteilter Mörder noch mal mordet oder nicht. Er hat es einmal getan und alleine dafür gehört er meiner Meinung nach wörtlich lebenslänglich hinter Gittern.

Hmm... echt? Also ich würde da schon unterscheiden.
Es gibt doch immer so Fälle, oder die "Was wäre, wenn" Spielchen. Einen Mörder, der vor seiner Tat aufs übelste gemobbt, gefoltert etc. worden wäre, würdest du doch bestimmt auch milder betrachten als jemanden, der eiskalt für Geld und andere Menschen tötet, seien es Frauen oder Kinder. Oder Kinder, die aus Rachsucht morden, weil ihre Mutter vom Stiefvater permanent geschlagen und vergewaltigt werden.


Da hast du sicherlich recht. Ich schrieb ja, dass ich bestimmt zu sehr vereinfache. Aber im Gründe wird das ja schon im Strafmaß berücksichtigt, denke ich. Jemand, der z.B. aus Rachsucht den Stiefvater ermordet, kriegt vielleicht/ wahrscheinlich (wie gesagt ich bin kein Jurist) nicht lebenslänglich. Aber jemand, der wie Maxls Mörder lebenslänglich verurteilt wurde, soll bitte auch lebenslänglich hinter Gittern bleiben und nicht nur, weil er so toll resozialisiert wurde nach 15 Jahren eine zweite Chance kriegen. Auch nicht, wenn er sich selbst die größten Vorwürfe macht und seine Tat am liebsten ungeschehen machen möchte und und und... Maxl kriegt auch keine zweite Chance.
Um es noch mal zu verdeutlichen: mir geht es überhaupt nicht darum, ob der Mörder noch eine Gefahr darstellt oder nicht. Er hat (mindestens) einmal gemordet und soll dafür hinter Gittern bleiben.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 11:56

Im Zeitungsbericht wurde von gelungener Resozialisierung gesprochen.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 12:27

Wenn ich was nicht leiden kann, dann halbe Sachen...

Bild

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 12:42

BarbaraCT hat geschrieben:Ich fand (und finde es immer noch) wichtig und notwendig, auch über solche "Horrorthemen" mal zu sprechen. Mittlerweile hat die Diskussion aber eine Form angenommen, die mich nur noch enttäuscht und mich keinen Sinn mehr daran erkennen lässt.

Hmm schade, wieso das denn? :/

Talia hat geschrieben:Da hast du sicherlich recht. Ich schrieb ja, dass ich bestimmt zu sehr vereinfache. Aber im Gründe wird das ja schon im Strafmaß berücksichtigt, denke ich. Jemand, der z.B. aus Rachsucht den Stiefvater ermordet, kriegt vielleicht/ wahrscheinlich (wie gesagt ich bin kein Jurist) nicht lebenslänglich.

Ah okay. Ich glaube, wir beide meinen eigentlich dasselbe ^^

Um es noch mal zu verdeutlichen: mir geht es überhaupt nicht darum, ob der Mörder noch eine Gefahr darstellt oder nicht. Er hat (mindestens) einmal gemordet und soll dafür hinter Gittern bleiben.

Achso, du meinst aus reiner Strafe für sein Vergehen?

@Hamlet: Bei der Szene dachte ich auch, Ernesto reißt ihr die Hose runter :lol:

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 12:55

Viech hat geschrieben:Achso, du meinst aus reiner Strafe für sein Vergehen?

Genau!

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 13:30

Mmh, das finde ich persönlich fast unmenschlich. Aus reiner Rachsucht nützt doch eine Strafe überhaupt nichts - weder dem Opfer, noch der Gesellschaft, und natürlich auch nicht dem Täter.

Ich denke aber auch, dass härtere Strafen zumindest einige Taten verhindern könnte. Wenn "lebenslänglich" tatsächlich lebenslänglich bedeuten würde und nicht einfach nur 15 Jahre, dann wäre doch die Abschreckung viel größer.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 13:43

Unmenschlich war ja das, was in diesem Fall Maxls Mörder gemacht hat. Dass er dafür lebenslänglich in den Knast muss, finde ich nicht unmenschlich. Es ist ja nicht so, dass er bei Wasser und Brot im Kerker angekettet dahinvegetieren muss. Ich finde nur, dass er jede Chance auf ein normales Leben durch seine Tat verwirkt hat. So wie er ja auch dem Opfer jede Chance auf ein normales Leben genommen hat...

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 13:55

Talia hat geschrieben:Unmenschlich war ja das, was in diesem Fall Maxls Mörder gemacht hat. Dass er dafür lebenslänglich in den Knast muss, finde ich nicht unmenschlich. Es ist ja nicht so, dass er bei Wasser und Brot im Kerker angekettet dahinvegetieren muss. Ich finde nur, dass er jede Chance auf ein normales Leben durch seine Tat verwirkt hat. So wie er ja auch dem Opfer jede Chance auf ein normales Leben genommen hat...

... nicht nur dem Opfer, auch den Angehörigen hat er das Leben zerstört. Max, ein unschuldiges Kind, bekam die Todesstrafe. Gabi als Mutter bekam "lebenslänglich". Denn keine Mutter wird es je verarbeiten können, wenn ihr Kind auf solch grausame, sinnlose Weise ums Leben kam.

Was ist das für eine Gesellschaft, die eine lebenslange Haftstrafe für einen brutalen Kinderschänder und Mörder als "unmenschlich" betrachtet, die aber in keiner Weise den Opfern und deren Angehörigen hilft? Oder hat sich das Gericht dafür interessiert, wie es Gabi geht? Ob sie vielleicht eine Therapie braucht? Nix. Wenn sich jemand um die Opfer kümmert, dann ist es der Weiße Ring, eine gemeinnütziger Verein der sich durch Spenden finanziert.
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