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Mit welcher Windstärke wirbelte die Folge?

12 - Spitzenmäßig! Ein echter Orkan!
2
10%
11 - Fast perfekt - ein orkanartiger Sturm
2
10%
10 - Beeindruckend - ein schwerer Sturm
6
30%
9 - Kräftig - ein echter Sturm
3
15%
8 - Immerhin noch ein stürmischer Wind
2
10%
7 - Gut, gut, ein steifer Wind
1
5%
6 - Echt stark - ein starker Wind
0
Keine Stimmen
5 - Na ja, gerade noch eine frische Brise
3
15%
4 - Mäßig, mäßig, eine mäßige Brise
0
Keine Stimmen
3 - Nur ne schwache Brise
0
Keine Stimmen
2 - Grad mal ne leichte Brise
0
Keine Stimmen
1 - Ein kaum spürbarer leiser Zug
0
Keine Stimmen
0 - Windstille - das war gar nix
1
5%
 
Abstimmungen insgesamt : 20

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 13:58

Jemand, der seine Tat wegen eines Triebes oder einer Krankheit oder im emotionalen Ausnahmezustand begeht, den schreckt selbst die Todesstrafe nicht, geschweige denn ein paar Jahre mehr Singsing. Die abschreckende Wirkung drakonischer Strafen setzt die vernünftige Überlegung voraus, ob es das Risiko wert ist. Diese Vernunft ist aber in den genannten Fällen mindestens während der Tatbegehung ausgeschaltet.

Was wirklich gegen Kindesmisshandlung hilft ist differenzierende Aufmerksamkeit statt Hysterie und Prävention statt Abschreckung.

Alles andere mag dem Lynchmob das Mütchen kühlen, hilft aber den vorgeschobenen Kindern kein Stück.

03.01.2012, 13:58

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 14:02

Talia hat geschrieben:... Jemand, der z.B. aus Rachsucht den Stiefvater ermordet, kriegt vielleicht/ wahrscheinlich (wie gesagt ich bin kein Jurist) nicht lebenslänglich. ...
ist im fall einer tötung kein mordmerkmal gegeben, dann wird auf totschlag erkannt.
bei mord jedoch gibt es immer lebenslänglich, ohne wenn und aber.
ob rachsucht ein niederer beweggrund und damit ein mordmerkmal ist - wäre möglich.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 14:28

Diavolezza hat geschrieben:Was ist das für eine Gesellschaft, die eine lebenslange Haftstrafe für einen brutalen Kinderschänder und Mörder als "unmenschlich" betrachtet, die aber in keiner Weise den Opfern und deren Angehörigen hilft? Oder hat sich das Gericht dafür interessiert, wie es Gabi geht? Ob sie vielleicht eine Therapie braucht? Nix. Wenn sich jemand um die Opfer kümmert, dann ist es der Weiße Ring, eine gemeinnütziger Verein der sich durch Spenden finanziert.

Sich für die Opfer zu interessieren ist nur insofern Aufgabe des Gerichts, als es zur Klärung des Straftatbestandes notwendig ist. Dass der Weiße Ring nicht Teil der hier hinterfragten "Gesellschaft" ist, wäre mir übrigens neu. :hmm:

Man kann natürlich die Frage stellen, ob von staatlicher Seite aus genug für Opfer von Verbrechen getan wird. Wem das bei uns als zu wenig erscheint, dem schließe ich mich an - vor allem im Bereich der Prävention.

Die Gegenüberstellung unmenschlicher Taten des Täters zu seiner menschenwürdigen Behandlung durch den Staat hinkt. Es ist ein Unterschied - und sollte es auch sein - ob ein Staat etwas tut oder einzelne seiner Bürger. Auch solche Straftäter menschlich zu behandeln, die unmenschliches Getan haben ist ein unabdingbares rechtsstaatliches Prinzip, d.h. wer das ablehnt, lehnt den Rechtsstaat gleich mit ab.

Die Alternative wie gesagt: Scharia & Co. Dort, wo die zur Anwendung kommt, will aber dann auch keiner leben, weil die dortigen Systeme ganz komischerweise immer mit irgendwelchen anderen gravierenden Nachteilen verbunden sind, die der bevorzugten eigenen Lebensweise entgegenstehen. Ob das Zufall ist? :hmm:

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 14:34

@ Schiller: Es würde mich sehr interessieren, was du empfinden würdest und wie du dich verhalten würdest, wenn ein entlassener pädophiler Sexualstraftäter in deiner Nachbarschaft einziehen würde. Oder wohnst du in einer schnuckligen Einfamilienhaussiedlung, in der man solche Leute nicht einquartieren würde?

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 14:37

es ist tatsächlich so, es ist nicht aufgabe des gerichts, sich um die opfer zu kümmern.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 14:39

emzi hat geschrieben:es ist tatsächlich so, es ist nicht aufgabe des gerichts, sich um die opfer zu kümmern.

Ja, das ist mir schon klar. Aber gibt es irgendeine staatliche Stelle, deren Aufgabe es ist, sich um die Opfer zu kümmern?

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 14:52

Hamster hat geschrieben:Ich denke aber auch, dass härtere Strafen zumindest einige Taten verhindern könnte. Wenn "lebenslänglich" tatsächlich lebenslänglich bedeuten würde und nicht einfach nur 15 Jahre, dann wäre doch die Abschreckung viel größer.

Ich hab das jetzt so verstanden, dass Mörder IMMER lebenslänglich bekommen, nur bei guter Führung (wie eben bei Maxls Mörder) kann man die nach 15 Jahren frühzeitig entlassen. Oder? Maann, ist das alles kompliziert :lol:

Diavolezza hat geschrieben:... nicht nur dem Opfer, auch den Angehörigen hat er das Leben zerstört. Max, ein unschuldiges Kind, bekam die Todesstrafe. Gabi als Mutter bekam "lebenslänglich". Denn keine Mutter wird es je verarbeiten können, wenn ihr Kind auf solch grausame, sinnlose Weise ums Leben kam.

Ich finde sogar, dass es Gabi und Andy härter getroffen hat. Max hat es nun hinter sich... die beiden müssen damit leben. Übrigens finde ich es toll, dass in den aktuellen Folgen wieder Bezug dazu genommen wird. In den Folgen damals war mir das zu schnell abgefrühstückt - es gab zwar eine sehr lange Zeit, in der es den beiden schlecht ging und nachdem die Sache endlich raus war, ging es den beiden wieder schlecht, aber von heute auf morgen war Gabi dann wieder so gut drauf. Wie sie zu Andy sagte "lass uns ein neues Kind machen" (was ja DER Satz war, für den sie Phil verlassen hat!!), Alter! Da habe ich vielleicht geglotzt. Ist ja nicht so, als würde ich Gabi hassen und sie gerne leiden sehen, aber so ist es mir realistischer und gefällt mir besser, als wenn alle wieder auf Friede-Freude-Eierkuchen machen.

Schiller hat geschrieben:Was wirklich gegen Kindesmisshandlung hilft ist differenzierende Aufmerksamkeit statt Hysterie und Prävention statt Abschreckung.

Finde ich auch. Wobei Abschreckung ja auch oft zu Prävention führen kann! Vielleicht überlegt es sich einer zwei Mal, ob er das Risiko Knast + öffentliche Hetzjagd eingehen möchte.

Gab es nicht sogar mal eine Anlaufstelle für pädophile Menschen, die ihnen dabei halfen, ihre Neigung zu unterdrücken? Ich glaube, so etwas mal in einer Reportage oder Werbung gesehen zu haben.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 14:57

Diavolezza hat geschrieben:
emzi hat geschrieben:es ist tatsächlich so, es ist nicht aufgabe des gerichts, sich um die opfer zu kümmern.

Ja, das ist mir schon klar. Aber gibt es irgendeine staatliche Stelle, deren Aufgabe es ist, sich um die Opfer zu kümmern?

nein

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 15:02

Diavolezza hat geschrieben:@ Schiller: Es würde mich sehr interessieren, was du empfinden würdest und wie du dich verhalten würdest, wenn ein entlassener pädophiler Sexualstraftäter in deiner Nachbarschaft einziehen würde.

Wenn es Dich so interessiert, warum liest Du es nicht einfach?
Rein emotional stimme ich vollkommen zu, dass es ein Unding ist, einen Kindermörder wieder freizulassen.

Schiller hat geschrieben:
Aließ hat geschrieben:Oder wie wäre dir zumute, wenn in dein Nachbarhaus ein entlassener Kindermörder ziehen würde?
Mulmig. Deswegen möchte ich ja gerne, dass möglichst wenige Menschen mit dieser unglückseligen Neigung zu solchen Mördern werden und sich vorher helfen lassen. Das passiert aber eher nicht, wenn man ihnen vorher schon sagt: Wenn Deine Neigung rauskommt, sperren wir Dich ein. Dann halten sie wohl eher den Mund und haben es irgendwann nicht mehr unter Kontrolle.

Wenn ich mir überlege, dass ein Mann, der für Misshandlung eines Kindes im Bau war, dort entsprechende Angebote wahrgenommen hat, um seine Neigung in den Griff zu bekommen, die Tat tatsächlich bereut und nach der Entlassung in seiner Bewährungszeit noch professionell begleitet wird und von dem ich weiß, was er getan hat, und mir daneben den unauffälligen, sympathischen Familienvater von nebenan vorstelle, mit dessen Kind mein Kind immer spielt, und der nur deswegen so unverdächtig ist, weil er bisher geschickt genug war, mit seinen Taten nicht aufzufallen, dann frage ich mich doch, wer von den beiden für mein Kind eigentlich die größere Gefahr ist.
:Tach:


Ergo: Ich wäre ebenso wenig begeistert wie jeder andere und ich empfinde für solche Menschen nicht weniger Abneigung als die meisten anderen Menschen. Auch hätte ich vor diesem Menschen Angst ums Schillerkind und würde gewisse Vorsichtsmaßnahmen treffen. Dennoch wäre so ein Nachbar ein vergleichsweise kalkulierbares Risiko: Er hätte eine günstige Prognose, sonst wäre er nicht draußen. Ich wüßte was er getan hat (sonst bräuchte ich diese Frage nicht zu beantworten) und er wüßte, dass ich weiß. Darauf kann man sich also einstellen. Schön ist anders, aber das ist eine rein emotionale Sache. Hält man sich rein an die Fakten, müsste ich viel mehr Angst vor einem der Menschen haben, denen ich mein Kind alltäglich anvertraue: Erzieher, Trainer, Opas, Onkels, Freunde.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 15:14

Schiller hat geschrieben:Auch hätte ich vor diesem Menschen Angst ums Schillerkind und würde gewisse Vorsichtsmaßnahmen treffen.


Wie sähen denn bitte diese Vorsichtsmaßnahmen aus? Du predigst doch die ganze Zeit, dass man entlassenen Straftätern eine zweite Chance in der Gesellschaft geben sollte. Aber du würdest dann doch Vorsichtsmaßnahmen treffen? Sorry, aber das ist albern.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 15:22

Naja, man könnte die Kinder doch nicht in die Nähe dieser Leute lassen oder zumindest nur dann, wenn man selbst dabei ist. Oder den Kindern eintrichtern, dass sie nicht mit Fremden mitgehen soll, was man ja sowieso machen sollte.

Das hat bei mir mal ganz gut geklappt: Auf dem Nachhauseweg war so ein Typ im Auto, der nach dem Weg gefragt hat. Habs ihm gesagt, war total einfach (einfach die Straße runter). Dann meinte er, er verstehe nicht, ich solle doch bitte kurz mitfahren. Ja, klar :roll: Nein, ich muss nach Hause. Als ich zu Hause war, haben meine Eltern mir erzählt, dass ein Perverser in der Gegend sei und Kinder genau so ins Auto lockt... krass.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 15:31

Ich sehe das genauso wie du, Viech.
Jedoch bedeutet genau dieses Verhalten (Fernhalten von dem Täter), dass derjenige nicht mehr in die Gesellschaft integriert wird.
Er wird ausgegrenzt, denn man traut ihm nicht mehr über den Weg.

Genau das ist aber doch das, was ihr dem Täter zugestehen wollt (verbessert mich, wenn ich das falsch verstanden haben sollte). Wer aber soll ihn denn in die Gesellschaft integrieren? "Die anderen?" ;-)

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 15:32

Schiller hat geschrieben:Die Gegenüberstellung unmenschlicher Taten des Täters zu seiner menschenwürdigen Behandlung durch den Staat hinkt. Es ist ein Unterschied - und sollte es auch sein - ob ein Staat etwas tut oder einzelne seiner Bürger. Auch solche Straftäter menschlich zu behandeln, die unmenschliches Getan haben ist ein unabdingbares rechtsstaatliches Prinzip, d.h. wer das ablehnt, lehnt den Rechtsstaat gleich mit ab.


Die Täter sollen ja durchaus menschlich behandelt werden und eben nicht im Kerker verrotten, aber meiner Meinung nach sollen sie lebenslänglich hinter Gittern bleiben. Das finde ich nicht unmenschlich.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 15:34

Hamster hat geschrieben:Wie sähen denn bitte diese Vorsichtsmaßnahmen aus?
Ich würde nach Möglichkeit Situationen vermeiden, in denen er mit dem Kind allein ist. Das war schwer zu erraten, gell? :hmm: Ansonsten wie wäre es mit den Vorsichtsmaßnahmen, die man gegenüber jedem anderen Fremden auch trifft?

Du predigst doch die ganze Zeit, dass man entlassenen Straftätern eine zweite Chance in der Gesellschaft geben sollte. Aber du würdest dann doch Vorsichtsmaßnahmen treffen? Sorry, aber das ist albern.
Nur weil ich akzeptiere, dass jemand wieder am Leben in Freiheit teilnimmt, heißt das noch lange nicht, dass ich alle Vorsicht beiseite lassen muss. Das tue ich bei unbekannten Personen auf der Straße ja auch nicht. Ach ja: die ganzen Stellen, an denen ich das o.g. predige, kannst Du mir davon mal ein paar zeigen? Ich finde sie nämlich komischerweise nicht. :-k

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 15:35

Ich finde die Diskussion hier übrigens gut. Sie bleibt doch meistens sachlich und das ist in vielen anderen Foren nicht der Fall, gerade wenn es um so sensible Themen geht.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 15:40

@Schiller:
Oh, dann habe ich wohl alle deine Beiträge gestern und heute falsch verstanden.
Du denkst also auch, dass die entlassenen Täter keine zweite Chance bekommen sollten.
Dann ist ja alles geklärt.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 15:43

Hamster hat geschrieben:Oh, dann habe ich wohl alle deine Beiträge gestern und heute falsch verstanden.
Du denkst also auch, dass die entlassenen Täter keine zweite Chance bekommen sollten.

Auch das habe ich nicht gesagt. Dass Du so einiges nicht verstanden hast, würde ich also bestätigen.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 15:51

emzi hat geschrieben:
Diavolezza hat geschrieben:
emzi hat geschrieben:es ist tatsächlich so, es ist nicht aufgabe des gerichts, sich um die opfer zu kümmern.

Ja, das ist mir schon klar. Aber gibt es irgendeine staatliche Stelle, deren Aufgabe es ist, sich um die Opfer zu kümmern?

nein

Du sagst es. Und das ist der Fehler. Bevor der Straftäter in den Knast wandert, werden psychologische Gutachten erstellt, damit er auch ja nicht zu hart bestraft wird. Schlimme Kindheit und so weiter. Im Knast bekommt er Therapieangebote. In Resozialisierungsmaßnahmen wird er auf seine Entlassung vorbereitet. Wenn er draußen ist, bekommt er einen Bewährungshelfer an die Seite gestellt, der ihm helfen soll, wieder in der Gesellschaft Fuß zu fassen. Gefährlichen Straftäter, bei denen man einen Rückfall befürchtet, werden rund um die Uhr von Polizisten bewacht. Ein Wahnsinnsaufwand, Wahnsinnskosten. Alles nur für eine Person.

Und welche Hilfe bekommen die Opfer? Keine.

Schiller hat geschrieben:
Hamster hat geschrieben:Wie sähen denn bitte diese Vorsichtsmaßnahmen aus?
Ich würde nach Möglichkeit Situationen vermeiden, in denen er mit dem Kind allein ist. Das war schwer zu erraten, gell? :hmm:

Und wie willst du das realisieren? Du kannst dein Kind nicht ständig beaufsichtigen. Ein Kind braucht, um selbständig zu werden, auch Freiräume ohne Eltern und ohne andere Aufsichtspersonen.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 15:56

Schiller, ich habe jedenfalls verstanden, dass du gerne diskutierst.
Dabei zeigt die aufgeladene Stimmung allzu deutlich, dass es ein sehr sensibles Thema ist, das uns ja alle betrifft.
Wir alle sind schließlich die Gesellschaft. Vielleicht können wir ja trotzdem versuchen, wieder sachlich zu werden.

Re: 1361 - Orkanschaden

03.01.2012, 15:57

@Dia: volle Zustimmung!
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