03.01.2012, 16:05
03.01.2012, 16:05
03.01.2012, 16:09
Dass so ein Gutachten genau so gut geeignet sein kann, die "Schlimme-Kindheit"-Theorie des Strafverteidigers zu entkräften, lassen wir dabei mal geschickt unter den Tisch fallen, gell? Die "Leitmedien" machen es ja vor.Diavolezza hat geschrieben:Bevor der Straftäter in den Knast wandert, werden psychologische Gutachten erstellt, damit er auch ja nicht zu hart bestraft wird. Schlimme Kindheit und so weiter.
Wäre es Dir lieber, Straftäter würden ohne all das einfach wieder auf die Menschheit losgelassen? Oder wollen wir jetzt schon jeden Ladendieb für immer wegsperren?Im Knast bekommt er Therapieangebote. In Resozialisierungsmaßnahmen wird er auf seine Entlassung vorbereitet. Wenn er draußen ist, bekommt er einen Bewährungshelfer an die Seite gestellt, der ihm helfen soll, wieder in der Gesellschaft Fuß zu fassen.
Auch hier wird geflissentlich unter den Teppich gekehrt, dass dies nur bei solchen Tätern passiert, die nach dem Willen des Staates, des Richters und der Gutachter eigentlich gar nicht draußen sein sollten, aber wegen Dämlichkeit freigelassen werden mussten, weil die SV nachträglich angeordnet wurde.Gefährlichen Straftäter, bei denen man einen Rückfall befürchtet, werden rund um die Uhr von Polizisten bewacht. Ein Wahnsinnsaufwand, Wahnsinnskosten. Alles nur für eine Person.
Ja. Stimmt. Das macht es natürlich völlig unmöglich, die beiden voneinander fernzuhalten.Und wie willst du das realisieren? Du kannst dein Kind nicht ständig beaufsichtigen. Ein Kind braucht, um selbständig zu werden, auch Freiräume ohne Eltern und ohne andere Aufsichtspersonen.
03.01.2012, 16:12
Ja, und zwar mit mir alleine, wie man in diesem Thread hier deutlich sieht.Hamster hat geschrieben:Schiller, ich habe jedenfalls verstanden, dass du gerne diskutierst.
Diesen Vorwurf der Diskussion an sich finde ich immer besonders erheiternd.Wo genau bin ich denn unsachlich gewesen. Hast Du bisher irgendwelche Belege beigebracht für die Aussagen, die Du mir unterstellst?Vielleicht können wir ja trotzdem versuchen, wieder sachlich zu werden.
03.01.2012, 16:27
Mutti hat geschrieben:Ich denke, jeder hat da seine feste Meinung, wie man mit pädophilen Straftätern/Mördern umgehen sollte. Letztendlich hat da niemand 100% recht oder unrecht, dafür ist die Materie zu kompliziert. Und letztendlich macht "der Staat" die Gesetze, aber auch da hat man durch die Wahl einer Partei und eines Abgeordneten nur begrenzte Einflussmöglichkeiten, zumal Kinder keine grosse Lobby haben. Ausserdem würde eine Änderung in der Rechtsprechung viele andere Diskussionen aufwerfen, z.B. wie man mit Mördern oder Sexualstraftätern umgehen sollte.
In dem Punkt ist also Selbsthilfe gefragt. Man kann z.B. sein Kind durch Selbstverteidigungskurse für so eine Gefahr sensibilisieren und ihm Techniken beibringen, wie es sich wehren kann. 100%ige Sicherheit gibt es aber nie.
Schiller hat geschrieben:Diesen Vorwurf der Diskussion an sich finde ich immer besonders erheiternd.
Diavolezza hat geschrieben:Und welche Hilfe bekommen die Opfer? Keine.
03.01.2012, 16:29
03.01.2012, 16:38
Viech hat geschrieben:Diavolezza hat geschrieben:Und welche Hilfe bekommen die Opfer? Keine.
Ist das nicht so, dass die Opfer solcher Taten Hilfe bekommen, wenn sie den ersten Schritt machen? Also z.B. Therapie auf Kosten des Staates, wenn sie eine möchten? (keine rhetorische Frage, kenne mich nicht damit aus)
03.01.2012, 16:44
03.01.2012, 16:52
der unterschied ist der, täter bekommen therapien angeboten, ihnen wird ein betreuer an die seite gestellt.Viech hat geschrieben:Diavolezza hat geschrieben:Und welche Hilfe bekommen die Opfer? Keine.
Ist das nicht so, dass die Opfer solcher Taten Hilfe bekommen, wenn sie den ersten Schritt machen? Also z.B. Therapie auf Kosten des Staates, wenn sie eine möchten? (keine rhetorische Frage, kenne mich nicht damit aus)
03.01.2012, 18:12
BarbaraCT hat geschrieben:nonoever hat geschrieben:Und 100%ige Sicherheit gibt es nie. Nicht vor Mördern, Vergewaltigern, Räubern, besoffenen Autofahrern, die andere umbringen.
Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass lebenslanges Wegsperren der Täter die Welt für uns und unsere Kinder sicherer macht.
Und was ist dann die Alternative?
Was hat es mit Rechtsstaat und Menschenrechten zu tun, wenn Menschen nach 15 Jahren freigelassen werden, die nun mal - leider! - eine ständige potentielle Gefahr bleiben?
Den Vergleich mit der Todesstrafe finde ich absolut nicht in Ordnung, weil es - was im Grunde unnötig ist zu erwähnen - zwischen Töten und von der Gesellschaft fernhalten ein gewaltiger Unterschied besteht.
Ich bin jetzt echt etwas fassungslos.
03.01.2012, 18:36
Diavolezza hat geschrieben:Viech hat geschrieben:Diavolezza hat geschrieben:Und welche Hilfe bekommen die Opfer? Keine.
Ist das nicht so, dass die Opfer solcher Taten Hilfe bekommen, wenn sie den ersten Schritt machen? Also z.B. Therapie auf Kosten des Staates, wenn sie eine möchten? (keine rhetorische Frage, kenne mich nicht damit aus)
Ja, das Opfer muss den ersten Schritt machen. Keiner geht auf das Opfer zu.
03.01.2012, 20:59
03.01.2012, 21:45
Viech hat geschrieben:Mutti hat geschrieben:Ich denke, jeder hat da seine feste Meinung, wie man mit pädophilen Straftätern/Mördern umgehen sollte. Letztendlich hat da niemand 100% recht oder unrecht, dafür ist die Materie zu kompliziert. Und letztendlich macht "der Staat" die Gesetze, aber auch da hat man durch die Wahl einer Partei und eines Abgeordneten nur begrenzte Einflussmöglichkeiten, zumal Kinder keine grosse Lobby haben. Ausserdem würde eine Änderung in der Rechtsprechung viele andere Diskussionen aufwerfen, z.B. wie man mit Mördern oder Sexualstraftätern umgehen sollte.
In dem Punkt ist also Selbsthilfe gefragt. Man kann z.B. sein Kind durch Selbstverteidigungskurse für so eine Gefahr sensibilisieren und ihm Techniken beibringen, wie es sich wehren kann. 100%ige Sicherheit gibt es aber nie.
Guter Beitrag. Und auch der Punkt mit der Selbstverteidigung ist gut. Warum wird sowas eigentlich nicht im Schulsport gemacht? Stattdessen dämliche Wettkämpfe, in denen der schlechte Sportler ausgestoßen wird(ja, ich gehörte zu jenen armen Seelen
)
viech hat geschrieben:Habs eben schon in einer PN geschrieben: Ich bin ja auch eigentlich dafür, dass jeder eine zweite Chance verdient hat, wenn er seine Strafe verbüßt hat und eindeutig Reue/Besserung zeigt. Nur bei eben solchen Themen, Kindesmisshandlung, Mord, Vergewaltigung usw. ist es schwer, auf seiner Meinung zu beharren. Ich meine, welche Mutter / welcher Vater hätte gerne jemanden in der Nähe seines Kindes, von dem man genau weiß, dass er mal so etwas begangen hat? Da schaltet sich das Kopfkino natürlich ein und man hat Angst, dass einem selbst so etwas schreckliches passiert.
03.01.2012, 21:55
03.01.2012, 21:57
03.01.2012, 22:01
03.01.2012, 22:05
BarbaraCT hat geschrieben:@ nono: Danke für Deine Antwort.
03.01.2012, 22:06
Chaosqueen hat geschrieben:Aber die Menschen Sensibilisieren sollte man...
03.01.2012, 22:17
nonoever hat geschrieben:Natürlich kann ein solches Szenario, wie es Queenie beschreibt, vorkommen.
Aber, unabhängig von allem vorher Gesagtem oder Geschriebenem:
80% bis 90% der sexuell geprägten (Gewalt-)Taten an Kindern geschehen im allerengsten Familien- und Bekanntenkreis. ...
Alles was man meiner Auffassung nach tun kann, ist, den Kindern eine Kultur des Nein-Sagens nahe zu bringen. Ihnen beizubringen, dass ihre Meinung wichtig genommen wird und ihnen zu glauben, wenn sie für uns Unvorstellbares berichten.
03.01.2012, 22:27
Chaosqueen hat geschrieben:Viech hat geschrieben:Mutti hat geschrieben:Ich denke, jeder hat da seine feste Meinung, wie man mit pädophilen Straftätern/Mördern umgehen sollte. Letztendlich hat da niemand 100% recht oder unrecht, dafür ist die Materie zu kompliziert. Und letztendlich macht "der Staat" die Gesetze, aber auch da hat man durch die Wahl einer Partei und eines Abgeordneten nur begrenzte Einflussmöglichkeiten, zumal Kinder keine grosse Lobby haben. Ausserdem würde eine Änderung in der Rechtsprechung viele andere Diskussionen aufwerfen, z.B. wie man mit Mördern oder Sexualstraftätern umgehen sollte.
In dem Punkt ist also Selbsthilfe gefragt. Man kann z.B. sein Kind durch Selbstverteidigungskurse für so eine Gefahr sensibilisieren und ihm Techniken beibringen, wie es sich wehren kann. 100%ige Sicherheit gibt es aber nie.
Guter Beitrag. Und auch der Punkt mit der Selbstverteidigung ist gut. Warum wird sowas eigentlich nicht im Schulsport gemacht? Stattdessen dämliche Wettkämpfe, in denen der schlechte Sportler ausgestoßen wird(ja, ich gehörte zu jenen armen Seelen
)
Leider ist Selbstverteidigung in meinen Augen auch eine trügerische Sicherheit. Gut finde ich, dass durch derartige Kurse das Selbstvertrauen gestärkt wird und Kinder so vielleicht schneller bei anderen Erwachsenen Hilfe holen etc. . Aber welche 10-jährige hat auch nur eine körperlicher Chance gegen eine "normalen" 80kg Mann (oder auch Frau)? In den Kursen wird den Kinden gesagt und gezeigt, das sie NEIN sagen sollen. Der "Täter" handelt entsprechend und das Kind hat am Ende gewonnen. Was aber, wenn nun ein realer Täter NICHT nach Schema F handelt, sondern das Kind einfach packt etc.? Insofern trügerische Sicherheit.
03.01.2012, 22:46
Mutti hat geschrieben:
Das ist immer noch viel besser, als das Kind ständig überall hin zu fahren und es überzubeschützen.
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