Für ein erfolgreiches Studium der Beimerologie ist ein hohes Maß an sozialer Kompetenz erforderlich. Wichtig ist dabei ein offenes Ohr für die Belange seiner Umwelt und couragiertes Einmischen ohne jedes wenn und aber.
Beimerologie (in manchen Bundesländern auch Beimeristik) ist ein Spezialgebiet der Soziologie, in dem sich Studierende ab dem 45. Semester Soziologie im Hauptfach spezialisieren können.
Schwerpunktmäßig werden im Hauptstudium die Konflikte der Familie Beimer -angefangen vom liebenswerten und bemühten Tollpatsch und Familienvater Hans über seine Frau, die herrschsüchtige Mörderin Anna Ziegler und die missratenen Kinder bis zu Hans Beimers erster, neugieriger und hochzeitsneurotischer Frau Helga behandelt.
Desweiteren steht auch die Frau Klausi Beimers (eines ehemaligen Rechtsradikalen, der seinerzeit einem Tennislehrer ein Auge ausschoss), die bei der Polizei arbeitet und ein nervliches Wrack ist, im Fokus des Hauptstudiums.
Anhand semiwissenschaftlicher, beimerologischer Methoden wird hier das worst-case-Szenario einer deutschen Durschschnittsfamilie erstellt.
Ab dem 5. Semester Soziologie mit Schwerpunkt Beimeristik akzeptiert der Inhaber des Lehrstuhls, Prof. Dr. Georg Hein, Bewerbungen für Dissertationen und kumulative Habilitationen.
Na dann Herzlichen Glückwunsch, Herr Beimerologe ;-)
Vielen Dank auch NBTB für diese ausführliche Erklärung.
Kann man denn auch was geschichtles dazu sagen, Ursprung usw.?
Messi hat geschrieben:Kann man denn auch was geschichtles dazu sagen, Ursprung usw.?
Als Forschungsrichtung in der Soziologie entwickelte sich die Beimerologie im Jahre 1985, die zu dem Zeitpunkt allerdings bemüht war, die Harmonie innerhalb der Familie zu illustrieren. Bald jedoch schwenkte die Forschungsrichtung ins Konträre, da sich ein glückliches Familienleben der Beimers als Paradoxon erwies. Seitdem wird in der Beimerologie primär in diese Richtung, die ca. 1990/91 (1) erstmals illuminiert wurde, geforscht und hat bereits einige aufsehenerregende Arbeiten hervorgebracht.
1: Der Titel der ersten beimerologischen Dipl.-Arbeit lautet:
Pichelsteiner, Franz-Josef.
"Impressionen des Familienbildes als sozialer Moralverfall: Der Betrug Hans Beimers an seiner Ehefrau Helga als Reflexion des moralischen Abstiegs des Bürgertums."
In: Soziologisches Journal 34 (1991): 315-394.
Gibt es denn für die Absolventen der Vorlesung auch nachfolgende Seminar-Veranstaltungen mit Einzelvorträgen? Speziell eine Vertiefung der Dabelsteinschen Treppensturztheorie würde mich sehr interessieren.
bezüglich Ihrer Anfrage vom 06.09.2006 zu beimerologischen Seminaren ist zu sagen, dass es selbstverständlich theoretische als auch praktische Seminare geben wird. Letztere werden auch mit Mitgliedern der Familie Beimer angeboten, die sich für eine offene Diskussionsrunde bereiterklärt haben.
Prof. Dr. Hein leitet alle Seminare persönlich mithilfe seines wissenschaftlichen Mitarbeiters, Dr. Backhaus, der sich aufgrund seiner Expertise im Umgang mit Beimers Sohn Thomas als Privatdozent profiliert hat.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Dekan der Lindenstraße-Fakultät der Universität München,
NoneButTheBrave
;-).
Ach so: Schneidi, bitte nicht auf den Schlips getreten fühlen, aber ich muss die Fragen ja beantworten ;-).
Messi hat geschrieben:Kann man denn auch was geschichtles dazu sagen, Ursprung usw.?
Als Forschungsrichtung in der Soziologie entwickelte sich die Beimerologie im Jahre 1985, die zu dem Zeitpunkt allerdings bemüht war, die Harmonie innerhalb der Familie zu illustrieren. Bald jedoch schwenkte die Forschungsrichtung ins Konträre, da sich ein glückliches Familienleben der Beimers als Paradoxon erwies. Seitdem wird in der Beimerologie primär in diese Richtung, die ca. 1990/91 (1) erstmals illuminiert wurde, geforscht und hat bereits einige aufsehenerregende Arbeiten hervorgebracht.
1: Der Titel der ersten beimerologischen Dipl.-Arbeit lautet:
Pichelsteiner, Franz-Josef. "Impressionen des Familienbildes als sozialer Moralverfall: Der Betrug Hans Beimers an seiner Ehefrau Helga als Reflexion des moralischen Abstiegs des Bürgertums." In: Soziologisches Journal 34 (1991): 315-394.
Vielen Dank für die Aufklärung, da hätte ich natürlich noch eine Bitte:
Könnte man in Abständen einige dieser Arbeiten veröffentlichen?
NoneButTheBrave hat geschrieben:Die Arbeiten sind in der Beimerologie-Bibliothek der soziologischen Fakultät der Universität München einsehbar.
Eben. Der Aufwand wäre erheblich zu groß für mich, bis nach München zu fahren.
Leiten sie bitte ggf. mein Gesuch doch direkt an Schneidi° -Beimerologe- weiter.
Vielen Dank.
Lindenschurz hat geschrieben:Gibt es denn für die Absolventen der Vorlesung auch nachfolgende Seminar-Veranstaltungen mit Einzelvorträgen? Speziell eine Vertiefung der Dabelsteinschen Treppensturztheorie würde mich sehr interessieren.
...ja – selbstverständlich gibt es die, Lindenschurz.
Sehr empfehlenswert sind die Seminare...
1. Emotionaler Gefrierbrand – Methoden zur Früherkennung der beginnenden Eiszeit in einer Ehe und Auswege aus der Krise;
2. Spiegeleierrethorik – Aggressions- und Frustabbau mittels Bratpfanne, Pflanzenfett und Ei;
3. Konzentrik light – mit Bibernellrosen dem Glück auf die Sprünge helfen;
4. Kosenamen in der Praxis – wie aus meiner Taube meine Schöne wird;
5. Einbeimern für Anfänger – ein Sprachkurs für den angemessenen Umgang mit der Ex-Ehefrau.
Lindenschurz, Du solltest Dich möglichst noch heute für eines oder mehrere dieser Seminare anmelden, wenn sie für Dich interessant sind – sie sind auf Monate hinaus ausgebucht.