Schneidi° hat geschrieben:
ellind hat geschrieben:
Ich finde einfach schön, wenn Kundenberatung und Bedienung noch von Menschen abgewickelt wird und nicht alles automatisiert wird...
...yep – mit Bedienung ist es wirklich schöner und bietet eine ganz andere Form der Lebensqualität.
Auch unsere zunehmende online-Produktwelt birgt bei allem praktischen auch viel Kühles. Wir gehen seit Jahren gern’ in das Theater am Kurfürstendamm in Berlin ( solange es das noch gibt ) .
Mittlerweile können problemlos Theaterkarten hierfür daheim gebucht und auch gleich ausgedruckt werden. Doch es ist einfach nicht dasselbe. Die Karten sind schmucklos, schwarz-weiß mit einem dicken Scanbalken in der Mitte.
Praktisch – aber viel zu nüchtern.
Ich finde, Sabrina war im Café Bayer einfach super. Nicht nur, dass sie die Kunden freundlich und zuvorkommend bedient hat, sie hat sogar noch Übersetzerin für Gabi gespielt. Ich kann mir bei Sabrina nicht vorstellen, dass sie auch nur ein einziges Telefonat geführt hätte, während Kunden warten. Dass diese Frau was kann und Stil hat, das sieht man ja auch daran, dass sie nun ihren eigenen Laden betreibt und selbstständig ist. In Sabrinas Alimentari ist aufmerksamer Kundenservice, Beratung und nebenbei vielleicht auch noch ein kurzes, persönlicheres Gespräch mit Stammkunden etwas ganz normales. Das ist es eben, was Menschen an so ein kleines Geschäft bindet. Man kennt sich, redet auch mal eben übers Wetter oder übers Rheuma. Es ist schön, wenn eine persönliche Ebene erhalten bleibt. Man tauscht vielleicht noch Kochrezepte aus, erinnert sich an den letzten Einkauf. Diese persönliche Ebene ist auch das Konzept alteingesessener Friseursalons. Man geht gern dorthin, weil man dort nicht fremd ist. Ganz besonders in Großstädten ist es wichtig, dass Dienstleistungen nicht zur Fliessbandarbeit werden. Ich verstehe eigentlich nicht warum das bei uns in Deutschland so oft ein Problem ist. Viele sprechen ja längst von der "Servicewüste Deutschland". Man muss aber wirklich zugeben, dass Service und Freundlichkeit in vielen anderen Ländern offenbar einen höheren Stellenwert haben.