Northstar hat geschrieben:Und wieso hat er die Wasserflasche im Bad stehen, wo er doch einen Wasserhahn hat?
Das liegt an der Kohlensäure, Northi. Eine Tablette lässt sich mit Mineralwasser leichter einnehmen, als mit stillem Wasser, bzw. Leitungswasser. Gegen Leitungswasser ist natürlich sonst nichts einzuwenden. Wir haben in Deutschland sehr gutes Wasser, das bedenkenlos getrunken werden kann. In anderen Ländern ist man ja ständig als Wasserträger unterwegs, ich denk nur an meinen letzten Urlaub auf den Kanaren.
ellind hat geschrieben:Das liegt an der Kohlensäure, Northi. Eine Tablette lässt sich mit Mineralwasser leichter einnehmen, als mit stillem Wasser, bzw. Leitungswasser.
Carsten hat aber stilles Wasser aus der Flasche getrunken.
ellind hat geschrieben:Gegen Leitungswasser ist natürlich sonst nichts einzuwenden. Wir haben in Deutschland sehr gutes Wasser, das bedenkenlos getrunken werden kann.
Das ist richtig. Umso bizarrer finde ich die Leute die eine Menge Geld für Evian, Vitel, oder, unterstmögliche Schublade, Bonaqa ausgeben.
Northstar hat geschrieben:Carsten hat aber stilles Wasser aus der Flasche getrunken.
Vielleicht kommt bei denen ja nur bräunliches Wasser aus der Leitung, weil Rost oder sonstwas drin ist?
Northstar hat geschrieben:Das ist richtig. Umso bizarrer finde ich die Leute die eine Menge Geld für Evian, Vitel, oder, unterstmögliche Schublade, Bonaqa ausgeben.
Wir kaufen auch Wasser, aber bei Aldi oder Lidl, also dieses Sixpack für sehr wenig Geld. Dieses Wasser ist mit Kohlensäure versetzt und das ideale Getränk auf dem Nachttisch. Wurde auch schon getestet und sogar für besser befunden, als die teuren Mineralwässer.
Schrammel hat geschrieben:Um 22:15 Uhr aus der Reportage-Reihe "37°" im ZDF:
"Herz aus Eis - warum manche Menschen nicht fühlen. Alexithymie, Gefühlsblindheit, heißt die Krankheit, deren Ursrpünge meist in einer traumatisierten Kindheit liegen. Der Film berichtet von drei Betroffenen."
Ich habe den Film auch gesehen und fand ihn recht interessant. Ohne Zweifel leiden diese Menschen an einer außergewöhnlichen Gefühlskälte, die sich mit einem Rückblick auf ihren individuellen Werdegang auch erklären lässt.
Auf der anderen Seite dachte ich immer wieder, dass diese sog. "Alexithymie" nun vielleicht die nächste Modekrankheit ist? Heute bekommen Gemütsverfassungen (die es eigentlich schon immer gab) ständig neue Namen, ähnlich dem Waschpulver Ariel mit "verbesserter Formel". Hauptsache NEU!
Lindenschurz hat geschrieben:Das finde ich noch so halbwegs nachvollziehbar, da Alex seit seiner Wunderheilung ja nun Verantwortung übernehmen will und allen um sich rum beweisen möchte, dass er reifer und erwachsener ist als vor seiner Hochzeit mit Marion. Und wenn Lisa ihn nunmal nicht an seinen Sohn heranlässt, muss er erstmal klein anfangen und den offensichtlich Hilfsbedürftigen in seiner Umgebung "auflauern" ;-)
...Alex Behrend übernimmt soziale Verantwortung für einen Nachbarn und ich finde das großartig von ihm.
Mit der sozialen Veranwortung für unsere Nachbarn ist es hier in Deutschland doch eher bescheiden bestellt, etwas, was mich immer wieder bekümmert.
Der Ich-AG in unseren Köpfen würde ein Stückchen mehr gelebtes Miteinander so gut zu Gesicht stehen und unser Land noch viel freundlicher machen.
Schneidi° hat geschrieben:Mit der sozialen Veranwortung für unsere Nachbarn ist es hier in Deutschland doch eher bescheiden bestellt, etwas, was mich immer wieder bekümmert.
Der Ich-AG in unseren Köpfen würde ein Stückchen mehr gelebtes Miteinander so gut zu Gesicht stehen und unser Land noch viel freundlicher machen.
Sicherlich ist das ein schönes Idealbild, was aber nunmal nicht einfach mal so herbeigezaubert werden kann. HWG betont ja selbst auch öfter, dass er dieses Ideal in der LiStra zeigt, während er sich aber bewusst ist, dass er in diesen Punkten keinen allzu hohen Realitätsanspruch mit der Serie verfolgt.
Aber sich einfach vorzunehmen, ab jetzt mehr auf seine Mitmenschen zuzugehen im Alltag, wird nicht ausreichen, da wohl nur ein kleiner idealistischer Teil der Gesellschaft überhaupt Interesse daran hat.
Man sollte sich vielleicht eher fragen, woher die Ich-Bezogenheit in unseren Köpfen kommt und wo in unserer Gesellschaft die Unterschiede zu Gegenden und Kulturen sind, in denen es "warmherziger" zu geht (mir fällt da spontan Thailand ein, da gab's neulich einen interessanten Bericht über dortige Altenpflege und den Generationenvertrag).
Schneidi, Du bist naiv, gutmütig und verblendet. Andererseits, was soll ich sagen, paßt das ja auch irgendwie zu Dir, es macht Dich in gewisser Weise symphatisch.
So wie Hans Beimer ja auch kein schlechter Mensch ist, beispielsweise, trotz seiner offenkundigen Fehler.
Aber noch mal zur Folge. Ist euch aufgefallen daß die Listra immer mehr verkölnt? Mary zieht nach Köln, Gert kommt aus Köln. Was soll das?
Northstar hat geschrieben:Aber noch mal zur Folge. Ist euch aufgefallen daß die Listra immer mehr verkölnt? Mary zieht nach Köln, Gert kommt aus Köln. Was soll das?
Die zukünftigen Außendrehs können kostengünstig an Originalschauplätzen gedreht werden? ;-)
Das hattest du's doch schon, Schneidi! Die unmitmenschliche Ich-AG in unseren Köpfen hat HWG schon 1989 thematisiert. Doktor Dressler in seinem Blute, zuschanden gefahren und eiskalt und achtlos liegengelassen vom unfallflüchtigen und verantwortungslosen Griechenwirtsbürscherl Vasily S.
Schneidi° hat geschrieben: Mit der sozialen Veranwortung für unsere Nachbarn ist es hier in Deutschland doch eher bescheiden bestellt, etwas, was mich immer wieder bekümmert. .
Und wie steht es mit der persönlichen Verantwortung? Die ist meiner Meinung nach wichtiger als die soziale Verantwortung.
Harry ist für mich der typische Schnorrer. Haben wir einmal gesehen, daß er Arbeits als Gegenleistung für ein Essen anbietet? Nein
Für mich sieht es so aus als ob Harry sich bewußt entschieden hat auf der Straße zu leben und sich durchs Leben zu schnorren. Daher sollte er auch die Folgen dieser Entscheidung tragen und sie nicht dem sozialen System aufbürden. Wer A sagt muß auch B sagen
Tahemet hat geschrieben:Für mich sieht es so aus als ob Harry sich bewußt entschieden hat auf der Straße zu leben und sich durchs Leben zu schnorren.
"Auf der Straße" lebt Harry ja eigentlich nicht. Wir sehen ihn nur bei schönem Wetter draußen sitzen, ansonsten im Akro oder Alois. Wo er schläft wissen wir nicht, aber bestimmt nicht auf der Straße.
Aber das Phänomen Harry wurde ja schon oft diskutiert. Soviel schneidersche gelebte Nächstenliebe purst daß ein Penner ein jahrelanges Freibierabo hat gibt es im realen Leben nicht.
Northstar hat geschrieben: Aber das Phänomen Harry wurde ja schon oft diskutiert. Soviel schneidersche gelebte Nächstenliebe purst daß ein Penner ein jahrelanges Freibierabo hat gibt es im realen Leben nicht.
Andererseits erübrigt sich ja auch jede Diskussion, da sowohl Harry Rowohlt und auch HWG gesagt haben, dass Harry eine reine Kunstfigur ist, d.h. sie soll gar keine Realität widerspiegeln.
NoneButTheBrave hat geschrieben:Andererseits erübrigt sich ja auch jede Diskussion, da sowohl Harry Rowohlt und auch HWG gesagt haben, dass Harry eine reine Kunstfigur ist, d.h. sie soll gar keine Realität widerspiegeln.
Dann sollte er keine Zahnschmerzen haben, das ist nämlich realistisch.
Tahemet hat geschrieben:Und wie steht es mit der persönlichen Verantwortung? Die ist meiner Meinung nach wichtiger als die soziale Verantwortung. Harry ist für mich der typische Schnorrer. Haben wir einmal gesehen, daß er Arbeits als Gegenleistung für ein Essen anbietet? Nein Für mich sieht es so aus als ob Harry sich bewußt entschieden hat auf der Straße zu leben und sich durchs Leben zu schnorren. Daher sollte er auch die Folgen dieser Entscheidung tragen und sie nicht dem sozialen System aufbürden. Wer A sagt muß auch B sagen
...selbstverständlich steht die persönliche Verantwortung im Vordergrund, Tahemet, solange man diese noch für sich ausüben kann.
Harry als typischen Schnorrer zu bezeichnen, finde ich absolut nicht richtig, da wir überhaupt nicht wissen, durch welche Lebensumstände und Schicksalsschläge er auf der Straße lebt.
Leider ist ja auch sein Alter nicht überliefert – ich persönlich halte ihn für Anfang 60 Jahre.
Niemand würde Harry heutzutage einen halbwegs angemessen bezahlten Job geben.
Obwohl – Du Northi, würdest Du Harry einen Job geben...?° Welcher Art wäre diese Tätigkeit und wie viel würdest Du ihm zahlen...?°
Harry hat ja selber schon klar geäußert daß er vom Arbeiten nichts hält.
Die einzige Ausnahme war wohl als er die abholbereiten Tickets in Vertretung für das Reisebüro verteilte, damals an Hans.
Harry könnte ich mir theoretisch als Gärtner vorstellen. Aber den würde ich nicht nach Stunden bezahlen sondern der bekäme eine Pauschale für geleistete Arbeit.
...Du würdest Harry eine Pauschale für geleistete Arbeit zahlen, Northi...?°
Da würde ich ihm abraten, diese Tätigkeit anzunehmen. Es ist doch ganz klar, dass Harry aufgrund seines fortgeschrittenen Alters länger für die Gartenarbeiten braucht als beispielsweise ein Zwanzigjähriger.
Also sollte Harry auch nach Stunden bezahlt werden, um Harrys langsameres Arbeiten aufgrund seines Lebensalters sozial abzufedern.
Northstar hat geschrieben:Wieso sollte ich als Arbeitgeber für das Alter des Arbeitnehmers aufkommen?
...weil Du als Arbeitgeber einen soziale Verantwortung für "Deinen" Arbeitnehmer trägst, Northi.
Deshalb beteiligst Du Dich als Arbeitgeber zur Hälfte an den Kosten des Arbeitnehmers für Krankenkasse, Arbeitslosenversicherung und Rentenversicherung.
Du versicherst ihn gegen Unfall usw. usw...
Einen guten Arbeitnehmer gibt es nicht zum Nulltarif, Northi.
wir wissen natürlich nicht wie lange Harry schon auf der Straße lebt, aber er ist ja jetzt schon 10 gute Jahre dabei und ich gehe mal davon aus, daß er davor auch schon einige Zeit auf der Straße war.
Und gehört zur persönlichen Verantwortung nicht auch, daß man langfristig zu den Folgen seiner Entscheidungen steht
sagen wir mal es klinkt sich jemand mit 20 Jahren aus dem System aus, zahlt keine Steuern, keine Sozialabgaben, nichts.
Jetzt wird die Person alt, bekommt vielleicht keine Gelegenheitsjobs mehr um sich über Wasser zu halten und erinnert sich jetzt daran, daß es ja sowas wie eine soziale Sicherung gibt und hält die Hand auf. Also ich finde das weder gerecht, noch fair.
...ich denke, ich habe richtig verstanden, wie Du Dein posting meinst, Tahemet.
Aber Zahnschmerzen so wie jetzt bei Harry, Hunger und alle sozialen Notlagen fragen nun mal nicht nach Gerechtigkeit oder Fairness - sie sind einfach da.
Aus diesem Grund plädiere ich schon lange für die Einführung eines bedingungslosen Bürgergeldes hier in Deutschland für jedermann zur verlässlichen Sicherung der Grundbedürfnisse.
Das wäre wirklich mal ein sozialer Fortschritt.
Zuletzt geändert von GastX am 29.03.2007, 13:16, insgesamt 1-mal geändert.