Hamlet hat geschrieben:...- Der Mann vom Bund war sachlich, wobei man ihm durchaus ansehen konnte, daß er emotional bewegt war. Er hat halt nicht rumgelallt wie ein Sozialarbeiter, warum auch?
- Der mann vom Bund konnte keine Fragen beantworten, weil er selbst nichts wusste, was er ja auch sagte. Er hat halt nicht rumgelallt wie ein Sozialarbeiter, warum auch?
...und deshalb konnte sich der Mitarbeiter von der Bundeswehr nicht einmal zehn Minuten zu Sabrina setzen, Hamlet...?°
Ich fand den einfach nur arm, wie er so da stand, mühsam nach Worten suchend.
Nun ja - und ab heute stellt die Bundeswehr ja die schnelle Eingreiftruppe für den Norden Afghanistans. Rund 200 Soldaten der Augustdorfer Panzerbrigade 21 haben eine norwegische Einheit abgelöst. Ihre Aufgabe wird es sein, die Isaf-Schutztruppe abzusichern.
Damit hat das Risiko für die deutschen Soldaten in Afghanistan um ein Vielfaches zugenommen.
Schneidi° hat geschrieben:Damit hat das Risiko für die deutschen Soldaten in Afghanistan um ein Vielfaches zugenommen.
Bei aller Liebe, aber das sind Zeit- und Berufssoldaten. Die wissen ganz genau, worauf sie sich einlassen, wenn sie sich verpflichten. Seit 1999 muss die BW eben auch wieder kämpfen, und wer sich dann verpflichtet, muss damit einfach rechnen. Das ist ganz einfach und zu 100% eine bewusste Entscheidung, denn, wie ich weiß, bekommt man das in aller Deutlichkeit ausdrücklich gesagt.
Wer dann unterschreibt, muss eben damit leben, in lebensgefährliche Situationen geraten zu können. Ein Militär ist doch kein Ponyhof!
NoneButTheBrave hat geschrieben:Bei aller Liebe, aber das sind Zeit- und Berufssoldaten. Die wissen ganz genau, worauf sie sich einlassen, wenn sie sich verpflichten...
...genau da habe ich meine Zweifel, NBTB.
Ich glaube Dir, dass die Soldaten genauestens über mögliche Kampfeinsätze belehrt werden - aber grau ist eben alle Theorie. Ich denke, in Friedenszeiten kann kein Berufssoldat wirklich abschätzen, welches Risiko er da mit seiner Unterschrift wirklich eingeht, im Ernstfall in Kampfhandlungen verwickelt werden zu können.
Schneidi° hat geschrieben:...genau da habe ich meine Zweifel, NBTB.
Ich glaube Dir, dass die Soldaten genauestens über mögliche Kampfeinsätze belehrt werden - aber grau ist eben alle Theorie. Ich denke, in Friedenszeiten kann kein Berufssoldat wirklich abschätzen, welches Risiko er da mit seiner Unterschrift wirklich eingeht, im Ernstfall in Kampfhandlungen verwickelt werden zu können.
Natürlich - was es heißt, wirklich zu kämpfen, kann sich vermutlich keiner vorstellen, bis er es erlebt, aber das ist eine psychologische Ausnahmesituation. Die Sache ist aber die, das jeder, der dort unterschreibt, in klarem Geisteszustand weiß und wissen muss, dass das möglicherweise lebensgefährlich ist. Das ist ja nun keine hohe Psychologie, sondern Fakt. In Kriegen sterben Soldaten und Zivilisten, mit anderen Worten: Menschen. Das ist ein Sachverhalt, bei dem man auch im Vorfeld eindeutig abwägen kann, ob man bereit ist, schlimmstenfalls in einem fernen Land zu sterben.
Ich müsste im Übrigen nicht lange überlegen: Keinesfalls wäre es mir das wert.
Schneidi, die 205 Soldaten der QRF wurden auf den Einsatz vorbereitet.
Sie wurden angehalten ein Testament zu schreiben, ihre Familien müssen stets hinterlassen wie sie erreichbar sind im Falle schlechter Nachrichten.
Das sind Profisoldaten die genau wissen worauf sie sich einlassen.
Statt über die Soldaten zu schimpfen solltest Du lieber die Regierung kritisieren die sie nach Afternixdran geschickt hat. Aber halt, da ist ja Deine Partei beteiligt. Dann muß das ja in Ordnung sein.
Also: Wenn der Dienst sehr ordenlich bezahlt werden würde (100K€/Jahr oder mehr), und ich meine Qualifikation und Fähigkeiten einbringen könnte (ohne im Schlamm robben zu müssen und dergleichen), dann würde ich es machen!
Btw.: Wieviel verdient man eigentlich bei einem solchen "Afghanistanurlaub"? Darüber wird selten gesprochen... Ist man als Soldat eigentlich verbeamtet? Das wäre ein Argument mehr! Dann wären Schneidi und ich nämlich Kollegen - in der Gehaltsabrechnung
Aber ich nehme mir die Freiheit heraus, wieder und wieder darauf hinzuweisen, dass Konflikte letztendlich nicht militärisch lösbar sind.
Und es ist aus humanitärer Sicht einfach nicht hinnehmbar, dass die Hauptleidtragenden eines Krieges auch heute noch immer die Zivilbevölkerung ist.
Ich persönlich möchte keine Szene in der Lindenstraße sehen, in der Enzo Buchstab sein Testament schreibt. Aber ich fände es trotzdem gut, wenn genau diese Szene gezeigt wird - um wach zu rütteln.
Goedel hat geschrieben:Btw.: Wieviel verdient man eigentlich bei einem solchen "Afghanistanurlaub"? Darüber wird selten gesprochen... Ist man als Soldat eigentlich verbeamtet? Das wäre ein Argument mehr! Dann wären Schneidi und ich nämlich Kollegen - in der Gehaltsabrechnung
Ich kenne jemand der seinerzeit in Jugoslawien war. Der kassierte damals schon satte 8000 Mark im Monat, bei freier Kost und Logis, und das mit 21 Jahren.
Beamter ist man als Soldat nicht, dafür sorgen schon die Politiker daß Schneidi und die anderen Drohnen unter sich bleiben.
Northstar hat geschrieben:Ich kenne jemand der seinerzeit in Jugoslawien war. Der kassierte damals schon satte 8000 Mark im Monat, bei freier Kost und Logis, und das mit 21 Jahren.
Inflationsbereinigt wären das vielleicht 12x6K€=72K€
Zu wenig
Beamter ist man als Soldat nicht, dafür sorgen schon die Politiker daß Schneidi und die anderen Drohnen unter sich bleiben.
Auch nicht in höherer Position? (als Offizier oder so?) Dachte, es sei anders... Ist eigentlich ein Unding, daß gerade die, die für das Vaterland sprichwörtlich ihren Kopf hinhalten, nicht verbeamtet sind, aber jeder mieser Lehrer (der gegebenenfalls auch noch eine antidemokratische Haltung vertritt) später mal seine fette Beamtenpension einstreichen darf.
Northstar hat geschrieben:Ich kenne jemand der seinerzeit in Jugoslawien war. Der kassierte damals schon satte 8000 Mark im Monat, bei freier Kost und Logis, und das mit 21 Jahren...
...der liebe Gott schenkt einem jeden Menschenkind sein herrliches Leben ein einziges Mal.
Kein Geld der Welt schenkt einem das Leben ein zweites Mal.
Schneidi° hat geschrieben:...der liebe Gott schenkt einem jeden Menschenkind sein herrliches Leben ein einziges Mal.
Kein Geld der Welt schenkt einem das Leben ein zweites Mal.
Da habe ich eine andere Meinung.
1. EIne Wiedergeburt kann man nicht ausschließen. Irgendwie muß es nach dem Tod weitergehen. Meine Meinung.
2. Was nützt ein Leben, wenn man am Rande seines Existenzminimums leben muß. Vielleicht ist ein kurzes Leben in Saus und Braus (so, wie es Freddy Mercury etwa geführt hat) erfüllender und sinnstiftender, als ein ärmliches, Dahinsiechen, bis man seine 80 voll gemacht hat.
3. Die "Sterbewahrscheinlichkeit" als deutscher Soldat (auch in den Konfliktregionen) ist relativ klein. Vermutlich nicht größer, als bei jemandem, der jeden Tag rund um die Uhr auf der Autobahn unterwegs sein muß.
Auch der wird sich vermutlich später mal auf Staates Kosten seinen Ranzen vollschlagen, und den Schülern fleißig seine menschenverachtenden Lehren eintrichtern.
Wir hatten an unserer Schule auch eine RAF-Sympathisantin. Keine Schülerin, sondern eine Lehrerin!
SuSonja hat geschrieben:Drecksack und Mistvieh sollte man in Anwesenheit einer Dame aber nicht sagen
Damit warst Du ja nicht gemeint!
Aber für so einen Typen ist die Bezeichnung "Mistvieh" noch ein Kompliment. Wer sich in verfassungsfeindlichen Vereinigungen (wie sie die Antifas darstellen) engagiert, aber sich gleichzeitig vom Staat fürstlich entlohnen lassen möchte, der gehört zu den miesesten Subjekten, den die Menschheit jemals hervorgebracht hat, knapp hinter Adolf Hitler.
Hast vielleicht auch schon von gehört; der Kamerad war ja auch im Rhein-Neckar-Raum aktiv.
Übrigens wieder ein schönes Beispiel, wie man es schafft, mit den richtigen Anwälten und geübter Hartnäckigkeit, die deutsche Justiz zum Umfallen zu bekommen.
1. Ich bin der Meinung dass es manchmal besser ist eine Gruppe Menschen zu töten und damit eine andere, größere Gruppe zu retten. Zum Beispiel wenn wir die Flugzeuge abgeschoßen hätten und die Insassen so schlimm es auch ist, geopfert hätten und damit die Menschen im WTC hätten retten können (die anzahlmäßig mehr waren), ist es zwar grausam, aber eigentlich ne gute Sache, oder?
2. Ich bin kein Romantiker. Ich weiß das manchmal Kriege notwendig sind und es wird noch sehr viele Kriege geben, davon bin ich überzeugt. Es wäre zwar schön wenn wir uns alle gut verstehen können. Aber das geht ganz einfach gegen unsere Natur. Und im Falle des Falles muss es Menschen geben die das Land verteidigen können. Vor diesen Menschen habe ich hohen Respekt.
3. Die Bundeswehr ist ja nicht nur in Kriegsregionen, sondern hilft auch bei Überflutungskatastrophen etc. und rettet dort Leben.
4. Ich würde für kein Geld der Welt mein Leben im Krieg riskieren, als Soldatin. Ich gebe offen zu: ich habe einfach Angst vor einem gewaltsamen Tod und möchte ihn nicht erleben. Wahrscheinlich sehr feige.
Klare Aussage, Su! Ich denke, in Deutschland sehen dies die meisten Leute genauso (auch Absatz 4.)
Gerade deswegen ist es wichtig, daß es Menschen gibt, die im zweifelsfall auch ihren Kopf für ihr Vaterland hinhalten. Man kann dies nicht genug würdigen.
Heutzutage sind diese Leute bei vielen (Schneidi und Konsorten) verpönt, aber zu Kaiser Wilhelms Zeiten war Offizier ein hochangesehener Beruf. Zu Recht.