Hamlet hat geschrieben:
Hauptschulen sind nix weiter als Hartz-4 Vorbereitungsseminare.
Quatsch. Mein Cousin hat den Doktortitel. Obwohl (oder weil) er erst "nur" auf einer Hauptschule war.
Ich glaube, daß "auf die Hauptschule zu gehen (bzw. gehen zu müssen)" wieder mal als Ausrede für alles hinhält. Natürlich auch für die Faulheit der Schüler.
Manche Kinder sind mit 12 nun einmal in einer Phase, wo eher Praktisches für sie interessant ist. Wieso muß man sie also aufs Gymnasium schicken? Wenn man die entsprechenden Begabungen hat, ist Schreiner, Gärtner oder Maurer ein mindestens ebenso schöner Beruf wie irgendwelcher Akademikerquatsch. Bzw. es gibt auch unter den Akademikerjobs echte Drecksjobs, die ich nicht machen möchte, wie etwa Versicherungsvertreter etc.
Das Problem ist doch, daß sog. "standesbewußte" Eltern ihre Kinder mit aller Gewalt aufs Gymnasium prügeln (um später dann rumzujammern, daß bspw. das achtjährige Gymasium - übrigens ein sehr guter Ansatz - eine sooolche Zumutung für ihre geliebten Kleinen wäre). Folglich sind nur noch Kinder von bildungsfernen Schichten auf der Hauptschule. Und schon hat man das schlechte Image.
Wie kann man das lösen?
- Man sollte eine feste Quote einführen. D.h. 1/3 Hauptschule, 1/3 Realschule, 1/3 Gymnasium eines jeden Schuljahrgangs in einem hinreichend großen Gebiet (um statistische Fluktuationen auszugleichen)
- Die Zulassung für eine bestimmte Schulart hat alleine nach den erbrachten Leistungen zu erfolgen. Die Eltern (bzw. deren sozialer Status) sollten da nichts zu melden haben. Alternativ kann man auch Intelligenztests oder Persönlichkeitstests machen, diese aber von ausgebildeten Leuten durchführen lassen.
- Es sollte Möglichkeiten geben, später von "niedrigeren" Schularten zu "höheren" zu wechseln; bzw. die höheren Schulabschlüsse nachzuholen.