Es ist aber ein gesellschaftliches Phänomen daß viele heutige Schüler Naz-is als absolutes Unwort empfinden oder sogar mit einem T-Shirt "Na-zis raus" rumlaufen, aber gar nicht wissen was das überhaupt ist.
Hat wirklich eine andere Bedeutung. Dieser Satz sagt rein gar nichts über Northi aus, lediglich dass er glaubt dass es Schüler gibt die Na-zi als negatives Wort empfinden, ohne zu wissen, was es bedeutet.
Um mal zu spekulieren, worauf Northi vermutlich hinaus will: Das Wort Naz-i ist die Kurzform für Nazionalsozialist. Dieses Wort setzt sich zusammen aus "National" und "sozialististisch". Der Wortteil "national" soll die Verbundenheit zum eigenen Land implizieren, das Bestreben nach (politischer) Verbesserung für das eigene Land und größtmögliche (wirtschaftliche) Unabhängigkeit. Der Begriff "sozialistisch" erklärt sich aus der politischen Richtung. Im Vordergrund steht dabei die Gleichbehandlung der Klassen einer Gesellschaft. So gesehen wäre Naz-i also kein Unwort, sondern beschreibt die Anhängerschaft zu einer politischen Richtung.
Man darf dabei allerdings nicht übersehen, dass der Begriff vorgeprägt ist. Es gibt Begriffe, wie z.B. auch "Bourgeoisie", "Entfremdung", "Endlösung", deren Hintergrund man sich bewusst sein sollte, wenn man sie verwendet.
merci° für Deine ausführlichen Ausführungen. In der Tat betrachtest Du Anna mit den Augen einer Frau und ich betrachte Anna mit den Augen eines Mannnes. Das macht schon einmal eine Menge Unterschied aus.
Alle anderen von Dir genannten Punkte vermag ich nicht zu teilen und schlage daher vor, sie offen stehen zu lassen.
Herzlichst Schneidi°
wie kan man nur so von anna schwärmen ich kan das nicht verstehen egal was sie macht findest du das in ordnung
Abraxa hat geschrieben:Um mal zu spekulieren, worauf Northi vermutlich hinaus will: Das Wort Naz-i ist die Kurzform für Nazionalsozialist. Dieses Wort setzt sich zusammen aus "National" und "sozialististisch". Der Wortteil "national" soll die Verbundenheit zum eigenen Land implizieren, das Bestreben nach (politischer) Verbesserung für das eigene Land und größtmögliche (wirtschaftliche) Unabhängigkeit. Der Begriff "sozialistisch" erklärt sich aus der politischen Richtung. Im Vordergrund steht dabei die Gleichbehandlung der Klassen einer Gesellschaft. So gesehen wäre Naz-i also kein Unwort, sondern beschreibt die Anhängerschaft zu einer politischen Richtung.
Du hast teilweise recht, soweit wie Du den Begriff Nationalsozialismus erklärst. Die dahinterstehende Theorie hatte tatsächlich eine nationale und auch eine sozialistische Komponente, wobei Letztere, eher durch Röhm repräsentiert, in der Praxis in den Hintergrund trat.
Na-zi ist eine Abkürzung, das stimmt, lautmalerisch im Gegensatz zum "Sozi" entstanden. "Na-zi" wird und wurde aber ausschließlich abwertend gebraucht. Ich habe auch noch nie von irgendwelchen Leuten gehört die sagen "Ich bin stolz ein Na-zi zu sein" (wobei das für die entsprechenden Symphatisanten eine keineswegs dumme Methode wäre Negativworte zu okkupieren und damit umzudrehen wie es "Schwule" und "Krüppel" gemacht haben), von daher verstehe ich nicht wieso das Wort hier auf der Oops-Liste steht.
Schwul war früher mal ein negativ belastendes Wort? Deswegen sagt meine Mutter immer zu mir, ich soll nicht schwul und lesbisch sagen, das wäre diskriminierend, habe ich nie verstanden, was sie damit meint.
Und Krüppel ist inzwischen kein negativ belastendes Wort? Ich würds nicht verwenden...
SuSonja hat geschrieben:Schwul war früher mal ein negativ belastendes Wort? Deswegen sagt meine Mutter immer zu mir, ich soll nicht schwul und lesbisch sagen, das wäre diskriminierend, habe ich nie verstanden, was sie damit meint.
Und Krüppel ist inzwischen kein negativ belastendes Wort? Ich würds nicht verwenden...
Schwul war früher mal ausschließlich als Schimpfwort gebräuchlich.
"Krüppel" wurde ab Anfang der 80er Jahre von den Behinderten verwendet, es gab dann die Krüppelgruppen, Krüppelbewegung usw.
Wenn du diskriminiert wirst, ist das die beste Waffe: du nimmst einfach das Wort das deine Diskriminierer als Schimpfwort benutzen und trägst es stolz und gibst ihm dadurch eine positive Bedeutung. Schwarze Menschen sagen über sich selber auch manchmal Nigger... Mehr Beispiele fallen mir aber keine mehr ein.
SuSonja hat geschrieben:Wenn du diskriminiert wirst, ist das die beste Waffe: du nimmst einfach das Wort das deine Diskriminierer als Schimpfwort benutzen und trägst es stolz und gibst ihm dadurch eine positive Bedeutung. Schwarze Menschen sagen über sich selber auch manchmal *ooops!*... Mehr Beispiele fallen mir aber keine mehr ein.
Ich glaube so war das auch mal bei den Schwulen. Ich kenne es nämlich auch noch so, daß "schwul" eher diskriminierend war. Irgendwann haben die Jungs angefangen, sich selbst so zu bezeichnen, und nun hat es sich als deutschsprachige Übersetzung von männlich+homosexuell etabliert.
Bei den Na-zis gibt es halt noch den Unterschied, daß sie gegenwärtig gesellschaftlich an den Rang gedrängt werden (so wie es bei Schwulen vor 1968 etwa war), und jeder dieser politischen Gruppierung Angst hat, sich selbst so zu nennen, da es in der Öffentlichkeit so etwas wie ein Synonym für Kinderfresser ist.
Goedel hat geschrieben:War Na-zi vor 1945 eigentlich ein Schimpfwort?
Ja, das war es. Wie ich schon weiter oben ausführte, dieses Wort war nie positiv besetzt.
Strenggenommen ist es auch nicht mit Inhalt gefüllt sondern dient eher als Allzweckwaffe. Genau wie sein "Bruder", der Fa-schist, mit dem man Alles und Jeden bezeichnen kann.
Wer unter uns wäre aber in der Lage aus dem Stegreif zu erklären was Faschismus eigentlich bedeutet?
Gab es denn den Begriff Na-zi vorher überhaupt? Ich dachte der wäre erst dadurch gekommen, weil man die NSDAP Mitglieder so genannt hat (als Abkürzung)?
SuSonja hat geschrieben:Gab es denn den Begriff Na-zi vorher überhaupt? Ich dachte der wäre erst dadurch gekommen, weil man die NSDAP Mitglieder so genannt hat (als Abkürzung)?
Das entstand in den 20er Jahren durch die Gegner der NSDAP als Schimpfwort.
Also ist Na-zi die Bezeichnung für ein Parteimitglied der NSDAP und kann somit meiner Meinung nach nicht so verwendet werden, wie Goedel das vorgeschlagen hat (rechte, CDU, konservative, eventuell NPD Wähler).
Sogar Geissendörfer hat einer Figur einen demokratischen Politiker "F.aschist" sagen lassen.
Somit tu auch ich's, indem ich sage, die Grünen sind Ökofaschisten - genauer gesagt leben wir sogar in einem Ökofaschismus, da man bzgl. der Umwelt gegängelt wird, wo es nur geht. Stichworte Zwangsmülltrennung oder Zwangsökoplakette. Beides völlig ohne Sinn. Der Müll muß später sowieso maschinell oder von Fachkräften getrennt werden, und mein Auto ist auf dem neuesten Stand, braucht also keine Ökoplakette.