30.11.2010, 14:37
Schneewittchen hat geschrieben:sebi hat geschrieben: - Stolpersteine:
Entgegen der Meinung Vieler hier finde ich sehr gut, dass, aber auch wie dieses Thema in der Listra eingeführt wird. Vielleicht bin ich da etwas befangen, da ich selber Initiativen angehöre, die die Verlegung von Stolpersteinen unterstüzt. Aber auch wenn ich davon absehe, kann ich eigentlich den in diesem Zusammenhang immer sehr schnell vermuteten "Holzhammer" beim besten Willen nicht erkennen.
Das geht mich an. Mir geht es aber nicht darum, daß das Thema Stolpersteine und Arisierungen angesprochen wird, sondern das Wie der Umsetzung. Der fiese Konservative, der klarerweise Verwandte mit Nazivergangenheit haben muß. Oder auch der nachgeborene Verwandte von Nazibonzen, aus dem zwangsläufig nur ein fieser Konservativer werden konnte. Das kann man drehen, wie man will, die Aussage ist immer dieselbe. Dabei zeigt gerade das Beispiel der Beimers, daß sich sogar in der unverdächtigsten Familie irgendwo ein Onkel oder Großonkel finden kann, der dem Gedankengut der Nazis anhing. Auch in realen Familien.
30.11.2010, 14:37
30.11.2010, 14:50
Weder der eine, noch der andere Schluss wurde in der Handlung jemals gezogen. Seegers vereint diese Eigenschaften ohne ursächlichen Zusammenhang. Schließlich war er früher ein Student mit langen Haaren und der selben Verwandtschaft. Außerdem hat er selbst betont, dass ihm die Quelle des Vermögens unangenehm ist und sich damit von diesen Praktiken der Nazis distanziert.Schneewittchen hat geschrieben:Der fiese Konservative, der klarerweise Verwandte mit Nazivergangenheit haben muß. Oder auch der nachgeborene Verwandte von Nazibonzen, aus dem zwangsläufig nur ein fieser Konservativer werden konnte.
Ist diese Konstellation nicht aus der selben Serie, die uns vermeintlich weis machen will, dass nur "böse Konservative" mit Nazis zu tun haben und umgekehrt?Dabei zeigt gerade das Beispiel der Beimers, daß sich sogar in der unverdächtigsten Familie irgendwo ein Onkel oder Großonkel finden kann, der dem Gedankengut der Nazis anhing. Auch in realen Familien.
Man muss sich nur mal erkundigen, wer sich kurz nach Gründung der Bundesrepublik so alles in Regierungskreisen tummelte und was diese feinen Herren vor der Gründung der Bundesrepublik so für Tätigkeitsfelder und Parteizugehörigkeiten hatten.Dass es Verwandtschaften, Berührungspunkte und Überschneidungen zwischen Konservatismus und faschistischer Ideologie gibt, lässt sich schwer bestreiten.

30.11.2010, 15:16
30.11.2010, 15:32
Als "links" hat er sich nicht bezeichnet. Aber einen langhaarigen Studenten mit seinem damaligen Lebenswandel, er kopulierte ja recht offensiv und ungeniert durch die Gegend, kann man wohl kaum als konservativ bezeichnen.sinapse hat geschrieben:Link ist er heute noch - dass er sich als "links und langhaarig" darstellen will, entbehrt jedoch jeglicher Grundlage.
30.11.2010, 17:14
Schiller hat geschrieben:Als "links" hat er sich nicht bezeichnet.sinapse hat geschrieben:Link ist er heute noch - dass er sich als "links und langhaarig" darstellen will, entbehrt jedoch jeglicher Grundlage.
30.11.2010, 17:17
Diavolezza hat geschrieben:sebi hat geschrieben:
- Stolpersteine:
Entgegen der Meinung Vieler hier finde ich sehr gut, dass, aber auch wie dieses Thema in der Listra eingeführt wird. Vielleicht bin ich da etwas befangen, da ich selber Initiativen angehöre, die die Verlegung von Stolpersteinen unterstüzt. Aber auch wenn ich davon absehe, kann ich eigentlich den in diesem Zusammenhang immer sehr schnell vermuteten "Holzhammer" beim besten Willen nicht erkennen.
Auch dass das Thema der "Arisierungen" in der NS-Zeit angesprochen wird, finde ich sehr gut, denn dies stellt nach wie vor eines der größten Tabuthemen bezüglich der NS-Zeit dar, wie mir Menschen, die sich hauptberuflich mit dieser Thematik befassen, immer wieder bestätigen. Umso besser, wenn es auch in einer Vorabendserie nicht verschwiegen wird.
Unlogisch und deshalb dramaturgisch missglückt sehe ich aber auch den plötzlichlichen "Sinneswandel" von Seegers an.
Der "Sinneswandel" war nur vorgetäuscht: Seegers hatte Angst, dass er Probleme bekommen könnte, wenn die Sache, wie er bzw. seine Tante an das Haus gekommen ist, auffliegt.
30.11.2010, 17:39
sinapse hat geschrieben:Schiller hat geschrieben:Als "links" hat er sich nicht bezeichnet.sinapse hat geschrieben:Link ist er heute noch - dass er sich als "links und langhaarig" darstellen will, entbehrt jedoch jeglicher Grundlage.
Doch, Seegers sagte "...ich war mal ein linker Student mit langen Haaren und Zopf...."
30.11.2010, 22:11
Schiller hat geschrieben: Dann scheint Seegers tatsächlich zu glauben, lange Haare und Promiskuität alleine würden schon einen Linken machen.
01.12.2010, 09:20
Ja, das "Volk". Und seine "Volks"zeitung. Aber wir wissen ja, dass deren Denkweise bei weitem nicht immer den Tatsachen entspricht. Wohlwollend ausgedrückt.Hamlet hat geschrieben:Jeans und lange Haare machten bis in die 80er hinein einen Linken aus. So dachte das "Volk"!
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