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Abstimmungen insgesamt : 18

Folge 1354: Pankreas

13.11.2011, 15:09

Folge 1354


Pankreas


Sendetermin: Das Erste - Sonntag, 13.11.2011 - 18:50 Uhr

Buch: Marcus Seibert
Regie: Dominikus Probst
Redaktion: Sophie Seitz


Wiederholungstermine:
So, 13.11., 00:45 Uhr, EinsFestival
Mo, 14.11., 05:55 Uhr, NDR
Mi, 16.11., 13:30 Uhr, MDR
Do, 17.11., 02:10 Uhr, HR
Sa, 19.11., 09:15 Uhr, BR
Sa, 19.11., 12:20 Uhr, MDR
Sa, 19.11., 15:35 Uhr, EinsFestival
So, 20.11., 09:05 Uhr, WDR

Angaben vorbehaltlich kurzfristiger Programmänderungen


Mitwirkende dieser Folge:

Jo Bolling
Susanna Capurso
Hüseyin Ekici
Irene Fischer
Erkan Gündüz
Knut Hinz
Beatrice Kaps-Zurmahr
Sontje Peplow
Harry Rowohlt
Moritz A. Sachs
Michael Schmitter
Rebecca Siemoneit-Barum
Toni Snetberger
Andrea Spatzek

... und andere


Pankreas - oder King's Cross - St.Pancras?


... Pankreas? Was ist das denn? So rein nach Bauchgefühl kann das doch nur ein Schreibfehler sein, ich denke da eher an die wichtigste und grösste U-Bahn-Station in London: King's Cross - St.Pancras. Diese Vorstellung ist auch viel, viel angenehmer als Pankreas (was zum Geier ist das überhaupt?). Ich schätze mal, dass jetzt mindestens bockis Herz ein Stückchen höher hüpft, und meins natürlich sowieso. Denn ich als quasi Pseudo-Engländer, der die Insel als seine 2. Heimat sieht und schon unzählige Male dort gewesen ist, muss einfach Pankreas mit dieser Londoner U-Bahn-Station King's Cross - St. Pancras assoziieren. Aber Pankreas und St.Pancras sind doch 2 Paar verschiedene Stiefel, oder? --- Nee, ich pfeif drauf, bleibe lieber in London, schwelge in Erinnerungen und gehe in den Underground ....

1970, ich bin das erste Mal auf der Insel und dann gleich in dieser grossen Stadt, ist King's Cross - St. Pancras mein Schlüsselerlebnis. Hier lerne ich, dass das ganze U-Bahn-System mehrstöckig und dank der verschiedenen Farben der einzelnen Linien im Grunde auch alles sehr easy zu kapieren ist. Und wenn man dann in dem Gänge-, Röhren- und Tunnelsystem auch noch checkt, was "west-, east-, south- und northbound" heisst, ist voll auf der Gewinnerseite. So einfach funktioniert die U-Bahn in London (und ähnlich z.B. auch in München).


Bild




Das beste und schnellste Fortbewegungsmittel in London ist die U-Bahn, oder auch die "Tube", wie sie auf englisch genannt wird. Es ist schon interessant, mit welchem ungeheuren Tempo die durch die engen Röhren rasen. Der Abstand zur Tunnelwand beträgt manchmal keine 10 cm. Weitere Infos gibt's dann noch hier:




So, und ich hör jetzt so langsam die Nachtigall trapsen. St.Pancras hat mit Pankreas überhaupt nix zu tun, ausser, dass es geschrieben irgendwie ähnlich aussieht. St.Pancras bezieht sich auf den heiligen Pankratius (das ist dann aber eine andere Baustelle!).

Wenn Du nun wissen willst, was dieses ominöse Pankreas bedeutet, dann guck Dir auf jeden Fall die heutige Folge Nr. 1354 an ... und danach bist Du wieder ein kleines bisschen schlauer ...

13.11.2011, 15:09

Re: Folge 1354: Pankreas

13.11.2011, 15:12

Klasse, Sör. :Gungi:

Die Assoziation zu King's Cross ist einfach nur super.

Re: Folge 1354: Pankreas

13.11.2011, 15:21

Toll, ich bin beeindruckt.
Du hast mich richtig überrascht mit dieser Eröffnung, einfach deine eigenen Erlebnisse und Eindrücke niederzuschreiben, super Idee. =D>

Re: Folge 1354: Pankreas

13.11.2011, 16:05

Tolle Eröffnung. =D>

Re: Folge 1354: Pankreas

13.11.2011, 16:47

Klasse Eröffnung. Die Assoziation zu King's Cross ist genial. Das Bewertungssystem ist witzig. =D>

Danke, dass du so kurzfristig eingesprungen bist!

Re: Folge 1354: Pankreas

13.11.2011, 18:19

Super Eröffnung so auf die Schnelle. :yes:

Das das U-Bahn fahren in London wirklich Kinderleicht ist kann ich nur bestätigen.
Selbst ich als Dorfkind was so gut wie nie U-Bahn fährt hatte sofort geschnallt
wie es funktioniert.

Re: Folge 1354: Pankreas

13.11.2011, 18:20

Gottfried Keller
Pankraz, der Schmoller


Auf einem stillen Seitenplätzchen, nahe an der Stadtmauer, lebte die Witwe eines Seldwylers, der schon lange fertig geworden und unter dem Boden lag. Dieser war keiner von den schlimmsten gewesen, vielmehr fühlte er eine so starke Sehnsucht, ein ordentlicher und fester Mann zu sein, daß ihn der herrschende Ton, dem er als junger Mensch nicht entgehen konnte, angriff, und als seine Glanzzeit vorübergegangen und er der Sitte gemäß abtreten mußte von dem Schauplatze der Taten, da erschien ihm alles wie ein wüster Traum und wie ein Betrug um das Leben, und er bekam davon die Auszehrung und starb unverweilt.

Er hinterließ seiner Witwe ein kleines baufälliges Häuschen, einen Kartoffelacker vor dem Tore und zwei Kinder, einen Sohn und eine Tochter. Mit dem Spinnrocken verdiente sie Milch und Butter, um die Kartoffeln zu kochen, die sie pflanzte, und ein kleiner Witwengehalt, den der Armenpfleger jährlich auszahlte, nachdem er ihn jedesmal einige Wochen über den Termin hinaus in seinem Geschäfte benutzt, reichte gerade zu dem Kleiderbedarf und einigen anderen kleinen Ausgaben hin. Dieses Geld wurde immer mit Schmerzen erwartet, indem die ärmlichen Gewänder der Kinder gerade um jene verlängerten Wochen zu früh gänzlich schadhaft waren und der Buttertopf überall seinen Grund durchblicken ließ. Dieses Durchblicken des grünen Topfbodens war eine so regelmäßige jährliche Erscheinung, wie irgendeine am Himmel, und verwandelte ebenso regelmäßig eine Zeitlang die kühle, kümmerlich-stille Zufriedenheit der Familie in eine wirkliche Unzufriedenheit. Die Kinder plagten die Mutter um besseres und reichlicheres Essen; denn sie hielten sie in ihrem Unverstande für mächtig genug dazu, weil sie ihr ein und alles, ihr einziger Schutz und ihre einzige Oberbehörde war. Die Mutter war unzufrieden, daß die Kinder nicht entweder mehr Verstand oder mehr zu essen oder beides zusammen erhielten.

Besagte Kinder aber zeigten verschiedene Eigenschaften. Der Sohn war ein unansehnlicher Knabe von vierzehn Jahren, mit grauen Augen und ernsthaften Gesichtszügen, welcher des Morgens lang im Bette lag, dann ein wenig in einem zerrissenen Geschichts- und Geographiebuche las und alle Abend, sommers wie winters, auf den Berg lief, um dem Sonnenuntergang beizuwohnen, welches die einzige glänzende und pomphafte Begebenheit war, welche sich für ihn zutrug. Sie schien für ihn etwa das zu sein, was für die Kaufleute der Mittag auf der Börse; wenigstens kam er mit ebenso abwechselnder Stimmung von diesem Vorgang zurück, und wenn es recht rotes und gelbes Gewölk gegeben, welches gleich großen Schlachtheeren in Blut und Feuer gestanden und majestätisch manövriert hatte, so war er eigentlich vergnügt zu nennen.
Dann und wann, jedoch nur selten, beschrieb er ein Blatt Papier mit seltsamen Listen und Zahlen, welches er dann zu einem kleinen Bündel legte, das durch ein Endchen alte Goldtresse zusammengehalten wurde. In diesem Bündelchen stak hauptsächlich ein kleines Heft, aus einem zusammengefalteten Bogen Goldpapier gefertigt, dessen weiße Rückseiten mit allerlei Linien, Figuren und aufgereihten Punkten, dazwischen Rauchwolken und fliegende Bomben, gefüllt und beschrieben waren. Dies Büchlein betrachtete er oft mit großer Befriedigung und brachte neue Zeichnungen darin an, meistens um die Zeit, wenn das Kartoffelfeld in voller Blüte stand. Er lag dann im blühenden Kraut unter dem blauen Himmel, und wenn er eine weiße beschriebene Seite betrachtet hatte, so schaute er dreimal so lange in das gegenüberstehende glänzende Goldblatt, in welchem sich die Sonne brach. Im übrigen war es ein eigensinniger und zum Schmollen geneigter Junge, welcher nie lachte und auf Gottes lieber Welt nichts tat oder lernte.

Seine Schwester war zwölf Jahre alt und ein bildschönes Kind mit langem und dickem braunem Haar, großen braunen Augen und der allerweißesten Hautfarbe. Dies Mädchen war sanft und still, ließ sich vieles gefallen und murrte weit seltener als sein Bruder. Es besaß eine helle Stimme und sang gleich einer Nachtigall; doch obgleich es mit alle diesem freundlicher und lieblicher war als der Knabe, so gab die Mutter doch diesem scheinbar den Vorzug und begünstigte ihn in seinem Wesen, weil sie Erbarmen mit ihm hatte, da er nichts lernen und es ihm wahrscheinlicherweise einmal recht schlecht ergehen konnte, während nach ihrer Ansicht das Mädchen nicht viel brauchte und schon deshalb unterkommen würde.
Dieses mußte daher unaufhörlich spinnen, damit das Söhnlein desto mehr zu essen bekäme und recht mit Muße sein einstiges Unheil erwarten könne. Der Junge nahm dies ohne weiteres an und gebärdete sich wie ein kleiner Indianer, der die Weiber arbeiten läßt, und auch seine Schwester empfand hievon keinen Verdruß und glaubte, das müsse so sein.

Die einzige Entschädigung und Rache nahm sie sich durch eine allerdings arge Unzukömmlichkeit, welche sie sich beim Essen mit List oder Gewalt immer wieder erlaubte. Die Mutter kochte nämlich jeden Mittag einen dicken Kartoffelbrei, über welchen sie eine fette Milch oder eine Brühe von schöner brauner Butter goß. Diesen Kartoffelbrei aßen sie alle zusammen aus der Schüssel mit ihren Blechlöffeln, indem jeder vor sich eine Vertiefung in das feste Kartoffelgebirge hineingrub. Das Söhnlein, welches bei aller Seltsamkeit in Eßangelegenheiten einen strengen Sinn für militärische Regelmäßigkeit beurkundete und streng darauf hielt, daß jeder nicht mehr noch weniger nahm als was ihm zukomme, sah stets darauf, daß die Milch oder die gelbe Butter, welche am Rande der Schüssel umherfloß, gleichmäßig in die abgeteilten Gruben laufe; das Schwesterchen hingegen, welches viel harmloser war, suchte, sobald ihre Quellen versiegt waren, durch allerhand künstliche Stollen und Abzugsgräben die wohlschmeckenden Bächlein auf ihre Seite zu leiten, und wie sehr sich auch der Bruder dem widersetzte und ebenso künstliche Dämme aufbaute und überall verstopfte, wo sich ein verdächtiges Loch zeigen wollte, so wußte sie doch immer wieder eine geheime Ader des Breies zu eröffnen oder langte kurzweg in offenem Friedensbruch mit ihrem Löffel und mit lachenden Augen in des Bruders gefüllte Grube. Alsdann warf er den Löffel weg, lamentierte und schmollte, bis die gute Mutter die Schüssel zur Seite neigte und ihre eigene Brühe voll in das Labyrinth der Kanäle und Dämme ihrer Kinder strömen ließ.

http://gutenberg.spiegel.de/buch/3377/1

Re: Folge 1354: Pankreas

13.11.2011, 18:41

Hm, ich bin sehr gespannt, wie es mit Hantz weitergeht.

Re: Folge 1354: Pankreas

13.11.2011, 18:50

Hantz geht nicht weiter. Er fährt weiter. In so nem ollen Schrottlaster.
Der Personenbeförderer.

Re: Folge 1354: Pankreas

13.11.2011, 18:58

upss - JJ hat geschrieben:Hantz geht nicht weiter. Er fährt weiter. In so nem ollen Schrottlaster.
Der Personenbeförderer.

Wenn das nicht der Bambi für die Integration von Autos mit Korrosionshintergrund wird, dann...!

Re: Folge 1354: Pankreas

13.11.2011, 19:00

Endlich, nach 20 Jahren öffnet sich dieses Tor neben dem Reisebüro. :ohhhm:

Re: Folge 1354: Pankreas

13.11.2011, 19:03

Für die Deutung der Scholz'schen Miesepetrigkeit gehe ich psychologisch etwas in die Tiefe. Hajo quält sich innerlich mit Gedanken, dass es eigentlich für ihn an der Zeit ist, Doktor Dressler um Verzeihung zu bitten. Statt diese Hürde zu nehmen, lädt er den Druck familienintern ab.

Re: Folge 1354: Pankreas

13.11.2011, 19:04

nubo hat geschrieben:Endlich, nach 20 Jahren öffnet sich dieses Tor neben dem Reisebüro. :ohhhm:

Ich vermutete immer Olaf Kling hinter diesem Tor.

Re: Folge 1354: Pankreas

13.11.2011, 19:06

Normalerweise haben solche Harrys doch immer so einige Kumpels.
Warum bringt er die denn nicht mit in den Kackau-Laden ?
JJ spendiert ne Kiste Bier. Oder auch 2.

Und überhaupt .....

da hängt so ein Scheissbild im Kackau. Ist das noch von dem Schildknecht ?

Re: Folge 1354: Pankreas

13.11.2011, 19:10

Der Kakau-Laden ist eh ein Witz.

Re: Folge 1354: Pankreas

13.11.2011, 19:14

Grad' mal die neue Lisa-Frisur nochmals knallhart betrachtet .....

Jajaja, morgen hole ich den Wischmopp raus. Die Küche ist fällig.

Re: Folge 1354: Pankreas

13.11.2011, 19:15

Murats weißer Gürtel, ist das ein Kampfsporttitel? Egal, er tut mir leid, denn mit einer solchen Lucretia wollte ich nicht verheiratet sein.

Re: Folge 1354: Pankreas

13.11.2011, 19:18

Der weisse Gürtel ist dem weissen Schnuller angepasst.

Re: Folge 1354: Pankreas

13.11.2011, 19:22

Diese Folge kann ich irgendwie nicht so richtig einordnen.
Irgendwas zwischen langweilig,krebsig und unwichtig.

Re: Folge 1354: Pankreas

13.11.2011, 19:28

Gabi heißt Gabriela? Seit wann das? Gabriele ist doch richtig, oder nicht? :-k
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