StefanM hat geschrieben:Richtig: Therapie. Nur leider erkennen kranke (nicht behinderte) Menschen sowas nicht so schnell. Viele psychisch kranke müssen ja erst mal zu der Einsicht kommen, dass sie Hilfe brauchen, bzw. dazu gezwungen werden.
Ich denke, dass die Erkenntnis, ein therapiebedürftiges Problem zu haben, bei vielen Betroffenen durchaus vorhanden ist, aber die Angst vor der Therapie mit den damit verbundenen Folgen für z.B. den Arbeitsplatz oder der Stigmatisierung durch die Umwelt dazu führt, dass verdrängt und schöngeredet wird. Auch nicht anders als bei Süchtigen, die ihr Problem meist erst dann angehen, wenn sie alles verloren haben.
Aließ hat geschrieben:Mir ist der ganze Typ mehr als unangenehm, schön hin oder her. Dieser stechende Blick und die permanenten Zornesfalten über der Nase würde mich an Jacks Stelle mehr als abtörnen.
Mir ist Benderbiker auch unheimlich. Ich frage mich, warum Jack das nicht merkt. Ich schätze mal, sie wird mit ihm noch ihr blaues Wunder erleben. Wenn sie erst mal mit ihm allein in Sambia und von ihm abhängig ist, dann wird sie vielleicht noch ganz andere Seiten an ihm kennen lernen.
Das schätze ich auch. Siehe auch Vorschau-Thread der nächsten Folge.
Ja, deswegen meinte ich ja, dass Phillip sie am Ende am besten vor die Wahl stellt: Therapie oder Trennung.
-----------
Ansonsten bin ich mal gespannt, was Sarahs Nummer mit der Adoption sollte. Soll jemand das Baby adoptieren? Dressler scheint doch Nachwuchs zu suchen ;) Auch Vasily & Sandra könnten so ein richtiges eigenes Kind haben, wo die leiblichen Eltern nichts mitzureden haben. Aber mit Anna gleich nebenan??? Oder hat Sarah selbst Bedarf? Kind ja, Mann nein?
@ StefanM: Danke für deine sehr ausführlichen Posts! Ich sehe das genauso.
@ Icehouse und Aließ: Ja, es stimmt, dass Millionen Frauen eine ähnlich schlimme Kindheit hatten und sich weitgehend normal entwickelt haben. Ja, es stimmt, dass irgendwann die Selbstverantwortung einsetzt. Aber es gibt eben auch Frauen, die eine andere Persönlichkeitsstruktur haben und die Verletzungen durch die Eltern nicht verarbeiten konnten. Sie haben eine Persönlichkeitsstörung entwickelt. Auch wenn diese Frauen genau wissen, dass ihr Verhalten falsch ist, auch wenn sie sich vornehmen, sich normal zu verhalten, so fallen sie in der nächsten Stresssituation wieder in ihr altes Verhaltensmuster zurück. Da hilft auch keine noch so große Intelligenz. Da hilft nur eine Psychotherapie. Und auch die hilft nicht in allen Fällen.
Und - ganz klar - auch wenn diese Handlungen in der Kindheit begründet sind, so hat Conny kein Recht, ihren Frust an Philipp abzulassen.
Da stimme ich dir natürlich zu, dass bei einer manifestierten Persönlichkeitsstörung es für den Betroffenen unmöglich ist, sich selbst zu reflektieren. Doch bei solchen gewalttätigen Eskalationen muss man doch erkennen, dass es nicht normal ist, wenn man seinen Mann derart vermöbelt und dass man daran etwas ändern muss. Ansonsten würde ich Connys Verhalten eher in die psychotische Ecke einordnen, wo keinerlei Krankheitseinsicht besteht.
Naja, ein bißchen scheint Conny es ja doch zu verstehen - allerdings erst im Nachhinein. Als sie wieder "normal" war (was allerdings tatsächlich für Schizophrenie sprechen würde), hat sie ihn sofort versorgt, sich irgendwie auch entschuldigt, naja zumindest gemerkt, dass ES nichts gutes ist, das ja zum Glück schon länger nicht mehr passiert ist.
Zum Momo-Gespräch: ich denke nicht, dass er was hätte merken müssen. Er ist so sehr davon ausgegangen, Phillip hätte Angst vor einem Herzinfarkt, dass ihm was anderes nicht in den Sinn gekommen wäre. Und das kann ich nach dem letzten Cliffhanger auch verstehen. Conny ist zwar seltsam, aber nichts spricht für Gewalttätigkeit. Er hätte höchstens merken können, dass sie irgendwie mit Phillips Stressbelastung zu tun hat.
... zum Verhaltensmuster Flip/Conny gehören immer zwei. Wenn man es auf einen ganz kurzen Nenner bringen will, dann ist Flips Verhalten in einer massiven Verlustangst begründet. Genau das hat Conny erkannt und "tobt" sich dementsprechend an ihm aus. Conny hat es versäumt, sich über ihre persönliche Gesamtsituation ehrliche, objektive Gedanken zu machen und sich rechtzeitig von ihrem dominanten Vater zu lösen, damit sie ihren eigenen Weg gehen kann. Und - wie hier schon vielfach erwähnt - ganz sicher gehört sie in Therapie. Der Wunsch dazu muss aber von ihr kommen, sonst bringt das nix. Im Moment kann man nur sagen, dass sich da zwei gefunden haben, die gegenseitig voneinander abhängig und unfähig sind, ggf. wieder voneinander loszukommen. Flip sollte die Therapie gleich mitmachen. Was den beiden auf jeden Fall gänzlich fehlt, ist gegenseitiges Vertrauen.
Ich entdecke in dieser Storyline ein ganzes Stück meiner selbst. In meiner Kindheit war ich irgendwie so wie Flip, danach kam die Conny in mir durch (nicht ganz so krass und auch nicht gewalttätig). Meine Mutter war auch sehr dominant. Mit meinem Auszug aus dem Elternhaus habe ich grade noch so die Kurve gekriegt. Und aus eigener Erfahrung kann ich auch sagen, dass man aus diesem Teufelskreis wieder herauskommen kann. Aber man muss an sich arbeiten und Zusammenhänge erkennen können. Ich bin jetzt das komplette Gegenteil von dem, was ich damals war. Und wahnsinnig stolz darauf.
@ Sir: Da hast du Recht, da haben sich zwei gefunden, die voneinander abhängig sind.
Interessant wird das Ganze werden, wenn Philipp das Ergebnis der Untersuchungen hat. Denn bis jetzt ist er - abgesehen vom zu hohen Blutdruck - kerngesund. Ich schätze mal, auch die weiteren Untersuchungen werden nichts ergeben. Und dann wird man ihm sagen, dass seine Beschwerden psychosomatisch sind. Dazu würde auch der hohe Blutdruck passen. Und dann wird Philipp zum Nachdenken kommen.
Sir, klasse, dass du es geschafft hast, aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Mein Kompliment! Das war sicher nicht leicht für dich und ich kann mir vorstellen, dass du hart an dir gearbeitet hast. Da darfst du zu Recht stolz auf dich sein.
@StefanM "Vasiliys/Sandras Kind" sehe ich nicht so. Mal abgesehen davon, dass sie rechtlich die Mutter ist, fühlt und verhält sich JAck ja schon auch so. (Besser als Anna.....)"
Ich sehe Jack eher als "Nebenmutter", wenn ich bedenke was die anfangs für Sprüche abgelassen hat über Kinder, da kann einem schlecht werden. Zuerst großmütig gegen Geld für eine Ralley die Leihmutterschaft vorschlagen, dann eiskalt Vasily und Sandra die Kleine entziehen. Werde nie verstehen, wie Jack soviele Fans und Sympathien haben konnte.
Wie Jack sich momentan verhält, finde ich auch nicht in Ordnung. Man merkt, dass sie sehr unter dem Einfluss von BdB steht, der ja auch ohne Rücksicht seine Interessen durchsetzt. So ein Verhalten passt auch nicht zu ihr. Aber Jack war direkt nach der Geburt bereit, ihre Vertragspflichten zu erfüllen und wollte Emma an Sandra und Vasily abgeben. Erst auf das Drängen von Sandra hat sie sich weiterhin um Emma gekümmert und dass sie dabei eine Beziehung und Liebe zu dem Kind entwickelt hat, spricht ja eher für Jack. Für Sandra ist das Mitwirken von Jack sehr bequem gewesen und ist es immer noch. Schließlich hat sie dadurch mehr ruhige Nächte gehabt und spart sich jetzt einen Babysitter. Und zu erwarten, dass eine junge Frau ihr gesamtes Leben nach den Sarikackissen ausrichtet, ist m.E. zu viel. Das hätte Sandra sich eher überlegen müssen, als sie Jack bei der Betreuung von Emma mit ins Boot geholt hat.
Aließ hat geschrieben:Aber Jack war direkt nach der Geburt bereit, ihre Vertragspflichten zu erfüllen und wollte Emma an Sandra und Vasily abgeben. Erst auf das Drängen von Sandra hat sie sich weiterhin um Emma gekümmert und dass sie dabei eine Beziehung und Liebe zu dem Kind entwickelt hat, spricht ja eher für Jack. Für Sandra ist das Mitwirken von Jack sehr bequem gewesen und ist es immer noch. Schließlich hat sie dadurch mehr ruhige Nächte gehabt und spart sich jetzt einen Babysitter. Und zu erwarten, dass eine junge Frau ihr gesamtes Leben nach den Sarikackissen ausrichtet, ist m.E. zu viel. Das hätte Sandra sich eher überlegen müssen, als sie Jack bei der Betreuung von Emma mit ins Boot geholt hat.
Stimmt. Sandra wollte, dass Emma zunächst bei Jack bleibt. Und jetzt hat Sandra zunächst zugestimmt, dass Emma mit nach Sambia darf. Erst als Vasily ausrastete, war auch sie dagegen. Sandra sieht in Emma nur ein Spielzeug und ist froh, dass Jack da ist und sich kümmert.
In Wirklichkeit ist Ben der Biker doch voll schwul. Der ist doch nur heiß darauf nach Sambia zu seinem Geliebten Herrn Hoffmann, dem Projektleiter, zu kommen. Jack und Emma sind da nur Staffage...
SirGuinness hat geschrieben:... zum Verhaltensmuster Flip/Conny gehören immer zwei. Wenn man es auf einen ganz kurzen Nenner bringen will, dann ist Flips Verhalten in einer massiven Verlustangst begründet. Genau das hat Conny erkannt und "tobt" sich dementsprechend an ihm aus. Conny hat es versäumt, sich über ihre persönliche Gesamtsituation ehrliche, objektive Gedanken zu machen und sich rechtzeitig von ihrem dominanten Vater zu lösen, damit sie ihren eigenen Weg gehen kann. Und - wie hier schon vielfach erwähnt - ganz sicher gehört sie in Therapie. Der Wunsch dazu muss aber von ihr kommen, sonst bringt das nix. Im Moment kann man nur sagen, dass sich da zwei gefunden haben, die gegenseitig voneinander abhängig und unfähig sind, ggf. wieder voneinander loszukommen. Flip sollte die Therapie gleich mitmachen. Was den beiden auf jeden Fall gänzlich fehlt, ist gegenseitiges Vertrauen.
Ich entdecke in dieser Storyline ein ganzes Stück meiner selbst. In meiner Kindheit war ich irgendwie so wie Flip, danach kam die Conny in mir durch (nicht ganz so krass und auch nicht gewalttätig). Meine Mutter war auch sehr dominant. Mit meinem Auszug aus dem Elternhaus habe ich grade noch so die Kurve gekriegt. Und aus eigener Erfahrung kann ich auch sagen, dass man aus diesem Teufelskreis wieder herauskommen kann. Aber man muss an sich arbeiten und Zusammenhänge erkennen können. Ich bin jetzt das komplette Gegenteil von dem, was ich damals war. Und wahnsinnig stolz darauf.
Sehr redselig.
Okay, habe auch massive Verlustangst. BIER is' alle.
Phlipp-Therapie: ZURÜCKSCHLAGEN !
Ohne Übertreibungen. REIN ---> RAUS. Nix Muschi. Rippen !
Irgendwie könnte diese Folge zu meinen Favoriten gehören! Genau wie diejenige, als Nina die gemeinsame Kücheneinrichtung demolierte und dem Hasen das Herz in die Wampe rutschte, als sie erfuhr, wer der Vater von Nastyas Kind ist!
bockmouth hat geschrieben:Irgendwie könnte diese Folge zu meinen Favoriten gehören! Genau wie diejenige, als Nina die gemeinsame Kücheneinrichtung demolierte und dem Hasen das Herz in die Wampe rutschte, als sie erfuhr, wer der Vater von Nastyas Kind ist!
Ich mag solche Folgen normalerweise auch, wenn die Ausraster berechtigt sind. Aber zu sehen, wie diese Trulla auf den sanften Flip eindrischt, war mir eine Nummer zu heftig.