02.03.2013, 16:38
Jungs müssen heute Schleiertänze einstudieren und auf dem Pausenhof diskutieren anstatt herumzutoben. Walter Hollstein, einer der profiliertesten deutschen Männerforscher erklärt im FOCUS-Online-Interview, was heute bei der Jungenerziehung schief läuft.
FOCUS-Online: Warum ist Mann-Sein so kompliziert geworden?
Walter Hollstein: Es gibt keine allgemein verbindliche Definition für Männlichkeit mehr, sondern eine Vielzahl von Möglichkeiten. Jeder Mann muss sich selbst als Mann definieren. Das macht die Sache viel schwieriger – aber es ist auch viel spannender, heute ein Mann zu sein.
FOCUS-Online: Männer sollen gute Väter sein, aufmerksame Ehemänner, sie sollen im Haushalt helfen, aber auch Karriere machen und für das Familieneinkommen sorgen. Wie finden Männer in unserer modernen Welt ihre Identität?
Hollstein: Das ist das große Problem. Männer bekommen von außen, von der Gesellschaft, keine Hilfe bei ihrer Identitätssuche. Deswegen wagen viele das Definitionsabenteuer gar nicht und verlassen sich auf überkommene Rollenbilder, die heute nicht mehr funktionieren. Oder sie laufen ganz und gar orientierungslos durch die Gegend.
FOCUS-Online: Erwarten Frauen zu viel von Männern?
Hollstein: Frauen sind viel flexibler. Sie sind berufstätig, haben Familie, pflegen Hobbys und ein großes soziales Netz. Männer jammern schon, wenn sie noch etwas machen müssen, was über ihre Erwerbstätigkeit hinausgeht, sei es Kindererziehung oder Haushalt. Der Spagat, der von Frauen geleistet wird, ist größer. Aber hier muss ich meine Geschlechtsgenossen auch entschuldigen: Wir haben das nicht gelernt.
FOCUS-Online: Wie ließe sich das ändern?
Hollstein: Es war vor 30 Jahren sicher richtig, Mädchen und Frauen zu fördern. Eklatante Ungerechtigkeiten sind dadurch ausgeräumt worden. Aber der große Fehler der deutschen Geschlechterpolitik war, dass man sich einseitig auf Mädchen konzentriert hat. Jungen und Männer wurden einfach außen vor gelassen. Die Ansage manch bösartiger Feministin wie Alice Schwarzer war: Wir müssen es unseren Jungen schwerer machen, damit es unsere Mädchen leichter haben. Das ist ein ganz perfider Satz. Ich frage mich, warum man es damals nicht beiden Geschlechtern hätte leichter machen können.
FOCUS-Online: Tun sich Jungs deswegen an unseren Schulen so schwer?
Hollstein: Sie werden in unserem Bildungssystem benachteiligt. Untersuchungen belegen sogar, dass sie bei gleicher Leistung schlechter benotet werden. Jungen wurden in den letzten 20 Jahren in keiner Weise gefördert, gleichzeitig haben sie erlebt, was alles für Mädchen gemacht wurde. Der ganze Erziehungsbereich ist stark feminisiert worden, zum einen personell, zum anderen inhaltlich. In Schulbüchern erscheinen Inhalte, mit denen sich Jungen einfach nicht identifizieren können. Im Deutschunterricht müssen sie Geschichten über Bienen lesen, im Kunstunterricht Schmetterlinge malen und im Sportunterricht Schleiertänze einüben. Auf den Pausenhöfen werden Bolzplätze zu Kommunikationsflächen umgewandelt, mit der Begründung, dass es doch für die Jungen gesünder sei, dort ihre Probleme zu diskutieren statt herumzutoben. Da muss man sich doch nicht wundern, wenn sie eine Identitätskrise kriegen.
FOCUS-Online: Aber den Bildungsbereich haben ja die Männer den Frauen freiwillig überlassen. Nur wenige Männer werden Lehrer, noch weniger Erzieher.
Hollstein: Das ist ein Problem. Bildung müsste in der Gesellschaft höher bewertet und besser bezahlt werden. Junge Männer haben inzwischen aber auch Berührungsängste, weil dieser Beruf so stark weiblich besetzt ist. Das sollte man schon ernst nehmen.



Ist Ihr Ringfinger länger als Ihr Zeigefinger? Die relative Länge Ihres Ringfingers sagt vermutlich mehr über Ihre Männlichkeit aus als Ihnen bewusst ist. Messen Sie doch mal die Länge Ihres Zeigefingers und Ringfingers. Dazu das Maßband auf der Handinnenfläche am unteren Gelenk des jeweiligen Fingers ansetzen und bis zur Spitze messen. Die Länge der Fingernägel ist dabei natürlich außer acht zu lassen. Nun teilen Sie die Länge des Zeigefingers durch die Länge des Ringfingers. Das ergibt den Zeigefinger/Ringfinger-Quotienten. Das ultimative Männlichkeitsmaß.
Der Evolutions-Psychologe John Manning an der University of Central Lancashire führt Forschungsarbeit in diesem Gebiet aus. Ihm zufolge sind die relative Fingerlänge und die menschliche Psyche miteinander verbunden. Alles wird bereits im Mutterleib entschieden. Nach etwa 6 Wochen Schwangerschaft verändert sich das Testosteronniveau in der Gebärmutter. Wenn der Fötus nun höheren Mengen Testosteron ausgesetzt ist, entwickelt er männlichere Attribute und umgekehrt. Kleinere Testosteronmengen bringen weiblichere Attribute im Fötus hervor. Der Testosteronspiegel in dieser Zeit legt auch die Länge der Zeige- und Ringfinger fest.
Männer haben meist längere Ringfinger als Zeigefinger, bei Frauen sind diese Finger meist gleichlang. Der Durchschnittsquotient für Männer ist 0,98 und für Frauen 1,00. Wer einen Quotienten von 0,94 oder sogar weniger aufweist, hat überdurchschnittlich männliche Attribute.
Das gilt auch für Frauen. So sind Frauen mit einem längeren Ring- als Zeigefinger oft dursetzungsfähiger und risikofreudiger als ihre Geschlechtsgenossinnen. Männer mit gleichlangen oder mit längerem Zeigefinger als Ringfinger sind mit ihrer femininen Seite in Verbindung. Sie könnten z.B. sehr wortgewandt und kreativ sein.



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nonoever hat geschrieben:Upps, die Folge war aber schnell vorbei...
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SirGuinness hat geschrieben:... sagt' ich doch, die machens französisch ...
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03.03.2013, 19:31
Aließ hat geschrieben:Und dann fängt die dumme Pute wieder an von wegen Society war nicht nur schlecht....![]()
Gibt es für Sektenaussteiger, die höchstwahrscheinlich verfolgt werden, eigentlich eine Anlaufstelle, wo sie Hilfe bekommen? Ansonsten bliebe in Nastyas Fall ja nur ein Frauenhaus.
Klasse fand ich, dass Dani mal erwähnt wurde und dass Momo mit ihr Kontakt hat. Vielleicht gibt es ja Hoffnung, dass sie mal wieder in der Listra vorbeischaut.
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