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BeitragVerfasst: 12.04.2019, 16:51 
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So, ich hab mir den Handlungsstrang im Restaurant nochmal angesehen. Roland sagt - sinngemäß - am Tisch, dass der Hauptgang eine Spezialität von ihm sei und dass es es Schweinefleisch sei. Demnach haben die Gäste am Tisch ein Gericht mit Schweinefleisch bestellt. Und weiter vorher hatte Sunny zu Roland gesagt, dass er sich um das Schweinefleisch kümmern werde. Wahrscheinlich war es von Zubaida sogar lieb gemeint, was eigenes zu kreieren. Aber dass man sich über die Bestellung der Gäste hinwegsetzt, ohne dies vorher mit ihnen abzusprechen, geht gar nicht. Wenn ich Schwein bestelle, will ich Schwein haben und nicht Lamm, Rind oder Huhn. Da kann ich verstehen, dass Roland innerlich gekocht hat. Er hat sich sowohl als Gast geärgert (hat was anderes bestellt) als auch als Ausbilder (Praktikantin befolgt nicht seine Anweisungen und handelt eigenmächtig).

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Zuletzt geändert von Lunaut am 12.04.2019, 21:57, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 12.04.2019, 17:22 
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Frau_Klingeling hat geschrieben:
...
Man muss einfach verstehen und einsehen, dass Muslime komplett und völlig anders sozialisiert sind. Es sind die wenigsten, die diese Sozialisierung ablegen oder dieser entkommen können. Dies ist völlig wertfrei; "anders" heißt ja nicht zwangsläufig "schlecht".


P.S. Hihi, das sehe ich ja jetzt erst :mes-hi: . Am Freitag ist nicht jeder Katholik ein Fisch :lol: . Die anderen sind dann freitags aber trotzdem noch Fische?
:lol:

Ich würde mir wünschen, dass Menschen, die so etwas behaupten, dies auch belegen würden. So bleibt es, was es ist: eine Meinung. Es gibt seit so vielen Jahrzehnten Türken in Deutschland, da sind so unglaublich viele unterschiedliche Menschen gekommen: aus Istanbul und Ankara, aus Izmir und Adana genauso wie aus den östlichsten Landesteilen, aus Hakari usw. Ich habe unter ihnen sehr gläubige Menschen kennengelernt, aber auch solche, die sich für den Islam gar nicht interessieren. Solche, die eher links und solche die eher rechts gerichtet sind. Ich habe türkische Frauen kennengelernt, die Anwältin, Ärztin oder Lehrerin waren, und solche, die lieber zuhause bei den Kindern blieben. All das ist noch lang nicht repräsentativ, aber immerhin kann ich nach jahrzehntelanger Arbeit und Begegnung mit türkischen und türkisch stämmigen Menschen bis heute nicht behaupten, sie seien alle gleich, auch nicht gleich sozialisiert. Schon gar nicht kann ich das von allen Muslimen behaupten, da kommen noch landestypische Unterschiede in der Tradition und der Glaubensausübung, in der Bildung usw. dazu. Pauschalisieren zählt bei mir nicht: ich habe mit Menschen gearbeitet, und da war nicht einer wie der andere, und keiner, der in eine Schublade passt.


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BeitragVerfasst: 12.04.2019, 17:24 
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Lunaut hat geschrieben:
So, ich hab mir den Handlungsstrang im Restaurant nochmal angesehen. Roland sagt - sinngemäß - am Tisch, dass der Hauptgang eine Spezialität von ihm sei und dass es es Schweinefleisch sei. Demnach haben die Gäste am Tisch ein Gericht mit Schweinefleisch bestellt. Und weiter vorher hatte Sunny zu Roland gesagt, dass er sich um das Schweinefleisch kümmern werde. Auch wenn es von Zubaida wahrscheinlich lieb gemeint war, was eigenes zu kreieren, dass man sich über die Bestellung der Gäste hinwegsetzt, ohne dies vorher mit ihnen abzusprechen, geht gar nicht. Wenn ich Schwein bestelle, will ich Schwein haben und nicht Lamm, Rind oder Huhn. Da kann ich verstehen, das Roland innerlich gekocht hat. Er hat sich sowohl als Gast geärgert (hat was anderes bestellt) als auch als Ausbilder (Praktikantin befolgt nicht seine Anweisungen und handelt eigenmächtig).



Soweit ich es sehe, sind wir uns in dem Punkt eh alle einig. Zubaida hat eindeutig Mist gebaut.
Dass Roland sie dafür zurechtweist, ist nicht nur sein Recht, sondern sogar seine Pflicht.

Wozu er ganz entschieden *nicht* das Recht hat, ist, seine Zurechtweisung über ihr Verhalten mit ihrer Herkunft zu vermengen. Zu unterstellen, dass in ihrem Herkunftsland generell schlampig gearbeitet wird, ist diskriminierend und somit nicht akzeptabel.

Vielleicht wird es ja im umgekehrten Fall etwas klarer: Stellen wir uns doch bloß mal vor, wir sind in einem anderen Land und machen dort ein Praktikum. Wir bauen Mist. Unser Ausbilder sagt uns daraufhin: "Da bei euch in Deutschland ist es wohl normal, dass man schlampig arbeitet (alternativ bitte beliebiges Fehlverhalten einsetzen...), aber bei uns hier in (bitte beliebiges Land einsetzen) geht das so nicht!"

Na, wie würde man ein solches Statement empfinden?

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BeitragVerfasst: 12.04.2019, 17:26 
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Lunaut hat geschrieben:
So, ich hab mir den Handlungsstrang im Restaurant nochmal angesehen. Roland sagt - sinngemäß - am Tisch, dass der Hauptgang eine Spezialität von ihm sei und dass es es Schweinefleisch sei. Demnach haben die Gäste am Tisch ein Gericht mit Schweinefleisch bestellt. Und weiter vorher hatte Sunny zu Roland gesagt, dass er sich um das Schweinefleisch kümmern werde. Auch wenn es von Zubaida wahrscheinlich lieb gemeint war, was eigenes zu kreieren, dass man sich über die Bestellung der Gäste hinwegsetzt, ohne dies vorher mit ihnen abzusprechen, geht gar nicht. Wenn ich Schwein bestelle, will ich Schwein haben und nicht Lamm, Rind oder Huhn. Da kann ich verstehen, das Roland innerlich gekocht hat. Er hat sich sowohl als Gast geärgert (hat was anderes bestellt) als auch als Ausbilder (Praktikantin befolgt nicht seine Anweisungen und handelt eigenmächtig).

Ich denke, da sind wir uns doch alle einig, dass das Verhalten der Praktikantin völlig unangemessen war und Roland sie zurecht zurechtwies.
Wie BarbaraCT auf Seite 3 schrieb, war die Äußerung Rolands: "Da, wo du herkommst, ist das wohl normal, dass man nicht anständig arbeitet" (sinngemäß)" diskriminierend. Ich fand sie dazu noch unsachlich und frech. (Hab ich ja bereits geschrieben) Das wird wohl niemand bestreiten. Auch in seiner Wut - gerade als Ausbilder - hätte er sich beherrschen müssen.
Leider hatte Kesuma diesen Satz von BarbaraCTs Posting nicht zitiert und die Diskussion drehte sich nur darum, ob die Praktikantin das machen durfte oder nicht und dass Roland wegen des Rüffels als ausländerfeindlich gelten soll.


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BeitragVerfasst: 12.04.2019, 21:52 
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Ich denke, wir sind uns alle einig, dass die Praktikantin sich falsch verhalten hat
und dass Roland sie mit Recht zurecht gewiesen hat.

Aber weil es eine Türkin ist, wird hier wieder jedes Wort auf die Goldwaage gelegt.
Wenn man aber wie Roland aufgebracht ist, dann überlegt man sich nicht vorher noch
genau die Wortwahl.

Ich denke mal, wenn er so etwas zu einer Deutschen gesagt hätte:
Da wo du herkommst (weil sie vielleicht aus einem schlechten Stadtteil stammt, Problembezirk
oder so etwas), dann hätte sich keiner daran gestört und es wäre genauso abwertend gewesen.

Man kann aus dieser Diskussion aber inzwischen entnehmen, dass jeder hier das anders sieht
und wir da wohl zu keinem gemeinsamen Ergebnis kommen werden.
Deshalb bin ich um so mehr gespannt darauf, wie Vasily oder Sunny nun reagieren werden
und wie die Sache weitergeht.


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BeitragVerfasst: 13.04.2019, 07:06 
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Kesuma hat geschrieben:
Ich denke, wir sind uns alle einig, dass die Praktikantin sich falsch verhalten hat
und dass Roland sie mit Recht zurecht gewiesen hat.

Aber weil es eine Türkin ist, wird hier wieder jedes Wort auf die Goldwaage gelegt.
Wenn man aber wie Roland aufgebracht ist, dann überlegt man sich nicht vorher noch
genau die Wortwahl. Genau, und damit zeigt er seine rassistische Grundhaltung! Q.e.d.

Ich denke mal, wenn er so etwas zu einer Deutschen gesagt hätte:
Da wo du herkommst (weil sie vielleicht aus einem schlechten Stadtteil stammt, Problembezirk
oder so etwas), dann hätte sich keiner daran gestört und es wäre genauso abwertend gewesen. Das behauptest du.

Man kann aus dieser Diskussion aber inzwischen entnehmen, dass jeder hier das anders sieht
und wir da wohl zu keinem gemeinsamen Ergebnis kommen werden.Heißt das, du kannst deine Behauptungen nicht belegen, oder willst du es nicht?
Deshalb bin ich um so mehr gespannt darauf, wie Vasily oder Sunny nun reagieren werden
und wie die Sache weitergeht.


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BeitragVerfasst: 13.04.2019, 09:12 
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Ribanna hat geschrieben:
Man kann aus dieser Diskussion aber inzwischen entnehmen, dass jeder hier das anders sieht und wir da wohl zu keinem gemeinsamen Ergebnis kommen werden.Heißt das, du kannst deine Behauptungen nicht belegen, oder willst du es nicht?


Meinst du das jetzt ernst?

Wir haben doch jetzt seitenweise darüber diskutiert, und jeder hat hier seine Meinung gesagt.

Meine Meinung:
Die Praktikantin hat sich falsch verhalten, Roland hat sie zu Recht gerügt.

Andere sehen dies anders. Das ist auch okay.

Wofür willst du jetzt Belege?


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BeitragVerfasst: 13.04.2019, 10:09 
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Kesuma hat geschrieben:
Meine Meinung:
Die Praktikantin hat sich falsch verhalten, Roland hat sie zu Recht gerügt.


Aber die Wahl seiner Worte, die Formulierung war falsch.

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BeitragVerfasst: 13.04.2019, 10:13 
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@ Kesuma, ich sehe das auch so, dass wir hier zu keiner Einigung kommen werden, weil wir das einfach zu unterschiedlich sehen, aber ein Missverständnis möchte ich doch noch ausräumen:

Du schriebst:
"Ich denke mal, wenn er so etwas zu einer Deutschen gesagt hätte:
Da wo du herkommst (weil sie vielleicht aus einem schlechten Stadtteil stammt, Problembezirk
oder so etwas), dann hätte sich keiner daran gestört und es wäre genauso abwertend gewesen."


In diesem letzten Punkt hast Du völlig Recht - es wäre genauso abwertend gewesen. Aber dass sich keiner daran gestört hätte, ist ein Trugschluss. Nicht nur ich, sondern - da bin ich sicher - die meisten anderen hier hätten sich genauso daran gestört, wenn Roland zu einer Deutschen, die aus einem sozialen Brennpunkt kommt, gesagt hätte: "Da in eurem Asi-Stadtteil ist es wohl normal (...).
Dasselbe gilt für eine Aussage wie: "Typisch Frau - zu dämlich, was zu kapieren!"
Oder wenn sie übergewichtig wäre: "Typisch für euch Fette - ihr denkt immer nur ans Fressen und kriegt deshalb nix auf die Reihe!"
Oder wenn sie kleinwüchsig wäre: "Typisch für euch Gnome - euer Gehirn ist wohl genauso minimal, deshalb seid ihr zu nix zu gebrauchen!"
Etc. etc. etc.

Immer dann, wenn die Zurechtweisung nicht um die Sache an sich geht, sondern um Merkmale der Person, ist sie diskriminierend und beleidigend. Das ist es, was hier angeprangert wird.

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BeitragVerfasst: 13.04.2019, 10:25 
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Was ich mich nur frage: Warum wurde das Thema "Umgang mit Schweinefleisch" nicht beim Vorstellungsgespräch angesprochen?

OK, es ist nur ein Schulpraktikum. Da werden vermutlich keine riesigen Auswahlverfahren stattfinden und so viele Bewerber wird der Gurmettempel sicher auch nicht bekommen.

Aber gerade wenn dort jemand wie die Paktikantin wegen eines Praktikums nachfragt, würde ich als Chef das Thema schon mal im Vorfeld nachfragen. Man konnte ja anhand des Kopftuches schon im Vorfeld ahnen, dass sie ihren Glauben sehr ernst nimmt.


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BeitragVerfasst: 13.04.2019, 10:44 
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Kim hat geschrieben:
Was ich mich nur frage: Warum wurde das Thema "Umgang mit Schweinefleisch" nicht beim Vorstellungsgespräch angesprochen?


Das dürfte zumindest teilweise auf Sunnys Veggie-Krampf zurück gehen.

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BeitragVerfasst: 13.04.2019, 11:28 
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Hamlet hat geschrieben:
Der Ausdruck "linksversifft" oder auch "linksgrün-versifftes Merkelsystem" wurde von Pegida und AfD-Fans geprägt und meint in den allermeisten Fällen "das wollen wir so nicht!". Kein seriöser CDUler, und sei er auch noch so konservativ, würde diesen Ausdruck benutzen.


Richtig, dieses Wort verbietet sich. Ich kenne einen Mainstream in den Medien und der ist zweifelsfrei links und grün. Wahlumfragen unter Journalisten bestätigen das. Es gibt leider auch die unschöne Tendenz, zu erziehen und "Haltung zu zeigen". Mann muss doch nur die Mimik von Kleber und Slomka anschauen und da wird einem schon schlecht.

Sie erwähnen auch ein zweites Wort: "System" (in "Merkelsystem"). Bei diesem Wort schrillen bei auch die Alarmglocken. "System" insinuiert ja, dass etwas planvoll in Szene gesetzt wurde. Ich halte Merkel aber nicht für die Planerin der Chose, sondern eine Surferin auf der Zeitgeistwelle. Sie ist ja schon 2005 eingeknickt. In den Wahlkampf ging sie mit Kirchhoffs Steuerreformplänen und als Marktwirtschaftlerin. Friedrich Merz sagte euphorisch beim Leipziger Parteitag 2003: "Das ist der Anfang vom Ende der Sozialdemokratisierung der CDU". Nach dem Regierungswechsel 2005 gab es weder einen Kirchhoff noch einen Merz in verantwortlicher Position, weil Merkel die inhaltliche Auseinandersetzung scheute, seitdem Gerhard Schröder gegen den "Professor aus Heidelberg" polemisierte. Seitdem erleben wir nur noch links-ökologische Wohlfühlpolitik. Einen spontanten Atomausstieg, Klimahysterie, keine Steuersenkungen und Masseneinwanderung. Darunter leiden ja vor allem die kleinen Leute, die mit den Zuwanderern um Wohnraum konkurrieren, die durch die hohen Strompreise besonders belastet werden usw. usf. Der Umwelt hilft es übrigens gar nichts.

Bezüglich System möchte ich auch das Buch "LTI - Notizbuch eines Philologen" (https://de.wikipedia.org/wiki/LTI_%E2%8 ... Philologen) Empfehlen. Dort gibt es ein Kapital "System und Organisation". Mir war schon vor fünf Jahren klar, wohin sich die AfD entwickeln würde, da viele AfD-Sympathisaten in den Kommentaren beim Handelsblatt gerne vom System" schwafelten, also irgendeine Systematik hinter jeden Unbill vermutet, häufig konspirativ eingefädelt. Und "System" war schon bei den Nazis negativ konnotiert, wie Klemperer darstellt. Irre ist, dass die "Lügenpresse" "Unwort des Jahres" wurde und nicht "Systempresse". Aber die Jury vom dieses "Unwort des Jahres" war ja schon immer dumm und ziemlich weit links und oberflächlich. (Man muss sich nur mal Anschauen, wie das "sozialverträgliche Frühableben" Unwort wurde. Die erstmalige Verwendung weist eine sarkastische Konnotation aus; der Schöpfer aber des Begriffes saß aber mit auf der Anklagebank.)

Was wir erleben, ist ein Niedergang der Diskussionskultur, wo jede konservative Äußerung niedergebrüllt wird. Da gibt es doch eine konservative Frau (Name weiß ich jetzt leider nicht), die sich gegen Abtreibungen ausspricht und keine Vorträge mehr halten kann, weil sie überall niedergebrüllt wird. Niederbrüllen ist aber ein Aufbauen ein Drohkulisse (das haben SA und Antifa in den 20ern/30ern auch schon gemacht) und keine Auseinandersetzung mit Argumenten. Besonders besorgt sind ja die Linken um die Moslems. Warum werden die nicht niedergebrüllt, weil sie sich gegen Abtreibung und Verhütung aussprechen (jedenfalls die meisten)?


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BeitragVerfasst: 13.04.2019, 11:38 
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Rudi123 hat geschrieben:
Hamlet hat geschrieben:
Der Ausdruck "linksversifft" oder auch "linksgrün-versifftes Merkelsystem" wurde von Pegida und AfD-Fans geprägt und meint in den allermeisten Fällen "das wollen wir so nicht!". Kein seriöser CDUler, und sei er auch noch so konservativ, würde diesen Ausdruck benutzen.


Richtig, dieses Wort verbietet sich. Ich kenne einen Mainstream in den Medien und der ist zweifelsfrei links und grün. Wahlumfragen unter Journalisten bestätigen das.


Um die derzeitige SPD oder gar die Grünen als "links" zu bezeichnen, muss man schon sehr frustriert (oder dumm?) sein.

Dass auch konservative Journalisten überwiegend als "links" wahr genommen werden, liegt ganz einfach an deren Intellekt; BürgerInnen mit niedrigem Bildungsstandard und niedrig ausgeprägtem Intellekt nehmen so ziemlich alles, was sie -mal einfach formuliert formuliert- nicht kapieren, als "links" wahr.

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BeitragVerfasst: 13.04.2019, 11:54 
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Die Mumie hat geschrieben:
Und sorry, aber Sprüche wie "Muss jetzt jedes Lokal mindestens einen Türken haben" haben mit sachlicher Argumentation rein gar nichts zu tun - das ist dann in der Tat AfD-reif.


Nö, das ist nicht AfD-reif, sondern eine polemische rhetorische Frage bzgl. des Umstandes, dass man uns etwas präsentieren will, wie die Welt nicht ist. Schauen sie sich mal die ganzen Unternehmenbroschüren an. Die verwenden Modelle, die irgendwelche MINTler darstellen, in diesen Broschüren suggerieren mehr Weiblichkeit und mehr Migranten (denen man ihr Migrantationshintergrund auch ansieht) als man dann tatsächlich in diesen Abteilungen vorfindet. Komischerweise findet man keine alten Leute in den Broschüren. :lach.:

Aber das nervt doch, wenn in diesen Broschüren ein anderes Bild der Wirklichkeit gezeichnet wird. Und das spüren die Leute, auch in den Medien, die uns ein anderes Bild vermitteln. Und die merken auch, dass es gezielt passiert und nicht versehentlich, beispielsweise wenn wir im Fernsehen gehäuft Kinder und Frauen in den Flüchtlingsgruppen sehen, die dann unter den am Bahnhof Herumlungernden nicht sehen. Das hatten wir doch auch in der DDR. Die Leuten erlebten den Niedergang der Wirtschaft hautnah am Arbeitsplatz und in der Kaufhalle, und abends in der Aktuellen Kamera erfuhr man dann, dass die DDR neue Meilensteine in der Produktion von Stahl, Autos und anderen Gütern erreichte. Und auf diese Dissonanz reagieren die Menschen dann irgendwann mit Sarkasmus und Ironie.

Beispielsweise wurde Sunny wegen ihrer Kostümierung nur von "Biodeutschen" angemacht. Ein Kopftuchmädchen hingegen hat kein Problem mit ihr. Weitere Araber (wie Dschämäl, Jussuf, Ali) hatten bzw. haben keine Probleme. Eine muslimische Türkin macht dann auch ausgerechnet bei einem Griechen (schweinefleischlastige Küche!) ein Praktikum. Das Switchen auf Lammfleisch anscheinend kein Problem, obwohl Lammfleisch teurer ist. Türken und Griechen sind sich bis heute nicht grün, was vor allem daran liegt, dass es gegenseitige Massaker gab. Die Türken haben aber mehr Griechen massakriert als umgekehrt und es waren die initialen Massaker. Was macht denn die Praktikantin, wenn sie eine Zypern-Platte zusammenstellen soll? Nur noch die Hälfte rauf und ihr griechischer Chef hat dann keine Einwände?

Übrigens ist Vassily ein "Pleite-Grieche" geworden. Da hat man unbewusst ein Bild gezeichnet, wofür die Bildzeitung vor Jahren das Stichwort lieferte. Belustigend ist es, wenn den Drehbuchautoren bei ihren Bemühungen, ein so positiiv besetztes Bild zu zeichnen, solche - aus ihrer Sicht - Fehler unterlaufen.


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BeitragVerfasst: 13.04.2019, 12:05 
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Diavolezza hat geschrieben:
Ganz krass zeigt sich dass immer öfter in Schwimmbädern, wo Muslimas eigene Badezeiten für sich eingefordert haben, in denen kein Mann anwesend sein darf, nicht mal ein männlicher Bademeister. Da packt mich die Wut. Hier in D herrscht Gleichberechtigung von Mann und Frau. Mit welchem Recht werden Männer dann ausgesperrt?


Ich muss sagen, ich finde es okay, wenn man solche Tage einrichtet, aber über das Personal, ob männlich oder weiblich, darf nicht bestimmt wird. Es gibt ja viele, vor allem ältere Frauen, die möchten dann nicht unter vielen Männeraugen schwimmen gehen. Ein männlicher Bademeister ist da aber kein Problem. Da haben nur die Verschleierten ein Problem. Es gibt ja auch Seniorenstunden, weil die Senioren nicht ständig Kinder und Jugendliche um sich herum haben möchten. Und es gibt Kinder und Jugendliche, die sich an den Älteren stören.

An sich finde ich Badezeiten speziell für Frauen nicht problematisch, aber die Anspruchshaltung, die Begründung der Moslems und vor allem die Impertinenz, wie das dann durchgedrückt werden sollen, stören mich ganz gewaltig.


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BeitragVerfasst: 13.04.2019, 12:16 
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Hamlet hat geschrieben:
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Was ist schlimm an "rechts"? Rechts muss es genauso geben links. Das Problem sind Rechts- und Linksextremismus. Capice? Die AfD ist eine zwiespältige Partei. Einerseits spricht sie tatsächliche Probleme an, die dann Protestwähler die AfD wählen lassen. Würde die Regierung die Themen aufgreifen und endlich handeln, die AfD wäre unter 5 %, stattdessen wird nur diffamiert. Man würder der AfD den Wind aus den Segeln nehmen, wenn man endlich die jungen Araber abschiebt, die abgeschoben gehören, die keine Aufenthalterlaubnis haben. Der Bürgerkrieg in Syrien ist zu Ende. Es wäre auch gut, wenn in der Umweltpolitik die Hysterie dem Realismus wieder Platz ließe. Der ganze NOx- und Feinstaubquatsch gehört beendet, es müssen realistische Grenzwerte her.

Ich sehe nicht, dass die AfD die demokratische Grundordnung abschaffen will. Rechtspopulitisch und rechtsradikal kann man sie nennen. Personen wie Höcke sind natürlich unmöglich, aber sowas findet man auf linksextreme Seite genauso, z. B. Norman Paech, der Gaddafi so toll fand, dass er ein Mauspad mit seinem Konterfei benutzte. Linkspartei und AfD sind zudem gemeinsam Putins fünfte Kolonne; das ist doch interessant. Aber offenbar findet man das nur bei der AfD problematisch, weshalb der Spiegel kürzlich drüber berichtete.


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BeitragVerfasst: 13.04.2019, 13:20 
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Rudi123 hat geschrieben:
Ich sehe nicht, dass die AfD die demokratische Grundordnung abschaffen will.


Dann guck mal genauer hin.

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Hamlet hat geschrieben:
Rudi123 hat geschrieben:
Ich sehe nicht, dass die AfD die demokratische Grundordnung abschaffen will.


Dann guck mal genauer hin.


Wenn Sie mir die Stelle im AfD-Parteiprogramm mal zeigen könnten, wäre ich Ihnen sehr dankbar.


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Rudi123 hat geschrieben:
Hamlet hat geschrieben:
Rudi123 hat geschrieben:
Ich sehe nicht, dass die AfD die demokratische Grundordnung abschaffen will.


Dann guck mal genauer hin.


Wenn Sie mir die Stelle im AfD-Parteiprogramm mal zeigen könnten, wäre ich Ihnen sehr dankbar.


Auf das Parteiprogramm ist gepfiffen. Die Reden und Schriften der Führer sind entscheidend.

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