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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1720 - Straße im Umbruch
BeitragVerfasst: 20.05.2019, 21:14 
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Frau_Klingeling hat geschrieben:
Seit wann fragt einen denn die Sprechstundenhilfe - und dann noch im Beisein anderer Patienten - worum es geht?


Aber das ist doch normal. Sie muss doch fragen, sonst kann sie ja gar nichts machen.
Sie muss entscheiden, ob die Patientin ohne Termin dran kommt oder ob sie sie erstmal wegschickt.
Sie muss wissen, wieviel Zeit sie einplanen muss, und vielleicht muss sie auch etwas vorbereiten
im Sprechzimmer (Spritzen fürs Blutabnehmen usw.)

Also ich würde mich eher wundern, wenn ich zum Arzt komme, und mich niemand fragt,
worum es geht.

Das mit dem Datenschutz steht ja heute überall, aber wie will man denn in einer vollen Praxis
verhindern, dass andere Patienten etwas mitbekommen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1720 - Straße im Umbruch
BeitragVerfasst: 20.05.2019, 23:12 
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Seppel hat geschrieben:
Und die Gentrifizierungsgeschichte ist für einen betroffenen Berliner nur beim Hinsehen schon eine Qual.
Berlin kannst du jawohl nicht im Geringsten mit München vergleichen. Was da als teuer ausgegeben wird ... :weißnich:

Dass HIV Jugendlichen kein Begriff mehr wäre, stimmt so pauschal auch nicht. Die Krankheit hat lediglich ansatzweise an Schrecken verloren, da sie nicht mehr als sofort tödlich gilt -- dafür gehts den Lymphen an den Kragen *hüstel* ... Stigmatisiert werden Positive dennoch weiterhin ... (sweat)


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1720 - Straße im Umbruch
BeitragVerfasst: 21.05.2019, 04:23 
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Hamlet hat geschrieben:
Seppel hat geschrieben:

Wieso kommt eigentlich keiner auf die Idee, dass dieses Hotel schon rein optisch überhaupt nicht in die Straße passt?


Das sehen Investoren und Architekten umgekehrt; die Wohnhäuser passen nicht zum Hotel und müssen weg.


Am Ende beschweren sich noch die Hotelgäste darüber, dass da donnerstags immer so viel los ist, im Nachbarhaus. Und erst das kulinarische "Angebot"...

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(Gung zu Olaf, Folge 799 "Konfuzes Rache")


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1720 - Straße im Umbruch
BeitragVerfasst: 21.05.2019, 05:09 
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Kesuma hat geschrieben:
Frau_Klingeling hat geschrieben:
Seit wann fragt einen denn die Sprechstundenhilfe - und dann noch im Beisein anderer Patienten - worum es geht?


Aber das ist doch normal. Sie muss doch fragen, sonst kann sie ja gar nichts machen.
Sie muss entscheiden, ob die Patientin ohne Termin dran kommt oder ob sie sie erstmal wegschickt.
Sie muss wissen, wieviel Zeit sie einplanen muss, und vielleicht muss sie auch etwas vorbereiten
im Sprechzimmer (Spritzen fürs Blutabnehmen usw.)

Also ich würde mich eher wundern, wenn ich zum Arzt komme, und mich niemand fragt,
worum es geht.

Das mit dem Datenschutz steht ja heute überall, aber wie will man denn in einer vollen Praxis
verhindern, dass andere Patienten etwas mitbekommen?

Also, bei meinem Hausarzt wird NIE gefragt, worum es geht. Wenn es nichts Akutes ist, dann kann man ja auch telefonisch vorher einen Termin ausmachen, wenn man aber hingeht, dann ist ja klar, dass man einen Arzt braucht.
Der Gatte hatte sich über die Frage auch total aufgeregt ... O-Ton: "Worum es geht? Bitte einmal Ölwechsel bei meinem Auto. Und zweimal Currywurst Pommes!"
:laughing:


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1720 - Straße im Umbruch
BeitragVerfasst: 21.05.2019, 07:02 
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Frau_Klingeling hat geschrieben:
Seit wann fragt einen denn die Sprechstundenhilfe - und dann noch im Beisein anderer Patienten - worum es geht?

Jemand hat geschrieben, die Frage sei normal. Nein, das ist absolut nicht normal. Sie wird auch bei meinem sehr frequentierten Hausarzt niemals an der Anmeldung gestellt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1720 - Straße im Umbruch
BeitragVerfasst: 21.05.2019, 09:44 
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Ich werde das bei meinem Hausarzt auch immer gefragt. Allerdings rufe ich vorher an. An der Anmeldung bin ich das aber auch schon gefragt worden. Finde ich auch schrecklich, weil an der Anmeldung eigentlich immer Patienten stehen. Wenn es wirklich etwas ist, das keiner mitbekommen soll, dann sage ich, dass ich das mit dem Arzt persönlich unter vier Augen besprechen möchte.

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:ohhhm:


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1720 - Straße im Umbruch
BeitragVerfasst: 21.05.2019, 09:49 
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Sepulcrum hat geschrieben:
Seppel hat geschrieben:
Und die Gentrifizierungsgeschichte ist für einen betroffenen Berliner nur beim Hinsehen schon eine Qual.
Berlin kannst du jawohl nicht im Geringsten mit München vergleichen. Was da als teuer ausgegeben wird ... :weißnich:

Und ob! Da kann ich nur mit dem allseits bekannten Argument gegenhalten, dass die Einkommen sich in München auch erheblich von denen in Berlin unterscheiden, da in München die Verteuerung von Wohnraum ein Prozess von etlichen Jahrzehnten war, der die Menschen langsamer vertrieben hat bzw. sich die Leute langsamer daran anpassen und sich neue Strukturen bilden konnten.

Dass es sich in München inzwischen vielleicht auch noch beschleunigt, will ich da gar nicht abstreiten. Warum ich nie davon gehört habe, dass dort jemand gegen steigende Mieten auf die Straße gegangen ist, weiß ich nicht. Aber vielleicht ist der Grund, weil es ein schleichender Prozess gewesen ist. Hier in Berlin wissen die Menschen aber gar nicht mehr wohin, denn es gibt überhaupt keine Ausweichmöglichkeiten mehr, denn sogar das Umland ist inzwischen voll, das zudem in weiten Teilen auch infrastrukturell völlig unzureichend erschlossen ist. Und günstig ist die Stadt eben nur noch für Leute, die sich eigentlich noch Teureres leisten können. Und wenn man aus der Position schaut, dann ist dein Einwurf sicher begründet. Aber wie viele von diesen Leuten setzen sich sonntags für eine stark linkssozial angehauchte Langzeitserie vor den Fernseher?

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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1720 - Straße im Umbruch
BeitragVerfasst: 21.05.2019, 09:56 
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Sirie hat geschrieben:
Frau_Klingeling hat geschrieben:
Seit wann fragt einen denn die Sprechstundenhilfe - und dann noch im Beisein anderer Patienten - worum es geht?

Jemand hat geschrieben, die Frage sei normal. Nein, das ist absolut nicht normal. Sie wird auch bei meinem sehr frequentierten Hausarzt niemals an der Anmeldung gestellt.

Ich kenne leider genug Arztpraxen von innen und leider sind die, in denen vor versammelter Mannschaft darüber gesprochen wird, in der Mehrzahl. Alleine schon, wenn man seine Stammdaten ansagen soll. Wie ist ihre Telefonnummer? Stimmt ihre Adresse noch: Lindenstraße 3 in München? Brauchen Sie noch ein Rezept gegen Ihre Inkontinenz? Nein, wir müssen Ihnen ein Generikum verschreiben, das andere zahlt die Kasse nicht …

Das einzig Positive daran ist, dass es jeden Patienten betrifft. Demokratisch eben. Oft sind die Praxen so klein, dass die Wartestühle auch gleich neben dem Tresen stehen. Kommt eben auch drauf an, zu welchem Arzt man muss. Aber man kann auch als Patient darauf hinweisen, dass das keine Informationen für die Öffentlichkeit ist. Das sorgt besonders bei solchen Lisas immer für echauffierte Reaktionen, was man Ihnen denn da unterstellt. Sie begreifen es oft auch nicht. Schön übrigens auch immer Telefongesprächen zuzuhören. Das spart den Griff zur Gala.

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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1720 - Straße im Umbruch
BeitragVerfasst: 21.05.2019, 11:41 
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Seppel hat geschrieben:
Ich kenne leider genug Arztpraxen von innen und leider sind die, in denen vor versammelter Mannschaft darüber gesprochen wird, in der Mehrzahl.
Oft sind die Praxen so klein, dass die Wartestühle auch gleich neben dem Tresen stehen.


Ja, so ist es. Viele Arztpraxen haben kein abgeschlossenes Wartezimmer mit einer Tür,
sondern einen Wartebereich neben der Anmeldung.
Da ist es oftmals gar nicht möglich, dass keiner was mitbekommt.

Aber ist das wirklich so schlimm?
Gut, bei Lea mit dem HIV, da würde ich auch nicht wollen, dass es jeder weiß.
Aber wenn man normale Krankheiten hat, wie Rückenschmerzen oder Schnupfen, das muss man doch
nicht geheim halten.
Und in der Regel kennt man die anderen Patienten ja auch gar nicht.
Ich finde, da wird es mit dem Datenschutz oftmals auch übertrieben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1720 - Straße im Umbruch
BeitragVerfasst: 21.05.2019, 13:07 
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Kesuma hat geschrieben:
Und in der Regel kennt man die anderen Patienten ja auch gar nicht.
Ich finde, da wird es mit dem Datenschutz oftmals auch übertrieben.

Wenn du wüsstest, wer einen manchmal kennt, von dessen Existenz man selbst gar nichts weiß. Und das ist nicht nur aufm Dorf so :???:

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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1720 - Straße im Umbruch
BeitragVerfasst: 21.05.2019, 16:14 
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Prinzipiell hätte sie ja auch sagen können, dass sie mit Dr. Brooks sprechen muss, meinethalben Schmerzen vorschieben.Aber solchen Vorzimmerdrachen wie einst dem Rehlein und nun Lisa entgegenzutreten und so zu reagieren, das wär wohl selbst bei der Normal-Lea nicht drin gewesen und nun in dieser Ausnahmesituation erst recht nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1720 - Straße im Umbruch
BeitragVerfasst: 21.05.2019, 18:39 
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Ich war ja über Jahrzehnte „Anmeldungsbulle“ :lach.: in einem großen Krankenhaus! In den letzten Jahren war es in meinem Anmeldungskabäuschen ganz okay mit dem Darenschutz, auch wenn man in die KollegInnenkabine leicht reinhören konnte!

Wenn ich ins gnadenlos volle Wartezimmer marschierte, und die Leute wegen der überlangen Wartezeit beruhigen wollte, bekam ich oft mit, wie sie doch tatsächlich ihre Diagnosen „austauschten!“

:auweia:


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1720 - Straße im Umbruch
BeitragVerfasst: 21.05.2019, 19:00 
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Ilsebill hat geschrieben:
Was nützt Helga ein "Schwur" von Dressler? Erstens mal lebt er nicht ewig - und zweitens muss er sich eh nicht dran halten.
:Tach:


Helga lebt aber auch nicht mehr lange. :-) Bei der Szene hatte ich mir gewünscht, die würden sich gegenseitig wegen des Alters aufziehen. Die hätte auch das nahende Ende der Lindenstraße reinweben können. Schon bei Hotelbau könnten die Anwohner sagen: Die Lindenstraße wird es bald nicht mehr geben, so wie wir sie heute kennen.

Wie alle wegen Lisa innerlich gelacht haben, die wirklich dachte, ein Hotel möchte mit einer Shisha-Bar kooperieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1720 - Straße im Umbruch
BeitragVerfasst: 21.05.2019, 19:14 
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Seppel hat geschrieben:
Sepulcrum hat geschrieben:
Seppel hat geschrieben:
Und die Gentrifizierungsgeschichte ist für einen betroffenen Berliner nur beim Hinsehen schon eine Qual.
Berlin kannst du jawohl nicht im Geringsten mit München vergleichen. Was da als teuer ausgegeben wird ... :weißnich:

Und ob! Da kann ich nur mit dem allseits bekannten Argument gegenhalten, dass die Einkommen sich in München auch erheblich von denen in Berlin unterscheiden, da in München die Verteuerung von Wohnraum ein Prozess von etlichen Jahrzehnten war, der die Menschen langsamer vertrieben hat bzw. sich die Leute langsamer daran anpassen und sich neue Strukturen bilden konnten.

Dass es sich in München inzwischen vielleicht auch noch beschleunigt, will ich da gar nicht abstreiten. Warum ich nie davon gehört habe, dass dort jemand gegen steigende Mieten auf die Straße gegangen ist, weiß ich nicht. Aber vielleicht ist der Grund, weil es ein schleichender Prozess gewesen ist. Hier in Berlin wissen die Menschen aber gar nicht mehr wohin, denn es gibt überhaupt keine Ausweichmöglichkeiten mehr, denn sogar das Umland ist inzwischen voll, das zudem in weiten Teilen auch infrastrukturell völlig unzureichend erschlossen ist. Und günstig ist die Stadt eben nur noch für Leute, die sich eigentlich noch Teureres leisten können. Und wenn man aus der Position schaut, dann ist dein Einwurf sicher begründet. Aber wie viele von diesen Leuten setzen sich sonntags für eine stark linkssozial angehauchte Langzeitserie vor den Fernseher?


Wobei die Probleme in Berlin teils selbst verursacht sind.

1. Sich gegen die Bebauung des Tempelhofer Feldes (sogar gegen Randbebauung) auszusprechen.
2. Die Schaffung von Wohraum nicht gerade förderliche Gesetze beschließen.
3. Unbedingt eine Wohnung in Szenevierteln zu finden und am besten alles schön günstig.

Ich bin mir sicher: In Lichtenberg und Hohenschönhausen findet man auch Wohnungen.

Und ein bisschen Mieterhöhungen sind ja nicht schlecht. Es gibt ja keine Grund, warum langjährige es besser haben sollen als andere. In München ist es so, dass alte Witwen kostbaren Wohnraum blockieren, weil ihnen der Umzug gleich doppelt teuer zu stehen kommt: Der Umzug selbst und die höhere Miete für weniger Leistung. Der junge Ingenieur hingegen, der bei Siemens anfängt, der hat dann Probleme, Wohnraum zu finden, muss viel pendeln und er steht im Stau, anstatt den Wohlstand dieses Landes zu mehren.

Deutschland ist verrückt. Aber sicherlich kommen jetzt wieder so Sprüche wie: "Einen alten Baum verpflanzt man nicht." - Es geht darum, sanften Druck auszuüben, Pull-Effekte zu erzeugen in Form von finanziellen Anreizen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1720 - Straße im Umbruch
BeitragVerfasst: 21.05.2019, 23:43 
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Stimmung: geht schon
Rudi123 hat geschrieben:
Wobei die Probleme in Berlin teils selbst verursacht sind.

1. Sich gegen die Bebauung des Tempelhofer Feldes (sogar gegen Randbebauung) auszusprechen.
2. Die Schaffung von Wohraum nicht gerade förderliche Gesetze beschließen.
3. Unbedingt eine Wohnung in Szenevierteln zu finden und am besten alles schön günstig.

Ich bin mir sicher: In Lichtenberg und Hohenschönhausen findet man auch Wohnungen.

Und ein bisschen Mieterhöhungen sind ja nicht schlecht. Es gibt ja keine Grund, warum langjährige es besser haben sollen als andere. In München ist es so, dass alte Witwen kostbaren Wohnraum blockieren, weil ihnen der Umzug gleich doppelt teuer zu stehen kommt: Der Umzug selbst und die höhere Miete für weniger Leistung. Der junge Ingenieur hingegen, der bei Siemens anfängt, der hat dann Probleme, Wohnraum zu finden, muss viel pendeln und er steht im Stau, anstatt den Wohlstand dieses Landes zu mehren.

Deutschland ist verrückt. Aber sicherlich kommen jetzt wieder so Sprüche wie: "Einen alten Baum verpflanzt man nicht." - Es geht darum, sanften Druck auszuüben, Pull-Effekte zu erzeugen in Form von finanziellen Anreizen.

Was verstehst du denn unter selbst verursacht? Dass die Landesregierung in Berlin nix taugt, das pfeifen seit Jahren nicht nur die Spatzen von den Dächern. Aber es gibt keine andere, auch keine Alternative. Der Karren steckt schon lange im Dreck.
Die Probleme liegen aber nicht da, wo du sie festgemacht hast. Da spielen ganz andere Dinge rein. Das fängt nicht mal erst bei der verfehlten Sparen-bis-es-quietscht-Politik von Choleriker Wowereit an, den ja alle immer so toll fanden, weil er so schön medienwirksam war. Dazu kommt noch das, was in Bayern Spezerlwirtschaft heißt und in Berlin seit Jahrzehnten noch viel verfilzter ist und so weiter und so weiter. Die Schuld auf die Leute zu schieben, die einfach nur eine vernünftige Wohnung und Aussicht auf eine halbwegs planbare Zukunft haben wollen, ist ein wenig billig.

Und ich bin mir sicher, dass ich seit sieben Jahren in Lichtenberg bzw. Hohenschönhausen wohne, und kann dir versichern, hier will keiner leben, der es nicht muss. Das sind nämlich die Auffangbecken für all die, die keine Wohnung mehr kriegen. Was sich dadurch bildet, nennt man woanders Ghettoisierung, mit allem was dazugehört. (Ausgenommen die Viertel, mit Eigenheimbebauung und exklusiveren Wohnlagen, die es ja überall in Berlin gibt. Aber da ist es genauso teuer wie im Szenebezirk, was auch immer das für dich ist.)

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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1720 - Straße im Umbruch
BeitragVerfasst: 22.05.2019, 13:33 
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Rudi123 hat geschrieben:
In München ist es so, dass alte Witwen kostbaren Wohnraum blockieren, weil ihnen der Umzug gleich doppelt teuer zu stehen kommt: Der Umzug selbst und die höhere Miete für weniger Leistung. Der junge Ingenieur hingegen, der bei Siemens anfängt, der hat dann Probleme, Wohnraum zu finden, muss viel pendeln und er steht im Stau


Sorry, aber warum sollte eine alte Witwe nicht das Recht haben, in ihrer Wohnung zu bleiben?
Die Worte "kostbaren Wohnraum blockieren" finde ich schon sehr abwertend.
Warum sollte ein junger Ingenieur mehr wert sein als eine alte Witwe?
Wenn es ihre Wohnung ist, und sie dort bleiben will, dann sehe ich keinen Grund, warum sie
ausziehen sollte.

Wenn du so argumentierst, dann hieße das ja auch, dass Helga Beimer oder andere Ältere aus
Lindenstraße wegziehen müssten, weil sie nun alt sind und die Wohnungen in der Stadt für
junge Leute gebraucht werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1720 - Straße im Umbruch
BeitragVerfasst: 22.05.2019, 14:19 
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Kesuma hat geschrieben:
Sorry, aber warum sollte eine alte Witwe nicht das Recht haben, in ihrer Wohnung zu bleiben?
Die Worte "kostbaren Wohnraum blockieren" finde ich schon sehr abwertend.
Warum sollte ein junger Ingenieur mehr wert sein als eine alte Witwe?
Wenn es ihre Wohnung ist, und sie dort bleiben will, dann sehe ich keinen Grund, warum sie
ausziehen sollte.


Er formuliert sich da wirklich sehr ungeschickt, hat aber in der Sache nicht ganz unrecht. Die benannte "Witwe" wohnt nämlich dann alleine in der alten Vierzimmerwohnung und der junge Ingenieur hat eine Einzimmerbutze. Will er eine Familie gründen, muss er ins weiter entfernte Umland ziehen und muss morgens um 5 raus. Da kann man schon verstehen, dass die jungen Leute sauer werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1720 - Straße im Umbruch
BeitragVerfasst: 22.05.2019, 16:03 
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Kesuma hat geschrieben:
Sorry, aber warum sollte eine alte Witwe nicht das Recht haben, in ihrer Wohnung zu bleiben?
Die Worte "kostbaren Wohnraum blockieren" finde ich schon sehr abwertend.
Warum sollte ein junger Ingenieur mehr wert sein als eine alte Witwe?
Wenn es ihre Wohnung ist, und sie dort bleiben will, dann sehe ich keinen Grund, warum sie
ausziehen sollte.

Wenn du so argumentierst, dann hieße das ja auch, dass Helga Beimer oder andere Ältere aus
Lindenstraße wegziehen müssten, weil sie nun alt sind und die Wohnungen in der Stadt für
junge Leute gebraucht werden.


Diese Reaktion habe erwartet: Hysterisch und emotionalisierend. Abwertend ist an meiner Äußerung gar nichts. Warum bekomme ich nicht das Recht, einen Porsche zum halben Preis zu beziehen?

Unser Mietrecht begünstigt Bestandsmieter. Aber mit welchem Recht? Die Moral spricht nicht dafür. Die Ökonomie total dagegen. Es ist Fehlallokation, wenn jemand in einer ökonomisch wichtigen Metropole Wohnraum verbraucht, den jemand anders besser benötigen kann. Ich spreche mich gegen jeden Zwang aus, aber ich spreche mich dafür aus, dass Preise die Knappheit widerspiegeln. Wer eine Wohnung sucht, weil er frisch bei Siemens in München beginnt, der bekommt die volle Breitseite des Mietmarktes ab, andere hingegen wären schön blöd, ihre überdimensionierte Wohnung zu verlassen, weil sie dadurch nur finanzielle Nachteile hätten. Klassische Fehlallokation. Kennt man aus dem Sozialismus.

Weil sich in der DDR Preise nicht frei bilden durften, die Probleme sich dadurch verschärften, musste man in der DDR zu Zwangsmaßnahmen greifen. Das ist das Problem.

Schon mal überlegt, warum manche ÖPNVs vergünstigte 9-Uhr-Tickets (Wochen- wie Tagestickets) anbieten? Um den Leuten, die nicht im Berufsverkehr zur Arbeit müssen, einen finanziellen Anreiz zu geben, 9 Uhr abzuwarten, um dann in die Tram zu steigen. Der ÖPNV kann über die Preise freier entscheiden als ein Vermieter.

Ich erlebe den Sozialismus auch bei uns im Sportverein. Das Anmieten einer Schulhalle bei der Stadt kostet über das Jahr gesehen weniger als 100 € (2-Stunden-Fenster, wöchentlich). Das ist viel zu billig, denn was passiert? Wir als Sportverein haben Kinder und Jugendliche, die gerne trainieren würden, nur finden wir keine Halle, weil wirklich alles blockiert ist. Warum ist alles blockiert? Weil viele andere Sportvereine Zeiten auf Dauer blockieren, aber ihre Zeiten dann nicht nutzen. Die wären ja bescheuert, nur um 80 € zu sparen, eine Hallenzeit aufzugeben, selbst wenn sie nur 30 % der Termine warnehmen. Aus deren Sicht ist das absolut verständlich, aber für die Gesamtsituation ist das total bescheuert. Und leider fließt das Geld nicht in die Substanz. Wasser- und Energieverbrauch (Licht, Warmwasseraufbereitung) dürften bei diesen Preisen nicht gedeckt sein. Und wahrscheinlich feiern sich manche Leute in der Politik sogar noch dafür, für billige Hallenzeiten zu sorgen. Unser Sportverein hat selbst zwei Hallen und wir kalkulieren vereinsintern mit viel höheren Werten, weil wir auch etwas in die Substanz stecken müssen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1720 - Straße im Umbruch
BeitragVerfasst: 22.05.2019, 16:05 
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Hamlet hat geschrieben:
Er formuliert sich da wirklich sehr ungeschickt, hat aber in der Sache nicht ganz unrecht. Die benannte "Witwe" wohnt nämlich dann alleine in der alten Vierzimmerwohnung und der junge Ingenieur hat eine Einzimmerbutze. Will er eine Familie gründen, muss er ins weiter entfernte Umland ziehen und muss morgens um 5 raus. Da kann man schon verstehen, dass die jungen Leute sauer werden.


Natürlich kann man das verstehen. Aber da kann doch die alte Witwe nichts dafür.
Und wer sagt denn, dass sie den Platz nicht braucht. Vielleicht hat sie so viele Sachen,
oder sie bekommt öfters Besuch. Vielleicht will oder braucht sie eben eine Vierzimmer-Wohnung.

Gerade in dieser Folge der Lindenstraße ist es doch sehr klar geworden, wie sehr Helga
(78 Jahre) an ihrer Wohnung hängt. Das hat sie doch bei Dr. Dressler ganz klar gesagt.
Auch wenn sie nicht allein eine Vier-Zimmer-Wohnung bewohnt, so will sie doch nicht da weg.
Das ist ihr gewohntes Umfeld.
Oder Andy (77 Jahre).
Oder Dr. Dressler (86 Jahre). Der bewohnt auch eine große Wohnung in der Innenstadt.
Und es gibt es noch mehrere alte Leute dort.
Sollen die jetzt alle wegziehen, vielleicht an den Stadtrand oder ins Umland, damit die jungen Leute
nicht mehr pendeln müssen?
Gerade ältere Leute sind aber oft nicht mehr so mobil. Da wird es vielmals schwierig, außerhalb
zu wohnen.
Das würde ich als älterer Mensch gar nicht einsehen, und wenn meine Wohnung noch so groß
wäre.


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1720 - Straße im Umbruch
BeitragVerfasst: 22.05.2019, 17:24 
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Kesuma hat geschrieben:
...
Gerade ältere Leute sind aber oft nicht mehr so mobil. Da wird es vielmals schwierig, außerhalb
zu wohnen.
Das würde ich als älterer Mensch gar nicht einsehen, und wenn meine Wohnung noch so groß
wäre.


Leider ist diese "Forderung" nicht neu. Alte sollen schon mal "den Löffel" abgeben, damit die Jungen es gut haben.
Schämt Euch, kann ich da nur sagen!
Wenn ihr "wohnen" (= leben) nur in "Wirtschaftswerten" messt, mag sogar eine gewisse Berechtigung darin stecken - aber Moral, Anstand und gute Sitten sprechen eine andere Sprache.
Wenn ihr schon den Wohnraum so großzügig verplant, den eure Eltern oder Großeltern jetzt noch unverschämter Weise bewohnen, dann nicht an den "jungen Ingenieur", dann bitte an die Krankenschwester, die ihre Kinder allein großziehen muss, oder an den Polizisten, der Mühe hat, für seine Familie angemessenen Wohnraum zu finden.
Aber der junge Herr Akademiker muss ja was Tolles haben - Menschen mit einer echte Lebensleistung können - ach nee! SOLLEN! - zurückstecken.
Boah, es, mir wird schlecht!


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