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Wie war die Folge?
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geht so 38%  38%  [ 3 ]
nicht gut 25%  25%  [ 2 ]
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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1726 - Schattenboxen
BeitragVerfasst: 03.07.2019, 15:38 
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Hamster hat geschrieben:

Ich fand es besonders 2015 sehr erschreckend, wieviele braune Gesellen aus ihren Löchern gekrabbelt kamen, als das mit den Flüchtlingen anfing. Viele, bei denen man es nicht für möglich gehalten hätte. Ich habe damals vielen bei Spacehorst die „Freundschaft“ gekündigt. Vielleicht wäre Diskutieren besser gewesen. Aber man hat das Gefühl, dass Diskutieren bei solchen Menschen nichts bringt. Ich glaube auch, dass es den Rechtsradikalen gar nicht um Ausländer im Speziellen geht. Die haben meiner Meinung nach ein großes Problem mit ihrem eigenen Leben und haben sich ein Ventil gesucht, um ihren Frust abzulassen und von sich abzulenken.

Dass die Polizei von Rechten unterwandert ist, mag ich mir nicht mal vorstellen und will das nicht glauben. :weißnich:


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1726 - Schattenboxen
BeitragVerfasst: 03.07.2019, 19:25 
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Warum geht mir dabei immer die Liedzeile:"..... doch hier im Inneren des Landes da leben sie noch......" durch den Kopf?
Den Rest habe ich im Moment nicht so ganz parat. Aber das Lied von Degenhardt ist schon so alt und noch immer
(oder schon wieder?) aktuell.


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1726 - Schattenboxen
BeitragVerfasst: 03.07.2019, 20:36 
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Lohrih hat geschrieben:
Warum geht mir dabei immer die Liedzeile:"..... doch hier im Inneren des Landes da leben sie noch......" durch den Kopf?
Den Rest habe ich im Moment nicht so ganz parat. Aber das Lied von Degenhardt ist schon so alt und noch immer
(oder schon wieder?) aktuell.


Ist das aus "So sind hier die Leute"?...
Muss mal googeln gehen...

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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1726 - Schattenboxen
BeitragVerfasst: 03.07.2019, 20:43 
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Künstler: Franz Josef Degenhardt
Titel: Hier im Innern des Landes
Typ: Liedertext

Wie oft hat man sie schon totgesagt, doch
hier im Innern des Landes leben sie noch
nach den alten Sitten und alten Gebräuchen,
kaum dezimiert durch Kriege und Seuchen,
stämmig und stark ein beharrliches Leben,
den alten Führern in Treue ergeben,
dem herzhaften Trunke, der üppigen Speise,
in Häusern, gebaut nach Altväterweise,
gefestigt im Glauben, daß alles fließt,
daß unten stets unten, oben stets oben ist,

Wie oft hat man sie schon totgesagt, doch
hier im Innern des Landes leben sie noch,
die gewaltigen Mütter mit Kübelhintern,
Bewahrer der Sitten, Leittier den Kindern,
die Männer, die diese Mütter verehren
und auf ihr Geheiß die Familie vermehren,
die Söhne, die nach diesen Vätern geraten -
prachtvolle Burschen und gute Soldaten -,
die Töchter, die mit dem Herzen verstehn
und im weißesten Weiß hochzeiten gehn.

Wie oft hat man sie schon totgesagt, doch
hier im Innern des Landes leben sie noch
und lieben die Blumen und Hunde und Elche,
vor allen Dingen die letzteren, welche
aus Bronze sie in die Wohnzimmer stellen,
wo sie dann leise röhren und bellen,
wenn jene traulichen Weisen erklingen,
die ihre Herrchen so gerne singen,
kraftvoll und innig nach gutalter Art,
von den zitternden Knochen, vom Jesulein zart.

Wie oft hat man sie schon totgesagt, doch
hier im Innern des Landes leben sie noch
und folgen den Oberhirten und -lehrern,
den Homöopathen und weisen Sehern.
Sie lieben das erdverbundene Echte,
hassen zutiefst das Entartete, Schlechte,
sind kurz vor der Sturmflut noch guten Mutes
und tanzen im Takt ihres schweren Blutes,
einen Schritt vor, zurück eins, zwei, drei,
und schwitzen und strahlen und singen dabei:

Wie oft hat man uns schon totgesagt, doch
hier im Innern des Landes leben wir noch.
Ja, da leben sie noch.


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1726 - Schattenboxen
BeitragVerfasst: 03.07.2019, 21:16 
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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1726 - Schattenboxen
BeitragVerfasst: 04.07.2019, 10:55 
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Ich habe ja die Platte/LP "Spiel nicht mit den Schuddelkindern" damals in den 70ern fast jeden Abend mal aufgelegt; Väterchen Degenhardts Stimme ist so beruhigend. Neben den Schuddelkindern war mein Lieblingsstück "August der Schäfer hat Wölfe gehört" bzw "Wölfe mitten im Mai".

WÖLFE MITTEN IM MAI SONGTEXT
1.: August der Schäfer hat Wölfe gehört,
Wölfe mitten im Mai, zwar nur zwei,
aber August der schwört,
sie hätten zusammen das Fraßlied geheult,
das aus früherer Zeit, und er schreit.
und sein Hut ist verbeult.
Schreit: "Rasch, holt die Sensen sonst ist es zu spät.
Schlagt sie tot, noch eher der Hahn dreimal kräht."
Doch wer hört schon auf einen alten Hut
und ist auf der Hut? Und ist auf der Hut?

2.: August der Schäfer ward niemehr geseh'n,
nur sein alter Hut, voller Blut,
schwamm im Bach. Circa zehn
hat dann später das Dorfhexenkind
nachts im Steinbruch entdeckt, blutbefleckt
und die Schnauze im Wind.
Dem Kind hat die Mutter den Mund zugehext,
hat geflüstert: "Bist still oder du verreckst!
Wer den bösen Wolf nicht vergißt, mein Kind,
bleibt immer ein Kind. Bleibt immer ein Kind."

3.: Schon schnappten die Hunde den Wind, und im Hag
rochen Rosen nach Aas. Kein Schwein fraß.
Eulen jagten am Tag.
Hühner verscharrten die Eier im Sand.
Speck im Fang wurde weich. Aus dem Teich
krochen Karpfen an Land.
Da haben die greise zahnlos gelacht
und gezischelt: "Wir haben's ja gleich gesagt.
Düngt die Felder wieder mit dem alten Mist,
sonst ist alles Mist. Sonst ist alles Mist

4.: Dann zu Johannis beim Feuertanzfest
- keiner weiß heut' mehr wie - waren sie
plötzlich da. Aus Geäst
sprangen sie in den Tanzkreis. Zu schnell
bissen Bräute ins Gras, und zu blaß
schien der Mond. Aber hell,
hell brannte Feuer aus trockenem Moos,
brannte der Wald bis hinunter zum Fluß.
"Kinder, spielt, vom Rauch dort wissen wir nichts,
und riechen auch nichts. Und riechen auch nichts."

5.:"Jetzt kommen die Zeiten, da heißt es, heraus
mit dem Gold aus dem Mund. Seid klug und
wühlt euch Gräben ums Haus.
Gebt eure Töchter dem rohesten Knecht,
jenem, der noch zur Not nicht nur Brot,
mit den Zähnen aufbricht."
So sprach der verschmuddelte Bauchladenmann
und pries Amulette aus Wolfszähnen an.
"Wickelt Stroh und Stacheldraht um den Hals
und haltet den Hals. Und haltet den Hals."

6.: Was ist dann doch in den Häusern passiert?
Bisse in Balken und Bett. Welches Fett
hat den Rauchfang verschmiert?
Wer gab den Wölfen die Kreide, das Mehl,
stäubte die Pfoten weiß? Welcher Greiß
glich dem Ziegengebell?
Und hat sich ein siebentes Geißlein versteckt?
Wurden Wackersteine im Brunnen entdeckt?
Viele Fragen, die nur einer hören will,
der stören will. Der stören will.

7.: Doch jener Knecht mit dem Wildschweingebrech
- heute ein Touristenziel - weiß, wieviel
da geschah. Aber frech
hockt er im Käfig, frißt Blutwurst und lacht
wennn man ihn fragt. Und nur Schlag Null Uhr
zur Johannisnacht,
wenn von den Bergen das Feuerrad springt,
die Touristenschar fröhlich das Fraßlied singt,
beißt er wild ins Gitter, schreit: "Schluß mit dem Lied!
's ein garstig Lied. 's ein garstig Lied."

8.: August der Schäfer hat Wölfe gehört,
Wölfe mitten im Mai, mehr als zwei.
Und der Schäfer, der schwört,
sie hätten zusammen das Fraßlied geheult,
das aus früherer Zeit, und er schreit.
Und sein Hut ist verbeult.
Schreit: "Rasch, holt die Sensen sonst ist es zu spät.
Schlagt sie tot, noch ehe der Hahn dreimal kräht."
Doch wer hört schon auf einen alten Hut
und ist auf der Hut? Und ist auf der Hut?

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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1726 - Schattenboxen
BeitragVerfasst: 04.07.2019, 12:08 
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Danke Huggy Bear, jetzt habe ich den Text wieder vollständig parat. (Bin selbst noch nicht zum googeln gekommen.) :ohhhm:

Danke Hamlet, jetzt muss ich meine Platten/LPs mal wieder raussuchen, um die Stimme mal wieder zu hören.
(Für meine Vorstellung und Interpretation der "Schmuddelkinder" habe ich seinerzeit eine "2" in Deutsch bekommen.) :grin:


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1726 - Schattenboxen
BeitragVerfasst: 05.07.2019, 09:04 
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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1726 - Schattenboxen
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... hier noch ein weiteres Beispiel, bei dem ich auch davon ausgehe, dass das stark nach rechtsradikaler Unterwanderung der Polizei aussieht:


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... der frühe Wurm hat doch 'nen Vogel ...

"... und jetzt kommt Christian Wetter mit dem Häckl ..." (Originalton Peter Kloeppel)

Zu allem, was ich hier schreibe, gibt es grundsätzlich immer Ausnahmen ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1726 - Schattenboxen
BeitragVerfasst: 06.07.2019, 11:35 
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... dann wird es aber höchste Zeit, dass die rechts-traditionellen kräftigst entsorgt werden. Oder soll man das so stehen lassen, dass die Polizei ein riesengrosser Nazi-Haufen ist?

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... der frühe Wurm hat doch 'nen Vogel ...

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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1726 - Schattenboxen
BeitragVerfasst: 09.07.2019, 00:55 
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SirGuinness hat geschrieben:
Was ich aber interessant finde (und ich will ausdrücklich nicht verallgemeinern) ist die doch manchmal stark ausgeprägte Rechtslastigkeit bei Polizei (und wohl auch anderen Staatsbehörden). Irgendein Politiker hat sich ja erst vor kurzem darüber echauffiert (mir fällt der Name grad nicht ein). Da muss auf jeden Fall etwas dran sein, denn ich wundere mich schon immer, warum gerade bei solchen - sagenwirmal - Delikten wie Rechtsterrorismus immer alles bei deren Aufklärungen - sagenwirnochmal - daneben geht, dass keine Schuldigen ermittelt werden können, dass Beweise vernichtet und Aussagen samt Akten vertuscht werden und das die Polizei dann so aussehen lässt, als wären da nur lauter Amateure am Werk. Ist aber kein Wunder, wenn man mit diesen Rechtsterroristen selbst sympathisiert.
[...]
Auch das führt zu weiterem Staatsverdruss und hat mit Demokratie nix mehr zu tun, der Bürger wird nur noch verarscht. Die eigentliche terroristische Gefahr in Deutschland sind schon immer die Rechten gewesen. Auch das wundert mich nicht, denn in früheren Zeiten haben die damaligen "Entscheider" noch die Hitlerzeit erlebt und ihre politische Gesinnung haben sie dann in der neuen Bundesrepublik fortgesetzt. Anfangs noch ganz stark im Unter- und Hintergrund (da war es schön für sie, dass erstmal die Linken kräftigst verteufelt wurden), jetzt immer mehr offen ersichtlich für alle. Und ich möchte nicht wissen, wie viele überzeugte Nazis in Deutschland immer noch rumlaufen ...


Polizei und Militär war schon immer konservativer als die Durchschnittsbevölkerung. Ist noch nichts schlimm. Schlimm wird's, wenn ins Rechtsradikale und Rechtsextreme abdriftet. Aber da gibt's Abwehrmechanismen. Wer beim Bund war, kennt sicherlich noch den Militärischen Abschirmdienst (MAD), der insbesondere auch Längerdienende untersucht. Da wird auch schon das Hören der Musik von "Rammstein" oder "Böhse Onkelz" kritisch gesehen. Ich selbst kann mit dieser Art der Musik nichts anfangen und weiß nicht, wie weit rechts das ist.

Ein Unsitte der heutigen Zeit ist ja, dass die Grenze zwischen gemäßigt rechts und rechtsradikal/-extrem bewusst verwischt wird. Da wird Politik gemacht. Jetzt geistert durch die Medien, dass der Rechtsextremismus aufflammt. Wenn Islamisten was hochjagen, heißt es, man dürfe den Islam nicht verurteilen. Das erzählt man uns seit dem 11. September 2001 nach jedem Anschlag. Wenn aber ein Rechtsextremer mordet, dann sind alle außer sich und es gibt Extra-Programme und Fördergelder im "Kampf gegen rechts". Das ist wie in der DDR: Ein offensichtliches Problem wird negiert und bei geringeren Problemen läuft die Propaganda an. In der DDR war ja auch immer das Feindbild "der Faschismus", der jederzeit um die Ecke von drüben hätte kommen können. Mit "Faschismus" meinte man aber nicht den historischen Faschismus und die Leute, die in seiner Tradition standen, sondern die bürgerliche Gesellschaft, inkl. SPD!

Wo wurde die Ideologie der Hitlerzeit in Westdeutschland fortgeführt? Dazu sei gesagt:

1. In der Diktatur tritt man einer Partei nicht nur aus Überzeugung bei. Es gibt auch gewissen Druck und Opportunismus. Gilt bei SED-Mitgliedern genauso. (Es wird entschuldigend immer erklärt, die Linke hätte mit der SED personell von vor 30 Jahren nicht mehr viel gemeinsam. Ehrlich gesagt, ist das ja noch schlimmer, weil der ideologisch harte Kern übrig blieb und junge Verblendete nach 1990 hinzukommen, in freier Entscheidung!)
2. Menschen können sich ja auch ändern. Es wird ja insbesondere CDU-Politikern vorgeworfen, vorher in der NSDAP gewesen zu sein. Aber die haben doch in der CDU eine andere Linie vertreten.

Noch zwei entlarvende Aspekte:
1. Die SED rekrutierte gezielte ehemalige NSDAP-Mitglieder. Ich zitiere von https://www.jugendopposition.de/node/149301?guid=4970:

Nomineller Pg.,

die SED. ruft Dich
zur Mithilfe am Neuaufbau Deutschlands!

Sie ruft Dich dann, wenn Du nicht aus materiell-egoistischen Gründen, sondern aus Überzeugung und Idealismus einstmals zur NSDAP. gegangen bist, wenn Du dorthin gingst im Glauben, das Gute, den Sozialismus zu finden. Dann komme zu uns!
Denn was Hitler Dir versprochen hat und niemals hielt, das wird Dir die SED. geben:

Verstaatlichung der Banken, Brechung der Zinsknechtschaft, Zertrümmerung der Konzerne und Truste, Abschaffung des Bildungsprivilegs, Gleichberechtigung aller Schaffenden, Bodenreform, Schutz der friedlichen Entwicklung und des Friedens überhaupt,

die SED. hat es verwirklicht!

Wenn Du Hitler gefolgt bist, um Deutschland zu dienen, so bist Du unser Mann. Denn die SED. ist die einzige Partei, die sich konsequent für ein einheitliches und großes Deutschland einsetzt, für ein Deutschland des Friedens und der Arbeit.

Willst Du an einem solchen mitbauen,
so wähle Liste 1!

SED.
KREISVERBAND SONNEBERG
Klaus Bunzel


2. Es gab eine Parteineugründung in Westdeutschland, die in der Tradition der NSDAP stand und alsbald verboten wurde: die SRP. Steht für Sozialistische Reichspartei.

Was wer denn die NSDAP abseits von Militarismus und Antisemitismus denn vor allem? Es war ein Sozialismus mit Mietpreisbremsen und "sozialen Wohltaten", wie Maierfeiertag, Urlaubsansprüche, Kindergeld, steuerfreie Sonntagszuschläge usw.. Es wird ja auch immer zählt, die NSDAP wäre reaktionär gewesen. War sie nicht. Sie sah sich als progressiv an. Man muss sich nur den Riefenstahlschen Körperkult anschauen.

Heute wird ein sehr verzerrter Blick auf die Hitler-Zeit geboten. Es geht mir abseits der Verbrechen, die man natürlich verurteilen muss und darüber kann es keine Diskussion geben, dass man sich kaum noch traut, analytisch da ranzugehen. Da haben viele Linke Angst, die ja in den Medien tonangebend sind, weil das dann an den Mythen kratzt.

Goebbels sah die NSDAP als linke Partei. Und nach dem 20. Juli 1944 hatte die Führung bedauert, den "Kampf gegen rechts" (Stauffenberg,Kreisauer Kreis usw.) nicht schärfer geführt zu haben. Das sind Dinge, die man uns heute verschweigt, weil man nur noch dabei ist, uns den Nationalsozialismus über die emotionale Schiene einzutrichtern.

Ich kann jedem das Buch "Hitlers Volksstaat" empfehlen, wo genau drinsteht, wie Hitler seine Macht ausbaute, und zwar durch soziale Wohltaten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1726 - Schattenboxen
BeitragVerfasst: 09.07.2019, 01:07 
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SirGuinness hat geschrieben:
Deutschlands Götter in Grün ...

In blau, bitteschön! :weise:

Nein, Quatsch. Ich geb dir in vielen Punkten Recht, Sör. :Gungi:
Ich fand es besonders 2015 sehr erschreckend, wieviele braune Gesellen aus ihren Löchern gekrabbelt kamen, als das mit den Flüchtlingen anfing. Viele, bei denen man es nicht für möglich gehalten hätte. Ich habe damals vielen bei Spacehorst die „Freundschaft“ gekündigt. Vielleicht wäre Diskutieren besser gewesen. Aber man hat das Gefühl, dass Diskutieren bei solchen Menschen nichts bringt. Ich glaube auch, dass es den Rechtsradikalen gar nicht um Ausländer im Speziellen geht. Die haben meiner Meinung nach ein großes Problem mit ihrem eigenen Leben und haben sich ein Ventil gesucht, um ihren Frust abzulassen und von sich abzulenken.

Dass die Polizei von Rechten unterwandert ist, mag ich mir nicht mal vorstellen und will das nicht glauben. :weißnich:



Was haben denn die "braunen Gesellen" gesagt? Haben die den Islam kritisiert.

Ich bin liberal, wähle FDP, mir liegt Israel am Herzen. Da ich nun einiges über Antisemitismus gelesen habe, weiß ich auch, was so abgeht, und vor wen die hiesige jüdische Bevölkerung besonders Angst hat. Und ich bin sehr erbost, dass es bei gemäßigten Linken kein Gehör gibt, obwohl Religionskritik etwas traditionell linkes ist. Die müssten eigentlich auf die Barrikaden gehen, denn es kamen:

1. Militaristische, junge, gewaltbereite Männer,
2. die Schulen besucht haben, wo ihnen der Antisemitismus eingetrichtert wurde,
3. die in einer frauenfeindlichen Kultur aufgewachsen sind,
4. die in einer Gesellschaft aufgewachsen sind, in der Homosexuelle gerne mal gelyncht werden.

Kultur determiniert uns. Wenn uns Linke sagen, dass bei jahrhundertelange Unterdrückung der Frau nicht auf Knopfdruck abstellbar ist, ja dann muss das auch für diese jungen muslimischen Männer gelten. Und es ist richtig. Das ist nicht einfach abschaltbar. Sicherlich werden viele auch ihre Birne nutzen, vielelicht selber homosexuell sein oder Apostasie begehen, aber es genügen doch nur 5 % von 1 Millionen, um Deutschland in ein Irrenhaus zu verwandeln, wenn sie hier "ihre Toleranz" ausleben wie vorher in Syrien. Und mir wurde angst und bange, angesichts der Massen, die da kamen, dann noch ohne Kontrolle. Man hätte kontrollieren müssen, Christen, Schwule, Frauen bevorzugen. Die werden wirklich verfolgt und bedroht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 1726 - Schattenboxen
BeitragVerfasst: 14.07.2019, 19:16 
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Fan seit: Folge 200
Stimmung: gut
@ Hamlet, Daaanke für die "Schmuddelkinder" :ohhhm: :ohhhm:


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