Kann mich noch an die Folge erinnern wo Joschi in der Serie gestorben ist und seine Frau ihn in der Wohnung aufgebahrt hat.... Die haben sich geliebt ....
Die Lindensträßler sterben erstaunlich oft in ihren Wohnungen. Wenn sie nicht gerade gewaltsam oder durch Unfall getötet werden. Wie z.B. Steinbrück (Notwehr), Enrico (Mord), Gian-Carlo (Mord) oder die diversen Unfallopfer: Benni, Berta, Egon, beide Rantzows, Hubert usw.
Joschi, Amelie, Priesnitz, Annas Vater, Frau Birkhahn ...
Nööö, bin bei einem ambulanten Alten- und Krankenpflegedienst
die Kauffrau an Bord. Ist unser Konzept, dass die Menschen - so sie es wollen - zu Hause sterben können. Ich weiß schon, so ist es in unserer Straße nicht. Mich nervt ein wenig, dass der Tod so wenig schrecklich und häßlich ist. Selbst Leas Mutter war im Sterben hübsch anzusehen. Wenn es mal so wäre.
...unvergessen ist für mich, wie Joschi in Folge 50 vom 16. November 1988 Meike die Geschichte „Der Tod und die Haselbärchen“ erzählt.
Joschi Bennarsch erzählt:
"Weißt du, Meike, selbst ein guter Arzt wie der Doktor Dressler hat nur wenig Ahnung von dem, was Joschi und Philo wissen. Er ist ja auch nicht von dort, wo wir herkommen, gell, Philo?
Da, wo wir nämlich herkommen, lebten vor langer Zeit Haselbärchen. Das waren freundliche, zarte Tiere, die den Menschen die Träume bewachten. Aber dann verlernten die Menschen allmählich das Träumen und interessierten sich nur noch für die Wirklichkeit, und deshalb hatten die Haselbärchen nichts mehr zu tun und starben langsam aus. Eines Tages fing ein kalter stumpfer Mensch den letzten kleinen Haselbären und sperrte ihn in einen Käfig, weil er jede Nacht mit Hilfe des Haselbären etwas Schönes träumen wollte. Der Haselbär war todunglücklich und hungerte, weil er nicht am Morgentau schlecken konnte. Davon lebten die nämlich, vom Morgentau.
Und eines Nachts flehte das Haselbärchen den Mond an, ihm zu helfen, doch der sagte:
Ich kann doch nichts für dich tun, ich bin doch so fahl, aber ich werde die Sonne fragen!
Und tatsächlich erschien die Sonne am nächsten Morgen und das Haselbärchen flehte sie an, ihm zur Flucht aus diesem Käfig zu verhelfen.
Die Sonne sagte: Wenn ich dir helfe, bist du nicht mehr gefangen, aber du wärst nicht mehr derselbe.
Das soll mir recht sein., entgegnete das Haselbärchen. Alles, nur nicht gefangen sein! So kann ich nicht leben!
Wenn es dein Wunsch ist!, sagte die Sonne und streckte einen ihrer Strahlen in den Käfig.
Das Haselbärchen kletterte auf diesem Strahl in den Himmel und wurde ein Teil der Sonne. Jetzt kommt es mit der Sonne in mein Herz. Weißt du, man kann das Leben und die Träume nicht festhalten."
Joschi fand ich gut. Der war Mensch und irgendwie unheimlich sympathisch. Unvergessen der Streit mit S.Kronmayer, da hat sich Siggi bei mir so viele Minuspunkte eingebrockt, das er völlig unten durch ist!
Ach ja, Joschi und Philomena Bennarsch. Das war schon ein sehr schönes Paar. Wie Philomena nach Joschis Tod immer noch mit ihm gesprochen hatte, das war rührend. Ich habe diese Solo-Szenen von Philomena immer sehr gerne gesehen. Die waren auf der einen Seite traurig, auf der anderen Seite war aber immer auch eine Priese Humor mit bei.
Schneidi° hat geschrieben:...unvergessen ist für mich, wie Joschi in Folge 50 vom 16. November 1988 Meike die Geschichte „Der Tod und die Haselbärchen“ erzählt.
Joschi Bennarsch erzählt:
"Weißt du, Meike, selbst ein guter Arzt wie der Doktor Dressler hat nur wenig Ahnung von dem, was Joschi und Philo wissen. Er ist ja auch nicht von dort, wo wir herkommen, gell, Philo?
Da, wo wir nämlich herkommen, lebten vor langer Zeit Haselbärchen. Das waren freundliche, zarte Tiere, die den Menschen die Träume bewachten. Aber dann verlernten die Menschen allmählich das Träumen und interessierten sich nur noch für die Wirklichkeit, und deshalb hatten die Haselbärchen nichts mehr zu tun und starben langsam aus. Eines Tages fing ein kalter stumpfer Mensch den letzten kleinen Haselbären und sperrte ihn in einen Käfig, weil er jede Nacht mit Hilfe des Haselbären etwas Schönes träumen wollte. Der Haselbär war todunglücklich und hungerte, weil er nicht am Morgentau schlecken konnte. Davon lebten die nämlich, vom Morgentau.
Und eines Nachts flehte das Haselbärchen den Mond an, ihm zu helfen, doch der sagte:
Ich kann doch nichts für dich tun, ich bin doch so fahl, aber ich werde die Sonne fragen!
Und tatsächlich erschien die Sonne am nächsten Morgen und das Haselbärchen flehte sie an, ihm zur Flucht aus diesem Käfig zu verhelfen.
Die Sonne sagte: Wenn ich dir helfe, bist du nicht mehr gefangen, aber du wärst nicht mehr derselbe.
Das soll mir recht sein., entgegnete das Haselbärchen. Alles, nur nicht gefangen sein! So kann ich nicht leben!
Wenn es dein Wunsch ist!, sagte die Sonne und streckte einen ihrer Strahlen in den Käfig.
Das Haselbärchen kletterte auf diesem Strahl in den Himmel und wurde ein Teil der Sonne. Jetzt kommt es mit der Sonne in mein Herz. Weißt du, man kann das Leben und die Träume nicht festhalten."
die geschichte passt heute zu meiner melancholischen stimmung
MrsNorris hat geschrieben:Nööö, bin bei einem ambulanten Alten- und Krankenpflegedienst die Kauffrau an Bord. Ist unser Konzept, dass die Menschen - so sie es wollen - zu Hause sterben können. Ich weiß schon, so ist es in unserer Straße nicht. Mich nervt ein wenig, dass der Tod so wenig schrecklich und häßlich ist. Selbst Leas Mutter war im Sterben hübsch anzusehen. Wenn es mal so wäre.
Ja, genau!
Zwar Sterben Menschen hin und wieder auch so wie in der Lindenstrasse, aber meist, seien wir ehrlich, verrecken sie.