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Onkel Franz Wittich/Martin Rickelt

14.03.2006, 09:35

Ich mochte Franz Wittich, das war mal eine meiner Lieblingsrollen.

Seine schlitzohrige Art "Helgalein" immer wieder um den Finger zu wickeln: unnachahmlich.

Seine späte Wandlung zum Alzheimer hingegen: unglaubwürdig und unnötig.

Allerdings spielte Martin Rickelt das wirklich gut. 70 Jahre Schauspielerfahrung halt.

14.03.2006, 09:35

14.03.2006, 11:28

Einige meine Onkel Franz-Lieblingszitate:


Über Isolde: "Das diese Frau in meinem Alter noch so gut aussieht..."

Über Helga:"Ich mache mir Sorgen um mein Helgalein. Sie hat sich zurechtgemacht wie eine babylonische Badehure..."

14.03.2006, 12:09

Ich würde es gerne sehen wenn der legendäre Keilerkopf mal wieder auftaucht.

Dieses Teil hat für mich fast so viel Kultcharakter wie Elses orangefarbenes Wählscheibentelefon.

14.03.2006, 12:51

Franz Wittich war auch für mich einer der besten Darsteller.
Lebhaft erinnere ich mich daran, wie er gegen seinen Freispruch Einspruch einlegen wollte :grin:

14.03.2006, 12:53

wittich war wirklich einer der besten.
ich hab ihn auch sehr gemocht.
in der folge siebzehn und vier hatte er seinen besten auftritt. :grin:
schade,dass er gehen musste...

14.03.2006, 13:03

Was war in der Folge siebzehn und vier? :?:

14.03.2006, 15:15

Der aus´m Messenger hat geschrieben:Was war in der Folge siebzehn und vier? :?:

da hat er so schön mit dem motibe gezockt.
er war so hinreißend zu ihm. :grin:

14.03.2006, 15:30

:idea: verstehe :grin:

Total witzig fand ich auch den Strang, wo Franz sich um Else kümmerte, in Nosseks Wohnung, und dafür dann bei ihr nächtigen wollte. War schon ein Windhund. :grin:

14.03.2006, 21:54

...Martin Rickelt spielte Onkel Franz so authentisch, dass es einem manchmal eiskalt den Rücken herunter lief.

Ich werde Martin Rickelt nie vergessen.

15.03.2006, 02:11

Vergessen wir auch nicht daß Onkel Franz zeitlebens ein gradliniger Patriot war.

Die Liebe zu seinem Vaterland hielt er immer hoch. Heute wird man ja für so etwas belächelt.

Sogar in hohem Alter versuchte Onkel Franz noch mit seiner Parteigründung in die Geschichte einzugreifen um das sinkende Schiff zu retten.

Hut ab vor einem ehrlichen aufrechten Menschen!

15.03.2006, 10:09

Ich glaube, kein anderer Schauspieler hätte das besser rüber bringen können als Martin. Er war für die Rolle geboren.

15.03.2006, 12:11

Northstar hat geschrieben:Vergessen wir auch nicht daß Onkel Franz zeitlebens ein gradliniger Patriot war...

...mal langsam. Was war mit Otto Distel...?°

15.03.2006, 12:50

SchneiderNoerig hat geschrieben:...mal langsam. Was war mit Otto Distel...?°

Ja, was war mit Otto Diestel?

Schneider, es ist arrogant Onkel Franz vom heutigen Standpunkt aus für eine Tat zu verurteilen, die, wenn sie denn stattfand, unter Bedingungen passierte die wir uns heute auch nicht mal annähernd vorstellen konnten.

Rekapitulieren wir mal: An der Ostfront versucht eine Armee verzweifelt die Front gegen einen übermächtigen Gegner zu halten. Nachschub an Lebensmitteln und Munition ist spärlich, die Kälte ist Tag und Nacht unerbittlich.

Das Einzige auf das man sich verlassen kann ist die Kameradschaft. Wer in dieser Situation desertiert verrät nicht nur sein Land, er verrät vor allem auch die Kameraden. Für Deserteure kannten die Soldaten damals nur eine Strafe.

Und komme mir jetzt bitte nicht mit "Nazis" und "Hitler-Regime" usw.

Meinst Du die Soldaten an der Front hatten Muße sich über so was Gedanken zu machen? Man konnte vielleicht auf dem Standpunkt stehen daß der Krieg unrecht oder unnötig war. Das half aber nicht wenn man nun einmal an der Front lag. Da ging es um das konkrete Überleben. Nicht nur das der eigenen Person. Die Soldaten im Osten waren überzeugt davon daß von ihrem Durchhalten auch das Leben ihrer Familien in der Heimat abhing. Und so ganz unrecht hatten sie ja nicht mal wenn man sich ansieht was die Rotarmisten später in den deutschen Ostgebieten veranstalteten.

Ich kann eine Handlung wie die von Onkel Franz durchaus verstehen (verstehen heißt nicht billigen). So wie ich auch verstehen kann wenn die Bevölkerung notgelandete Bomberbesatzungen gelyncht hat, um mal nur ein Beispiel zu nennen. Oder würdest Du, Schneider, nachdem gerade Verwandte und Freunde von Dir im Bombenterror starben so einem Bomberpiloten freundlich und mitfühlend gegenübertreten? Sei einfach mal ehrlich.

Wir haben jetzt, 60 Jahre nach Kriegsende, gut reden. Aber vielleicht sollte man sich auch mal bemühen Dinge die passierten im jeweiligen Kontext zu sehen.

15.03.2006, 13:02

...Northstar, Dein vorstehendes posting ist für mich nur schwer verdaulich. Und da ich nichts so hasse wie Streit, werde ich es nicht kommentieren und gut ist.

15.03.2006, 13:06

Naja, ich habe mich zumindest bemüht. :neutral:

15.03.2006, 13:07

Northstar hat geschrieben:Naja, ich habe mich zumindest bemüht. :neutral:

...habe ich irgendwo geschrieben, dass ich das nicht anerkenne...?° :neutral:

15.03.2006, 13:22

Ob mir jemand die Geschichte näher erläutern könnte?

15.03.2006, 13:29

Der aus´m Messenger hat geschrieben:Ob mir jemand die Geschichte näher erläutern könnte?

...lies mal bitte auf der OFF die Folge 884 nach, Messi.

15.03.2006, 13:59

Also mal ganz ehrlich, ohne das gut heißen zu wollen, ich weiß nicht, wie ich damals in dieser Zeit und Situation reagiert hätte. Ich war nicht dabei und kann mich schlecht in die Leute hinein versetzen, aber es war doch keine "normale" Situation.

15.03.2006, 14:08

Messi, das ist doch genau das was ich versuche Schneider zu vermitteln.

Anzumerken sei noch daß wir keineswegs wissen ob und wie die Erschießung von Otto Diestel stattfand. Der einzige Beleg den wir haben ist eine Erzählung eines verwirrten alten Mannes.
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