Ich muss sagen, sie hatte eine bestimmte Art von Humor in Gestik und Mimik, den ich mochte.
Ihre Storylines waren klasse. Für jeden Schauspieler ein gefundenen Fressen.
Genau solche unangepassten Charaktere braucht die Serie!
Gestern war ein Interview von der Darstellerin der Sonia Besirsky im TV. Sie sprach über Til Schweiger, mit dem sie zur Schule ging und sehr gut befreundet ist. Auch Til Schweiger kam zu Wort. Er hat immer noch eine sehr arrogante Einstellung der Listra gegenüber: Die Rolle des Jo Zenkers sei keine Charakterrolle gewesen, er sei unterfordert gewesen. Aber er sagte auch, dass der Tag an dem Käppie anrief sein glücklichster Tag war und er sehr dankbar für diese Chance war. Obwohl die beiden befreundet sind: sie waren nie gemeinsam bei der Listra. Sonia kam ja viel später nach Jos Ausstieg.
Ja, das habe ich gestern auch gesehen. Hatte schon gedacht, dass die Lindenstraße gar nicht erwähnt wird. Ohne die Listra hätte Til Schweiger sicherlich nicht diese große Karriere gemacht. Er hat der Serie schon einiges zu verdanken.
Aber eigentlich fand ich Til Schweiger gestern in dem Interview ganz sympathisch.
Ja, er war sympathisch, das fand ich auch. Aber dennoch kann ich seine Arroganz da nicht ganz nachvollziehen. Schauen wir uns mal Keinohrhase an. Ich liebe den Film. Wirklich! Aber auch dort sind keine Charakterrollen zu finden. Oder empfinde nur ich das so?
Und in der Listra gab es Charakterrollen, das war Jo Zenker vllt nicht, aber beispielsweise Sonia war eine anspruchsvolle Rolle und so viele weitere. Jo Zenker hätte sich dahin ja auch entwickeln können...
Vanessa hat geschrieben:Ich fand sie von Anfang an eklig und abstoßend.... Geht mir selten so, aber bei ihr war es leider der Fall .
Genau das fand ich auch.
Und wenn ich als Mann schon so empfinde, wie war es dann zu erklären, daß Tanja, die bis dahin ja hetero war, sich in Sonja verliebte, mit ihr eine Beziehung anfing und wegen ihr lesbisch wurde? Und nach ihrem Tod auch lesbisch blieb? Das kann ich bis heute noch nicht verstehen.
Ich fand Sonia so... trivial... schon optisch... ich weiß nicht, wie ich das genau beschreiben soll.... Ich hab mich immer gewundert, wie eine Frau mit Adelsprädikat so gewöhnlich aussehen kann.... Den von-Mädels, mit denen ich zur Schule gegangen bin, sah man ihre Zugehörigkeit zur Aristokratie schon im Gesicht an. Dass die Maske den Grundcharakter nicht geändert hat, sah man ja bei der letzten Kultnacht.
Cäsar hat geschrieben: daß Tanja, die bis dahin ja hetero war, sich in Sonja verliebte, mit ihr eine Beziehung anfing und wegen ihr lesbisch wurde? Und nach ihrem Tod auch lesbisch blieb? Das kann ich bis heute noch nicht verstehen.
Ich auch nicht. Denn mit Suzanne hat sie es kein Stückchen besser getroffen. Ein sehr gewöhnungsbedürftiger Frauengeschmack, den Tanja da hat.
Ich würde mich in Sonia noch in Suzanne niemals nie verlieben können.
Vanessa hat geschrieben:Ich fand sie von Anfang an eklig und abstoßend.... Geht mir selten so, aber bei ihr war es leider der Fall .
Genau das fand ich auch.
Und wenn ich als Mann schon so empfinde, wie war es dann zu erklären, daß Tanja, die bis dahin ja hetero war, sich in Sonja verliebte, mit ihr eine Beziehung anfing und wegen ihr lesbisch wurde? Und nach ihrem Tod auch lesbisch blieb? Das kann ich bis heute noch nicht verstehen.
Naja, Dinge wie Liebe kann man ja selten "verstehen". Niemand kann wohl begründen, warum er sich ausgerechnet in eine bestimmte Person verliebt, die er zuvor vielleicht auch nicht mochte. Sowas gibt es ja immer wieder: Hübsches Mädel verknallt sich in unscheinbaren Kerl oder umgekehrt. Oder jemand von den oberen 10000 verliebt sich in jemand aus der Gosse. "Verstehen" kann man sowas wohl nicht, die Betroffenen selbst meist auch nicht.
@Thorsten: "Gewöhnlich" trifft es auf den Kopf. Sie sah gewöhnlich aus.
puckster hat geschrieben:Till Schweiger hat noch nie eine Charakterrolle gespielt. Und der Jo war einer seiner ersten Rollen. Schön den Ball flach halten.
Exakt! Til Schweiger (bitte mal den Unterkiefer lockern, erste Lektion im Schauspielunterricht!)und Katja Riemann (mit ihrer sagenhaften emotionalen Bandbreite zwischen Entrüstung und Gleichgültigkeit) sind für mich die meistüberschätzten deutschen "Darsteller" und verdienen es, mit einer goldenen Himbeere für ihr Lebenswerk ausgezeichnet zu werden.
puckster hat geschrieben:Till Schweiger hat noch nie eine Charakterrolle gespielt. Und der Jo war einer seiner ersten Rollen. Schön den Ball flach halten.
puckster hat geschrieben:Till Schweiger hat noch nie eine Charakterrolle gespielt. Und der Jo war einer seiner ersten Rollen. Schön den Ball flach halten.
In "Was tun wenn's brennt" fand ich ihn gut.
Ok, stimmt, das lassen wir mal als Ausnahme gelten..