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BeitragVerfasst: 07.12.2007, 20:25 
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Kampfsportlehrerin

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Hamlet hat geschrieben:
Kraftpaket hat geschrieben:
Hamlet hat geschrieben:
Schneidi° hat geschrieben:
Es ist kein Soldat spielen, Enzo Buchstab – es kann tödlich für Dich ausgehen.


Äh, Schneider, denkst du etwa, die Bundeswehr als solche sei zum "Soldat spielen" da?


Lies richtig Mann! Hat er irgendwo geschrieben der Barras sei "Soldat spielen"?

Das ist genauso Spielkram für die großen Jungs wie Feuerwehr, Modelleisenbahn usw.

Wobei die Feuerwehr zugegeben noch eine sinnvolle und wichtige Einrichtung ist!


*GÄÄÄÄÄHN*



Mach deine Ooops zu es zieht!!


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Verfasst: 07.12.2007, 20:25 


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BeitragVerfasst: 07.12.2007, 22:38 
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Kampfsportlehrerin

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Hamlet hat geschrieben:
Ich bin ein Strohfeuer, und das ist gut so!


Finde ich auch. :cool:


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BeitragVerfasst: 07.12.2007, 23:46 
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Kraftpaket hat geschrieben:
Lies richtig Mann! Hat er irgendwo geschrieben der Barras sei "Soldat spielen"?
Die meisten Leute gehen gerade eben zum Bund weil sie es nicht ernst nehmen, es als eine Art Spiel sehen.

90% unserer Soldaten würden das große Heulen und Zähneklappern kriegen wenn ihnen echte Kugeln um die Ohren fliegen.

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BeitragVerfasst: 07.12.2007, 23:48 
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Northstar hat geschrieben:
Kraftpaket hat geschrieben:
Lies richtig Mann! Hat er irgendwo geschrieben der Barras sei "Soldat spielen"?
Die meisten Leute gehen gerade eben zum Bund weil sie es nicht ernst nehmen, es als eine Art Spiel sehen.

90% unserer Soldaten würden das große Heulen und Zähneklappern kriegen wenn ihnen echte Kugeln um die Ohren fliegen.



Ich glaube, das würde mir in jedem Fall genauso gehen und ich war nie bei der Bundeswehr. :neutral:
Ich bin sowieso dafür, die Bundeswehr abzuschaffen, aber das ist ein anderes Thema.


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BeitragVerfasst: 07.12.2007, 23:57 
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Trish hat geschrieben:
...Ich bin sowieso dafür, die Bundeswehr abzuschaffen, aber das ist ein anderes Thema.

...ich auch, Trishi - aus vielerlei Gründen.

Gibt es wirklich noch einen Verteidigungsauftrag für die Bundeswehr nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung 1990...?° Diese Frage sollte dringlichst parlamentarisch geklärt werden.

Mit dem jährlichen Bundeswehretat ließen sich viele dringend notwendige soziale Projekte hier in Deutschland voran bringen - mir liegt besonders die Pflege von alten und behinderten Menschen am Herzen - aber genau so Entzugsprogramme für drogenabhängige Jugendliche, die ihr ganzes Leben noch vor sich haben.


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BeitragVerfasst: 08.12.2007, 00:06 
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Schneidi° hat geschrieben:
Trish hat geschrieben:
...Ich bin sowieso dafür, die Bundeswehr abzuschaffen, aber das ist ein anderes Thema.

...ich auch, Trishi - aus vielerlei Gründen.

Gibt es wirklich noch einen Verteidigungsauftrag für die Bundeswehr nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung 1990...?° Diese Frage sollte dringlichst parlamentarisch geklärt werden.

Mit dem jährlichen Bundeswehretat ließen sich viele dringend notwendige soziale Projekte hier in Deutschland voran bringen - mir liegt besonders die Pflege von alten und behinderten Menschen am Herzen - aber genau so Entzugsprogramme für drogenabhängige Jugendliche, die ihr ganzes Leben noch vor sich haben.



Volle Zustimmung zu deinem super auf den Punkt gebrachten posting, lieber Schneidi! :knuddel: :knuddel: :knuddel: :knuddel:
Ich unterschreib das alles!! :knuddel: :knuddel: :knuddel:


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BeitragVerfasst: 08.12.2007, 00:14 
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Schneidi° hat geschrieben:
Gibt es wirklich noch einen Verteidigungsauftrag für die Bundeswehr nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung 1990...?° Diese Frage sollte dringlichst parlamentarisch geklärt werden.
So viel Verwirrtheit in so wenig Worten. Das ist eine Leistung! :laughing:

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BeitragVerfasst: 08.12.2007, 00:30 
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Schneidi° hat geschrieben:

Gibt es wirklich noch einen Verteidigungsauftrag für die Bundeswehr nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung 1990...?° Diese Frage sollte dringlichst parlamentarisch geklärt werden.

Mit dem jährlichen Bundeswehretat ließen sich viele dringend notwendige soziale Projekte hier in Deutschland voran bringen - mir liegt besonders die Pflege von alten und behinderten Menschen am Herzen - aber genau so Entzugsprogramme für drogenabhängige Jugendliche, die ihr ganzes Leben noch vor sich haben.

Das Militär erfüllt eine nationenbildende Funktion, ist also absolut vonnöten. Ich halte das jetzige Wehrpflichtmodell allerdings für völligen Bullshit (auch, wenn ich bei T2-Musterung um alles rumgekommen bin, ein Glück :laughing: ), sondern würde lieber eine Berufsarmee sehen.

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BeitragVerfasst: 19.12.2007, 21:12 
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Weihnachtsgrüße 2007

Zuschauerpost von Schneidi°, 19.12.2007 14:10 Uhr

Liebes Team und Ensemble der Lindenstraße,

danke schön – merci – Tesekkür ederim für ein phantastisches Lindenstraßejahr 2007. Ich wünsche euch allen von Herzen eine fröhliche und besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in ein für euch erfolgreiches Jahr 2008.

Für viele Lindenstraßefans begann das Jahr 2007 mit Tränen – Roberto Buchstabs Tod beendete jäh die wundervolle Romanze zwischen Jaqueline Aichinger und ihm. Aber da Weinen und Lachen in der Lindenstraße ja bekanntlich eng beieinander liegen, ging es schon bald mit einem heiteren, fröhlichen Osterlauf durch die Lindenstraße weiter, an dem viele Lindensträssler ausgelassen und heiter teilnahmen.

Leben und Tod, lachen und weinen, versöhnen statt spalten, Wahrheit und Lüge – immer wieder sind diese Themen in der Lindenstraße in dichter Reihenfolge zu finden und machen sie so einzigartig und unverwechselbar und das nunmehr im 23. Produktionsjahr – was für ein Riesenerfolg.

Fast das ganze Jahr 2007 über hielt Helga Beimer ihre Familie zum Narren. Sie wusste nur zu gut, dass die kleine Mila, die Nastya erwartete, von Klaus ist – doch Helga nahm es mit der Wahrheit nicht genau und führte alle an der Nase herum – von ihrem eigenen Ehemann bis hin zu ihrer Schwiegertochter Nina, die als Konsequenz daraus zu ihrer Familie nach Berlin floh.

Im Sommer feierten die Lindensträssler eine rauschende Hochzeit – Lisa und Murat gaben sich das Ja-Wort und sind auf dem Weg, eine richtige kleine Familie zu werden – gerade kümmern sie sich um die Adoption des kleinen Paul.

Als war das Lindenstraßejahr nicht ohne ihn schon turbulent genug, kehrte überraschend Franz Joseph Pichelsteiner in die Lindenstraße zurück. Zorro hat sich nicht verändert – er trägt das Herz auf dem linken Fleck, ist unangepasst, spontan und kreativ und nicht miefig und spießig geworden und hat sich den Klimaschutz auf seine Fahnen geschrieben.

Nur eine Lindensträsslerin habe ich dieses Jahr ganz, ganz dolle vermisst – meine geliebte Anna Ziegler. Aber vielleicht hält der Lindenstraße-Weihnachtsmann dieses Jahr ja noch eine Überraschung für mich bereit.

Fröhliche Weihnachtsgrüße 2007 dem ganzen Team und Ensemble der Lindenstraße und allen Lindenstraßefans weltweit herzlichst von

Schneidi°


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BeitragVerfasst: 19.12.2007, 21:33 
NoneButTheBrave hat geschrieben:
Schneidi° hat geschrieben:

Gibt es wirklich noch einen Verteidigungsauftrag für die Bundeswehr nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung 1990...?° Diese Frage sollte dringlichst parlamentarisch geklärt werden.

Mit dem jährlichen Bundeswehretat ließen sich viele dringend notwendige soziale Projekte hier in Deutschland voran bringen - mir liegt besonders die Pflege von alten und behinderten Menschen am Herzen - aber genau so Entzugsprogramme für drogenabhängige Jugendliche, die ihr ganzes Leben noch vor sich haben.

Das Militär erfüllt eine nationenbildende Funktion, ist also absolut vonnöten. Ich halte das jetzige Wehrpflichtmodell allerdings für völligen Bullshit (auch, wenn ich bei T2-Musterung um alles rumgekommen bin, ein Glück :laughing: ), sondern würde lieber eine Berufsarmee sehen.

Inzwischen wird man sogar bei T2 nicht mehr genommen? Zu meinen Zeiten war erst bei T4 Grund zum Jubeln angesagt ;-)

Bundeswehr als Verteidigungsarmee muß sein. Zwar scheint das außenpolitische Klima insbesondere in Europa stabil - doch wer weiß, was kommt... Eine Armee läßt sich nicht innerhalb von einem Jahr aus dem Boden stampfen. Wir müssen gerüstet sein.

Zur Frage: Wehrpflicht oder Berufsarmee: Beides hat Vor- und Nachteile. Eine Bundeswehr aus Wehrpflichtigen ist näher am Volk, eine Berufsarmee wohl effizienter. Gut fände ich jedenfalls, wenn Männer und Frauen im Alter von etwa 20 Jahren einen vielleicht halbjährigen sozialen Dienst leisten müßten, und zwar ohne Ausnahme.

Zu Schneidis Visionen: Das eine muß das andere ja nicht ausschließen. Sozialkram haben wir auch jetzt schon reichlich. Das Problem mit den Drogen sollte man an der Wurzel packen, d.h.: Drogen (insbesondere Einstiegsdrogen -> Cannabis) sollten schwerer verfügbar sein. Das setzt eine rigorose Gesetzgebung und Strafverfolgung voraus.

Wer heutzutage einen Entzug braucht (insbesondere von den Jugendlichen) der bekommt den auch. Das Problem bei den Entzügen ist vielmehr, daß die Leute nicht aus ihrem Millieu rauskommen; also nach dem Entzug immer noch leicht an Drogen rankommen können bzw. verführt werden können.


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BeitragVerfasst: 19.12.2007, 22:34 
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Schneidi° hat geschrieben:
Zitat:
Weihnachtsgrüße 2007

Zuschauerpost von Schneidi°, 19.12.2007 14:10 Uhr

Liebes Team und Ensemble der Lindenstraße,

danke schön – merci – Tesekkür ederim für ein phantastisches Lindenstraßejahr 2007. Ich wünsche euch allen von Herzen eine fröhliche und besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in ein für euch erfolgreiches Jahr 2008.

...

Leben und Tod, lachen und weinen, versöhnen statt spalten, Wahrheit und Lüge – immer wieder sind diese Themen in der Lindenstraße in dichter Reihenfolge zu finden und machen sie so einzigartig und unverwechselbar und das nunmehr im 23. Produktionsjahr – was für ein Riesenerfolg.

Fast das ganze Jahr 2007 über hielt Helga Beimer ihre Familie zum Narren. Sie wusste nur zu gut, dass die kleine Mila, die Nastya erwartete, von Klaus ist – doch Helga nahm es mit der Wahrheit nicht genau und führte alle an der Nase herum – von ihrem eigenen Ehemann bis hin zu ihrer Schwiegertochter Nina, die als Konsequenz daraus zu ihrer Familie nach Berlin floh.

...

Fröhliche Weihnachtsgrüße 2007 dem ganzen Team und Ensemble der Lindenstraße und allen Lindenstraßefans weltweit herzlichst von

Schneidi°


Borr, Schneidi, ich finde das echt gemein, dass Du in Deinem ListraJahresrückblick in der KlausiNastijaAffäre nun Helga den größten Berg an Schuld rüberschiebst. Ich glaube, darüber wurde zwar schon hunderttausendmal hier diskutiert. Aber hättest Du es fairer gefunden, wenn eine Mutter Ihrer Schwiegertochter so eine Botschaft übermittelt??? Das steht ihr doch gar nicht zu. Auch wenn sich Helga permanent ins Leben ihres Sohnes einmischt, hat sie in dem Falle wirklich mal ihre Klappe gehalten. DAS zu sagen, wäre nun wirklich Hases Part gewesen. Und dass eine Hasenmutter zu ihrem Hasen hält, auch wenn der noch so große Hasenkegel gelegt hat, kann man einer Mutter schwer vorwerfen.


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BeitragVerfasst: 19.12.2007, 23:34 
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Goedel hat geschrieben:
Das Problem mit den Drogen sollte man an der Wurzel packen, d.h.: Drogen (insbesondere Einstiegsdrogen -> Cannabis) sollten schwerer verfügbar sein. Das setzt eine rigorose Gesetzgebung und Strafverfolgung voraus.
Das sehe ich teilweise anders.

Gerade Cannabis sollte legalisiert werden.

Das Problem ist doch daß man diese an sich harmlose Droge in Kreisen besorgen muß wo man dann zwangsläufig auch mit harten Sachen zu tun hat.

Daß ich für die Freigabe von Hasch bin heißt natürlich nicht daß ich tolerant gegenüber Heroin usw. wäre. Rauschgifthändler müßten viel härter bestraft werden. Extreme Täter die beispielsweise Schulkinder anfixen sollten nicht unter 10 Jahren davonkommen. Bei Rückfälligen ist die Todesstrafe sinnvoll.

Abhängigen sollte man eine Chance zum Entzug geben. Danach gibt es nur noch die Möglichkeit zum kalten Entzug. 30 Tage in eine Zelle ohne Chance an Stoff zu kommen, das wirkt.

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BeitragVerfasst: 20.12.2007, 02:18 
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Northstar hat geschrieben:
...Bei Rückfälligen ist die Todesstrafe sinnvoll...


Aus der online-Ausgabe des SPIEGEL vom 14. Dezember 2007...:

MENSCHENRECHTE

New Jersey schafft Todesstrafe ab

Menschenrechtsaktivisten jubeln: Zum ersten Mal seit 40 Jahren schafft ein US-Bundesstaat die Todesstrafe ab. In New Jersey soll es künftig als Höchststrafe nur noch lebenslange Haft geben.

Hamburg - 1976 hatte der Supreme Court der USA Hinrichtungen wieder für zulässig erklärt, daraufhin wurde die Todesstrafe in vielen Bundesstaaten wieder eingeführt - auch in New Jersey. Doch nun weht der Zeitgeist aus einer anderen Richtung: New Jersey wird die umstrittene Höchststrafe als 14. Bundesstaat wieder abschaffen.

Drei Tage nach dem Senat stimmte am Donnerstag auch das Abgeordnetenhaus in New Jersey für die Justizreform. Mit 44 zu 36 Stimmen billigte das Parlament ein Gesetz, das die Todesstrafe durch eine lebenslange Haft ohne die Möglichkeit einer Begnadigung ersetzt. Jetzt muss nur noch Gouverneur Jon Corzine das Gesetz unterschreiben. Der Demokrat, seit langem ein erklärter Gegner der Todesstrafe, hat angekündigt, dies innerhalb einer Woche zu tun.

New Jersey hatte die Todesstrafe 1982 wieder eingeführt. In dem liberalen Bundesstaat im Nordosten der USA wurde zwar seit 1963 niemand mehr hingerichtet, aber noch sitzen dort laut Josh Rubinstein von Amnesty International acht Verurteilte in einer Todeszelle. Zuletzt hatten 1965 Iowa und West-Virginia die Abschaffung der Todesstrafe gesetzlich beschlossen.

Hitzige Debatte

Von den Republikanern im Parlament stimmten nur wenige für die Abschaffung der Todesstrafe, darunter Christopher Bateman. In der hitzigen Debatte zwischen Gegnern und Befürwortern verwies er darauf, dass das Praktizieren von Hinrichtungen nicht automatisch abschreckend wirke. "Schauen sie auf die Südstaaten, wo es viele Hinrichtungen gibt. Die Kriminalitätsrate ist dort nicht niedriger, im Gegenteil." Batemans Parteikollege Richard Merkt warnte: "Diese Bestimmungen werden Kriminellen zugute kommen, Mördern." Die Republikanerin Marcia Karrow sprach von "diesen Monstern, die meine Wähler ermordet haben".

Der Direktor der USA-Abteilung der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW), David Fathi, feierte dagegen einen "historischen Tag". "Zum ersten Mal seit 40 Jahren haben gewählte Vertreter eines US-Bundesstaates definitiv die Todesstrafe abgelehnt", sagte Fathi. "Wir fordern andere Staaten auf, dem Beispiel zu folgen und die grausame und archaische Bestrafung abzuschaffen." Die Entscheidung von New Jersey zeige einmal mehr, dass die Ablehnung der Todesstrafe in den USA zunehme.

Supreme Court wird sich mit Giftspritze befassen

Richard Dieter vom Informationszentrum zur Todesstrafe sagte, das Votum markiere "ein neues Kapitel im 30-jährigen Experiment mit der Höchststrafe". Die Abgeordneten von New Jersey hätten eine gesunde Beurteilung dessen gezeigt, was die Todesstrafe bedeute: großes Leid für die Angehörigen und das Risiko, unschuldige Menschen zu töten.

Die Entscheidung erfolgte mitten in einer landesweiten Debatte um die Todesstrafe. Der Supreme Court in Washington hatte im September angekündigt, im kommenden Jahr zu entscheiden, ob tödliche Injektionen einer "grausamen und außergewöhnlichen" Strafe gleichkommen und damit der US-Verfassung widersprechen. Anlass waren mehrere Pannen bei der Verabreichung der Giftspritze. Wenn das Gift falsch dosiert ist, ist diese weit verbreitete Hinrichtungsmethode extrem schmerzhaft.

Viele Bundesstaaten warten nun erst einmal ein Urteil des Gerichts ab, bevor sie weitere Todesurteile vollstrecken. In einigen Bundesstaaten gilt ohnehin ein Moratorium. Seit Ende September wurde lediglich ein Mann in Texas hingerichtet - wenige Stunde nach der Bekanntgabe des Obersten Gerichts, dass es die Hinrichtungsmethode prüfe. Im Jahr 2007 wurden in den USA bisher insgesamt 42 Menschen hingerichtet. 2006 waren es 53.

/afp/ap

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 70,00.html


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Schneidi° hat geschrieben:
Für mich persönlich würde damit ein politischer Traum in Erfüllung gehen.
Ein unfähiger Dilettant als Kanzler? :laughing:

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BeitragVerfasst: 20.12.2007, 08:30 
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Goedel hat geschrieben:
Inzwischen wird man sogar bei T2 nicht mehr genommen? Zu meinen Zeiten war erst bei T4 Grund zum Jubeln angesagt ;-)

Nee, bei T2 wirst du schon genommen, aber da man auch zu jeder Zeit nach der Musterung verweigern kann, hab ich's drauf ankommen lassen und nicht verweigert. Die BW hat schlicht kaum Bedarf und zieht nur 20-25 % aller Tauglichen und hat mich wohl schlicht nicht gebraucht. Hätte ich verweigert, wär ich ruckzuck zum Zivi gezogen geworden, bei dem nationalen Notstand, den wir an Zivis haben. Heute ist übrigens offiziell ab T3 das Jubeln angesagt ;-).

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BeitragVerfasst: 20.12.2007, 11:15 
Also, wenn ich was haette machen muessen (war selbst untauglich), dann haette ich auch Zivi gemacht. Nicht wegen irgendwelcher moralischen Skrupel (obwohl man die ja im Verweigerungsschreiben unterbringen muss), sondern einfach, weil ich der total falsche Mann fuer den Bund gewesen waere:

- Ich bin total unsportlich. Zwar war ich vor zwoelf Jahren noch normalgewichtig, war aber in Sport immer ein Viererkandidat.

- Ich haette keinen Bock auf diese geistigen Tiefflieger in meiner Kompanie. Fuer ein paar Tage waere es sicher mal lustig, den Proll raushaengen zu lassen, ein Pin-Up-Girl an den Spind zu kleben usw., aber nicht fuer ein Jahr.

- Ich haette Probleme mit frueh aufstehen, kalt duschen, durch den Schlamm robben usw.

So muesste ich konsequenterweise fuer eine Berufsarmee sein. Es gibt ja genug Leute, denen obengenannte Dinge aeusserste Freude bereiten (Steinburger?), so dass bei ordentlicher Bezahlung bestimmt kein Mangel an Leuten da sein muesste.


Zivi dagegen waere reinstes Easy-Going gewesen. Da bei uns ein Kurort in der Naehe war, kamen viele in den dortigen Kliniken unter. Das heisst, Kurgaeste vom Bahnhof holen etc. Wenn ich es mir im Nachhinein ueberlege, waere ein Jahr ausspannen vor dem anstrengenden Studium genau das richtige gewesen.


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BeitragVerfasst: 20.12.2007, 11:33 
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Goedel hat geschrieben:
So muesste ich konsequenterweise fuer eine Berufsarmee sein. Es gibt ja genug Leute, denen obengenannte Dinge aeusserste Freude bereiten (Steinburger?), so dass bei ordentlicher Bezahlung bestimmt kein Mangel an Leuten da sein muesste.
Die Bezahlung ist mehr als ordentlich. Die berufssoldaten bekommen, obwohl sie eigentlich verpflichtet wären da hin zu gehen wo man sie hinschickt, für Auslandseinsätze zusätzlich zu ihrem Sold, neben freier Kost und Logis, eine fürstliche Prämie. Ich kenne Einen der bekam für den Jugoslawien-Einsatz seinerzeit 8000 Mark im Monat, Afghanistan steht mittlerweile bestimmt bei 6000 Euro oder so.

Goedel hat geschrieben:
Zivi dagegen waere reinstes Easy-Going gewesen. Da bei uns ein Kurort in der Naehe war, kamen viele in den dortigen Kliniken unter. Das heisst, Kurgaeste vom Bahnhof holen etc. Wenn ich es mir im Nachhinein ueberlege, waere ein Jahr ausspannen vor dem anstrengenden Studium genau das richtige gewesen.
Mein Zivildienst war kein "Easy-Going" aber ich bereue das nicht.

Im Gegensatz zu Kriegsdienstlern drücken sich Zivis nicht vor sinnvoller Arbeit.

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BeitragVerfasst: 20.12.2007, 12:42 
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Lindenstraße forever...!° - *freu* -

Schneidi°, 19.12.2007, 20:47 Uhr

...danke, danke, danke allen Beteiligten, die die Vertragsverlängerung für die Lindenstraße bis 2011 möglich gemacht haben – danke Hans W. Geißendörfer, danke Team und Ensemble der Lindenstraße, danke Lindenstraßefans in aller Welt, danke WDR und GFF.

Was für ein fulminantes Weihnachtsgeschenk – ich hüpfe hier vor Freude auf und ab. Lindenstraße - Ihr seid einfach meine Glücklichmacher.

Herzlichst
Schneidi°


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BeitragVerfasst: 20.12.2007, 12:57 
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Schneidi° hat geschrieben:
Was für ein fulminantes Weihnachtsgeschenk – ich hüpfe hier vor Freude auf und ab.
Das seismologische Institut Kiel meldet ein unerwartetes Erdbeben Stärke 4.

Nach der Ursache wird fieberhaft geforscht.

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BeitragVerfasst: 21.12.2007, 01:57 
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Schneidi° hat geschrieben:
Aus der online-Ausgabe des SPIEGEL vom 14. Dezember 2007...:

MENSCHENRECHTE

New Jersey schafft Todesstrafe ab

Ich nehme mal an Du siehst das als gute Nachricht.

Aber mal eine Sachfrage: Weißt Du wann in Deutschland (West) die letzten Todesurteile vollstreckt wurden?

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