Die neue Bundesregierung ist jetzt etwa 100 Tage in Amt und Würden?Wie fandet ihr den Start ? Meiner Meinung nach ist außer viel heißer Luft nicht viel dabei herausgekommen?
Finde ich auch... Aber was kann man schon von der derzeitigen Politik und der schlechten Wirtsschaftslage erwarten? Selbst die Opposition gefällt mir auch absolut nicht.
Ich hab' schon langsam die Lust daran verloren, mich damit näher zu befassen.
Steinburger hat geschrieben:...Sitzgurt Gabriel und Wowi ... na, dann wird's ja bald auf In- und Auslandsflügen Champagner aus roten Pumps geben.
...das würde dem rot-grünen Koalitionsklima durchaus zuträglich sein und für ein Plus an Heiterkeit sorgen.
Wir brauchen nicht nur eine sachthemenorientierte Politik, sondern in erster Linie eine menschenorientierte Politik und danach sind Prioritäten zu setzen und Finanzen zu verteilen.
Herbert Wehner drosch einst mit seinen Halbschuhen auf das Rednerpult des Deutschen Bundestages ein - Klaus Wowereit benutzt dafür rote Pumps. So wandelt sich die Zeit.
Und hoffentlich geschieht das alles vor dem Jahr 2013.
Zuletzt geändert von GastX am 01.02.2010, 14:44, insgesamt 1-mal geändert.
Schneidi ° hat geschrieben:...das würde dem rot-grünen Koalitionsklima durchaus zuträglich sein und für ein Plus an Heiterkeit sorgen.
Genau und dann wird der Bundestag umbenannt in 'Kabarett des Grauens', weil vor lauter Heiterkeit mit Champagner in roten Pumps überhaupt nichts mehr klappt.
Was mir bei der SPD ziemlich auf die Nerven geht, dass da nie was Konstruktives kommt, wenn sie in der Opposition sind. Wirklich völlig egal, was die Regierungskoalition beschließt, die SPD mäkelt daran herum, aber wirklich nie kommen Vorschläge, wie man es evtl. besser hätte machen können.
Es mag altmodisch wirken, aber wenn ich Heiterkeit suche, kann ich in eine Karnevalssitzung gehen. Das brauche ich nicht im Bundestag.
Schneidi ° hat geschrieben: Wir brauchen nicht nur eine sachthemenorientierte Politik, sondern in erster Linie eine menschenorientierte Politik und danach sind Prioritäten zu setzen und Finanzen zu verteilen.
Herbert Wehner drosch einst mit seinen Halbschuhen auf das Rednerpult des Deutschen Bundestages ein - Klaus Wowereit benutzt dafür rote Pumps. So wandelt sich die Zeit.
Und hoffentlich geschieht das alles vor dem Jahr 2013.
Kannst Du mir mal den Unterschied zwischen sachthemen- und menschenorientierter Politik sagen?
Jedenfalls moechte ich keine von Eitelkeiten gepraegte Politik, wie sie bei Schroeder/Fischer der Fall war und bei Wowereit aller Voraussicht nach der Fall waere.
Merkel kann man einiges vorwerfen, aber gewiss nicht, dass sie sich als Person in den Vordergrund spielt, so wie der Flasche-leer-Kanzler Schroeder oder der proseccoschluerfende Po-bereit.
Westerwelle hat als Aussenminister einer der leichtesten politischen Posten ueberhaupt erwischt; sogar Joschka Fischer hat das damals ganz ordentlich hingekriegt (wenn man mal vom mitbeschlossenen Einmarsch in den Kosovo und in Afghanistan absieht). Die deutsche Scheckheftdiplomatie macht's eben moeglich.
Zur Frage: Ich denke, man muss der neuen Regierung Zeit geben. Sicher ist ja schon gottseidank, dass es Steuerentlastungen fuer diejenigen geben wird, die den Karren aus der Wirtschaftskrise ziehen muessen.
Mir ist eine Steuerentlastung JETZT uebrigens lieber, als leere Versprechungen fuer morgen (wie es in der grossen Koalition dauernd der Fall war). Frei nach der Devise: Was man hat, das hat man.
Sparen koennte man auf der Ausgabenseite: Wozu muss Deutschland ueberall auf der Welt militaerisch mitmischen? Wozu ein Entwicklungshilfeministerium?
Neue Einnahmen koennten durch die Verlaengerung der KKW-Laufzeiten geschaffen werden; da Kernkraftwerke fuer die Energieriesen erst jetzt richtig profitabel geworden sind, koennte sich der Staat ordentlich an den Gewinnen beteiligen.
Hoffentlich gelingt es Merkel, auf internationaler Ebene eine Boersenumsatzsteuer durchzusetzen. Es waere nur gerecht, wenn der internationale Finanzmarkt die Kosten der Krise uebernehmen wuerde.
Goedel hat geschrieben:Kannst Du mir mal den Unterschied zwischen sachthemen- und menschenorientierter Politik sagen?...
...nehmen wir als Beispiel mal die Stromerzeugung durch Kernenergie.
Sachthemenpolitik ist es, die Betriebsgenehmigungen für die Uralt-Atommeiler bis auf den Sankt Nimmerleinstag zu verlängern, weil der dreckige Atomstrom ja so schön billig zu produzieren ist und so richtig Profit abwirft.
Menschenorientierte Politik wäre der schnellstmögliche Ausstieg aus der Kernenergie, um Leben und Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.
Gut, steigen wir schnellstmöglich aus der Atomenergie aus. Am besten morgen ... morgen soll das beschlossen werden. Jetzt bleibt nur die Frage, wohin mit den Überresten der Atommeiler? Die Uranstäbe müssen entsorgt werden, die Kraftwerke zurückgebaut etc. pp. Wo lassen wir das alles? Einbuddeln und vergessen?
Schneidi ° hat geschrieben:Menschenorientierte Politik wäre der schnellstmögliche Ausstieg aus der Kernenergie, um Leben und Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.
wenn das das ziel ist, dann sollten wir doch erst mal alle autos verbieten. ich kenne bislang niemanden, der durch kernenergie zu schaden gekommen ist, aber viele menschen die bei autounfällen gestorben sind oder lebenslange schäden davon getragen haben.
aber spaß beiseite. das leben ist nun mal gefährlich und wir kommen einfach nicht umhin, risiken einzugehen.
Ich bin auch für den Ausstieg aus der Kernenergie - wenn es möglich ist!
Gefährlich ist es auch wenn Patienten mitten bei der OP sterben, weil wir mal wieder einen Stromausfall haben, um mal den schlimmsten Fall anzunehmen. Gelegentliche Stromausfälle während der Listra könnten dann auch passieren.