In Anbetracht dessen daß AEG sein Werk in Deutschland zumacht um die Produktion nach Polen zu verlagern denke ich AEG-Produkte sollte man auf keinen Fall mehr kaufen.
Was soll das bringen? Wie war der Aufruf vor kurzem: Tankt nicht mehr bei Shell und Aral damit die Benzin-Preise fallen? Wer hat das gemacht? Solche Aktionen bringen nichts. Wenn dann sollte man auf die Strasse gehen-das Volk - aber ehrlich gesagt ich wäre nicht dabei.
Ich kaufe solche Sachen, von denen ich überzeugt bin das das Preis-Leistungsverhältnis.
Der Geldbeutel ist mir am nächsten!
teajay hat geschrieben:Der Geldbeutel ist mir am nächsten!
Das ist verständlich.
Nichtsdestotrotz, auch als Verbraucher kann man was tun. Ich glaube niemand schont seinen Geldbeutel indem er kein AEG kauft.
Aber mal ein anderes Beispiel: Ich hatte schon Diskussionen mit Leuten die lautstark fordern die Regierung müsse was gegen die Arbeitslosigkeit tun. Dieselben Leute hatten dann ein japanisches Auto vor der Tür stehen. Wenn man sie dann darauf anspricht werden sie schnell kleinlaut.
Und so ist es auch im Kleinen. Wir kaufen jede Menge Zeug aus China (ach, was kümmern uns denn die Menschenrechte) und wundern uns irgendwann wenn wir hier 10 Millionen Arbeitslose haben.
Die meisten Leute helfen um eines kurzfristigen Vorteils willen mit ihr eigenes Grab zu schaufeln. Etwas überspitzt formuliert, aber darauf läuft es raus.
Glaubst Du denn daß die AEG-Produkte billiger werden weil die Löhne in Polen niedriger sind? Keineswegs, das einzige das sich ändert ist der Profit der Firma. Was doppelt ärgerlich ist da der Bau der Produktionsstätten in Polen auch noch aus EU-Geldern, also aus unseren Steuergeldern, fett subventioniert wird.
Northstar, ich bin froh das AEG in Polen produziert. Dort brauchen sie Arbeitskräfte, also billige Polen. Diese Polen würden sonst n Deutschland Schwarz arbeiten, und uns Deutschen die Arbeitsplätze wegnehmen . Ein Hoch auf AEG
Ui , was gab es heute zu lesen. Deutschland ist wieder einmal Export-Weltmeister. stellt euch mal vor, wenn "das Ausland" unsere Waren boykottieren würde. Was wäre hier dann los?
Eine Firma die ich schon seit längerem boykottiere ist die Lidl-Kette.
Wirklich widerliche Bedingungen da, ich habe auch eine im Bekanntenkreis, die dort Filialleiterin war. Das hat mich immer umgehauen, was da abgeht.
Auszug aus dem Schwarzbuch Lidl: Die Beschäftigten würden bespitzelt und kontrolliert, sie müssten vor Ladenöffnung und nach Ladenschluss unbezahlte Mehrarbeit leisten und seien einem gnadenlosen Druck ausgesetzt, heißt es laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe) im "Schwarzbuch Lidl", das ver.di am Freitag vorstellt. Schon ein Gang zur Toilette sei für viele Kassiererinnen Luxus.
Grundlage für die massiven Vorwürfe gegen die in Neckarsulm ansässige Schwarz-Gruppe, zu der neben Lidl auch Warenhäuser wie Kaufland gehören, sind demnach umfangreiche Aussagen von Mitarbeitern und Ex-Mitarbeitern. Sie beschrieben tägliche Demütigungen und Schikanen und spiegelten ein Klima der Angst bei der Handelskette. "Der wirtschaftliche Erfolg geht einher mit miesen Arbeitsbedingungen", sagte Franziska Wiethold vom ver.di-Bundesvorstand der Zeitung.
Missliebigen Mitarbeitern würden mit Testkäufen Fallen gestellt, um sie loszuwerden. Falls sie nicht hineintappten, werde den Mitarbeitern auch Diebstahl unterstellt. Betroffene berichteten "wie sie unter Druck gesetzt, im Aufenthaltsraum festgehalten wurden, nicht telefonieren durften bis es Unterschriften unter einen Aufhebungsvertrag gab".
Zum Glück kaufe ich nicht regelmäßig bei Lidl.
Und nach diesem Post werde ich gewiss auch nicht damit anfangen.
Das Blöde ist: wenn man als Kunde eine Supermarktkette boykottiert, sind die kleinsten Angestellten die ersten, die das zu spüren bekommen. Die Idioten, die in der Firmenzentrale sitzen und die schlechten Arbeitsbedingungen zu verantworten haben, machen weiterhin fröhlich ihren Schnitt - jedenfalls eine ganze Zeitlang. Und selbst dort würden vermutlich eher zehnmal die Köpfe wechseln, als dass einmal die Geschäftspolitik überdacht wird.
Schmerzhaft wäre allein, wenn die Arbeitskräfte selbst mit dem Boykott anfangen und dort massenweise kündigen, bzw. sich gar nicht erst dort bewerben würden. Aber das ist reine Utopie. Und ich kann bei der derzeitigen Arbeitsmaktlage auch jeden Arbeitnehmer verstehen, der das nicht macht, sondern lieber die Zähne zusammenbeißt und mit Bauschschmerzen zur Arbeit geht.
Messi hat geschrieben:Eine Firma die ich schon seit längerem boykottiere ist die Lidl-Kette. Wirklich widerliche Bedingungen da, ich habe auch eine im Bekanntenkreis, die dort Filialleiterin war. Das hat mich immer umgehauen, was da abgeht.
Auszug aus dem Schwarzbuch Lidl: Die Beschäftigten würden bespitzelt und kontrolliert, sie müssten vor Ladenöffnung und nach Ladenschluss unbezahlte Mehrarbeit leisten und seien einem gnadenlosen Druck ausgesetzt, heißt es laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe) im "Schwarzbuch Lidl", das ver.di am Freitag vorstellt. Schon ein Gang zur Toilette sei für viele Kassiererinnen Luxus.
Grundlage für die massiven Vorwürfe gegen die in Neckarsulm ansässige Schwarz-Gruppe, zu der neben Lidl auch Warenhäuser wie Kaufland gehören, sind demnach umfangreiche Aussagen von Mitarbeitern und Ex-Mitarbeitern. Sie beschrieben tägliche Demütigungen und Schikanen und spiegelten ein Klima der Angst bei der Handelskette. "Der wirtschaftliche Erfolg geht einher mit miesen Arbeitsbedingungen", sagte Franziska Wiethold vom ver.di-Bundesvorstand der Zeitung.
Missliebigen Mitarbeitern würden mit Testkäufen Fallen gestellt, um sie loszuwerden. Falls sie nicht hineintappten, werde den Mitarbeitern auch Diebstahl unterstellt. Betroffene berichteten "wie sie unter Druck gesetzt, im Aufenthaltsraum festgehalten wurden, nicht telefonieren durften bis es Unterschriften unter einen Aufhebungsvertrag gab".
Widerlich!
Ich hab heute ne alte Bekannte wiedergetroffen - von der ich garnicht wusste, dass die bei Lidl arbeitet - und die hat mir genau das Gleiche erzählt, was du hier schreibst. Und sie hat gehört, dass es bei Aldi und Edeka wohl teilweise ähnlich zugehen soll...
Ja das schlimme für mich ist, wo soll ich einkaufen?
Edeka ist zu teuer, da kaufe ich nur ausgewähltes. Die Mitarbeiter hier bei uns im edeka sind zufrieden.
Aldi hat mir nie gefallen, Lidl boykottiere ich, Norma Netto und was da sonst noch so ist finde ich doof, bleibt bei mir nur noch Kaufland und Real.
Und bei Kaufland fangen sie auch schon so an
Girlie hat geschrieben:Gibts bei dir kein minimal/HL/WalMart? Bei uns findet man an jeder Ecke einen der Läden.
Nein Girlie, nicht einen davon. Was ist HL?
Bei uns gibt es: Norma, Edeka, Lidl, Kaufland, Real, Aldi, Rewe, Penny, Sky. In einige läden gehe ich nie, weil mir es da nicht gefällt. Ich sag dann dazu auch gern Kramladen
Hm ... war nicht auch WalMart wegen ähnlicher Vorwürfe kürzlich in der Presse? Oder verwechsle ich da was?
Von Aldi habe ich noch nie gehört, dass da Mitarbeiter systematisch unterdrückt werden. (Möglich, dass das auf Filialebene vereinzelt der Fall ist)
Ich denke, ich habe ein ganz gutes Gespür dafür, ob in einem Laden das Geschäftsklima grundsätzlich stimmt oder nicht. Und wenn es nicht stimmt, kaufe ich da auch nicht gern.
Toschi hat geschrieben:Ich denke, ich habe ein ganz gutes Gespür dafür, ob in einem Laden das Geschäftsklima grundsätzlich stimmt oder nicht. Und wenn es nicht stimmt, kaufe ich da auch nicht gern.
Vor gut einem Jahr habe ich mal einen bitterbösen Brief an die Netto-Leitung geschrieben und mich über die Mitarbeiter des Marktes beschwert.
Da stimmte das Klima überhaupt nicht, die Mitarbeiter waren scheinbar immer überarbeitet, als Kunde kam ich mir vor wie ein Störenfried, an der Kasse kein Hallo, und dann hab ich meinem Ärger darüber freien Luaf gelassen. Seitdem läuft es zumindest in diesem Markt viel besser, aus meiner Sicht als Kunde.
Eine ähnliche Ertfahrung hatte ich in Schreibwarengeschäften einer Kette, deren Name die Initialen "H.H." trägt Und zwar nicht nur in einer, sondern in mehreren Filialen. Hier gehe ich davon aus, dass da zentral eine ähnliche Unterdrückungspolitik betrieben wird.
Eine Fast-Food-Kette mit schottischen Namen hat sich ja vor Jahren via Werbung sogar damit gebrüstet, dass der Kunde innerhalb einer Minute seine Mahlzeit auf dem Tablett hat. Wie gut, dass die meisten Kunden zu doof sind, um das zu hinterfragen.
Da ist nichts besonderes passiert, außer dass dort extreme Habgier zur Tugend erhoben wurde.
Ihre ausgesprochen günstigen Preise finanzieren sie mit lächerlich niedrigen Löhnen (noch niedriger für Frauen), oft unbezahlten Überstunden, fehlenden sozialen Leistungen und der Intimidierung von Mitarbeitern, die gewerkschaftlich organisiert sind bzw. das werden wollen.
Wer mal googelt, findet genug Material, das nachdenklich stimmt.