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 Betreff des Beitrags: Re: Dialektales Vermischtes
BeitragVerfasst: 10.06.2010, 21:15 
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Vanessa hat geschrieben:
Mein Mann regt sich immer auf, dass hier im Schwäbischen alles "fährt".

"Es ist mir ins Kreuz gefahren."
"Mir fährt es im Bauch rum."
"Was fahren denn da für Socken auf dem Boden rum?" :lach:

Oder wenn ich mal wieder sag: "So eine Kugelfuhr!"




:lach: :lach: :lach: :lach: :lach:

Ich sag ja, lustig euer Dialekt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Dialektales Vermischtes
BeitragVerfasst: 10.06.2010, 21:18 
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Dekadente Tussi

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Ich zieh das mal rüber:

Meike hat geschrieben:
Hört sich alles wirklich sehr lustig an. Aber ich kann es mir sehr schwer für die Schulkinder vorstellen, anders schreiben lernen, als man spricht.

Das ist das Interessante bei einem echten Dialektsprecher. Ein Dialekt zählt ja in der Sprachwissenschaft als eigene Sprache. Von daher wachsen Dialektkinder quasi zweisprachig auf. Im familiären Bereich mit Dialekt, in den Medien mit der Standardsprache. Wenn man also sowohl den dialektalen als auch den standardsprachlichen Input (wo der schriftliche dazu gehört, sobald man lesen und schreiben lernt) von klein auf hört (geht nur bis ca. zum 6. Lebensjahr), kommt es zum sog. Code-switching. Die Kinder können genau unterscheiden, wann mit wem wie gesprochen wird und wenden das auch an. Daher müssen bei Dialektkindern nicht unbedingt Rechtschreibprobleme auftreten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Dialektales Vermischtes
BeitragVerfasst: 10.06.2010, 21:23 
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Ich hab eine Freundin, die ist in Thüringen Lehrerin, die sagte mal, manche Rechtschreibfehler (die eben ständig gemacht werden), streicht sie nur noch an und benotet das nicht. Aber ob das so stimmt, weiss ich nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Dialektales Vermischtes
BeitragVerfasst: 10.06.2010, 21:27 
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Dekadente Tussi

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Meike hat geschrieben:
Ich hab eine Freundin, die ist in Thüringen Lehrerin, die sagte mal, manche Rechtschreibfehler (die eben ständig gemacht werden), streicht sie nur noch an und benotet das nicht. Aber ob das so stimmt, weiss ich nicht.

Gut, das stimmt natürlich. Bestimmte Fehler werden häufiger von Dialektsprechern gemacht .
Bei uns wird oft geschrieben "er frägt" anstatt "er fragt", weil es auch schwäbisch ist. Oder Dinge wie "der Mann, wo dort steht."
So eine dialektale Zweisprachigkeit klappt natürlich nicht immer fehlerlos. Das tut es ja bei Nicht-Dialektsprechern auch nicht. Da sind es dann halt andere Fehlerarten.
Ich werte solche Fehler allerdings schon. Am Gymnasium kann man das nicht einfach ignorieren. In Grundschulen auf dem Dorf ist es wohl aber Gang und Gäbe, dass man solche Fehler nicht benotet.

edit: Das Schlimmste, was mein Mann mal an schwäbischem Kauderwelsch gehört hat, war beim Minigolfspielen. Da kam ein Vater und deutete auf einen im Gras liegenden Schläger: "Isch des mei Schläger, wo dohanna rom fahrt?" :lach:


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 Betreff des Beitrags: Re: Dialektales Vermischtes
BeitragVerfasst: 10.06.2010, 21:43 
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Vanessa hat geschrieben:
Die Kinder können genau unterscheiden, wann mit wem wie gesprochen wird und wenden das auch an. Daher müssen bei Dialektkindern nicht unbedingt Rechtschreibprobleme auftreten.


Richtig! Eine Folge der 70er-Pädagogik war, die Dialekte als rückständig, reaktionär und unzeitgemäß darzustellen. Mit der Folge, dass Eltern begannen, tunlichst zu vermeiden mit ihren Kindern Dialekt zu sprechen. Heute haben wir den gegenteiligen Trend, die Dialekte wieder als kulturellen Wert zu schätzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Dialektales Vermischtes
BeitragVerfasst: 10.06.2010, 22:03 
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Dekadente Tussi

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Schrammel hat geschrieben:
Vanessa hat geschrieben:
Die Kinder können genau unterscheiden, wann mit wem wie gesprochen wird und wenden das auch an. Daher müssen bei Dialektkindern nicht unbedingt Rechtschreibprobleme auftreten.


Richtig! Eine Folge der 70er-Pädagogik war, die Dialekte als rückständig, reaktionär und unzeitgemäß darzustellen. Mit der Folge, dass Eltern begannen, tunlichst zu vermeiden mit ihren Kindern Dialekt zu sprechen. Heute haben wir den gegenteiligen Trend, die Dialekte wieder als kulturellen Wert zu schätzen.

Stimmt. So wie es heute ist, find ich es super.


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 Betreff des Beitrags: Re: Dialektales Vermischtes
BeitragVerfasst: 02.07.2010, 23:20 
Hab das gerade gefunden - das ist ja so genial! Hat von Euch schon mal jemand einen sächsischen Asterix gelesen?

Bild

:lach: :lach: :lach:


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 Betreff des Beitrags: Re: Dialektales Vermischtes
BeitragVerfasst: 02.07.2010, 23:22 
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 Betreff des Beitrags: Re: Dialektales Vermischtes
BeitragVerfasst: 03.07.2010, 00:50 
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Vanessa hat geschrieben:
Das ist das Interessante bei einem echten Dialektsprecher. Ein Dialekt zählt ja in der Sprachwissenschaft als eigene Sprache. Von daher wachsen Dialektkinder quasi zweisprachig auf. Im familiären Bereich mit Dialekt, in den Medien mit der Standardsprache. Wenn man also sowohl den dialektalen als auch den standardsprachlichen Input (wo der schriftliche dazu gehört, sobald man lesen und schreiben lernt) von klein auf hört (geht nur bis ca. zum 6. Lebensjahr), kommt es zum sog. Code-switching. Die Kinder können genau unterscheiden, wann mit wem wie gesprochen wird und wenden das auch an. Daher müssen bei Dialektkindern nicht unbedingt Rechtschreibprobleme auftreten.

Hab wohl lange nicht mehr reingeguckt in den Thread, denn genau das habe ich letztens einem Freund von mir erklärt. Bei Familienfesten beispielsweise bzw. wenn die ganze Familie zusammen ist, wurde und wird bei uns nie hochdeutsch gesprochen. Wenn ich irgendwo jemanden rheinisch reden höre, ist egal, ob es kölsch oder Eifeler Platt ist (ich wohne dazwischen und unser Platt ist sowas zwischen Kölsch und Eifeler Platt), dann verstehe ich denjenigen ohne darüber nachdenken zu müssen, was derjenige sagt. Und das selbst dann, wenn die Aussprache zum Beispiel nicht korrekt ist, hab ich letztens festgestellt. Ich hab das letztens einem Freund genau so erklärt, wie du, Vanessa: "Ich bin quasi zweisprachig aufgewachsen. Bei mir läuft da nichts über einen Übersetzungsmodus im Kopf. Ich verstehe das wie hochdeutsch und merke manchmal nicht mal, dass derjenige kein hochdeutsch spricht..." Und dass ich schonmal wie und als durcheinanderwerfe und manchmal ein bisschen zu viel tun tu, ist doch verzeihlich :frech:.
Ich seh das für mich als große Bereicherung. Als ich in Hamburg gelebt habe, konnte ich mich so mit anderen. die auch hier aufgewachsen sind, unterhalten und kaum jemand hat uns verstanden. Ist es eigentlich immer so, dass man als Dialektsprecher das Gefühl hat, dass einen doch eigentlich jeder versteht, weil sich der Dialekt kaum vom Hochdeutschen unterscheidet? :-k

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 Betreff des Beitrags: Re: Dialektales Vermischtes
BeitragVerfasst: 08.01.2011, 10:28 
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Dialekte sind nicht so einfach








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 Betreff des Beitrags: Re: Dialektales Vermischtes
BeitragVerfasst: 08.01.2011, 16:35 
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Schöne Videos, Meike!

Obwohl die Plattsnacker ganz oben ganz schön gestelzt reden. So richtig schön auswendig gelernt und aufgesagt...

Und das badische klingt ja grausam (ähnlich wie schwäbisch, oder?). :auweia:


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 Betreff des Beitrags: Re: Dialektales Vermischtes
BeitragVerfasst: 08.01.2011, 20:45 
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Vanessa hat geschrieben:
Mein Mann regt sich immer auf, dass hier im Schwäbischen alles "fährt".

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"Mir fährt es im Bauch rum."
"Was fahren denn da für Socken auf dem Boden rum?" :lach:

Oder wenn ich mal wieder sag: "So eine Kugelfuhr!"


Ich kann deinen Mann verstehen. Der kommt doch aus Sachsen. Und der Sachse kennt nur das Verb "machen":

Ich mache über die Straße.
Ich mache ins Bett.
Ich mache die Tür zu.

:lach.: :lach.: :lach.:

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 Betreff des Beitrags: Re: Dialektales Vermischtes
BeitragVerfasst: 09.01.2011, 22:29 
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Diavolezza hat geschrieben:
Vanessa hat geschrieben:
Mein Mann regt sich immer auf, dass hier im Schwäbischen alles "fährt".

"Es ist mir ins Kreuz gefahren."
"Mir fährt es im Bauch rum."
"Was fahren denn da für Socken auf dem Boden rum?" :lach:

Oder wenn ich mal wieder sag: "So eine Kugelfuhr!"


Ich kann deinen Mann verstehen. Der kommt doch aus Sachsen. Und der Sachse kennt nur das Verb "machen":

Ich mache über die Straße.
Ich mache ins Bett.
Ich mache die Tür zu.

:lach.: :lach.: :lach.:


:lach: :lach: :lach: Soll heißen, er geht ins Bett oder doch eher das andere...? :fies:


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 Betreff des Beitrags: Re: Dialektales Vermischtes
BeitragVerfasst: 09.01.2011, 22:52 
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Julia hat geschrieben:
Diavolezza hat geschrieben:
Vanessa hat geschrieben:
Mein Mann regt sich immer auf, dass hier im Schwäbischen alles "fährt".

"Es ist mir ins Kreuz gefahren."
"Mir fährt es im Bauch rum."
"Was fahren denn da für Socken auf dem Boden rum?" :lach:

Oder wenn ich mal wieder sag: "So eine Kugelfuhr!"


Ich kann deinen Mann verstehen. Der kommt doch aus Sachsen. Und der Sachse kennt nur das Verb "machen":

Ich mache über die Straße.
Ich mache ins Bett.
Ich mache die Tür zu.

:lach.: :lach.: :lach.:


:lach: :lach: :lach: Soll heißen, er geht ins Bett oder doch eher das andere...? :fies:

Nein, es soll heißen, er geht ins Bett. "Ich mache über die Straße" bedeutet: "Ich gehe über über die Straße". :lach.:

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 Betreff des Beitrags: Dialektales
BeitragVerfasst: 11.02.2011, 14:46 
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emz hat geschrieben:
Alice64 hat geschrieben:
Hab grad gegoogelt...sind die Baggers vielleicht auch Reiberdatschi?
Was genaues stand da nicht.
stimmt, sagt man in nürnberg. und in der oberpfalz (nähe tschechische grenze) heißen sie dotsch bzw. datscherler.


Nördlich davon, im hessisch-thüringischen Grenzbebiet sagt man "Dätscher".


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 Betreff des Beitrags: Re: Dialektales Vermischtes
BeitragVerfasst: 13.05.2012, 16:03 
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*rauskruschtel* :grin:

BAYERISCHE DIALEKTIK
Das Bayerische hat so herrlich paradoxe Möglichkeiten, sich mit sanfter Gewalt auszudrücken: Da ist es dann ganz und gar kein Widerspruch, wenn ein allzu smarter Zeitgenosse als „sauber dreckert“ gilt.
So eine bildreiche Art der Kraftbenennung ist dann keineswegs „schee bläd“, wobei „schön“ und „blöd“ ja noch irgendwie zusammenpassen können. Richtig abenteuerlich wird die bayerische Sprech- oder gar Besprechweise, wenn über eine Person zu sagen ist:
„Schee greislich“.
Ja, ist dies Wesen jetzt schön oder das Gegenteil? Eben, beides in einem. Wie das dann aussieht, ist für den Bayern eine harmonische Einheit im Geiste.
Dialektik braucht halt keinen Aristoteles und noch weniger den Hegel, das zweischneidige Doppel-Denken ist im Land vor den Bergen längst gelebte Gegenwart. So wie die weite, gedankentragende Fläche des Loisachtales, dort wo der Fluss den Kochelsee verlässt, im Süden urplötzlich in schroffe Gebirgswände des Jochberges oder Heimgartens übergeht: Widerspruch – und doch eins. Kein Wunder, dass dies Schöpfungsgeheimnis, die Bi-Polarität (Schwarz-Weiß / Heiß-Kalt / Oben-Unten / Gut – Böse / Plus-Minus… usf.) direkten Einzug in das Bayerische Denken und Reden gehalten hat.
Wie wäre es sonst möglich, von einer „saubernen Drecksau“ zu reden? Deshalb freu´ ich mich immer, wenn bayerische Spitzenpolitiker etwas sagen und dabei nach innen lachen. So etwas „hat si g´waschn“, suggeriert Reinheit; obwohl die Inhalte bisweilen „sauber dreckert“ sind. Eine Sprechweise, die allerdings nur ein „ganz verreckter Sauhund“ beherrscht.
Geniales, dialektisches Widerspruchs-Denken reicht übrigens bis Rom. Kann man doch sogar verteufelt fromm sein.
In Bayern schon. Fritz Fenzl


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ICH WILL KEIN SCHEISS-FINALE!


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 Betreff des Beitrags: Re: Dialektales Vermischtes
BeitragVerfasst: 13.05.2012, 16:36 
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 Betreff des Beitrags: Re: Dialektales Vermischtes
BeitragVerfasst: 14.05.2012, 09:33 
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Aließ hat geschrieben:
*rauskruschtel* :grin:

[color=#0000BF][i]BAYERISCHE DIALEKTIK
Das Bayerische hat so herrlich paradoxe Möglichkeiten, sich mit sanfter Gewalt auszudrücken: Da ist es dann ganz und gar kein Widerspruch, wenn ein allzu smarter Zeitgenosse als „sauber dreckert“ gilt.
So eine bildreiche Art der Kraftbenennung ist dann keineswegs „schee bläd“, wobei „schön“ und „blöd“ ja noch irgendwie zusammenpassen können. Richtig abenteuerlich wird die bayerische Sprech- oder gar Besprechweise, wenn über eine Person zu sagen ist:
„Schee greislich“.


Da haben die Bayern aber kein Patent drauf, das gibt es in allen mir bekannten Dialekten.

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Mein Opa war ADAC Mitglied im Opel Rekord, ich weiß Bescheid.


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 Betreff des Beitrags: Re: Dialektales Vermischtes
BeitragVerfasst: 15.05.2012, 12:27 
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In meiner Jugendzeit sagten gerade Jugendliche aus Ostberlin gerne "urst-"; ("urstschau" z.B; das wort "schau" hat sich lange gehalten..)

Ich habe festgestellt, ich benutze gerne "gut" statt "sehr", (z. B. bei "der war aber gut wütend").

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Zu den Steinen hat einer gesagt: 'Seid menschlich.' Die Steine haben gesagt: 'Wir sind noch nicht hart genug.'
(Erich Fried)
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 Betreff des Beitrags: Re: Dialektales Vermischtes
BeitragVerfasst: 15.05.2012, 12:34 
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DU NICHT !!!


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