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21.05.2006, 03:30

Ich habe um 20:15 diese "Hitparade" mal laufen lassen, in der Hoffnung, Sandie Shaw mal wieder zu sehen, sie kam nicht vor. Dafür aber auf Platz zwei diese aggressiv kreischende hässliche Türkin, und auf Platz eins dann dieses primitive Nüttchen. Da sieht man doch schon, was für ein Publikum da den Ton angibt.

Horror mit System

Vielleicht haben auch viele Fernsehzuschauer aus Verzweiflung „Hallelujah“ gerufen und für „Lordi“ gestimmt, weil das übrige Teilnehmerfeld auf eine andere Weise Furcht und Schrecken verbreitete. Der Horror hatte System, war meistens blond und vollbusig und traf die Töne nicht: Die Ukraine schickte mit Tina Karol eine Shakira für Arme ins Rennen, eine Blondinen-Tanztruppe namens Sidsel Ben Semmane kämpfte vergeblich für Dänemark, und für die Türkei ging ein tätowiertes Mannsweib namens Sibil Tüzün an den Start, das in jeder Travestieshow der „Süper Star“ sein könnte.
(FOCUS)


Ich mag FOCUS ja nicht so besonders, aber hier stimme ich ihm mal zu.

21.05.2006, 03:30

21.05.2006, 03:41

Northstar hat geschrieben:Die Skandinavier, Balten, Sowjets, Balknastaaten wählensich jeweils gegenseitig, wie jedes Jahr.

Totaler Schwachsinn.


Diese ganze "Volksabstimmung" ist doch Komplettschwachsinn.

21.05.2006, 11:04

Es ist doch eigentlich schnurzpiepegal wer gewinnt.

Sollen sie doch für ihre Nachbarn stimmen. Diese Vorhersehbarkeit des Abstimmverhalten ist doch Teil des Spasses.
Und wenns dem friedlichen Zusammenleben in der Region dient ... ;-)

21.05.2006, 11:14

Ob die Primaten die heutzutage abstimmen wohl noch wissen daß der größte Sieg beim GP von Udo Jürgens errungen wurde?

"Merci Cherie" wurde von ALLEN teilnehmenden Ländern auf Platz 1 gewählt.

Aber der Mann (auch wenn ich bestimmt kein "Fan" von ihm bin) hat auch mehr Musikalität als sämtliche gestrigen Teilnehmer zusammengenommen.

21.05.2006, 13:28

Moin, bin erst jetzt in der Lage was zu posten, denn gestern musste ich mir einiges "schöntrinken"..............
Gewonnen habe finnische Schweineorks mit einer AC DC Style Nummer!

Außer der Griechin, die schon seit mehreren Jahren 49 ist und trotzdem noch Burner aussieht und selbverständlich unseren coolen Cowboys und sweet Jane Camerford, war alles mehr oder weniger zum Speien bzw. unfreiwillig komisch, aber ich hab mich bei dem bunten abend wie immer herrlich amüsiert und hatte soviel zum Lästern - phantastisch.

Außer Schneider und mir hattet Ihr euren Posts nach zu schließen ja auch nen ganz interessanten abend...............

Meine Highlights: Thomas Herrmans verteilt die Punkte vom Pferd im Cowboystyle
Wiegesagt die Griechin die seit mehreren Jahren 49 ist......
Ralf Morgensterns Komentare in der Pre Show
Die Halle und die Lightshow in Athen
Der goldene Anzug des Moderators
Texas Lightning

einziges Buuh: die Auszählung wird von den 1-7 Punkten schnell eingeblendet und es folgen nur noch die Punkte 8,10, und 12 direkt......
Verkürzt das Ganze - das war jedoch immer mein persönlicher Krimi......

aber insgesamt ma wieder eine Bombenshow :toothy1:

Jetzt guck ich mir noch mal die Griechin an, die seit........ naja wiegesagt

21.05.2006, 18:46

Ach, isset schon vorbei?

21.05.2006, 21:42

Laut Hochrechnung Mehrheit für Unabhängigkeit ...

Podgorica (dpa) - Die kleine Republik Montenegro, bisher Teil von Serbien-Montenegro, steuert auf die Unabhängigkeit zu. Nach einer ersten Hochrechnung der unabhängigen Wahlforschungsgruppe Cesid sprach sich eine Mehrheit der etwa 480 000 Wahlberechtigten dafür aus, den Staatsverbund mit dem deutlich größeren Serbien zu verlassen und einen souveränen Staat zu gründen. Für eine Unabhängigkeit sind mindestens 55 Prozent der Stimmen nötig - im Moment sind es etwas mehr als 56 Prozent.


Noch ein Phantasieland mehr, welches halbnackte Weibsen "singen" lässt und für die Nachbarn abstimmt.

Eigentlich könnte Deutschland doch darauf bestehen, daß jedes Bundesland einzeln antritt.

21.05.2006, 23:53

Hamlet hat geschrieben:Eigentlich könnte Deutschland doch darauf bestehen, daß jedes Bundesland einzeln antritt.

Ich wundere mich über so was Ähnliches immer in ganz anderem Zusammenhang. Warum darf Großbritannien beim Fußball eigentlich mit vier Nationalmannschaften antreten?

22.05.2006, 06:04

Der goldene Anzug des Moderators


Von hinten sah das aus, als stände da ein Nudist auf der Bühne ...

22.05.2006, 20:30

Aus der online-Ausgabe des SPIEGEL vom 22. Mai 2006...:

LORDI UND DER GRAND PRIX

Die wollen nur spielen!

Von Markus Becker

Der Grand-Prix-Sieg von Lordi lässt Schockwellen durch Europas Musiklandschaft gehen. Sind die Europäer kollektiv dem Wahn verfallen? Mögen sie balladesken Schmalz nicht mehr? Die finnischen Monster haben bewiesen: Harter Rock ist endgültig im Mainstream angekommen.

Da war sie wieder, die hässliche Fratze des Heavy Metals. Und sie schockte aufs Schrecklichste. Lordi, die finnischen Rocker in den lustigen Geisterbahn-Kostümen, hatten beim Eurovision Song Contest noch keinen Ton gespielt, da rollten schon die Wellen der Empörung durch Europa. Grand-Prix-Fossil Nicole ereiferte sich in der "Bild"-Zeitung über "ekelerregende Horrormasken", Kulturpessimisten waren in heller Aufregung, und in Griechenland drohten konservative Gruppen den Veranstaltern des Grand Prix gar eine Klage an, sollten sie den Lordi-Auftritt nicht verbieten. Die Finnen, so die Begründung, "kultivieren den Satanismus".

Fragt sich nur, ob man Satanismus kultivieren kann und, wenn ja, welcher echte Satanist allen Ernstes zu singenden Baisers aus Norwegen, Discopop-Nudistinnen aus der Ukraine oder Folkloretruppen vom Balkan auf die Bühne steigen würde.

Die größte Überraschung des Abends aber war, dass auch volle 30 Jahre nach den ersten Auftritten von Kiss und Alice Cooper eine Rockband eine solche Entrüstung auslösen kann, nur weil sie in Grusel-Kostümen auftritt und ansonsten - ja, was eigentlich getan hat? Nichts. Die Lordi-Truppe hat auf der Bühne keinem Kleintier den Kopf abgebissen, keine Babypuppen aufgespießt und nicht einmal verbal versucht, sich den Anstrich von Wochenend-Satanisten, geschweige denn echten Teufelsanbetern zu geben.

"Gigantisches Kraftwerk auf Hufen"

Sänger Tom Putaansuu alias "Lordi" bezeichnete die immer wieder erhobenen Satanismus-Vorwürfe in einem Interview als "totalen Quatsch". Wer sich jemals die Mühe gemacht hat, einen Blick auf die Internetseite der Band zu werfen, kann kaum anders, als dem Mann zu glauben. Nicht nur, weil die Band einen Song namens "Devil is a Loser" im Programm hat.

Putaansuu bezeichnet sich selbst als "Bastardsohn von tausend Größenwahnsinnigen" und "unheiliger Herr der Beben". Bassist Ox, das gehörnte Huftier der Band, nennt sich unter anderem "Smashquatch, das gigantische Kraftwerk auf Hufen" - eine kleine Anspielung auf das amerikanische Sasquatch-Phantom, besser bekannt als pelziger "Bigfoot". Schlagzeuger Kita beschreibt sich als "Ork-Soldat" und fragt rhetorisch "Wer, zum Teufel, ist der Predator?"

Das komplette Drumherum - die einen mögen vom Gesamtkunstwerk, prosaischere Gemüter von der "corporate identity" sprechen - schreit: Ironie! Das wird noch deutlicher, wenn man Lordi vor dem Hintergrund ihres Musikgenres beurteilt: Innerhalb des Heavy Metals, des finnischen erst Recht, ist Lordi auf der Skala der musikalischen Brutalität am äußersten seicht-melodiösen Rand anzusiedeln. Am anderen Ende gibt es Bands, die von den Grand-Prix-Gewinnern mindestens genauso weit entfernt sind wie die kroatische Volkstanz-Hupfdohle Severina. "Für viele jugendliche Metal-Fans in Finnland sind wir eigentlich Pop", klagte Lordi-Sänger Putaansuu im Interview mit dem "Hamburger Abendblatt".

Jeder Eingeweihte erkennt auf den ersten Blick, dass der Auftritt der Maskenträger als augenzwinkernde Hommage an gealterte Schockrocker wie Alice Cooper, Kiss und Wasp zu verstehen ist - musikalisch wie bildhaft. Nur hat der Heavy Metal seit rund 30 Jahren ein Problem: Die bürgerliche Kritik hält ihn und seine Akteure schlicht für zu dumm, der Ironie überhaupt fähig zu sein. Deshalb geht sie auch immer wieder den eigentlich leicht erkennbaren Provokationen von Musikern wie Slipknot, Marilyn Manson oder - besonders in Deutschland - Rammstein auf den Leim.

Gruseln im Scheinwerferlicht

Man mag an dieser Stelle kaum noch wiederholen, dass Heavy Metal als Überbegriff ein Genre bezeichnet, das zahllose extrem unterschiedliche Strömungen in sich vereint, über virtuose Musiker verfügt und thematische Tiefen kennt, die den meisten anderen Bereichen der Populärmusik fremd sind.

Die Hysteriker verlieren angesichts der martialischen Show von Bands wie Lordi gerne eines aus den Augen: Die wollen nur spielen. Und das können Lordi überraschend gut. Man muss kein Freund des einfach gestrickten Geradeaus-Hardrocks sein, um zu erkennen, dass die Finnen ihr Genre perfekt beherrschen und in Athen eine hochprofessionelle Bühnenshow abgeliefert haben. Das ist bei weitem mehr, als man von vielen Teilnehmern des diesjährigen Sangeswettstreits selbst mit viel Wohlwollen behaupten kann.

Dennoch entblödete sich Grand-Prix-Kommentator Peter Urban nicht, Kindern und sensiblen Gemütern vor dem "Lordi"-Auftritt zu empfehlen, die Augen zu schließen oder den Fernseher auszuschalten. Man muss während der letzten Fernsehjahre wohl hauptsächlich Trällerwettbewerbe verfolgt haben, um zu glauben, man könne die TV-Kids von heute mit fünf Gummimasken schocken.

Nicht, dass man sich beim Grand Prix nicht wieder hätte gruseln können. Man denke da nur an die Siebziger-Jahre-Disconummer von Sibel Tüzün, dem wasserstoffblonden Cher-Abziehbild aus der Türkei. Oder an den Auftritt von LT United aus Litauen, die sich mit ihrem Stadion-Prollgesang gleich zu den "Winners of Eurovision" erklärt hatten. Da fühlte man sich an einen Titel der Toten Hosen erinnert: "Vorhang auf für ein kleines bisschen Horrorshow".

Andererseits darf man diesen Sangeskünstlern dankbar sein - dafür, dass sie uns gezeigt haben, wer hier der Untote ist. Und dafür, dass sie es dem europäischen Publikum ermöglicht haben, Reife zu beweisen. Wenn überhaupt etwas an diesem Grand Prix fassungslos machen konnte, dann war es die Urteilskraft der Zuschauer. Sie haben den Auftritt von Lordi als das verstanden, was er war: prima Unterhaltung, nicht weniger, aber auch nicht mehr. Manchmal ist das Volk eben weiter als mancher Feuilletonist.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,417360,00.html

22.05.2006, 20:35

Bild

22.05.2006, 20:37

absolut schäbbig!
lustige geisterbahnkostüme? also,i weiß ni! :roll:

22.05.2006, 20:47

Schneidi hat geschrieben:Bild

…in Love with Anna Ziegler - Romantik, die unter die Haut geht.

Da hast du Recht!
Die langen schwarzen Haare verleihen Anna einen richtig exotischen Touch - sehr romantisch! Und erst das das kokette Mützchen! Ent-zü-ckend!

22.05.2006, 20:52

...ach Su - so viele haben schon versucht, meine Liebe zu Anna Ziegler zu erschüttern - immer erfolglos. :smile:

22.05.2006, 20:56

Wieso? (*unschuldig kuck*).

Ich gebe dir doch nur Recht - auf dem Foto sieht sie zum Verlieben aus!
Und nicht nur bildschön, nein, auch so ein lieber Gesichtsausdruck! Man kann sofort erkennen, was für ein herzlicher Mensch das ist.

22.05.2006, 21:02

:lol:

22.05.2006, 21:02

...Ralph Siegel könnte eigentlich mal ein Liebeslied für Anna Ziegler schreiben - damit würde ich mich glatt um die Teilnahme am ESC bewerben.

22.05.2006, 21:07

Klasse Su....

22.05.2006, 21:36

...gespannt bin ich, ob es beim ESC2007 "Lordi-Nachahmer" geben wird.

Denn für den Song von "Lordi" wurde ganz sicher nicht gevotet, sondern für das Outfit bzw. den vermeintlichen Unterhaltungswert desselben.

23.05.2006, 02:51

Schneidi hat geschrieben:...ach Su - so viele haben schon versucht, meine Liebe zu Anna Ziegler zu erschüttern - immer erfolglos. :smile:


Wann fährst du denn mal wieder mit deiner Regierung nach Berlin zum Juwelier?
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