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 Betreff des Beitrags: Re: Eurovision Song Contest 2010
BeitragVerfasst: 06.05.2010, 13:09 
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...was für einen Quatsch Du Dir da zusammen schreibst, Hamlet - das passt auf keine Kuhhaut mehr.

Auch als Küchenpsychologe mit der Fachrichtung "Popologie" versagst Du auf ganzer Linie.

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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 06.05.2010, 13:09 


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 Betreff des Beitrags: Re: Eurovision Song Contest 2010
BeitragVerfasst: 06.05.2010, 13:12 
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Ich habe noch NIE eine Grand Prix Sendung ganz gesehen. Das ist soooo langweilig. Wenn die Punkte verteilt werden, dann schalte ich mal kurz rein. Wenn Deutschland oben steht bleib ich dabei. War ja aber in den letzten Jahren nie.

Dieses Lena Lied ist schon mal was anderes. Vielleicht sehen es die anderen Länder auch so. Aber eigentlich glaube ich nicht daran.

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 Betreff des Beitrags: Re: Eurovision Song Contest 2010
BeitragVerfasst: 06.05.2010, 13:20 
Schneidi ° hat geschrieben:
Meine Frau ist das Beste, was mir in meinem ganzen Leben passiert ist. :heart: Sie ist die Liebe meines Lebens...!° :heart:

na hoffentlich glaubt sie dir das auch dann noch, wenn sie deine schwärmereien für anna, teresa usw. mal lesen sollte. ich wüsste jedenfalls, was ich da machen würde. und da könnte man mir seitenweise :heart: schreiben, ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Eurovision Song Contest 2010
BeitragVerfasst: 06.05.2010, 13:28 
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Aber vielleicht ist das ja sein Rezept für eine lange Ehe.
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 Betreff des Beitrags: Re: Eurovision Song Contest 2010
BeitragVerfasst: 06.05.2010, 13:32 
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...liebe lilo :knuddel: - Du bist mein Sonnenschein des Tages...!° :heart:


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 Betreff des Beitrags: Re: Eurovision Song Contest 2010
BeitragVerfasst: 06.05.2010, 13:36 
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Schneidi ° hat geschrieben:
...liebe lilo :knuddel: - Du bist mein Sonnenschein des Tages...!° :heart:

:oops:

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 Betreff des Beitrags: Re: Eurovision Song Contest 2010
BeitragVerfasst: 06.05.2010, 13:38 
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lilo hat geschrieben:
Aber vielleicht ist das ja sein Rezept für eine lange Ehe.
Appetit holt er sich woanders und gegessen wird zu Hause.



Du meinst, an seiner Olsch kriegt er keinen mehr hoch und deshalb braucht er solche Vorlagen wie dieses Lenapüppchen? Und wenn er dann die Latte hat, rennt er damit zu seinem Weihp?


Iiiieh, bist du fies, du Sonnenschein!

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 Betreff des Beitrags: Re: Eurovision Song Contest 2010
BeitragVerfasst: 06.05.2010, 13:40 
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Schneidi ° hat geschrieben:
...was für einen Quatsch Du Dir da zusammen schreibst, Hamlet - das passt auf keine Kuhhaut mehr.

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Ich hatte also mal wieder recht.


Ich habe mich noch nie fundamental geirrt!

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 Betreff des Beitrags: Re: Eurovision Song Contest 2010
BeitragVerfasst: 06.05.2010, 13:40 
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 Betreff des Beitrags: Re: Eurovision Song Contest 2010
BeitragVerfasst: 07.05.2010, 21:00 
emz hat geschrieben:
... und auch sonst ...

... ist die kleine nicht ganz so medienunerfahren.


Da wird mir das kleine Luder doch langsam sympathisch... :evil6:


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 Betreff des Beitrags: Re: Eurovision Song Contest 2010
BeitragVerfasst: 07.05.2010, 21:12 
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Die internationalen Regeln für den ESC 2010

Die European Broadcasting Union (EBU) hat für den Eurovision Song Contest 2010 folgende Grundregeln aufgestellt.

* Der Gewinner des Eurovision Song Contest 2010 wird am 29. Mai 2010 im Finale von Oslo ermittelt. Zuvor finden am 25. und 27. Mai 2010 Halbfinale statt.

* Der norwegische Sender Norsk rikskringkasting (NRK) überträgt in Zusammenarbeit mit den Fernsehanstalten der teilnehmenden 39 Länder drei Veranstaltungen live aus der Telenor Arena. Startzeit ist jeweils um 21.00 Uhr CET.

* Einen garantierten Startplatz im Finale haben: Norwegen als Gastgeber und die vier größten EBU-Geldgeber Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien.

* Die weiteren Finalplätze werden an die jeweils zehn besten Acts der Halbfinale vergeben; das Feld des Finales umfasst 25 Acts.

* Im jedem Halbfinale treten 17 Länder an, die in der jeweiligen Runde auch stimmberechtigt sind. Die Abstimmung erfolgt per Juryvoting und Televoting. Beide Teile machen 50 Prozent des Ergebnisses aus. Die fünf Länder, die bereits als Finalteilnehmer gesetzt sind, werden einem Halbfinale zugelost, in dem sie mitabstimmen dürfen. Im Finale stimmen alle Teilnehmerländer ab, auch wenn ihre Musiker im Halbfinale ausgeschieden sind.

* Welcher Qualifikant welche Startposition im Finale einnimmt, wird ausgelost.

* Die Finalwertungen jedes Landes setzen sich jeweils zur Hälfte aus Wertungen des Publikums und einer Jury zusammen.

* Die Jury besteht in jedem Teilnehmerland aus fünf Experten. Diese müssen die Staatsangehörigkeit des Landes besitzen, für das sie im Einsatz sind. Außerdem müssen sie eine Verbindung zur Musikbranche besitzen. Zugleich dürfen sie in keiner geschäftlichen Beziehung zum Kandidaten des eigenen oder eines anderen Landes stehen.

* Jury und Fernsehzuschauer der teilnehmenden Länder dürfen nicht für ihr eigenes Land abstimmen. Der Kandidat, der innerhalb eines Landes die meisten Stimmen bekommt, erhält zwölf Punkte, der Zweitplatzierte wird mit zehn und der Drittplatzierte mit acht Punkten belohnt. Die Interpreten auf den sieben folgenden Rängen erhalten abnehmend sieben bis einen Punkt. Neun und elf Punkte werden nicht vergeben.

* Die Zuschauer können ab dem ersten Song für ihren Favoriten anrufen, 2010 sind die Leitungen für das Televoting erstmals schon ab dem ersten Auftritt für Anrufer geöffnet.

* Aus Televoting-Ergebnissen und Jurywertungen jedes einzelnen Landes setzt sich das Gesamtergebnis für jeden Teilnehmer zusammen. Wenn zwei Songs auf die gleiche Punktzahl kommen, bekommt das Land die höhere Punktzahl, das vom Publikum höher bewertet wurde. Das Zuschauervortum hat in diesem Fall also Vorrang.

* Wie bereits in den vergangenen Jahren, werden, um Zeit zu sparen, die Punkte eins bis sieben nicht verlesen, sondern automatisch auf der Anzeigentafel für die Platzierungen eingeblendet. Der Moderator des jeweiligen Landes gibt nur die Höchstwertungen acht, zehn und zwölf Punkte bekannt. Nur bei den letzten drei Ländern wird die komplette Wertung von eins bis zwölf vom Moderator vorgetragen.

* Das Mindestalter der Interpreten ist 16 Jahre (am Tag des Halbfinales).

* Jeder Interpret darf nur für ein Land antreten.

* Der Titel darf nicht vor dem 1. Oktober 2009 kommerziell veröffentlicht worden sein.

* Der Titel muss live mit Halbplayback vorgetragen werden.

* Die Sprache des Vortrags kann jedes Teilnehmerland frei wählen.

* Es dürfen während des Vortrags höchstens sechs Personen auf der Bühne stehen.

* Die Länge des Beitrags darf maximal drei Minuten betragen.

* Texte, Ansprachen und Gesten politischer Natur sind während des Contest untersagt. Dies gilt ebenso für Texte oder eine Bühnenshow, die den Wettbewerb allgemein in Misskredit bringen könnten.

Quelle...: http://eurovision.ndr.de/hintergruende/ ... sc102.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Eurovision Song Contest 2010
BeitragVerfasst: 07.05.2010, 21:14 
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* Die Zuschauer können ab dem ersten Song für ihren Favoriten anrufen, 2010 sind die Leitungen für das Televoting erstmals schon ab dem ersten Auftritt für Anrufer geöffnet.

Ich bin so gespannt, ob und wie sich diese Regelung auf das Ergebnis des ESC 2010 auswirken wird. :-k


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 Betreff des Beitrags: Re: Eurovision Song Contest 2010
BeitragVerfasst: 07.05.2010, 21:20 
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* Der Titel muss live mit Halbplayback vorgetragen werden.

Diese Regel würde ich sofort wieder ändern.

Waren das Zeiten, als vor jedem neuen Song ein anderer Dirigent vor das große Orchester trat, sich verbeugte und dann ging es los.

Der ESC sollte schnellstmöglich zur kompletten Live-Darbietung der Songs mit einem schönen, großen Orchester zurück kehren. Das macht dich erst den Charme dieser Veranstaltung aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Eurovision Song Contest 2010
BeitragVerfasst: 07.05.2010, 22:10 
Schneidi ° hat geschrieben:
* Der Titel muss live mit Halbplayback vorgetragen werden.

Diese Regel würde ich sofort wieder ändern.

Waren das Zeiten, als vor jedem neuen Song ein anderer Dirigent vor das große Orchester trat, sich verbeugte und dann ging es los.

Der ESC sollte schnellstmöglich zur kompletten Live-Darbietung der Songs mit einem schönen, großen Orchester zurück kehren. Das macht dich erst den Charme dieser Veranstaltung aus.

na klar, bands dürfen erst gar nicht mehr auftreten, weil so schnell können die tontechniker nicht zwischen den einzelnen auftritten umbauen. es werden also nur noch songs mit großem orchester zugelassen. diese neue regel wird bestimmt begeisterung auslösen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Eurovision Song Contest 2010
BeitragVerfasst: 07.05.2010, 22:23 
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...na klaro sollen Bands auftreten, emz. Das klappte doch früher auch.

In aller Regel benötigen Bands ja auch kein Orchester, höchstens unterstützend (Streicher) - das sollte beim heutigen technischen Fortschritt tontechnisch in Echtzeit umsetzbar sein.

Genauso kann ich mir a-capella-Auftritte von Künstlern vorstellen - Hauptsache live und weg vom Playback in jeglicher Form.


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 Betreff des Beitrags: Re: Eurovision Song Contest 2010
BeitragVerfasst: 07.05.2010, 22:54 
Schneidi ° hat geschrieben:
...na klaro sollen Bands auftreten, emz. Das klappte doch früher auch.

In aller Regel benötigen Bands ja auch kein Orchester, höchstens unterstützend (Streicher) - das sollte beim heutigen technischen Fortschritt tontechnisch in Echtzeit umsetzbar sein.

Genauso kann ich mir a-capella-Auftritte von Künstlern vorstellen - Hauptsache live und weg vom Playback in jeglicher Form.

ein beispiel, als götz alsmann hier ein open air gab, haben die techniker etwa eine stunde gebraucht, um die band auszusteuern, eine band die immer in der gleichen besetzung spielt. so einen soundcheck bekommst du nicht in zwei minuten gebacken, allein schon bis die instrumente angeschlossen sind, dann werden sie einzeln angespielt, das ist äußerst ermüdend für ein publikum.
a capella in diesem musikbereich, das wäre allerdings äußerst ungewöhnlich. ich glaube kaum, dass unsere wassernixe so toll rüberkäme, wenn sie ganz allein ohne instrumentalbegleitung auf der bühne stünde und ihr liedlein trällern müsste.

glaube mir, das hat schon ganz vernünftige gründe, wenn die mit halb playback arbeiten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Eurovision Song Contest 2010
BeitragVerfasst: 08.05.2010, 07:05 
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Lena Meyer-Landrut

Miss Kiss Kiss Belanglos


Deutschlands Grand-Prix-Hoffnung, Lena Meyer-Landrut, hat ihr erstes Album „My Cassette Player“ veröffentlicht: ein bunter Bandsalat musikalischer Belanglosigkeiten.
Von FOCUS-Online-Redakteur Michael Stepper

Die 18-jährige Lena Meyer-Landrut ist „Unser Star für Oslo"

Der Kritiker hat im Allgemeinen keinen leichten Job. Fällt er sein Urteil gegenüber einem Rezensionsobjekt zugunsten der landläufigen Meinung, verhallt seine Stimme im Grundrauschen der Me-too-Rezensenten. Haut er allerdings so richtig auf die Kacke und entlarvt allzu vorhersehbare Effekthascherei und plumpes Marketing, schießt er damit ein mediales Eigentor und steht schnell als „Miesepeter“ und „Neider“ da.

Li-La-Laune-Longplayer

Jetzt kann man im Falle von Lena Meyer-Landrut einerseits behaupten, dieses Gör sei ausnahmslos talentiert und mit nie da gewesener musikalischer und charakterlicher Raffinesse gesegnet. Der Jubel der Fans (also der Masse) wäre einem gewiss, die Kritikerseele allerdings verkauft. So fällt die Wahl dann meist auf die – stets subjektive – Wahrheit, auch wenn sich die breite Masse dann erst recht trotzig dazu entschließt, das kritisierte Objekt zu erstehen. Der Mittelweg also.

Ein Königreich für einen Satelliten

Über Lena Meyer-Landrut wurde bereits alles gesagt, Porträts geschrieben, Wetten auf ihren Sieg in Oslo abgeschlossen und schmutzige Videos aus der Vergangenheit ausgegraben. Letzteres natürlich kurz vor Veröffentlichung von „My Cassette Player“, dem ersten Longplayer der 18-jährigen Hannoveranerin.

Schon nach den ersten Folgen von „Unser Star für Oslo“ galt Lena als Favoritin für den Sieg. Attestierte man ihr doch 100 Prozent Andersartigkeit. Keine Popschablone war sie, die, willenlos wie eine DSDS-Aufziehpuppe, Chartkost wiederkäute. Lena war und ist vor allem: Lena. Ein Ich-bin-Ich auf hochhackigen Hexenschuhen mit „fettigen Haaren und Flohmarktklamotten“ wie Popstar-Juror und Rapper Sido ihr vorwarf. Und so unrecht hat der Aggro-Berliner gar nicht. In der Tat erinnert Lena als musikalisches Pendant an „Siebenstein“, die wunderliche Geschichtenerzählerin, die samt sprechendem Koffer und Raben in ihrer ganz eigenen Welt lebt.

Lena, die Kopie von der Kopie

Klar, dass der deutschen Masse das gefällt. Andersartigkeit kennt sie ansonsten nur aus musikalisch weit entfernten Ländern. Aus Großbritannien zum Beispiel. Einer Nation, die den Pop (den echten) nach wie vor hegt und pflegt. Die Talente wie Amy Winehouse, Duffy, Adele oder die von Lena bis ins sprachliche Detail kopierte Kate Nash gebiert.

Und da hört es für Kenner leider auch schon wieder auf mit dem Anderssein. Die Taschenspielertricks, mit denen Lena ihr Publikum „verzaubert“, hat sie sich nämlich selbst nur über die Jahre zusammengeklaut. Kritische Stimmen zeigten sich bereits nach dem ersten Auftritt der Hannoveranerin erstaunt über die Tatsache, dass sich das bereits überquellende Album an Abziehbildfräuleins immer noch um ein allerletztes Exemplar erweitern lässt. In diesem Fall um ein deutsches, das mit allen Mitteln versucht, ihre Vorbilder so exakt wie möglich zu imitieren.

So zappelt Lena auf der Bühne spastisch vor sich hin. Wohl nicht weil das aus ihrem Innersten käme, sondern weil man das als verschrobenes Pop-Elfchen eben so macht. Um den komplexen Texten Ausdruck zu verleihen. Die Isländerin Björk tut genau das schon ihre ganze Karriere lang, die Schwedin Lykke Li hat diesen Stil perfektioniert.

Lena tut das auch, im Gegensatz zur „Konkurrenz“ fehlen ihr dank „My Cassette Player“ aber die anspruchsvollen Texte. Das Album ist – kurz und schmerzlos: Alles andere als anders, es ist schlicht langweilig. Stefan Raab, der die Platte produziert hat, lobte stets Lenas Talent und ihre freche Art. Trotzdem verpackt er genau diese Eigenschaften am Ende in dicke Luftpolsterfolie. Neben dem strittigen Oslo-Beitrag „Satellite“, verlässt sich Raab allzu sehr auf die Zugkraft der Marke Lena und schreibt ihr ein Album auf den Leib, das an dem Elfchen schlabbert wie eine Ulla-Popken-Bluse.

Kunterbunter Bandsalat

Anstatt Kate-Nash-Leichtigkeit verbreitet der Kassettenspieler vor allem die Art von Eintönigkeit, die bereits Max Mutzke in Vergessenheit geraten ließ. Warum man überhaupt die Metapher vom verlorenen Kassettenspieler („My Cassette Player“) erfand, kann wahrscheinlich nur die Marketingabteilung näher erläutern. Soll wohl irgendwie retro sein und verschroben – natürlich. Warum auch einem MP3-Player hinterhertrauern? Kassette! Hauptsache anders.

Blöderweise findet sich dieses Motiv dann auf dem Rest des Albums auch überhaupt nicht wieder. Dafür gibt es bereits Bekanntes: zwei erprobte Coverversionen wie Adeles „My Same“, Jason Mraz’ leicht entstelltes „Mr. Curiosity“ oder die beim Publikum durchgefallene Oslo-Alternative „Love Me“. Der Rest der Platte wartet mit jeder Menge dahinplätscherndem Füllmaterial auf, das Lena gewohnt nett besäuselt („Not Following“, „Touch A New Day“,“Bee“) und dabei stets übertrieben britisch zernäselt. Nicht fehlen darf natürlich das Raab-typische Funk-Stückchen „I Like To Bang My Head“.

Ein Königreich für einen Satelliten
Ein Album für alle – und keinen

Die Versuche, auf den – längst abgefahrenen – 60ies-Soul-Zug aufzuspringen („You Can’t Stop Me“, „I Just Want Your Kiss“), hingegen gelingen, verbreiten gute Laune und fallen als Ausnahmen positiv auf. In ruhigeren Passagen „Caterpillar In The Rain“, „Wonderfull Dreaming“ widerlegt Lena außerdem das Vorurteil, sie könne nicht singen, sondern lediglich rhythmisch sprechen.

Im Großen und Ganzen ist „My Cassette Player“ genau das Album, das erwartet werden durfte. 13 solide produzierte Lieder, die massentauglich und größtenteils musikalisch langweilig ausfallen. Stefan Raab versteht sich inzwischen – wie Dieter Bohlen – auf seichten Allerwelts-Pop, der niemanden vom Hocker reißt, aber alle zufriedenstellt. Die Masse, weil sie genau das bekommt, was sie will, und den Kritiker, weil er weiß, dass das neue Kate-Nash-Album eh um Längen besser ist, und sich insgeheim freut, dass er dieses Wissen mit einem eingeschworenen Zirkel teilt. Ende gut, alles gut also. Kassetten? Wer’s braucht.


http://www.focus.de/kultur/musik/platte ... 05860.html


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Eine wirklich fundierte und seriöse Analyse!

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 Betreff des Beitrags: Re: Eurovision Song Contest 2010
BeitragVerfasst: 08.05.2010, 07:11 
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Die wesentliche Frage ist doch:

Würde Lena nachts einen Igel von der Straße retten?




Die Bemerkung, daß in einem solchen Fall der geile kleine Arsch das letzte ist,
was man lebendig von ihr sieht, verbietet sich wg Geschmacklosigkeit von selbst.

Gellt!

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 Betreff des Beitrags: Re: Eurovision Song Contest 2010
BeitragVerfasst: 08.05.2010, 07:13 
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Nö!

Die Beatles konnten wg zu viel Studiotechnik schon recht früh nicht mehr auftreten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Eurovision Song Contest 2010
BeitragVerfasst: 08.05.2010, 08:11 
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Ich finde das Lied einfach Gut.
Mir ist es egal wer das singt oder wie der Sänger aussieht.
Schade das die Sängerin so fertig gemacht wird.

Man kann sofort nach dem ersten Lied anrufen? Welch Gerechtigkeit. Bei den ersten können also ca. 2 Stunden lang schon Leute anrufen und beim letzten Interpreten nur 10 Minuten.
Blöde Regel.

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