In drei großen Shows im Januar und Februar, moderiert vom bewährten Duo Matthias Opdenhövel und Sabine Heinrich, suchen PRO7 und die ARD zunächst „Unseren Song für Deutschland“: Im ersten Halbfinale (31. Januar, 20.15 Uhr, PRO7) präsentiert Lena sechs Lieder, sechs weitere dann im zweiten Halbfinale (7. Februar, 20.15 Uhr, PRO7). Eine Jury aus wechselnden Popkünstlern unter Vorsitz von „Präsident“ Stefan Raab bewertet das Geschehen, bevor das Publikum jeweils drei Songs per SMS oder Telefon ins Finale wählt (18. Februar, 20.15 Uhr, ARD). Aus den verbliebenen sechs Titeln küren die Zuschauer dann ihren Favoriten zum offiziellen Grand-Prix-Beitrag 2011.
In diesen Shows wird Lena gefeiert werden wie sonstwas, die "Jury aus wechselnden Popkünstlern unter Vorsitz von „Präsident“ Stefan Raab" wird sich bei ihr einschleimen ohne Ende und sie unnötig in den Himmel heben.
Und dann, beim eigentlichen Contest, wird sie mächtig auf die Schnauze fallen. Schade eigentlich.
Die Strategie könnte tatsächlich aufgehen sofern Lenachen weiter das unschuldige Teeniegirlie spielt, also ihren naiven "Charme" behält. Tritt sie aber "gereift" auf, kann sie es vergessen.
Habe gerade den Ausschnitt gesehen. Mir geht die Art dieses Mädchens dermaßen auf den Keks. An ihrer Stelle würde mir der Popo auf Grundeis gehen. Raab etc. haben ihre Schäfchen ja im Trockenen, die machen bei einer Grand Prix Pleite ein paar dümmliche Witzchen anschließend und gut is, aber Lenas Stern glänzt ja noch nicht so hell, dass ihr eine Pleite nichts anhaben könnte. Naja, vielleicht hat sich das Ganze finanziell schon gelohnt.
Siri hat geschrieben: aber Lenas Stern glänzt ja noch nicht so hell, dass ihr eine Pleite nichts anhaben könnte. Naja, vielleicht hat sich das Ganze finanziell schon gelohnt.
Die hat ihre Millionen auch schon auf dem Konto. Die kann nur noch durch Dummheit arm werden.
Dienstag 08.02.2011, 05:54 · von FOCUS-Redakteur Gregor Dolak
Die Dauerwerbesendung zugunsten der Aktion Sorgenkind des deutschen Schlagers geht weiter. Jurorin Anke Engelke prophezeiht, dass es mit Lena beim Grand Prix womöglich nix wird. Schlager-Deutschland versucht sich in einer völlig neuen Disziplin. Statt hitverdächtige Melodien zu komponieren, herzwärmende Texte zu dichten, beackert die Branche ein ungewohntes Feld: Debatte führen. Die grauen alten Köpfe der Schnulzen-Industrie, sofern auf ihnen noch Haare wachsen, haben sich über das Phänomen gebeugt: Kann, darf, ja soll überhaupt Lena Meyer-Landrut ein zweites Mal zum Eurovision Song Contest antreten?
Produzenten-Granden wie Ralph Siegel, Hans R. Beierlein, Thomas Stein, die ihre größten Erfolge lange hinter sich haben, meinen: Och nö, das wird wahrscheinlich nix beim Grand Prix. Die ARD laviert innerhalb ihrer vielstimmigen Gremien um die Frage, ob sie dem Lena-Macher Stefan Raab wirklich das Heft in die Hand hätte geben sollen. Denn dort liegt der eigentliche Skandal: Mit gebührenfinanzierten Sendern im Rücken steuert der ProSieben-Entertainer ein keineswegs öffentliches Anliegen. Die Werbekampagne für sein Produkt. Nach der gestrigen zweiten Casting-Sendung von „Unser Song für Deutschland“ kommt die neue CD des Mädchens auf den Markt.
Die nationale Gloriole, die diesen PR-Feldzug bemäntelt, ist ziemlich dreist. Kein Lied fürs Vaterland wird hier gekürt, sondern nur eines für die Raab-Schöpfung Meyer-Landrut. Seine Firma zieht den größten Profit aus „seinem Song für Lena“. Auch dank der öffentlich-rechtlichen Radiosender, die das Raab-Produkt emsig ins Land funken. Schon in den ersten Minuten der ProSieben-Show bekommt die Sängerin ihr Album von den Moderatoren in die Hand gedrückt. Quietschig wie gewohnt hebt sie sofort dessen bestechendsten Vorzug heraus: „Das Booklet ist wunderschön geworden.“
Charme-loser Raab
In der zweiten Ausgabe der Dauerwerbesendung für das „Booklet für Deutschland“ trällerte sich Madamchen nochmals durch sechs Lieder. In der Jury lungerte wieder Raab herum, der seine eigene Produktion kritisch belobigen durfte. Immerhin saß da auch Anke Engelke, die einen der Songs wahrheitsgemäß als „blöd“ und „beknackt“ bezeichnete, weil er nicht einer Teenagerin gemäß sei. Der offenbar völlig kritikunfähige Raab erwiderte, angesichts ihres eigenen Alters können sie nicht beurteilen, was Teenagern gemäß sei.
Die solchermaßen Beleidigte zeigte ihm daraufhin zwei Mittelfinger und rächte sich mit unerbittlicher Offenheit: „Nicht jeder Song kann 12 Punkte bekommen. Was sicherlich auch beim nächsten Song Contest einige Male passieren wird.“ Danach verriss die Engelke auch den Rest der Hörware: Ein weiterer Song war ihr „zu seicht“, sie vermisse das „gewisse Etwas“. Subtil wies sie auf die Schwächen von Raabs Konzept hin: Sie „freue“ sich sehr, dass Komponisten noch mal eine Chance bekämen, die schon zur ersten Sendung vergangene Woche Beiträge geliefert hatten. Inklusive Raab selbst, dessen zweites Werk für Lenas stimmliche Fähigkeiten „zu früh“ komme.
Meinungsfreiheit und echter Wettstreit sind dem Showmann reichlich fremd. Viel näher ist dem TV-totalitären Unterhalter die gelenkte Demokratie einer abgekarteten Castingshow, bei der eine kleine Clique Tonsetzer von seinen Gnaden zur Wahl steht. Auch die Widerworte der spitzzüngigen Satirikerin Engelke in der eigenen Sendung entsprangen nicht seinem Sinn für Binnen-Pluralismus, sondern nur seinen mangelhaften Gentleman-Eigenschaften.
Interessant fand ich, daß das einzige peppigere Lied von Raab geschrieben wurde. Alle anderen waren mehr oder weniger Balladen bzw. Fahrstuhlmusik bzw. sie waren nicht massenkompatibel.
Klar, daß dann das Raab-Lied den Zuschlag bekommt.
Wobei ich finde, daß sich die Raab-Kompositionen alle irgendwie ähnlich anhören.
Die Einschaltquoten sind jedenfalls nicht so berauschend: 2.56 Mio. für die erste Show waren sehr bescheiden. Da hat die Lindenstraße sogar noch mehr (und das will was heißen!)
Ich fand, dass Lena teilweise die Töne nicht wirklich getroffen hat. So wie sie gestern manchmal gesungen hat, hätte sie bei Dieter Bohlen den Recall nicht geschafft.
Das empfand ich schon beim letzten Eurovision so...
Ich glaube nicht, dass Deutschland dieses Jahr eine Chance hat. Zwei Mal hintereinander gewinnen und noch dazu mit derselben Sängerin? Bin zwar kein Fan von Verschwörungstheorien, aber ich bin der Meinung, dass Deutschland nicht wegen Lena gewonnen hat.
Ein Glück nehme ich diesen Mist nicht ernst Gucks mir aber seit ca. fünf Jahren doch jedes Mal an, ist ein prima Saufabend immer.
Ich finde das Konzept der Sendung ( ein-und dieselbe Chanteuse trällert verschiedene Lieder, um den Wettbewerb mit sich selbst zu gewinnen) einfach nur unterirdisch. Ich habe sie mir daher auch nicht angesehen. Völlig unbegreiflich ist mir allerdings, dass die Öffentlich-Rechtlichen (mit den GEZ-Gebühren) das privat-kommerzielle Interesse eines Stefan Raab bedienen. Der lacht sich doch ins Fäustchen, weil diese Shows ihm praktisch "spendiert" werden. Und er ist der Einzige, der Nutzen davon hat. Wie ich gehört habe, soll dieser tage die neue Lena-CD in den Handel kommen. Ich würde ja jede Wette darauf abschließen, welche Lieder darauf zu hören sein werden.
Auf dieser CD sind wohl alle 12? Lieder der Sendung oben. Diese Sendung hat mich wirklich nicht aus den Socken gehoben. Lena bei jedem Lied in einem anderem Kleid. In der nächsten Sendung wird dann aus den 6 Liedern der Gewinner gekürt. Na gut...