Priester verschiedener orthodoxer Kirchen sind in der Geburtskirche in Bethlehem mit Besenstielen aufeinander losgegangen. Die Polizei musste mit Schlagstöcken einschreiten. Grund für die Auseinandersetzung war der Verlauf einer Trennlinie.
Ungewöhnlicher Einsatz für die Polizei in Bethlehem: Am Mittwoch mussten die Sicherheitskräfte in der Geburtskirche einschreiten und streitende Priester trennen. Vertreter der orthodoxen und der armenischen Kirche waren im Streit um die Aufteilung des Kirchenraums aufeinander losgegangen. Etwa 100 Geistliche und Mönche der griechisch orthodoxen und der armenisch apostolischen Kirche hatten sich mit Besenstielen und Fäusten um den Verlauf einer Trennlinie geprügelt. Die palästinensische Polizei gelang es unter Einsatz von Schlagstöcken und Schilden, die Ordnung wiederherzustellen. Drei christliche Glaubensrichtungen teilen sich die Nutzung der Geburtskirche in Bethlehem, wo nach ihrem Glauben Jesus Christus geboren wurde. Dabei kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den Vertretern der katholischen, orthodoxen und armenischen Kirche.
"Ich halte den Gott des AT überhaupt für eine der brillantesten bösen Figuren der Weltliteratur. Die Kombination der beschrieben Eigenschaften Gottes (Bosheit, Rachsucht, Gehässigkeit, Sadismus, Rechthaberei, Brutalität, Gewissenlosigkeit) wie er sich an vielen Stellen zeigt, läßt viele Bösewichte bei Shakespeare als blutige Anfänger erscheinen."
Als „therapeutische Maßnahme“ soll die katholische Kirche in den Niederlanden in den 1950er-Jahren mindestens zehn Jungen kastriert haben. Die Opfer seien zuvor von Kirchenangehörigen sexuell missbraucht worden.
Um angebliche homosexuelle Neigungen „zu heilen“ hat die katholische Kirche in den Niederlanden laut Medienberichten mehrere Jungen kastrieren lassen. Wie die Zeitung „NRC Handelsblad“ am Samstag schrieb, sind mindestens zehn solcher Fälle aus den 1950er-Jahren bekannt. Dabei habe es sich um Minderjährige gehandelt, die zuvor in katholischen Schulen und Internaten von Kirchenangehörigen sexuell missbraucht worden seien. Die chirurgischen Eingriffe seien in kirchengeführten psychiatrischen Kliniken vorgenommen und mit dem Ziel begründet worden, die Kinder „von ihrer Krankheit zu befreien“.
Die Zeitung beruft sich auf Aussagen von Opfern, ärztliche Berichte, Privatbriefe und Anwaltsdokumente. Im Dezember 2011 war in den Niederlanden der Bericht einer Untersuchungskommission vorgestellt worden, aus dem hervorging, dass in dem Land seit 1945 Zehntausende Kinder in Einrichtungen der katholischen Kirche sexuell missbraucht wurden. Obwohl es damals schon den Verdacht auf Kastrationen als „therapeutische Maßnahme zur Heilung der Homosexualität“ gab, war dieser Aspekt nicht in dem Bericht aufgenommen worden.
Der Erzbischof von Utrecht, Wim Eijk, bat die Opfer im Dezember um Verzeihung. „Im Namen der Katholischen Kirche in den Niederlanden möchte ich mich aufrichtig entschuldigen.“ Nach der Veröffentlichung des Berichts sagte er: „Das erfüllt uns mit Scham und Schmerz.“ agr/dpa
Das ist unvorstellbar. Nicht nur, dass den Opfern die Schuld am Missbrauch gegeben wurde, da sie nach damaliger Lesart an der Krankheit "Homosexualität" gelitten und deswegen wahrscheinlich die armen unschuldigen Priester, Mönche etc. zu deren lästerlichem Tun verführt haben müssen, sondern dass das "Übel" am Körper der Opfer bekämpft wurde und sie ein zweites Mal (und diesmal irrevisibel) beschädigt worden sind. Widerlich, mehr fällt mir dazu eigentlich nicht ein.
nonoever hat geschrieben:Das ist unvorstellbar. Nicht nur, dass den Opfern die Schuld am Missbrauch gegeben wurde,
Frühe Gleichberechtigung, könnte man sagen. Schließlich werden Vergewaltiger ja auch von den sündigen Weibern verführt. Oder?
Die Opfer sollten angemessen entschädigt werden. 10% der Kosten eines durchschnittlichen Papstbesuches wären angemessen. Natürlich für alle Opfer zusammen, wo kommen wir denn sonst hin...
Das ist so schrecklich! Menschliche Perversion in Perfektion. Warum lassen sich die Popen nicht kastrieren? Die dürfen ja eh nicht mehr, wenn sie dem Verein angehören.
nonoever hat geschrieben:... und sie ein zweites Mal (und diesmal irrevisibel) beschädigt worden sind.
Wieso nur beim zweiten Mal irreversibel? Ansonsten volle Zustimmung. Wäre es der Kirche ernst mit "Scham und Schmerz", könnte sie ja mal freiwillig ein Schmerzensgeld springen lassen o.ä. Scheinheilige Bastarde!
Schiller, ich bin der Auffassung, dass die psychischen Folgen eines sexuellen Missbrauchs (das erste Mal Opfer sein) mit Glück durch Therapien abgemildert und evtl. (je nach Art und Schwere der Tat) sogar geheilt werden können. Dagegen halte ich eine Kastration (das zweite mal Opfer sein) für endgültig und nicht wieder gutzumachen.
Mit den Einschränkungen, die Du machst, stimme ich auch dem zu. Es hängt von sehr vielen Zufällen ab, ob so etwas "revidiert" werden kann, in dem Sinne, dass das Leben in einer Qualität verläuft, als wäre nichts passiert. Ich gehe davon aus, dass das die Ausnahme ist und bei den meisten Opfern auch diese Schädigung irreversibel ist. Deswegen die Frage.