Mitten im Vektor-Wald liegt ein ruhiges, nettes Hotel, das Hilbert-Hotel. Das besondere daran ist, dass es abzählbar unendlich viele Zimmer hat. Die sind aktuell aber gerade alle belegt.
Es hält ein Bus mit 30 Insassen vor dem Hotel. Der Portier muss die neuen Gäste leider enttäuschen, denn das Hotel ist ja voll belegt. Da kommt der Hotelbesitzer wütend dazu und macht den Portier zur Schnecke. Natürlich können die Gäste noch Zimmer bekommen. Aber wie ?
Rationale Wurzeln sind ja auch langweilig. Interessant wirds erst bei den Reellen. ;-)
Ich hätte die Bedeutung von root auch nicht ad hoc erkannt (jedenfalls hätte mich das Zusammenspiel von rational und root schon irritiert, so daß ich nicht unbedingt von Wurzeln ausgegangen wäre). Allerdings hätte ich nach der englischen Satz-Bezeichnung gesucht und nicht nach der Übersetzung.
Wenn ich mal viel Zeit habe, kann ich mir das sicherlich mal vornehmen, aber dann werde ich definitiv Rentner sein. ;-) Ich habe noch so einige wissenschaftliche Bücher in der Pipeline...
Hier noch was zum Thema 'Ungelöste Probleme'.
Enrico Fermi, while studying in college, was bored by his math classes. He walked up to the professor and said, "My classes are too easy!" The professor looked at him, and said, "Well, I'm sure you'll find this interesting."
Then the professor copied 9 problems from a book to a paper and gave the paper to Fermi. A month later, the professor ran into Fermi, "So how are you doing with the problems I gave you?"
"Oh, they are very hard. I only managed to solve 6 of them."
The professor was visibly shocked, "What!? But those are unsolved problems!"
Jack hat geschrieben:Mitten im Vektor-Wald liegt ein ruhiges, nettes Hotel, das Hilbert-Hotel. Das besondere daran ist, dass es abzählbar unendlich viele Zimmer hat. Die sind aktuell aber gerade alle belegt.
Es hält ein Bus mit 30 Insassen vor dem Hotel. Der Portier muss die neuen Gäste leider enttäuschen, denn das Hotel ist ja voll belegt. Da kommt der Hotelbesitzer wütend dazu und macht den Portier zur Schnecke. Natürlich können die Gäste noch Zimmer bekommen. Aber wie ?
Hmmm..... Meine Mathe-Leistungen im Grundstudium waren mehr schlecht als recht.... Aber ich versuch's mal.
Wenn es abzählbar unendlich viele Zimmer gibt, und das Hotel voll belegt ist, hat das Hotel also abzählbar unendlich viele Gäste. 30 Gäste mehr draufaddiert bleibt abzählbar unendlich, also passen die noch locker rein... ??
Hm, nee... Irgendwie trifft es das nicht ganz, oder?
Lindenschurz hat geschrieben:Hm, nee... Irgendwie trifft es das nicht ganz, oder?
Im Prinzip schon, denn bei unendlichen Mengen hat der Begriff der Anzahl der Elemente keinen Sinn. Man spricht dann von der Mächtigkeit, aber das zu erklären würde hier zu weit führen.
Praktisch ist die Lösung die: Der Portier verlegt den Gast aus Zimmer 1 in Zimmer 31, den aus Zimmer 2 in Zimmer 32 usw.
Nach wie vor hat Jeder ein Zimmer, es sind dann aber 30 Zimmer frei.
Ah, ok.... Im Grunde meinte ich das, ich bin nur nicht drauf gekommen, dass man die ersten 30 freiräumt und die neuen Gäste da einquartiert.
Ich hätte jetzt einfach die 30 neuen Gäste "hinten" dran gepackt (was ja prinzipiell auch geht), nur ist es bei abzählbar unendlich vielen Räumen natürlich schwer, das "hinten" genau mit Zahlen zu benennen...
Aber wozu, wenn es auch "vorne" geht? ;-)
Ein Freund von mir ist Fan von der Mengenlehre, der hat mir neulich versucht zu erklären, dass selbst das "überabzählbar Unendlich" der reelen Zahlen noch vergleichsweise "winzig" ist im Vergleich zu den "höheren" (?) Unendlichkeiten, die man in der Mengenlehre so betrachtet....
Irgendwie "zählt" man da dann den "Grad" der Unendlichkeit mit dem griechischen Buchstaben aleph oder so?! Hab ich allerdings nicht ganz verstanden bzw nicht mehr so im Kopf ;-)
Mengen sind gleich mächtig wenn es möglich ist eine Abbildung zu definieren die jedem Element der einen Menge genau ein elemant der anderen menge zuordnet, und das in beide Richtungen (jetzt mal unmathematisch formuliert).
Im Trivialfall der endlichen Mengen heißt das sie müssen gleich viele Elemente haben.
Eine abzählbare Menge wäre die Menge der natürlichen zahlen.
Nicht abzählbar sind z.B. die reellen Zahlen.
Eins der berühmtesten mathematischen Probleme ist das Kontinuumsproblem: Gibt es eine Menge die mächtiger ist als die Menge der natürlichen Zahlen aber weniger mächtig als die Menge der reellen Zahlen?
Northstar hat geschrieben:Mengen sind gleich mächtig wenn es möglich ist eine Abbildung zu definieren die jedem Element der einen Menge genau ein elemant der anderen menge zuordnet, und das in beide Richtungen (jetzt mal unmathematisch formuliert).
Also, wenn man ne Bijektion zwischen beiden Mengen angeben kann.
So viel Grundwissen hab ich wohl noch... :)
Studierst Du Mathematik bzw hast Du Mathematik studiert?
Weshalb solle sich ein Mathematiker hinter die Mannigfaltigkeit der Fahnen stellen? Welchen Bezug hat die Mengenlehre zur Revolution? Ein Mathematikprofessor hat einmal gesagt: "Niemand soll uns aus dem Reich der Mengenlehre, das uns Cantor erschaffen hat, vertreiben können!" Durch diesen zynischen Ausspruch entlarvt er sich selbst. Er ( es war Hilbert) und auch die anderen Professoren meinen damit, daßsie die totalitären Herrschaftspositionen, die sie mit Hilfe der hierarchischen Struktur der Mengenlehre behaupten, nicht aufgeben wollen.
Cantor, der Begründer der Mengenlehre im Zeichen des aufkommenden Kapitalismus, hat ihre systemimmanenten Widersprüche noch diskutiert. Heute spricht keiner mehr davon. Sie werden totgeschwiegen und verharmlost. Warum? Weil ihre Entlarvung zum Zusammenbruch des durch repressive Toleranz gekennzeichneten Herrschaftssystems der Klassen führen würde. Auch verzweifelte Winkelzüge, wie etwa die Behauptung der Unentscheidbarkeit etc. können darüber nicht hinwegtäuschen.
Der faschistoide Charakter der Mengenlehre manifestiert sich z.B. dadurch, daß Mengen beliebiger Mächtigkeit zugelassen werden. Hinzu kommt die Verwendung der repressiven Auswahlfunktion, die praktisch einem numerus clausus gleichkommt. Was passiert eigentlich mit den nicht-offenen Mengen? Diese sind reif für ein Go-in.
Schon heute diskutieren jungen Arbeiter und Arbeiterinnen im Rosa-Institut über den Aufbau einer sozialistischen, noch demokratischeren Mengenlehre, in welcher insbesondere mit dem kapitalistischen Wahrheitsbegriff aufgeräumt wird.
Car l'universe mathematique est un modele non standard de la revolution!
Wir fordern:
1. Sozialisierung aller Mengen der Mächtigkeit größer oder gleich Aleph Null.
2. Durchführung transparenter Entscheidungsverfahren.
3. Abschaffung des Auswahlprinzipes
4. Mitbestimmung aller Elemente bei Strukturfragen
5. Verzicht auf alle Klasseneinteilungen.
6. Auflösung der auflösbaren Gruppen mit Ausnahme der Basisuntergruppen.
7. Freilassung aller gebundenen Variablen.
Solidarisiert euch massenhaft! Verhindert abstrakte Konstruktionen, die euch mit Polizeiknüppeln aufgezwungen werden sollen! Dualisiert die reaktionären Rechtsmoduln!
So, der erste Teil des Hilbert-Hotel-Rätsels ist aufgeklärt. Fahren wir fort:
Vor dem Hotel hält ein Hilbert-Bus mit abzählbar unendlich vielen Insassen. Die wollen natürlich alle ein Zimmer. Auch hier erklärt der Hotelbesitzer, dass das kein Problem sei. Was veranlasst er ?
Jack hat geschrieben:So, der erste Teil des Hilbert-Hotel-Rätsels ist aufgeklärt. Fahren wir fort:
Vor dem Hotel hält ein Hilbert-Bus mit abzählbar unendlich vielen Insassen. Die wollen natürlich alle ein Zimmer. Auch hier erklärt der Hotelbesitzer, dass das kein Problem sei. Was veranlasst er ?
Ich glaube ich verrate jetzt nicht die Lösung. Lassen wir auch den Nichtmathematikern ihren Spaß.
Jack hat geschrieben:So, der erste Teil des Hilbert-Hotel-Rätsels ist aufgeklärt. Fahren wir fort:
Vor dem Hotel hält ein Hilbert-Bus mit abzählbar unendlich vielen Insassen. Die wollen natürlich alle ein Zimmer. Auch hier erklärt der Hotelbesitzer, dass das kein Problem sei. Was veranlasst er ?
Ich glaube ich verrate jetzt nicht die Lösung. Lassen wir auch den Nichtmathematikern ihren Spaß.
Jack hat geschrieben:So, der erste Teil des Hilbert-Hotel-Rätsels ist aufgeklärt. Fahren wir fort:
Vor dem Hotel hält ein Hilbert-Bus mit abzählbar unendlich vielen Insassen. Die wollen natürlich alle ein Zimmer. Auch hier erklärt der Hotelbesitzer, dass das kein Problem sei. Was veranlasst er ?
Die bisherigen Gäste werden so einquartiert, dass immer ein Raum zwischen zwei Gästen frei bleibt?
Auf die freien "Zwischen-Räume" ( ;-) ) werden dann die Neuankömmlinge verteilt?