Liebe Knopfi, mein Schwager ist vor einigen Jahren aus dienstlichen Gründen von München nach Berlin gezogen. Verlust: Vier Feiertage, Fasching nicht mitgerechnet( Dreikönigsfest, Fronleichnam, Maria Himmelfahrt, Allerheiligen)wir in NRW haben wenigstens 2 davon, und natürlich den Karneval.
@herzallerliebste: find ich allerdings auch! Obwohl wir ihn immer gerne in München besucht haben, Berlin ist nicht zu toppen! Nächste Woche fahren wir wieder hin!
...hat sich eine feine Linsensuppn zubereitet. Unausweichlich denke ich dabei an den Olaf und seine liabe Muatta und ich traue mich nicht, das Lindenstraße-Kochbuch aus dem Regal zu nehmen und die Seite mit jenem nicht zu übertreffenden Rezept der Else Kling aufzuschlagen. Zu drückend ist die Furcht, dass mich eine tiefe Wehmut überkommt.
... hat heute Morgen beim Einkaufen wieder mal unfreiwillig mitbekommen, wie Eltern betont akzentuiert und lautstark ihre Kinder erziehen, damit es auch niemand überhört. ... findet diese hyperintellektuelle "Konstantin-Amadeus"- bzw. "Johanna-Margarete" -Elternfraktion einerseits nervig, andererseits aber auch amüsant, wenn sich Konstantin-Amadeus und Johanna-Margarete von ihren Eltern absolut nicht beeindrucken lassen.
Ich finde es in solchen Situationen fürchterlich, wenn das Kind nicht hört und die Eltern es dann irgendwann mit "mein lieber Freund" bzw. "mein liebes Frollein" ansprechen Das macht aber eher die Elternfraktion, deren Kinder Justin und Samira-Cheyenne heißen. Meistens kommt dann auch noch ein extrem akzentuiertes "Haben wir uns verstanden?"
Manchmal ist es wirklich ulkig, in welchen Punkten sich Ost- und Westdeutschland nach all den Jahren noch unterscheiden. Ronny, Mandy, Cindy, Nancy und dergleichen Grausamkeiten waten bei uns in den 70ern modern. Heute nennt hier im Osten keiner mehr sein Kind so. Ich hätte auch nicht gedacht, dass es diese Namensgebungen im Westen gibt. Bei uns nennen Eltern, die später von ihren Kindern gehasst werden wollen, ihre Sprösslinge Justin, Cheyenne, Simon ( gesprochen "ßaimen") oder Taylor (gesprochen "Dääler")
nurmalso hat geschrieben:Manchmal ist es wirklich ulkig, in welchen Punkten sich Ost- und Westdeutschland nach all den Jahren noch unterscheiden. Ronny, Mandy, Cindy, Nancy und dergleichen Grausamkeiten waten bei uns in den 70ern modern. Heute nennt hier im Osten keiner mehr sein Kind so. Ich hätte auch nicht gedacht, dass es diese Namensgebungen im Westen gibt. Bei uns nennen Eltern, die später von ihren Kindern gehasst werden wollen, ihre Sprösslinge Justin, Cheyenne, Simon ( gesprochen "ßaimen") oder Taylor (gesprochen "Dääler")
Das war in den 90ern bei mir in der Klinik unübersehbar... wenn ich einen Patiententen mut Namen Ronny oder Silvio hatte, stand garantiert eine ostdeutsche Adresse drunter. Inzwischen sieht man es weniger, denn die inzwischen ca 50jährigen sind offenbar nicht mehr so reisefreudig, aber gelegentlich kommts noch vor. Die sind meist zwischen 65 und 75 geboren.
Deswegen wundert mich das ja so, dass es in Deiner Gegend jetzt Kinder namens Ronny und Mandy gibt.
Das Schlimmste, was die DDR an Namen hervor gebracht hat, ist aber "Maik". Ich kenne selbst Männer, die so heißen. Die Eltern wollten ihre Kinder damals Mike nennen und bekamen auf dem Standesamt gesagt: "Solches englisches Zeug gibt's nicht, deutschen Sie das ein!" So gesehen haben die Mandys Glück, dass sie nicht"Mändy" geschrieben werden.