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04.07.2006, 22:55

Mich wundert eher daß es so lange gedauert hat.

Ich kenne andere Foren die schon nach wenigen Wochen zugemüllt werden.

04.07.2006, 22:55

04.07.2006, 23:06

Das ist billige Pharma-Werbung, die in Foren verbreitet wird. Haben wir bei uns im Forum auch immer wieder 'mal. Müssen irgendwelche Spybots sein.

Einfach löschen und gut ist.

04.07.2006, 23:23

Northstar hat geschrieben:Glaube es wird Zeit Gästen das Schreibrecht wegzunehmen.

Dani, Faust auf den Tisch! :axe:


ok

11.07.2006, 19:35

Unterhaching will sich von Öl und Gas befreien

Kann eine Stadt in Deutschland unabhängig von Erdgas und Öl sein? In Unterhaching soll der Traum von der Energie-Autonomie Wirklichkeit werden - mit Hilfe von heißem Wasser aus der Tiefe.


Ein Hauch von Saudi-Arabien weht derzeit durch die Gemeinde Unterhaching im Landkreis München. Direkt an der A8 zwischen München und dem Brunnthaldreieck erhebt sich ein 55 Meter hoher Bohrturm. "Der wurde vorher zur Erdölsuche eingesetzt", sagt Projektleiter Eckhard Bintakies. Doch auf Öl hat er es mit seiner englischen Bohrarbeiter-Crew diesmal nicht abgesehen. Bintakies sucht nach Wasser, 123 Grad heißem Wasser, in einer Tiefe von 3350 Metern.


Unterhaching hat einen ehrgeizigen Plan. Mit Hilfe des heißen Wassers will es unabhängig von Gas und Erdöl werden. Das im Karstgestein wie in einem steinernen Schwamm lagernde Thermalwasser wird heraufgepumpt, um mit seiner Wärme Dampf zu erzeugen und damit eine Stromturbine anzutreiben. Außerdem will SPD-Bürgermeister Erwin Knapek die Hitze aus dem Erdinneren zum direkten Heizen von Häusern und Wohnungen nutzen - Geothermie lautet das Stichwort.

"Diese Form der Energienutzung wird immer attraktiver", sagt Knapek. Mit Schutzhelm ausgerüstet besichtigt er die Bohrungsstelle und lässt sich von Bintakies die Fortschritte erklären. Der Bohrfachmann ist zuversichtlich, doch eine Garantie fürs Gelingen will er nicht abgeben: "Vor der Hacke ist das Dunkel."

50 Millionen Euro für die Unabhängigkeit

Doch Knapek lässt sich nicht beirren. 50 Millionen Euro kostet die 20.000-Einwohner-Gemeinde der Traum von der Unabhängigkeit, was den Preis für ein mehrere Kilometer langes Rohrleitungssystem und ein Kraftwerk einschließt. "Spätestens nach 15 bis 16 Jahren sind wir damit im Plus", sagt der Bürgermeister.


Grundlage seiner Rechnung ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz aus der Zeit der rot-grünen Bundesregierung. Es garantiert den Erzeugern regenerativer Energien einen festen Strompreis, der deutlich über dem Marktpreis liegt. 15 Cent pro Kilowattstunde erhält Unterhaching künftig für die Einspeisung des Stroms ins allgemeine Netz. "Bei der Stromerzeugung durch Thermalwasser sind wir die Pioniere in Deutschland", betont Knapek. Fünf Megawatt sollen dabei herauskommen - ein halbes Prozent der Leistung eines normalen Kernkraftwerks.

Noch ist es nicht soweit. Bei 760 Meter ist der Bohrkopf inzwischen angekommen. Nun werden die ersten Rohre eingesetzt, damit das Loch nicht in sich zusammenfällt. Auf dem Bohrturm schuften die Arbeiter in ihren blauen Overalls. Sie ziehen das Bohrgestänge nach oben und schrauben die jeweils 27 Meter langen Einzelteile auseinander. 25 Mann sind rund um die Uhr im Einsatz. Es ist laut, heiß und staubig. Noch rund 80 Tage soll es dauern, bis alles fertig ist.

"Diese Energie ist nahezu unerschöpflich"

"Was das Risiko für die Arbeiter betrifft, unterscheidet sich diese Bohrung nicht von der Suche nach Erdöl oder Erdgas", sagt Bintakies. "Nur die Evakuierung ist einfacher als auf hoher See." Rundherum sind grüne Äcker, und selbst zum Supermarkt können die Bohrfachleute zu Fuß laufen.

Es ist bereits das zweite Loch, das für das 2001 gestartete Unterhachinger Geothermie-Projekt in die Tiefe getrieben wird. Bei einer ersten Bohrung, rund vier Kilometer entfernt, wurde das riesige unterirdische Reservoir angezapft. Doch das Wasser darf nicht einfach nach oben gepumpt, genutzt und dann in den nächsten Bach geleitet werden. Es muss ein Kreislauf entstehen: durch das eine Loch heiß nach oben, durch das andere Loch abgekühlt wieder nach unten.

"Wir wollen den See ja nicht leerpumpen", sagt Knapek. So kann sich die Flüssigkeit im Laufe der Zeit durch die Hitze des Erdinneren erneut erwärmen, erklärt der Bürgermeister, der so gerne zum "Wasserscheich" würde: "Diese Energie ist nahezu unerschöpflich."

16.08.2006, 21:18

Scheint daß die Poincaré-Vermutung endlich bewiesen wurde.

Noch läuft die Testphase, aber so wie es aussieht kann Grigori Perelman die eine Million Prämie in Empfang nehmen und hat die nächste Fields-Medaille so gut wie sicher.

Die Poincaré-Vermutung lautet: Jede geschlossene einfach zusammenhängende 3-dimensionale Mannigfaltigkeit ist homöomorph zur 3-Sphäre.

Vereinfacht gesagt: Die Oberfläche einer Kugel ist 2-dimensional, beschränkt, randlos und jede geschlossene Kurve lässt sich auf einen Punkt zusammenziehen, welcher auch auf der Kugel liegt. Sie ist auch das einzige 2-dimensionale Gebilde mit diesen Eigenschaften. Bei der Poincaré-Vermutung geht es um das 3-dimensionale Analogon: hier geht es um eine 3-dimensionale "Oberfläche" auf einem 4-dimensionalen Körper.

Das ist eine echte Sensation, eins der letzten großen mathematischen Rätsel gelöst, nachdem in den letzten Jahren der "Große Fermat" und das Vierfarbenproblem dran glauben mußten.

Mir tun die Leute leid die von Mathematik nichts verstehen. Das ist so wie wenn man einen Blinden in eine Gemäldegalerie stellt.

Hier ein Link mit Details: http://mathworld.wolfram.com/news/2003-04-15/poincare/

17.08.2006, 07:51

Was mich jetzt erstaunt, ist die Tatsache, dass die entsprechenden Theoreme für n>3 bereits allesamt bewiesen sind. Was macht den Beweis gerade bei einem 4-dimensionalen Körper so schwierig ?

17.08.2006, 07:59

Jack hat geschrieben:Was macht den Beweis gerade bei einem 4-dimensionalen Körper so schwierig ?

Das ist eine gute Frage, die ich auch nicht beantworten kann.

Meine Kenntnisse in Topologie umfassen nur etwa den Bereich Topologie 1, so ungefähr bis hin zum Beweis des Jordan'schen Kurvensatzes.

17.08.2006, 08:23

In der Hinsicht kann ich auch nur ein Vor- und Hauptdiplom mit Mathematik als Nebenfach bieten (also Analysis bis hin zu gewöhnlichen Differentialgleichungen und Funktionentherorie, sowie Stochastik I+II)

05.10.2006, 09:16

Der diesjährige Physik-Nobelpreis geht an zwei US-Forscher, die die kosmische Hintergrundstrahlung anhand eines Satelliten seit 1989 genauer unter die Lupe genommen haben.

Hier gehts zu einem Artikel: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,440559,00.html

05.10.2006, 09:28

Interessanter Artikel. Da wird es natürlich wieder Leute geben die sagen: "Urknall? Und was war davor?" :laughing:

05.10.2006, 09:36

Northstar hat geschrieben:Interessanter Artikel. Da wird es natürlich wieder Leute geben die sagen: "Urknall? Und was war davor?" :laughing:


So dumm ist die Frage an sich gar nicht. Sie ist nur aus Unvermögen heraus falsch gestellt. Der zeitliche Aspekt ist eine Eigenheit unseres Universums. Nach davor oder danach zu fragen ist sinnlos. Die Frage nach dem Davor zielt eigentlich auf die Existenz einer höheren Ordnung ab, die die Ursache des Urknalls stellt. Und eine Ursache ist aus unserer menschlichen Intuition her zeitlich vor ihrer Wirkung zu suchen.

09.10.2006, 09:04

Zum Schmunzeln:

Die IG-Nobelpreise 2006
http://www.wissenschaft-online.de/abo/ticker/853319

Das mit der Rectal-Massage merk' ich mir. Hoffentlich übernimmt der Flöterich nicht diese Praktiken.

09.10.2006, 09:36

Jack hat geschrieben:So dumm ist die Frage an sich gar nicht. Sie ist nur aus Unvermögen heraus falsch gestellt. Der zeitliche Aspekt ist eine Eigenheit unseres Universums. Nach davor oder danach zu fragen ist sinnlos. Die Frage nach dem Davor zielt eigentlich auf die Existenz einer höheren Ordnung ab, die die Ursache des Urknalls stellt. Und eine Ursache ist aus unserer menschlichen Intuition her zeitlich vor ihrer Wirkung zu suchen.

Es gibt natürlich auch die Vorstellung das Universum könne einfach eine unendliche Abfolge von Urknall und Großem Zermalmen sein.

Knall - Ausdehnen - Zusammenziehen - neuer Knall und immer so weiter.

Wenn man Hawking wiederum folgt gibt es viele Universen. Die existieren mal länger, mal kürzer.

Ich überlege ob ich zukünftig ein eigenes Universum bilden soll. Wäre ja mal was Neues.

09.10.2006, 09:50

Ich stelle mir das eher so vor wie viele verbundene Luftballons. Die Luft, die aus dem einen rausgeht, landet in einem anderen.

07.11.2006, 11:57

Wow, diesen Thread sehe ich ja jetzt erst. Scheint ja offenbar noch andere Menschen zu geben, die Spass am Denken haben.

Das kann ja dann hier noch heiter werden. :grin:

14.11.2006, 11:12

Muerfel hat geschrieben:Wow, diesen Thread sehe ich ja jetzt erst. Scheint ja offenbar noch andere Menschen zu geben, die Spass am Denken haben.

Das kann ja dann hier noch heiter werden. :grin:

Na, dann trage mal zur allgemeinen Erheiterung bei und laß uns deine naturwissenschaftlichen Ansichten lesen. :grin:

14.11.2006, 11:27

Beizeiten gerne. Mit fällt im Moment aber nichts Spezielles ein, bzw. ich müsste ganz tief ausholen, um meine Ansichten in groben Zügen allgemein darzustellen.

14.11.2006, 11:36

Ich habe gerade (erwähnte das schon im Buch-Thread) nach 30 Jahren mal wieder "By his Bootstraps" von Heinlein gelesen.

Da werden einige interessante Fragen aufgeworfen im Zusamenhang mit Ursache und Wirkung. "If God created the world, who created God?" Wobei die Frage keinen religiösen Hintergrund hat sondern "Gott" als eine Art Platzhalter fungiert.

Muß es eine fünfte Dimension geben in die unser vierdimensionales Kontinuum eingebettet ist? Und wenn ja, müßte nicht Diese wiederum in eine höhere Dimension eingebettet sein, usw., unbegrenzt fortgesetzt?

14.11.2006, 11:54

Ich bin der Meinung, dass der Mensch solche Dinge gar nicht mathematisch oder physikalisch erfassen kann. Genauso wie die Zeit eine Eigenschaft unserer vierdimensioalen Welt ist, enthält vielleicht eine "höhere Ordnung" oder wie wir es nennen wollen gar nichts mehr, was man als Dimension charakterisieren kann.

Wir sind nun mal beschränkt und gehen zunächste davon aus, dass auch ausserhalb einer Milchtüte nur Milch ist. Es wäre für mich auch paradox, wenn ein Mensch in der Lage wäre, sich selbst zu begreifen. Was tief im Menschen verborgen ist, ist vielleicht auch der Schlüssel zu dem, was in der "höheren Ordnung" abgeht. Aber begreifen werden wir das sicherlich nie.

14.11.2006, 12:07

Du hast sicherlich recht.

Aber bei der Suche nach "Erkenntnis" (oder wie immer man es nennen will, ist jetzt mal egal) ist doch nicht die Erwartung von Resultaten welcher Art auch immer entscheidend sondern das Suchen an sich, anders gesagt: Der Weg ist das Ziel.

Steven Weinberg drückte es in "Die ersten drei Minuten" so aus, nachdem er klar gemacht hatte daß das menschliche Leben bedeutungslos ist: "Das Bestreben, das Universum zu verstehen, hebt das menschliche Leben ein wenig über eine Farce hinaus und verleiht ihm einen Hauch von tragischer Würde."
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