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14.11.2006, 12:18

Ich sehe das so: Früher oder später müssen wir von diesem Planeten weg, wenn wir unsere Rasse erhalten wollen. Und so schlau wird uns unser Schöpfer wohl gemacht haben, dafür eine Lösung zu finden zu können. Da geht noch ne Menge. ;-)

Klar ist der Weg das Ziel. Niemand würde sich freiwillig mit Mathematik oder Naturwissenschaften beschäftigen, wenn es ihm keinen Spass bringen würde. Nur hin und wieder trifft mich die Erkenntnis, dass ja doch irgendwie alles sinnlos ist, weil es keine finale Antwort auf das Warum gibt.

14.11.2006, 12:18

14.11.2006, 12:25

Muerfel hat geschrieben:Ich sehe das so: Früher oder später müssen wir von diesem Planeten weg, wenn wir unsere Rasse erhalten wollen.

Keine Aussicht, sage ich mal, unsere Art zu erhalten.

Vielleicht kann man Genmaterial konservieren, in eine Raumsonde stecken und auf gut Glück auf die reise schicken in der Hoffnung daß es irgendwo intelligentes Leben gibt die das einfängt und wieder aufweckt.

Eine Chance von 1 zu 10 hoch 12?

Ich halte es auch für unwahrscheinlich daß es sonstwo noch hochentwickeltes Leben gibt.

Diese Rechnerei von wegen "statistisch gesehen müßte es soundsoviele Planeten wie die Erde geben usw." ist reine Augenwischerei.

So viele Faktoren mußten zusammenkommen daß die multiplizierte Wahrscheinlichkeit praktisch Null ist.

Aber vielleicht gibt es ja eine ganz andere Art von Leben das nicht auf flüssigem Wasser basiert?

14.11.2006, 12:30

Northstar hat geschrieben:Keine Aussicht, sage ich mal, unsere Art zu erhalten.

Vielleicht kann man Genmaterial konservieren, in eine Raumsonde stecken und auf gut Glück auf die reise schicken in der Hoffnung daß es irgendwo intelligentes Leben gibt die das einfängt und wieder aufweckt.

Eine Chance von 1 zu 10 hoch 12?

Ich halte es auch für unwahrscheinlich daß es sonstwo noch hochentwickeltes Leben gibt.

Diese Rechnerei von wegen "statistisch gesehen müßte es soundsoviele Planeten wie die Erde geben usw." ist reine Augenwischerei.

So viele Faktoren mußten zusammenkommen daß die multiplizierte Wahrscheinlichkeit praktisch Null ist.

Aber vielleicht gibt es ja eine ganz andere Art von Leben das nicht auf flüssigem Wasser basiert?


Dann sehen wir es eben als Experiment. Unser Schöpfer steht irgendwo da oben und reibt sich sie Hände. "Na, schaffen sie's oder nicht ?"

14.11.2006, 12:33

Ich glaube nicht an die Existenz eines wie auch immer gearteten Schöpfers.

Wobei ich die Möglichkeit nicht grundsätzlich ausschließe.

19.04.2007, 22:58

Der Lense-Thirring-Effekt ist bewiesen worden!

Der Satellit Gravity Probe B hatte besonders präzise Gyroskope an Bord, bestehend aus Niob-beschichteten Quarzkugeln die auf Supraleitfähigkeit bei knapp 2 Kelvin runtergekühlt waren.

Somit ist nicht nur der LTE bewiesen sondern "nebenbei" auch die allgemeine Relativitätstheorie, da der LTE eine direkte Folge der Raumzeitkrümmung ist und nur in unmittelbarer Nähe massereicher rotierender Körper auftritt.

07.08.2007, 12:47

Northstar hat geschrieben:Der Lense-Thirring-Effekt ist bewiesen worden!

Der Satellit Gravity Probe B hatte besonders präzise Gyroskope an Bord, bestehend aus Niob-beschichteten Quarzkugeln die auf Supraleitfähigkeit bei knapp 2 Kelvin runtergekühlt waren.

Somit ist nicht nur der LTE bewiesen sondern "nebenbei" auch die allgemeine Relativitätstheorie, da der LTE eine direkte Folge der Raumzeitkrümmung ist und nur in unmittelbarer Nähe massereicher rotierender Körper auftritt.


:scratch: Das ist starker Tobak...

Aber das hier ist ebenfalls brandneu und interessant:

Den Casimir-Effekt umkehren: Physiker entdecken Schwebekraft

27.09.2007, 23:20

Muerfel hat geschrieben:Aber das hier ist ebenfalls brandneu und interessant:

Den Casimir-Effekt umkehren: Physiker entdecken Schwebekraft
Praktischen Effekt kann das nicht haben, leider.

Aber könnte es nicht zur Schwerkraft so was wie eine Antischwerkraft geben, die eine Abstoßung anstatt einer Anziehung bewirkt?

Re: Naturwissenschaftliches

14.02.2008, 01:17

Interessant: Hubble hat eine neue Galaxis entdeckt. Das besondere dabei ist daß sie eine Rotverschiebung in der Größenordnung 7,6 hat. Somit ist sie rund 13E9 LJ entfernt und stellt damit einen neuen Rekord auf.

Bild siehe hier

Re: Naturwissenschaftliches

04.03.2008, 22:15

Sensationelle Zufallsaufnahmen vom Mars!

Bild

Re: Naturwissenschaftliches

22.03.2008, 01:50

Gestern früh ereignete sich eine völlig überraschende astronomische Sensation. Ein 7,5 Milliarden Lichtjahre entferntes Objekt wurde für eine halbe Minute mit bloßem Auge sichtbar, damit wurde der bisherige Rekord um das Dreitausendfache überboten.

Es handelt sich um einen Gammastrahlenausbruch, also die "Umwandlung" eines Sterns zum schwarzen Loch. Dabei entstand eine Leuchtkraft 22 Billiarden (eine Billiarde ist eine Million Milliarden) mal heller als die Sonne. :shock:

Re: Naturwissenschaftliches

08.06.2008, 00:08

Ich frage mich momentan ob man wohl mittels der Schleifenquantengravitation endlich die "Große Vereinigung" in der Physik hinkriegt.

Was meint Experte Goedel?

Re: Naturwissenschaftliches

08.06.2008, 22:53

Northstar hat geschrieben:Ich frage mich momentan ob man wohl mittels der Schleifenquantengravitation endlich die "Große Vereinigung" in der Physik hinkriegt.

Worin beruht Deine Vermutung? Hast Du neulich was gelesen?

Was meint Experte Goedel?

Bin kein Experte für GUTs und TOEs. Bin nur ein stinknormaler Physiker, der schon Probleme damit hat, die Schrödingergleichung für das Wasserstoffatom zu lösen...

Re: Naturwissenschaftliches

09.06.2008, 23:24

Goedel hat geschrieben:
Northstar hat geschrieben:Ich frage mich momentan ob man wohl mittels der Schleifenquantengravitation endlich die "Große Vereinigung" in der Physik hinkriegt.

Worin beruht Deine Vermutung? Hast Du neulich was gelesen?

Nichts Umwerfendes, ich habe mich da nur allgemein mal reingelesen.

Die Theorie ist fundiert, das mal vorweg, und keine reine Gedankenspielerei.

Interessant, oder eher amüsant, finde ich eigentlich den Gedanken daß scheinbar das Pendel vom Chaos wieder mal zurück zum Determinismus schwingt. Nicht weil mir Determinismus so gefällt, sondern weil das irgendwie was von Verarschung hat.

Re: Naturwissenschaftliches

10.06.2008, 19:53

Habe gerade einen Artikel über die "Graham-Zahl" gelesen.

Die kommt in einem Beweis der Ramsey-Theorie vor und gibt eine obere Schranke an.

Diese Zahl ist unvorstellbar groß. Eine bekannte große Zahl ist Googol, eine 1 mit Hundert Nullen, das ist immerhin etwa eine Trillion mal soviel wie es Teilchen im Universum gibt.

Googolplex ist 10 hoch Googol, Googolplexplex ist 10 hoch Googolplex, Googolplexplexplex ist 10 hoch Googolplexplex, das sind also schon gigantische Zahlen.

Im Vergleich zur Grahamzahl sind die mikroskopisch winzig. Die Zahl ist nur durch ein Verfahren beschreibbar, aber nicht in irgendeiner Form darstellbar.

Der Witz ist aber: Die Grahamzahl ist eine obere Schranke für die Ramseytheorie. Die tatsächliche Zahl, wenn auch noch nicht bewiesen, liegt signifikant niedriger: 6. :grin:

Re: Naturwissenschaftliches

10.06.2008, 20:57

Northstar hat geschrieben:Habe gerade einen Artikel über die "Graham-Zahl" gelesen.
Die kommt in einem Beweis der Ramsey-Theorie vor und gibt eine obere Schranke an.


Kannst Du eine Quelle angeben? Nur aus Interesse...

Um genau zu sein ist die Grahamzahl G:
3 -> 3 -> 64 -> 2 < G < 3 -> 3 -> 65 -> 2

2 -> 4 -> 3 ist bspw. eine Abkürzung für 2^^^4, wobei ^ hier die Knuth-Pfeile sind.

2^^^4 ist seinerseits soviel, wie 2^^65536.

Und 2^^65536 ist soviel, wie 2^2^2^2.... (65536 mal) ...2^2, eine Zahl, größer, als alles vorstellbare.

Nun ist G (was ja größer ist als 3 -> 3 -> 64 -> 2) noch ne Ecke größer...

(Dem geneigten Leser sei Wikipedia empfohlen.)

Am schnellsten wächst aber die "Fleißige Biber"-Funktion:

Die Bestimmung der fleißigen Biber ist ein Problem, das nicht allgemein algorithmisch lösbar ist. So ist nicht generell entscheidbar, ob eine gegebene Turingmaschine mit n Zuständen tatsächlich eine Kette von Einsen maximaler Länge schreibt (siehe Entscheidbarkeit). Für einzelne Turingmaschinen geringer Komplexität ist das allerdings möglich. Also ist die Menge der Werte von Σ(n) weder entscheidbar, noch rekursiv aufzählbar, obwohl Σ(n) wohldefiniert ist. Da auch das Komplement dieser Menge nicht rekursiv aufzählbar ist, wird diese Menge gerne als Beispiel für eine Sprache gewählt, die nicht in der ersten Stufe der arithmetischen Hierarchie liegt.

Wegen dieser Eigenschaften der Wertemenge ist die Funktion Σ nicht berechenbar. Man kann außerdem zeigen, dass ihr asymptotisches Wachstum stärker ist als das jeder berechenbaren Funktion.

In der Praxis hat sich gezeigt, dass schon für n > 5 eine Erkenntnis über den Wert Σ(n) realistisch gesehen nicht mehr möglich zu sein scheint. Dazu müsste man für jede einzelne Turingmaschine mit n Zuständen jeweils herausfinden, nach wievielen Schritten sie hält, oder anderenfalls beweisen, dass sie das nicht tut. Aus Gödels Unvollständigkeitssatz folgt direkt, dass nicht für alle solche Turingmaschinen ein entsprechender Beweis existiert. Ob bereits für n = 5 eine solche Erkenntnislücke vorliegt, ist bislang nicht bekannt. Durch die Untersuchung bestimmter Eigenschaften konnten inzwischen zumindest bis auf 40 Maschinen, die kein reguläres Verhalten zeigen[1], eine Unterteilung in haltende Maschinen, die höchstens 4098 Einsen schreiben und nicht haltenden Maschinen unternommen werden.
(aus Wikipedia)

Ein Monster!
Zuletzt geändert von Goedel am 10.06.2008, 21:23, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Naturwissenschaftliches

10.06.2008, 21:22

Das ist interessant, um eine Ahnung zu kriegen, wie groß G mindestens ist:

1 light year ~ 10^16m ~ 10^51 Planck lengths
Approximate the universe as a cube of side 10^10 ly = 10^61 Planck lengths
Number of positions for 1 particle = (10^61)^3 = 10^183
(Very) Approximately 10^100 particles in the universe, so number of
configurations for all particles is approx (10^183)^(10^100), which is
bigger than a googolplex but nowhere near Graham's number.


Ich wage zu behaupten: Die Wahrscheinlichkeit, daß sich Geschichte nach heutigen Erkenntnissen identisch wiederholt ist bei weitem größer, als 1/G. (Auch der 2. HS der Thermodynamik kann verletzt werden, wenn alle Teilchen - was sehr unwahrscheinlich ist - sich im Gleichtakt "bewegen")

Re: Naturwissenschaftliches

10.06.2008, 21:36

Goedel hat geschrieben:Ich wage zu behaupten: Die Wahrscheinlichkeit, daß sich Geschichte nach heutigen Erkenntnissen identisch wiederholt ist bei weitem größer, als 1/G.

Trivial. :grin:

Genaugenommen dürfte (1 - W) hoch G praktisch gleich 0 sein, also die Wahrscheinlichkeit daß sich exakt dieses Universum nach G Versuchen nicht wiederholt wenn W die Wahrscheinlichkeit nach einem Versuch ist.

Re: Naturwissenschaftliches

10.06.2008, 21:45

Über solche Dinge darf man nicht vor dem zu Bett gehen nachdenken...

Ich fühle mich, wie Hanz Beimer!

Im Ernst: Ein Mathestudium hätte ich psychisch nicht verkraftet...

Re:

11.06.2008, 00:54

Northstar hat geschrieben:Ich halte es auch für unwahrscheinlich daß es sonstwo noch hochentwickeltes Leben gibt.


Die Zeitgleichheit ist das Problem. Die Menscheit existiert gerade mal eine "Sekunde" lang, und in ein oder zwei "Sekunden" ist sie wieder weg.

Re: Naturwissenschaftliches

11.06.2008, 01:50

Hier ist ein netter Comic: http://xkcd.com/207/

Da geht es im dritten Bild um eine fiktive Zahl xkcd.

Hierzu muß man die Peter-Variante der Ackermannfunktion kennen.

Sie lautet:

a(0,m) = m+1
a(m+1,0) = a(n,1)
a(n+1,m+1) = a(n,a(n+1,m))

Diese Funktion wächst immens schnell. Schon die Lösung für A(2,4) bräuchte, um sie dicht gedruckt aufzuschreiben, eine Anzahl von Seiten die etwa 20.000 Stellen hat.

Nun wird in die Ackermannfunktion die Grahamzahl eingesetzt.

Ich bin ja nicht religiös, aber wäre ich es würde ich mir den Zustand der Welt wie folgt erklären: Gott ist wahnsinnig geworden beim Versuch xkcd auszurechnen.

Es gibt nicht mal eine Möglichkeit diese Lösung auch nur irgendwie zu beschreiben.
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