Nun, es war ungeschickt, dass er einen Stahlhelm-Vergleich gewählt hat. ich denke nicht, dass er sich bewusst gewesen ist, in welcher Weise seine Aussage verstanden werden könnte. Er hat sich entschuldigt und ich meine, dass man jetzt über seinen Patzer Gras wachsen lassen sollte.
Der dämliche Spruch ist doch bekannt. Da wurde schon vor Jahren drüber gewitzelt, weil doch die meisten von denen sesshaft sind.
"Sesshafte Nachfahren einer mobilen ethnischen Minderheit" Snemems!
Und: Wenn man einen Sinti einen Zigeuner nennt, dann ist er vielleicht etwas angesäuert. Aber wenn man ihn Romani nennt, dann ist er richtig sauer. Aber so weit denken die Gutmenschen ja wieder nicht.
Ich schreib's mal hier rein, ist ja ein Lokalpossen-Politikum.
Der zweitgrößte innerstädtische Platz Europas hier in Münster hieß seit 78 Jahren Hindenburgplatz und wurde nun vor ein paar Monaten aufgrund einer Historien-Debatte und Ratsbeschluss umbenannt in Schlossplatz.
Naturgemäß bildeten sich zwei Lager und Mitte September gibt es einen Bürgerentscheid, JA für eine Rückbenennung und NEIN für die momentane Bezeichnung.
Meinereiner darf sein Kreuz wieder in der Kreuzschule markieren...
Vergleichbares hat sich erst kürzlich in Wien ereignet. Ein Abschnitt der Ringstraße hieß jahrzehntelang Dr. Karl-Lueger-Ring, nach einem 1910 verstorbenen Wiener Bürgermeister, der von unseren politisch Korrekten als Wegbereiter des Antisemitismus gesehen wird. Seine Verdienste für die Wiener Infrastruktur, etwa Bau der Hochquellenwasserleitung, die Wien mit erstklassigem Trinkwasser versorgt, und zahlreicher Schulgebäude (ich glaube, jede Schule, die ich besucht habe, wurde unter Lueger errichtet), zählen überhaupt nicht. Also wurde, ohne die Bevölkerung zu befragen, der Dr. Karl-Lueger-Ring in Universitätsring umbenannt, weil sich auf diesem Ringabschnitt das Hauptgebäude der Universität befindet - wobei gleich um die Ecke die Universitätsstraße ist. Ich möchte nicht wissen, wieviele Irrtümer es bei den Postzustellungen geben wird. Außerdem hätte man den Bereich genauso gut in "Burgtheaterring" umbenennen können, weil sich auch das Burgtheater dort befindet. Ein großer Teil der Bevölkerung ist sauer wegen der Kosten und die Anrainer sowieso wegen der Scherereien mit Adressänderungen etc.
Sind Grimms Märchen sexistisch? Ist "Pippi Langstrumpf" rassistisch? Familienministerin Schröder fühlt sich auch für elterliche Vorleseprobleme zuständig. In einem Interview verriet sie nun, dass bei ihr ein "Südsee-König" Taka-Tuka-Land regiert - und "das liebe Gott" im Himmel wohnt.
(...) Wenn etwa Pippi Langstrumpfs Vater Efraim als "Negerkönig" bezeichnet werde oder Jim Knopf als "Negerbaby", dann werde sie dies bei ihrer Tochter Lotte "synchron übersetzen, um mein Kind davor zu bewahren, solche Ausdrücke zu übernehmen.
(...)Die vor 200 Jahren erstmals veröffentlichen Märchen der Brüder Grimm seien "oft sexistisch", sagte die Ministerin in dem Interview weiter. "Da gibt es selten eine positive Frauenfigur." Sie wolle deshalb neben Grimms Märchen auch auf andere Geschichten mit anderen Rollenbildern setzen. Und statt "der liebe Gott" könne man auch "das liebe Gott" sagen, der Artikel habe nichts zu bedeuten.
"Das liebe Gott" - da fällt mir nur noch ein "Oh mein Gott"
Und wie sollten Eltern mit dem Begriff "Neger" in den Kinderbüchern umgehen? Schröder schlägt vor, das "Negerbaby" Jim Knopf zu umschreiben: "Da lag ein kleines Baby mit schwarzer Hautfarbe.
Ähm... ist "schwarz" nicht auch diskriminierend?
Den vollständigen Artikel gibt's hier...
Vielleicht lernt eines der Kinder von Kristina Schröder Klavierspielen und übt irgend wann mal "Le petit nègre" von Claude Debussy. Ändert sie den Titel dann in "Der kleine andersfarbige Junge"... ähm... geht auch nicht... da werden ja die kleinen andersfarbigen Mädchen diskriminiert. Besser: "Das kleine andersfarbige Kind."
Zuletzt geändert von Diavolezza am 18.12.2012, 19:47, insgesamt 1-mal geändert.
Das wird ja immer schöner. Ich möchte bitteschön auch nicht mehr als "Weiße" betitelt werden, da die ja immer die Bösen sind und ich dagegen die Neger mag.
Diavolezza hat geschrieben:Vielleicht lernt eines der Kinder von Kristina Schröder Klavierspielen und übt irgend wann mal "Le petit nègre" von Claude Debussy. Ändert sie den Titel dann in "Der kleine andersfarbige Junge"... ähm... geht auch nicht... da werden ja die kleinen andersfarbigen Mädchen diskriminiert. Besser: "Das kleine andersfarbige Kind."
bzw. "das pigmentmäßig Andersgeformte"
Die Frau sollte sich mal um die WIRKLICHEN Probleme von Familien kümmern, da hat sie genug zu tun.