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Re: Politik

12.12.2015, 17:44

Zitat Höcke: ----"Die Afrikaner setzen auf eine "möglichst hohe Wachstumsrate", sagt Höcke"---


Und wenn ich jetzt mal "Mutterkreuz" sage und frage, ob Hitler Afrikaner war, bin ich dann auch so bescheuert wie Höcke?

12.12.2015, 17:44

Re: Politik

12.12.2015, 20:38

Hamlet hat geschrieben:Zitat Höcke: ----"Die Afrikaner setzen auf eine "möglichst hohe Wachstumsrate", sagt Höcke"---


Und wenn ich jetzt mal "Mutterkreuz" sage und frage, ob Hitler Afrikaner war, bin ich dann auch so bescheuert wie Höcke?

Geh mir fort mit Höcke und dem ganzen braunen Gesocks. Nicht umsonst ist es die Farbe von :shit: . Passt wunderbar.

Re: Politik

12.12.2015, 23:34

Hamlet hat geschrieben:Zitat Höcke: ----"Die Afrikaner setzen auf eine "möglichst hohe Wachstumsrate", sagt Höcke"---


Und wenn ich jetzt mal "Mutterkreuz" sage und frage, ob Hitler Afrikaner war, bin ich dann auch so bescheuert wie Höcke?



Mutterkreuz oder auch diese erschreckende Lebensborn-Sache...

Es ist doch immer die Frage, welches Weltbild hinter einer Aussage steckt.

Wenn ich höre, dass Leute oder Gruppen von Leuten viele Kinder in die Welt setzen, dann denke ich
*dass es vielleicht an Verhütungsmitteln mangelt
*dass die Leute vielleicht einfach nur besonders kinderlieb sind
*dass sie aus einer Großfamilie kommen und selbst auch eine haben wollen
*dass sie aus einer Kleinfamilie kommen und schlicht nicht ahnen, was auf sie zukommt
*dass sie in einem System leben, in dem die Jungen mangels Altersversorgung später für die Alten sorgen müssen
...und so weiter.

Aber wenn einer andeutet, dass andere durch Kinderreichtum sozusagen die Weltherrschaft an sich reißen wollen, zeigt das doch schon, wie durchgeknallt der selbst tickt.

Re: Politik

13.12.2015, 12:45

Leipzig hat am Samstag die schwersten Krawalle seit Jahren erlebt. Der Oberbürgermeister spricht von Kriminellen, die Linke nennt die Ausschreitungen deplatziert.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... e-neonazis

Da stimme ich der Linken zu; man sollte es besser nach Dresden hin platzieren, da gehört es hin.

Re: Politik

13.12.2015, 17:45

Dieser Tag wird in die europäische Geschichte eingehen! Da ruft PEGIDA Deutschland, PEGIDA Nederland zusammen mit PEGIDA NRW, PEGIDA Flandern und PEGIDA Lüttich am Sonntag zu einer grenzübergreifenden Demonstration in die alte westdeutsche Kaiserstadt Aachen, um die europäische Bedeutung von Pegida zu untermauern:

http://www.aachener-zeitung.de/lokales/ ... -1.1246687

Insgesamt 2500 Aachener haben am Sonntagnachmittag trotz miserablen Wetters klare Kante gegen die Anhänger der Pegida gezeigt, von denen lediglich 130 zu einer Kundgebung am Tivoli kamen.

Und natürlich ist Pegida kein Ostproblem, ne, is klar, müssen wir nicht diskutieren....

Re: Politik

13.12.2015, 18:00

Pegida ist weder Ost - noch Westproblem, vielmehr ein "Kopfproblem" (Armin Veh).

Re: Politik

13.12.2015, 18:13

Schrammel hat geschrieben:Pegida ist weder Ost - noch Westproblem, vielmehr ein "Kopfproblem" (Armin Veh).


Das ist angesichts der Zahlen aber wenig schmeichelhaft für Sachsen bzw Dresden.

Und natürlich ist es ein Ost-Problem. Sätze wie "Wir Rechten können gar keine Nazis sein weil Hitler ja ein Linker war. Aber das kapieren die ja nicht" (voller Rechtschreibfehler natürlich) kommen in 9 von 10 Fällen aus dem Osten. Kommt das mal aus dem Westen, ist es wieder in 9 von 10 Fällen ein "Rübergemachter". Bildungsdefizite aus 40 Jahren Miltärdiktatur kann man nicht mit einer Hoppeldipopp-Wende wegfegen. Und komm mir nicht mit "Das ist 25 Jahre her". Die Alten geben ihre seltsame Grütze doch an die Jungen weiter.

Re: Politik

13.12.2015, 18:29

Hamlet hat geschrieben:Bildungsdefizite aus 40 Jahren Miltärdiktatur kann man nicht mit einer Hoppeldipopp-Wende wegfegen. Und komm mir nicht mit "Das ist 25 Jahre her". Die Alten geben ihre seltsame Grütze doch an die Jungen weiter.


Das mag sein. In meiner persönlichen, nicht empirisch belegten Wahrnehmung, fällt Pegida-Denken (sprich die Chimären Islamisierung und Überfremdung) in meinem Umfeld ideologisch auf fruchtbaren Boden. Mit dem Unterschied, dass man sich hier zu diesem Behufe nur nicht zu "Montagsspaziergängen" zusammenfindet.

Re: Politik

13.12.2015, 18:43

Schrammel hat geschrieben:
Das mag sein. In meiner persönlichen, nicht empirisch belegten Wahrnehmung, fällt Pegida-Denken (sprich die Chimären Islamisierung und Überfremdung) in meinem Umfeld ideologisch auf fruchtbaren Boden. Mit dem Unterschied, dass man sich hier zu diesem Behufe nur nicht zu "Montagsspaziergängen" zusammenfindet.


Und vor allem würde diese Leute nicht mit bekannten und bekennenden Nazis zusammen marschieren.

Das ist doch das Beängstigende an der Entwicklung in den neuen Bundesländern: "Nazi, na und, so lange er keine Steine wirft darf er mitlaufen."

Re: Politik

13.12.2015, 19:34

Ja!

Re: Politik

13.12.2015, 19:41

Auch Ja! :Gungi: :Gungi: :Gungi:

Re: Politik

14.12.2015, 14:16

Seltsame Zeiten; man stimmt als eher linkes Altgelichter einem Chef-Banker zu.

Zumindest teilweise....

Deutsche-Bank-Chefvolkswirt sieht riesige Chance

"Eine Million Flüchtlinge in Deutschland ist das Beste, was 2015 passiert ist"


Montag, 14.12.2015, 11:24

http://www.focus.de/finanzen/news/massi ... 52511.html

Re: Politik

14.12.2015, 14:40

Manchmal möchte ich nur noch heulen. Dieser Bastion aus Dummheit,
Selbstgerechtigkeit und Unbelehrbarkeit kann man nichts entgegen
setzten, man kann nur kapitulieren.


Bild

Re: Politik

14.12.2015, 18:37

Auch der für sein antifaschistisches Engagement bekannte—und in Sachsen bereits schon einmal in den Fokus der Justiz genommene—Jugendpfarrer Lothar König berichtet, von einem Polizisten geschlagen worden zu sein. Zudem war anscheinend erneut der Bereitschaftspolizist Fernando V. im Einsatz, dem unlängst Kontakte zum ursprünglichen Anmelder der RECHTE-Demonstration Alexander Kurth nachgewiesen wurden.


An anderer Stelle ksm es auch bei den friedlichen Gegenprotesten zu unvermittelten Übergriffen. „Wir haben gerufen: ,Wir sind friedlich, was seid Ihr?'—und als Antwort haben die uns mit Pfefferspray eingenebelt", berichtet ein Gegendemonstrant. Auch der für sein antifaschistisches Engagement bekannte—und in Sachsen bereits schon einmal in den Fokus der Justiz genommene—Jugendpfarrer Lothar König berichtet, von einem Polizisten geschlagen worden zu sein. Zudem war anscheinend erneut der Bereitschaftspolizist Fernando V. im Einsatz, dem unlängst Kontakte zum ursprünglichen Anmelder der RECHTE-Demonstration Alexander Kurth nachgewiesen wurden.

Das harte Durchgreifen der Polizei erntete schon am Samstag selber Kritik. Mit dem Ruf „Wo wart ihr in Heidenau?" wiesen die Demonstranten immer wieder darauf hin, dass die Polizei sich deutlich zurückhaltender verhielt, als es im August in der sächsischen Kleinstadt zu mehrtägigen Krawallen durch gewaltbereite Neonazis kam.

Als simple Erklärung oder Rechtfertigung für die schwersten Ausschreitungen, die Leipzig seit Jahren gesehen hat, soll und kann das natürlich nicht einfach herhalten. Wenn man will, kann man sich die abschließende Schuldfrage mit einem simplen Verweis auf „kriminelle Randalierer" natürlich leicht beantworten. Aber man muss zumindest in Erwägung ziehen, dass das zu kurz greift. Selbst ein von den Ausschreitungen direkt betroffener Gastronom in der Leipziger Südvorstadt sieht den Grund woanders: „Durch die Entscheidung eine Gruppe von Vollidioten mit der Androhung unser Stadtteil in Schutt und Asche legen zu wollen, ,demonstrieren' zu lassen, hatten wir einen tollen Tag. [...] Es war bestimmt für die Verantwortlichen unvorhersehbar, dass diese Provokation zu Gegenaktionen führen könnte."


http://www.vice.com/de/read/ausschreitu ... eipzig-982

Re: Politik

15.12.2015, 15:16

Gibt es Ostdeutsche, die weltoffen sind, gebildet, freundlich, dem Neuen aufgeschlossen? Natürlich gibt es die, ich kenne viele, die so sind. Es gibt sie genauso wie es eine große Zahl an Muslimen gibt, die tolerant, weltoffen und Freunde der Demokratie sind. Dennoch fordern wir aus gutem Grund die islamische Welt dazu auf, ihre Dämonen in den Blick zu nehmen. Wir sollten von uns selber nicht weniger verlangen.

Der Osten und die Toleranz: War die Wiedervereinigung ein Fehler?

Eine Kolumne von Jan Fleischhauer

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 67871.html

Re: Politik

15.12.2015, 15:58

Dieses Machwerk habe ich gelesen. Ja, ich bin Herrn Fleischhauers Meinung, die Tatsache, dass es in Ostdeutschland viele rechts orientierte Menschen gibt und viele, die das zwar nicht selbst sind, aber nichts allzu Schlimmes daran finden und noch viel mehr Leute, die die SED-PDS-Linke wählen, ist zum Kotzen.

Aber die Lösung liegt definitiv nicht in der Rechristianisierung. Wie oft mich (Atheistin in vierter Generation, meine Familie ist seit mehr als 100 Jahren nicht religiös) diese religiöse Arroganz schon auf die Palme getrieben hat! Wenn Herr Fleischhauer von den Moslems erwartet, dass sie ihre Religion nicht als das Heil der Menschheit ansehen, dann sollte er das auch von sich selbst erwarten.

Die Ursache liegt im übrigen auch nicht in einem Bildungssystem, in dem mangelhafte Rechtschreibung gelehrt wurde und das einem beibrachte, Hitler wäre ein Linker gewesen.
Der Person, die Dir das eingeredet hat - es wird dieselbe gewesen sein, die Dir immer weis machen will, es hätte in der DDR keine Bohnenkaffee gegeben - solltest Du besser nichts mehr glauben, Hamlet. Er/sie verarscht Dich nämlich.

Re: Politik

15.12.2015, 16:03

nurmalso hat geschrieben:es hätte in der DDR keine Bohnenkaffee gegeben


Also Mangelware war der auf jedem Fall.

Re: Politik

15.12.2015, 16:03

Bild

Re: Politik

15.12.2015, 16:10

Hamlet hat geschrieben:
nurmalso hat geschrieben:es hätte in der DDR keine Bohnenkaffee gegeben


Also Mangelware war der auf jedem Fall.

Falsch. Er war im staatlichen Wirtschaftssystem Mangelware, deshalb gab es z.B. Kampagnen, dass in betrieblichen Besprechungen kein Kaffee getrunken werden sollte. Aber egal, welche Verrenkungen die Zuständigen machen mussten - es gab den Kaffee zu kaufen. Es fehlte uns an vielem, vielen essentiellen Dingen, aber nicht am Kaffee.
Mir wäre es anders rum lieber gewesen, auch wenn ich Kaffee sehr gern trinke. Obst für mein Kind wäre mir aber wichtiger gewesen.

Re: Politik

15.12.2015, 16:36

nurmalso hat geschrieben:
Hamlet hat geschrieben:
nurmalso hat geschrieben:es hätte in der DDR keine Bohnenkaffee gegeben


Also Mangelware war der auf jedem Fall.

Falsch. Er war im staatlichen Wirtschaftssystem Mangelware, deshalb gab es z.B. Kampagnen, dass in betrieblichen Besprechungen kein Kaffee getrunken werden sollte. Aber egal, welche Verrenkungen die Zuständigen machen mussten - es gab den Kaffee zu kaufen. Es fehlte uns an vielem, vielen essentiellen Dingen, aber nicht am Kaffee.
Mir wäre es anders rum lieber gewesen, auch wenn ich Kaffee sehr gern trinke. Obst für mein Kind wäre mir aber wichtiger gewesen. (Hervorhebung Sirie)

Ich bin immer wieder erschüttert, wenn ich Augenzeugenberichte der DDR lese. Ich selbst hatte nie etwas mit der DDR zu tun, keine Verwandten dort, keine Berührungspunkte, nichts. Ich habe zwar Kollegen aus Ostdeutschland, aber die waren zu DDR-Zeiten zu jung bzw. noch nicht geboren.
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