Hamlet hat geschrieben:Die Weidel, diese Doppelpussy... Mal angenommen, sie wäre geblieben und hätte entgegnet: "Herr Höcke und Herr Gauland sind keine Rechtsradikalen!", der Saal hätte getobt vor Lachen. Also gab es für sie keine andere Möglichkeit als zu gehen.
Durch solche kalkulierten Auf, - bzw. Abtritte bedient man die AfD-Wählersehnsucht nach der Opferrolle ("Das wird man ja wohl mal sagen dürfen", "Lügenpresse" etc)Im Übrigen stimme ich dir zu, was die Differenzierung zwischen rechter und linker Gewalt betrifft.
Was mir bei der Bewertung der AfD etwas untergeht, ist, dass diese Partei gesellschaftspolitisch unglaublich spießig ist und wirtschaftspolitisch mindestens genauso neoliberal wie die FDP. Von wegen Arbeiterinteressen und so weiter..
Dr. Bimbes Kohl hat es fertig gebracht, dass nach der Wende eines der reichsten Finanzämter Deutschlands, nämlich das Bad Homburger Finanzamt wg der neu zugelassenen Möglichkeiten exzessiver Immobilienabschreibungen _pleite_ war. Der Leiter des Finanzamt äußerte in die laufende Hessenschaukamera folgendes: "Wir haben Fälle, in denen die Haushaltshilfe mehr Steuern bezahlt als ihr Arbeitgeber!" Das Nest, in dem die AfD heran wuchs, wurde nicht von Merkel angelegt, das wurde von Kohl angerichtet mit seinen seltendummen Sprüchen und Versprechungen von "Blühenden Landschaften im Osten". Und dann flogen bald darauf schon die Eier und Tomaten. Er hat Versprechungen gemacht, die weder Schröder noch Merkel halten konnten, die _niemand_ hätte halten können. Und deshalb haben wir jetzt in den neuen Bundesländern diese starke AfD.
Hamlet, das spielt eine Rolle, klar, aber was in der Diskussion um die AFD-Stärke untergeht, ist der in der Empirik seit langem bekannte Bestand, dass etwa 20 Prozent der Bevölkerung sowieso ein geshlossenes rehtsextremes Weltbild hat. AFD zu wählen hat mehr damit zu tun, als mit sozialer Abgehängtheit.
Schrammel hat geschrieben:Hamlet, das spielt eine Rolle, klar, aber was in der Diskussion um die AFD-Stärke untergeht, ist der in der Empirik seit langem bekannte Bestand, dass etwa 20 Prozent der Bevölkerung sowieso ein geshlossenes rehtsextremes Weltbild hat. AFD zu wählen hat mehr damit zu tun, als mit sozialer Abgehängtheit.
Damit rede ich mir doch schon seit Monaten das Maul fusselig; diese 15-20% gab es im Westen schon immer, die waren nur in der CDU gut versteckt. Im Osten ist es aber anders gelagert, da ist das komplizierter.
Jochen Lengemann und Alexander Gauland kennen sich seit fast 60 Jahren. Jetzt hat der langjährige Wegbegleiter des AfD-Politikers einen bemerkenswerten Brief geschrieben - gespickt mit Breitseiten gegen Gauland.
Besonders abgestoßen ist Lengemann von Gaulands Äußerungen nach der Bundestagswahl, als dieser ankündigte, Bundeskanzlerin Merkel „jagen“ zu wollen: „Und dann Dein den Alexander Gauland von heute entlarvendes, wohlkalkuliertes, hasserfülltes Geschrei angesichts Deiner triumphierend lärmenden Parteifreunde. Das ist nichts anderes als Ausdruck völkischen Denkens. Was glaubst Du eigentlich, wer Du bist? Euer Volk? Dein Volk? Du besitzest kein Volk. Du bist weder der Kaiser noch der Führer. Und selbst die besaßen nie das Volk.“
Weil Bethesda in einem aktuellen Trailer zu Wolfenstein 2 den Spruch „Make America Nazi-Free Again“ verwendet, drohen politisch rechts angesiedelte Spieler mit Boykott. Grund dafür: Sie stellten offenbar überraschend fest, dass man in der Wolfenstein-Serie gegen Nazis kämpft.
Heute vor 2oo Jahren wurde auf dem Wartburgfest die deutsche Tradition des Bücherverbrennens begründet.
Dazu schrieb Heinrich Heine:
„Auf der Wartburg krächzte die Vergangenheit ihren obskuren Rabengesang, und bei Fackellicht wurden Dummheiten gesagt und getan, die des blödsinnigsten Mittelalters würdig waren! (…) Auf der Wartburg herrschte jener beschränkte Teutomanismus, der viel von Liebe und Glaube greinte, dessen Liebe aber nichts anderes war als Haß des Fremden und dessen Glaube nur in der Unvernunft bestand, und der in seiner Unwissenheit nichts Besseres zu erfinden wußte als Bücher zu verbrennen! […] Eben derjenige, welcher das Bücherverbrennen auf der Wartburg in Vorschlag brachte, war auch zugleich das unwissendste Geschöpf, das je auf Erden turnte und altdeutsche Lesarten herausgab: wahrhaftig, dieses Subjekt hätte auch Bröders lateinische Grammatik ins Feuer werfen sollen!“
"Bis zu 8000 Euro bietet die Partei erfahrenen Kräften monatlich." Verstehe ich jetzt nicht, wo der durchschnittliche AfD-Fan doch so überaus intelligent und gebildet ist, da müssen sich doch Hunderte finden lassen! Seltsam!
Das weibliche Äquivalent (vom Aussehen her) zu Lindner wäre für mich Jenny Elvers, und mit der kannst du mich jagen. Na gut, bei gedämpftem Licht und ordentlich Schampus mit bei würde ich da schon mal.... Aber zusammen frühstücken ist nicht drin!
Oh Gott! ---- 20.11.2017 - 13:54 Uhr Berlin – Die SPD schließt nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen eine erneute große Koalition mit der Union aus und scheut keine Neuwahlen. Das beschloss der Parteivorstand am Montag einstimmig in Berlin, wie die Deutsche Presse-Agentur aus SPD-Kreisen erfuhr.
Der Lärm von Betonpumpen reißt den AfD-Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke aus dem Schlaf. Sein 500 Jahre altes Pfarrhaus bebt. Als er zum Fenster stürmt, traut er seinen Augen nicht: Direkt vor seinem Haus entsteht ein Ableger des Denkmals für die ermordeten Juden Europas, das Höcke im Januar als ”Denkmal der Schande” bezeichnet hatte. Der ehemalige Geschichtslehrer zittert. Seit heute früh um 6 Uhr wird zurückgedacht.