Wenn ein Thema nach meinem Empfinden so aufgebauscht wird, wie diese Demonstrationen, und ein Studie, daß über 3 Millionen Arbeitnehmer trotz Arbeit armutsgefährdet sind, nur mal eben kurz auf Seite 2 erwähnt wird, dann stimmt doch was nicht. Hat man Angst, daß die Leute auf die Barrikaden gehen, wenn man das Thema mehr beachtet? Werden wir überwacht, damit sämtliche Aufruhrtendenzen im Keim erstickt werden können?
Ich kann mich noch an die Demo der Bergbauarbeiter in Bonn erinnern, da war Gerd ganz klein mit Hut, da hatten die richtig Schiß.
Wieso organisieren sich die von der Armut gefährdeten nicht?
Dragon hat geschrieben:Wenn ein Thema nach meinem Empfinden so aufgebauscht wird, wie diese Demonstrationen, und ein Studie, daß über 3 Millionen Arbeitnehmer trotz Arbeit armutsgefährdet sind, nur mal eben kurz auf Seite 2 erwähnt wird, dann stimmt doch was nicht.
Diese Pegidas stehen doch als nützliche Ablenkungsidioten auf dem Rang einer Fußballweltmeisterschaft.
Unter den Pegida-Anhänger war neben Organisatorin Heidi Mund der hessische NPD-Funktionär Stefan Jagsch das wohl bekannteste Gesicht. Den hatte der Pegida-Vertreter, der in seiner pfiffe- und böllerumtosten Rede sagte, er sehe um sich herum „keine Nazis, nur Patrioten“ möglicherweise übersehen.
Ja, klar, kann man ja mal übersehen, kann alles mal vorkommen...
Die sächsische Grünen-Ikone Antje Hermenau tritt aus der Partei aus. "Nach einem Vierteljahrhundert verlasse ich die Grünen", sagte die langjährige Fraktionsvorsitzende der Wochenzeitung "Die Zeit". "Mein Versuch, mich an die Grünen anzupassen, ist gescheitert." Hermenau, Grünen-Gründungsmitglied im Freistaat, hatte sich im September vergangenen Jahres bereits aus der aktiven Politik zurückgezogen, nachdem ihre Partei nach der Landtagswahl ein schwarz-grünes Bündnis ausgeschlossen hatte. Die 50-Jährige ist eine Verfechterin einer engeren Zusammenarbeit mit der CDU.
Eine frauenfeindliche Predigt eines Imams sorgt in Berlin für Aufregung. Der Berliner Innensenator Frank Henkel nannte die Predigt "abstoßend". Der Türkische Bund Berlin-Brandenburg (TBB) stellte Strafanzeige wegen Beleidigung, Volksverhetzung und des Verdachts der öffentlichen Aufforderung zu Gewalt.
Ein ägyptischer Imam hatte am 23. Januar in der Neuköllner Al-Nur-Moschee in einer auf Arabisch gehaltenen Predigt Frauen jedes Selbstbestimmungsrecht auf ihren Körper und ihre Lebensführung abgesprochen. Die Moschee wollte sich auf Anfrage nicht zu der Predigt äußern.
Psychoterror von Neonazis: Todesdrohungen gegen Dortmunder Journalisten
In Dortmund hat es erneut Todesdrohungen durch Neonazis gegeben. Journalisten erhielten Todesanzeigen mit ihren Namen. Die Polizei spricht von einer Annäherung der braunen Szene an "historische Vorbilder".
Hamlet hat geschrieben:Psychoterror von Neonazis: Todesdrohungen gegen Dortmunder Journalisten
In Dortmund hat es erneut Todesdrohungen durch Neonazis gegeben. Journalisten erhielten Todesanzeigen mit ihren Namen. Die Polizei spricht von einer Annäherung der braunen Szene an "historische Vorbilder".
Hanna hat geschrieben:Interessant. So viel also zur Behauptung eines Users, das Ganze sei ein rein sächsisches "Phänomen"
Daß man in Dresden und Leipzig mit Nazis mitmarschiert, ist schon ein sächsisches Phänomen.
Ja, sicher. Ich meinte aber den gesamten deutlichen Rechtsruck in Deutschland. Den schlicht als ostdeutsches oder gar sächsisches Phänomen abzutun, wäre ne Bagatellisierung. Aber bei den Strukturen von Pegida, Legida und Cegida haste natürlich irgendwo recht...
Dreimal haben Wissenschaftler bislang versucht, herauszufinden, wie sich die Anhängerschaft von Pegida zusammensetzt. Sie alle befragten Teilnehmer der Demonstrationen in Dresden. Der Ertrag dieser Erhebungen ist dünn. Denn die meisten Angesprochenen wollten nicht auf die Fragen der Forscher antworten.
ZEIT ONLINE hat deshalb eine andere Datenquelle untersucht: Facebook. Dort begann das Phänomen Pegida am 20. Oktober 2014, die Aufrufe zu den ersten Demonstrationen wurden über das soziale Netzwerk verbreitet. Seither ist Facebook für die Pegida-Organisatoren eines der wichtigsten Werkzeuge zur Mobilisierung ihrer Anhänger. Inzwischen hat die Facebook-Seite von Pegida 159.000 Likes. So viele Menschen haben also angegeben, dass sie sich für die Inhalte der Seite interessieren. Facebook macht es möglich, zu sehen, wer diese Menschen sind, woher sie kommen, was sie mögen und was sie sonst noch tun. Mithilfe der Macher der Website Pegida mag Dich, haben wir die Interessen von Zehntausenden Pegida-Fans angeschaut.
Männliche Anhänger der AfD
Die Pegida-Anhänger bilden demnach eine recht homogene Gruppe: Pegida-Fans sind männlich, zwischen 25 und 49 Jahre alt, sie leben in Sachsen, waren bei der Bundeswehr, sind selbstständig, lesen die Bild-Zeitung oder die Junge Freiheit und sind Anhänger der AfD oder von politischen Gruppen, die noch weiter rechts stehen. Sie machen gerne Party, interessieren sich für Fußball, Autos, Sex, Actionfilme und Mario Barth.
Seiten, auf die Pegida-Fans viele Likes (mehr als 1.000) verteilen, sind beispielsweise: NPD; German Defense League (eine islamfeindliche Organisation); KenFM (Seite des Verschwörungstheoretikers Ken Jebsen); Germanische Götterwelt; Aufwachen Deutschland; Thor Steinar (von Rechtsradikalen gern genutztes Mode-Label); Geil, geiler, tätowiert; Midgard Nachrichten die unsere Regierung verschweigt; Identitäre Bewegung Deutschland (eine lose Sammlung neuer rechter Gruppen); Ich bin stolz Deutsch zu sein. Die Liste ist nicht vollständig, aber sie zeigt das Spektrum. Einziger Ausreißer in dieser Sammlung ist die Fanpage des Komikers Bülent Ceylan.
In den Likes der Pegida-Fans finden sich hingegen kaum Seiten von Personen, Organisationen oder zu Themen wie diese, die man in einer Stichprobe aus der Mitte der Gesellschaft auch erwarten könnte: Frauen, Linke, Grüne, Sozialdemokraten, klassische Medien. An Umweltfragen, Energiewende oder überhaupt an politischen Themen hat dort offensichtlich ebenfalls niemand Interesse. Es gibt keine Harry-Potter-Liebhaber, keine Tatort-Gucker, keine Fans von Gute Zeiten, schlechte Zeiten, Lindenstraße oder Voice of Germany, und keine Anhänger der Piratenpartei, obwohl die sonst im Netz überall stark vertreten sind.
Diese Ergebnisse bestätigen, was die Autoren einer Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) formulierten: Die Annahme sei falsch, Pegida-Anhänger seien harmlose, von Sorgen geplagte Normalbürger. Es gehe dort "im Kern um die Artikulation von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und, zugespitzter, um einen kaum verhüllten Rassismus".
Sehr interessant, Hamlet. Nur noch eine kleine Ergänzung: Die "besorgten Bürger" hat es meines Erachtens immer schon gegeben. Und das auch nicht nur in Sachsen. Also solche mit fremdenfeindlichen und rassistischen Ansichten, die sie meist hinter einem sorgenumflorten Gesichtsausdruck verstecken. Dass sie aber von Teilen der Politik hofiert werden und man ihnen sogar echte "Besorgnis" um die "Zukunft Deutschlands" bescheinigt, das hat meines Erachtens eine neue Dimension. Hoch gefährlich das Ganze. Damit hat es die ganz Rechte geschafft, noch weiter in die so genannte gesellschaftliche Mitte vorzudringen. Und neben den oben Genannten, also den hasserfüllten Rassisten, gibt es bei Pegida, Cegida und Legida und wie diese "Bewegungen" alle heißen auch ein paar tausend, die nur aus reiner Dummheit mit plärren.
Ist es nicht irgendwo scheißegal, ob da ein paar Hanserl wegen was auch immer demonstrieren? Kommen die wenigstens an die frische Luft und bewegen sich.
Was mir viel viel mehr Sorgen macht, ist der bevorstehende Krieg, der in der Ukraine im großen Stil angezettelt wird. Alles im Dienste der Wirtschaft, damit der Dollar stark bleibt und Europa den Abgang macht.