11.01.2016, 14:59
Diavolezza hat geschrieben:Hamlet hat geschrieben:Bis Mitte September 2015 sind demnach mehr als 450 Haftbefehle gegen 372 rechte Straftäter nicht vollstreckt worden. In manchen Fällen liegt mehr als ein Haftbefehl gegen eine Person vor. Die Gesuchten sind offenbar untergetaucht. Es geht dem Blatt zufolge um Delikte wie Raub, Beschaffungskriminalität, rechtsextreme Attacken, Diebstahl, Betrug, schwere Körperverletzung, Bankraub und Totschlag.
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 71348.html
Ja, und deshalb sind die Vergewaltigungen und sexuellen Belästigungen gerechtfertigt, oder wie? Es ist ein Skandal, dass die von dir erwähnten Delikte nicht entsprechend geahndet wurden.Das stimmt. Ich frage mich nur, weshalb du gerade jetzt dies erwähnst. Aber es ist auch ein Skandal, dass tausende junge Männer aus Nordafrika glauben, sie können hier die Sau rauslassen und deutsche Frauen als Freiwild betrachten. Hast du dir mal überlegt, was das für uns Frauen bedeutet?
11.01.2016, 14:59
11.01.2016, 15:11
11.01.2016, 15:51
nurmalso hat geschrieben:"Die anderen haben aber auch..." haben mir schon meine Eltern als Kind nicht durch gehen lassen, für Erwachsene ist es definitiv keine Grundlage, Probleme zu lösen.
11.01.2016, 16:18
Diavolezza hat geschrieben:Hamlet hat geschrieben:Bis Mitte September 2015 sind demnach mehr als 450 Haftbefehle gegen 372 rechte Straftäter nicht vollstreckt worden. In manchen Fällen liegt mehr als ein Haftbefehl gegen eine Person vor. Die Gesuchten sind offenbar untergetaucht. Es geht dem Blatt zufolge um Delikte wie Raub, Beschaffungskriminalität, rechtsextreme Attacken, Diebstahl, Betrug, schwere Körperverletzung, Bankraub und Totschlag.
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 71348.html
Ja, und deshalb sind die Vergewaltigungen und sexuellen Belästigungen gerechtfertigt, oder wie?
11.01.2016, 16:30
11.01.2016, 17:34
Diavolezza hat geschrieben:Hamlet hat geschrieben:Bis Mitte September 2015 sind demnach mehr als 450 Haftbefehle gegen 372 rechte Straftäter nicht vollstreckt worden. In manchen Fällen liegt mehr als ein Haftbefehl gegen eine Person vor. Die Gesuchten sind offenbar untergetaucht. Es geht dem Blatt zufolge um Delikte wie Raub, Beschaffungskriminalität, rechtsextreme Attacken, Diebstahl, Betrug, schwere Körperverletzung, Bankraub und Totschlag.
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 71348.html
Ja, und deshalb sind die Vergewaltigungen und sexuellen Belästigungen gerechtfertigt, oder wie? Es ist ein Skandal, dass die von dir erwähnten Delikte nicht entsprechend geahndet wurden.Das stimmt. Ich frage mich nur, weshalb du gerade jetzt dies erwähnst. Aber es ist auch ein Skandal, dass tausende junge Männer aus Nordafrika glauben, sie können hier die Sau rauslassen und deutsche Frauen als Freiwild betrachten. Hast du dir mal überlegt, was das für uns Frauen bedeutet?
11.01.2016, 17:47
11.01.2016, 21:25


11.01.2016, 21:29
11.01.2016, 22:36
11.01.2016, 23:53
SirGuinness hat geschrieben:... mal eine ganz andere Theorie: könnte es nicht sein, dass AfD und PEGIDA im Hintergrund die Fäden ziehen um noch mehr Zulauf zu bekommen? Der Verdacht läge nahe ... (und alle fallen drauf rein)
12.01.2016, 12:27

12.01.2016, 12:34

12.01.2016, 13:18
Diavolezza hat geschrieben:Auch lesenswert:
Ex-Verfassungspräsident PapierAngriff auf Merkel: "Flüchtlingskrise offenbart ein eklatantes Politikversagen"
Ich frage mich immer mehr, warum Flüchtlinge nach D einreisen dürfen. Egal, woher sie kommen. Warum da nicht schon an der Grenze differenziert wird. Es gibt Menschen, die vor den Grauen des Krieges fliehen, wie zB die Syrer. Keine Frage, diese Menschen bedürfen unserer Hilfe. Da sollte sich auch nicht die Frage nach einer Obergrenze stellen. Doch es gibt auch Menschen aus sicheren Ländern wie Tunesien, Algerien, Marokko. In Tunesien und Marokko machen Europäer sogar Urlaub! Die Asylanträge der Tunesier, Algerier und Marokkaner werden fast immer abgewiesen. Aber wenn sie einmal im Land sind, dann ist es schwer, sie wieder abzuschieben.
Während die Syrer so gut wie nie mit Straftaten auffallen, die die Quote der Straftäter unter den Tunesiern, Algeriern und Marokkanern enorm. Und tausende aus den letztgenannten Ländern sind auf dem Weg nach D...
Warum schließt man nicht die Grenzen, lässt keinen mehr rein und holt statt dessen die Syrer direkt aus den Kriegsgebieten nach D? Da würde man diesen Menschen die gefährliche Flucht ersparen und es wäre nicht mehr so leicht möglich, mit einem gefälschten syrischen Pass hier Asyl zu erhalten.
12.01.2016, 13:38
kyra hat geschrieben:Und Menschen aus Syrien sind nicht per se alles Flüchtlinge und keine Straftäter (Stichwort: IS-Kämpfer tarnen sich als Flüchtlinge).
12.01.2016, 21:19
kyra hat geschrieben:Und Menschen aus Syrien sind nicht per se alles Flüchtlinge und keine Straftäter (Stichwort: IS-Kämpfer tarnen sich als Flüchtlinge).

12.01.2016, 21:23
Diavolezza hat geschrieben:kyra hat geschrieben:Und Menschen aus Syrien sind nicht per se alles Flüchtlinge und keine Straftäter (Stichwort: IS-Kämpfer tarnen sich als Flüchtlinge).
Im Spiegel gibt es zu dem Thema einen Beitrag:
In Köln befassen sich Kriminalisten seit geraumer Zeit mit Straftätern aus Nordafrika. Das Kriminalkommissariat 41 hat dort in einer im Oktober 2014 begonnenen Analyse herausgearbeitet, welche Flüchtlinge innerhalb eines Jahres nach ihrer Einreise straffällig werden. Während nur 0,5 Prozent der Syrer als Verdächtige auffielen, waren es 40 Prozent der Flüchtlinge aus dem Maghreb. Im selben Ausmaß begingen demnach nur Bosnier und Montenegriner Straftaten.
Und wenn Frau Merkel glaubt, man könne die Straftäter so leicht in ihre Heimat abschieben, dann irrt sie.
Auch Abschiebungen und Ausweisungen seien "wegen der fehlenden Kooperationsbereitschaft der Heimatländer nahezu unmöglich", heißt es in dem Bericht der Polizei. Hinzu komme, dass im Asylverfahren erst nach sechs Monaten Fingerabdrücke genommen würden, was die Identifizierung einzelner Täter enorm erschwere.
12.01.2016, 21:49
13.01.2016, 05:25
Liebe Freunde,
eigentlich hatte ich vor, mich bis Anfang Februar zurückzuziehen, um mein neues Buch fertig zu stellen.
Nun zwingen mich die Nachwehen der Kölner Silvesternacht doch noch zu einer kurzen Stellungnahme.
Die Politillustrierte „Focus“ hat ein Titelbild veröffentlicht, das einem den Atem raubt. Man denkt sofort an eine Werbebroschüre des Ku-Klux-Klan und kann es nicht fassen, dass so etwas im aufgeklärten Deutschland möglich ist.
Die abfärbenden Hände eines Schwarzen betatschen eine blonde, weißhäutige, unbekleidete Frau - die Botschaft für alle offiziellen und latenten Rassisten soll wohl heißen: Notgeiler Neger vergreift sich an schöner, blonder, reinrassiger Deutscher Frau.
Dieter Hildebrandt fand schon 2007 in einem Gespräch mit „Cicero“ den „Journalismus von Focus unerträglich“. Dieser großartige Mensch und Mahner fehlt mir dieser Tage mehr als je zuvor. Denn jetzt ist „unerträglich“ nicht mehr der passende Ausdruck. Das Blatt muss boykottiert werden.
Zu Recht hat die Grünen-Vorsitzende Simone Peter beim Deutschen Presserat eine Beschwerde eingereicht.
„Kann man nicht über sexualisierte Gewalt an Frauen berichten, ohne dabei auf frauenverachtende Weise altbekannte Vorurteile zu bedienen und durch rassistische Bilder Rechtspopulismus und rechte Hetze zu verstärken?“, schreibt sie auf Facebook.
Und genau das ist der springende Punkt derzeit.
Als Münchner bekommt man Jahr für Jahr zum Oktoberfest sexuelle Übergriffe, versuchte Vergewaltigungen, tatsächliche Vergewaltigungen in kurzen Zeitungsnotizen serviert. Zwei Vergewaltigungen, jede Menge sexueller Übergriffe und das trotz über 2000 Polizeieinsätzen – gerade mal dreieinhalb Monate ist das her. Keine große Aufregung in den Medien, keine Rufe nach Gesetzesänderung von unseren Spitzenpolitikern. Man könnte sich ja das Millionengeschäft mit dem Bier verderben.
Ob zu Hause, Oktoberfest, Schützenfeste, Partys - die Frauenhäuser jedenfalls sind voll von gedemütigten, verprügelten und misshandelten Frauen. Wohlgemerkt von einheimischen Tätern. War das jemals ein Thema?
Geradezu unerträglich ist es, sich anhören zu müssen, wie Rassisten plötzlich zu Frauenrechtlern mutieren. Wie der „Feminist“ G.W Bush damals bei seinem Kriegseintritt in Afghanistan.
Die BILD-Berichterstatterin Alice Schwarzer nennt die Vorfälle „das Produkt einer falschen Toleranz“. Warum geht sie, als bekannte Feministin, nicht auf die wirklichen Ursachen sexistischer Übergriffe ein? Ich halte diese Aussage, gerade Toleranz sei das Schädliche, für höchst gefährlich. Sie steht in der Tradition eines beispiellosen Feldzugs gegen die Grundwerte: Willkommenskultur, Mitgefühl, Verständnis, gar die Güte oder das Gute selbst werden kaum mehr anders als herabsetzend und ironisierend gebraucht. Auch Toleranz gehört in diese Reihe. Das Wort soll durch fortdauernden Propagandabeschuss zum Unwort umgedeutet werden.
Sexuelle Gewalt ist keine Frage der Religion, der Hautfarbe, der Gene – sie ist fester Bestandteil des Patriachats. Aber dies zu kritisieren kommt in unserem System einer Gotteslästerung gleich.
Lasst mich eine junge Kollegin zitieren zum Schluss, die Liedermacherin Sarah Lesch. Sie schreibt am Ende eines sehr persönlichen und berührenden Beitrags auf Facebook:
„Was machen wir nun mit den ganzen Sexisten in unserem Land und mit den frauenfeindlichen Gewalttätern und Täterinnen? Was mit den männerfeindlichen?
Lehrer, Pfarrer, Vorstände, Väter, Mütter, Pädagogen und Pädagoginnen?
Politiker und Politikerinnen? Diskothekenbetreiber und Motorradclubs?
Kann man die auch ‚abschieben‘ bitte?
Was machen wir mit frauenverachtenden Studentenverbindungen und sexistischen Professoren, Glaubensgemeinschaften, Arbeitgebern oder Stammtischgesellschaften? (…) Was mache ich mit einem Mann, der mich sexuell belästigt und dem ich einen Job gegeben habe? Was mit einem, der mir einen Job gegeben hat?
Was machen wir mit den ganzen deutschen und ‚ausländischen‘ Männern und Frauen, die sich ‚lustige‘ Videoclips auf ihren Smartphones zuschicken, in denen sexuelle Gewalt verherrlicht wird? (…)
Ihr wollt anfangen, ‚unser Land‘ aufzuräumen?
Na dann los! ES GIBT VIEL ZU TUN!
Fangt mal bei euch selbst an!“
P.S:
Immer wieder sollten wir die großartige, mutige und bewundernswerte Hannah Arendt lesen:
„Der Verlust der Menschenrechte findet nicht dann statt, wenn dieses oder jenes Recht, das gewöhnlich unter die Menschenrechte gezählt wird, verlorengeht, sondern nur wenn der Mensch den Standort in der Welt verliert, durch den allein er überhaupt Rechte haben kann und der die Bedingung dafür ist, dass seine Meinungen Gewicht haben und seine Handlungen von Belang sind.“
Arendt, Hannah – „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“, S. 612 f.
13.01.2016, 09:24
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