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BeitragVerfasst: 24.07.2008, 20:16 
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Autismus und die Ursachen...das ist ein langes noch nicht ganz erforschtes Phänomen.

Als erstes spielen wohl zu einem großen Teil die Gene eine Rolle. Heißt die Veranlagung zum Autismus ist angeboren wie z.B Linkshändigkeit.

Warum und welcher Form er dann zum Ausdruck kommt weiß man noch nicht so ganz genau...aber man hat festgestellt das bei Autisten das Gehirn einfach anders tickt. Heißt wenn bei uns das emotionale Zentrum angesprochen wird ( z.B wenn jemand sich weh getan hat) passiert bei Autisten gar nix im Hirn. Dafür springt das emotionale Feld z.B bei ihren Spezialinteressen an...also sehr verquer.


@bylle: Felix ist neben dem Auismus mehrfach behindert. Heißt er hat noch eine körperliche Entwicklungsverzögerung die nix mit dem Autismus zu tun hat. Vermutlich steckt da bei ihm ein seltener Gendefekt dahinter...gefunden hat man den aber trotz 4 Jahren suchen noch nicht.

Auffällig war Felix schon kurz nach der Geburt. Da hieß es erstmal er wäre nur Hypoton also Muskelschlaff und wir sollen Krankengymnastik machen. Das haben wir getan. Trotzdem hat die Entwicklung hinterher gehinkt.

Er konnte mit 9 Monaten rollen ist erst mit 12 Monaten gesessen konnte sich aber erst mit 17 Monaten selbst hinsetzen mit 22 Monaten Krabbeln und erst mit 3 3/4 frei laufen.

Dazu kam dann das er nicht gegriffen hat und wie taub wirkte..und das mit 9/10 Monaten schon. Er hat einen nicht angelacht bzw überhaupt nicht imitiert und nachgeahmt...also das berühmte zurücklächeln oder kuckuck Da Spiel.

Da kam gar nix. Er hat nur geschrieen oder stundenlang äh äh äh gemacht.
Irgendwann fing er an sich für elektronisches Spielzeug zu interessieren..und das bis heute. Heißt er hält sich alles was dudelt stundenlang ans Ohr und hört da zu. Oder er scheppert Schüsseln ect auf den Boden..hauptsache es macht Krach. :roll:

Ansonsten ist er ständig in Bewegung. Trampolin springen, Therapierad fahrren, Bobbyquad fahrren, ect ect.

Seit 1^Jahr kommuniziert er jetzt mit Bildkarten mit uns..und beherrscht da ungefähr 30 Stück. Sei ein paar Wochen fängt er an zu imitieren...und das ist das beste was passieren konnte. Denn so kann er lernen.

Wir arbeiten mit ihm nach Theacch...einer Form der Pädagogik die aus Amerika kommt und sehr gut funktioniert.
Zitat:
TEACCH steht für „Treatment and Education of Autistic and related Communication handicapped Children“ (dt.: „Behandlung und pädagogische Förderung autistischer und in ähnlicher Weise kommunikationsbehinderter Kinder“).

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Die Entstehung des TEACCH-Programms
2 Der pädagogische Ansatz aus dem TEACCH-Programm
3 Strukturiertes Unterrichten
4 Visualisierung
5 Literatur



Die Entstehung des TEACCH-Programms [Bearbeiten]Ein Forschungsprojekt an der Universität von North Carolina/USA, in Chapel Hill, ist der Grundstein für die Entwicklung von TEACCH. Dabei ging es um die aktive Einbeziehung der Eltern in die Förderung ihrer autistischen Kinder. Diese Herangehensweise sollte die bis dahin gängige Annahme, die Eltern trügen am Autismus die Hauptschuld, entkräften.

Aus dem Forschungsprojekt ging 1972 auf Grund der Initiative vieler Eltern das TEACCH-Programm hervor. Dieses ist eine staatliche Einrichtung in North Carolina, die ein umfassendes und lebensbegleitendes System von Diensten und Hilfen für Betroffene, Angehörige und Fachkräfte umfasst. Kernpunkt dabei sind die neun TEACCH-Zentren, in denen Diagnose, Beratung, Ausbildung von Fachkräften und die Vernetzung aller beteiligten Einrichtungen stattfindet.

Hier werden unter anderem genaue Förderpläne erstellt, die dann mit Hilfe von Therapeuten in den vernetzten Institutionen umgesetzt werden können. Dazu gehören jegliche Fördereinrichtungen, Schulen, Werkstätten und Wohneinrichtungen. Diese orientieren sich in ihrer Arbeit an den Prinzipien des TEACCH-Programms:

Verständnis der typischen Schwierigkeiten von Menschen mit Autismus
Individuelle Diagnostik und Förderung
Kooperation mit Eltern/Familien
Optimierung der Fähigkeit, in seiner Lebenswelt zurechtzukommen
Ganzheitlichkeit (Förderung sämtlicher Aspekte der Persönlichkeit)
Kompetenzorientierung und Respekt vor Andersartigkeit
Strukturierung, kognitive Ansätze und Verhaltenstheorie
Auch eine organisierte Arbeitsbegleitung und individuelle Wohn- und Arbeitsangebote für Menschen mit Autismus, z. B. das Carolina Living and Learning Center, konnten sich durch das TEACCH-Programm etablieren.


Der pädagogische Ansatz aus dem TEACCH-Programm [Bearbeiten]Während das TEACCH-Programm als staatliche Institution in North Carolina nahezu einzigartig ist, hat der dort entwickelte pädagogisch- therapeutische Ansatz weltweit Anerkennung und Verbreitung gefunden. Dieser „TEACCH-Ansatz“ ist mittlerweile in vielen europäischen Schulen und pädagogischen Einrichtungen bekannt und oft werden Elemente davon praktisch umgesetzt.

Das ist beispielsweise das Prinzip der Strukturierung der Situation (structured teaching) und die Visualisierung, beides Aspekte die auch in Deutschland häufig mit TEACCH in Verbindung gebracht werden. Dies sind Elemente des TEACCH-Ansatzes und werden im Folgenden näher erläutert.


Strukturiertes Unterrichten [Bearbeiten]Beim strukturierten Unterrichten geht es um die Unterstützung von Menschen mit Autismus beim Lernen. Es gibt Hilfen zur Erschließung von Bedeutungen, zur Verdeutlichung von Zusammenhängen und hilft bei der Vermittlung von Fähigkeiten um im Alltag zurecht zu kommen.

Ein wesentlicher Aspekt ist hierbei die räumliche und zeitliche Strukturierung, sowie die Gestaltung des Arbeitsmaterials. Dies wird nicht nur auf den Unterricht bezogen, sondern auf den gesamten Alltag. Aufgrund der besonderen Informationsverarbeitung profitieren Menschen mit Autismus von strukturierter Hilfe. Es fördert das Gefühl von Sicherheit und Kompetenz, denn man kann sich besser auf neue Situationen einstellen, wenn man versteht wann etwas passiert. In der pädagogischen Praxis unterscheidet man bei der Strukturierung von Abläufen Zeitpläne, Aufgabenpläne und Instruktionen. Diese sollten aber immer wieder auf ihre Notwendigkeit und Angemessenheit überprüft und gegebenenfalls reduziert werden.

Beispiele für die räumliche Strukturierung:

Ortsbezeichnungen; Raumteiler (z. B. Regale); Teppiche die bestimmte Bereiche markieren, Vorhänge; Linien auf Fußböden; Zuordnung von Gegenständen zu bestimmten Plätzen; Bilder und Beschriftungen

Beispiele für die zeitliche Strukturierung:

Klingel; Signale, Wörter; Anfangs- und Endroutine; Uhren; Zeitpläne im entsprechendem Abstraktionsniveau

Strukturiertes Material und Instruktionen:

Gestaltung der Arbeitsfläche; Visuelle Instruktionen (Schablonen, Bildfolgen, Beispiele); Anordnung des Materials in gekennzeichnete Materialbehälter


Visualisierung [Bearbeiten]Menschen mit Autismus haben häufig herausragende Kompetenzen in der Verarbeitung visueller Informationen. Diese Fähigkeit wird häufig unterschätzt, da sie ihren Blick oft nur sehr kurz auf etwas lenken. Dennoch nehmen sie mit diesem scheinbar flüchtigen Blick das für sie Notwendige wahr.

Der optische Sinn ist also der bevorzugte Verarbeitungskanal. Die Visualisierung ist außerdem beständiger und eindeutiger als Sprache und erfordert kein Verständnis sprachbegleitender (sozialer) Merkmale wie Mimik, Gestik, Tonfall. Neben dem Einsatz von Bildkarten reagieren Menschen mit Autismus häufig sehr gut auf den Einsatz von Gebärden, da auch dabei der visuelle Kanal angesprochen wird.

Raum:

Verdeutlichung der Funktion der Orte: im Raum durch visuelle Barrieren (z. B. Regale), welche die einzelnen Bereiche (Arbeiten, Pause etc.) abgrenzen; die einzelnen Bereiche durch Symbole oder Realgegenstände (z. B. Kopfhörer für Pausenbereich, Raumbeschilderung zur Orientierung im Schulhaus) kennzeichnen; Regale/Schränke mit Fotos/Symbolen beschildern (z. B. auch für Jacke, Schuhe, Mütze)

Zeit:

visuell anschaulich gestaltete Tagespläne erleichtern es, sich auf Abweichungen vom normalen Ablauf (z. B. Regenpause) einzustellen; Time-Timer (die verbleibende Zeit (z. B. für eine bestimmte Arbeit) wird durch eine immer kleiner werdende Fläche dargestellt)

Handlung:

visuell verdeutlichen, wo sich etwas befindet und/oder seinen Platz hat (z. B. Tisch-Set mit Teller-, Glas-, Besteck-Aufdruck als Orientierungshilfe zum Tisch decken); kurze Handlungen visuell verdeutlichen (z. B. die einzelnen Schritte des Hände waschens, Schuhe zubinden)




Hier ist das ganze sehr gut erklärt.Wie sowas im Alltag aussehen kann möchte ich an einem Beispiel zeigen.
Wir haben im KIGA und zu Hause z.b den "Fehler" gemacht und Felix beigebracht sich selbständig an den Tisch zum essen zu setzen. Leider haben wir nicht daran gedacht das er ab sofort jeden Tisch mit essen in Verbindung bring.
Heißt er hat gespeichert: Tisch-Stuhl-hinsetzen-essen.
Das ist ja erstmal nicht verkehrt..nur er glaubt nun an jedem Tisch wird ausschließlich gegessen und kann sich nich vorstellen das man an einem Tisch auch spielen und lernen kann.
Das führt dazu das wenn er Menschen an einem Tisch sitzen sieht sofort dort nach Essen bettelt.


Besser wäre es gewesen (bzw werden wir jetzt in Angriff nehmen) Felix zum essen an ein Tischset zu gewöhnen. Heißt da wo das Set ist gibt es essen. So ist man unabhängig vom Tisch.

Und so soll man sich eben bei TEACCH immer fragen was will ich erreichen und wie kann ich das schaffen so das derjenige nicht von einer bestimmten Person oder Sache abhängig ist.

Also das ganze ist wirklich eine praktikable Sache die man gut im Alltag umsetzen kann.

Man muß dabei aber klar sein das man wirklich in sehr kleinen Schritten und Wegen arbeitet. Also bis man so eine Sache wie die mit dem Tischset erreicht hat kann es schon mal ein 3/4 Jahr dauern.

Felix macht mittlerweile Aufgaben am Tisch..z.B kneten, Pyramiede stapeln ect..


So jetzt habe ich euch viiiel zu lesen gegeben jetzt ist es am besten ihr fragt einfach wenn ihr noch was wissen wollt.


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Anjah





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Verfasst: 24.07.2008, 20:16 


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BeitragVerfasst: 24.07.2008, 20:19 
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danke für deine lange antwort, anjah! das war sehr interessant zu lesen....ich finde es toll, dass ihr den kleinen so gut fördert und dass er ja schon richtig fortschritte gemacht hat!

alles gute weiterhin für euch!


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BeitragVerfasst: 24.07.2008, 20:20 
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So harmlos ist hochbegabung auch nicht. Ich kenne ein Mädel, ich war ehrlich gesagt sehr eifersüchtig. Aber im Grunde genommen, war sie immer sehr einsam und alleine...

Trotzdem ist die Reaktion der Eltern sehr seltsam...


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BeitragVerfasst: 24.07.2008, 20:22 
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Ich habe Anjah sowieso schon meinen Respekt gezollt. Ich finde es immer wieder toll, wie Eltern ihre behinderten Kinder lieben, obwohl die Belastung sehr hoch ist.


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BeitragVerfasst: 24.07.2008, 20:22 
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Dekadente Tussi

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Ich hab ja auch mit 4 mehr schlecht als recht, aber mit 5 richtig geschrieben und gelesen. Und ab der ersten Klasse selber Englisch gelernt mit Büchern von meinem Vater.
Die Mutter einer Klassenkameradin hat auch immer bei meiner Mutter angerufen, dass man mich fördern soll, weil ich bestimmt hoch intelligent sei, blabla...
Nur weil ich in der 1. Klasse auf einen gebastelten Ski aus Pappe "Rossignol" geschrieben hab.


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BeitragVerfasst: 24.07.2008, 20:23 
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Ich schließe mich an, Bylle. Danke Anjah!

Was sind Bildkarten?


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BeitragVerfasst: 24.07.2008, 20:25 
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@KarlHeinz: das würde jeder tun. Denn jeder liebt sein Kind....

Und man wächst mit seinen Aufgaben. Es ist ja so eine geistige Behinderung, Autismus ect sieht man in der Schwangerschaft ja nicht.
Und das sind die Mehrzahl der Behinderungen.

Heißt damit lernt man einfach umzugehen...denn es bleiben liebe Kleine Kinder. :grin:

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Anjah





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BeitragVerfasst: 24.07.2008, 20:27 
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Ich glaube dass das Frauen leichter fällt als Männern, egal ob behindert oder nicht oder grün oder blau. Hört sich blöd an, aber ich glaube uns Frauen wird das ein wenig einfacher gemacht, weil wir diese intensieve Verbindung neun Monate lang haben. Ich habe auch schon in viele Bücher gelesen, dass Männer da ein bisschen länger brauchen, bis sie eine Verbindung zum Kind aufgebaut haben.


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BeitragVerfasst: 24.07.2008, 20:29 
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anjah hat geschrieben:
@KarlHeinz: das würde jeder tun. Denn jeder liebt sein Kind....

Und man wächst mit seinen Aufgaben. Es ist ja so eine geistige Behinderung, Autismus ect sieht man in der Schwangerschaft ja nicht.
Und das sind die Mehrzahl der Behinderungen.

Heißt damit lernt man einfach umzugehen...denn es bleiben liebe Kleine Kinder. :grin:


Trotzdem ist die Belastung doch manchmal schon ziemlich hoch, oder?


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BeitragVerfasst: 24.07.2008, 20:35 
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na ja, vanessa, das klingt bei dir aber schon ziemlich nach hochbegabung...hab' mich ja jetzt ein bissel damit befassen müssen..so frühes lesen und schreibenkönnen ist wohl ein recht sicheres anzeichen dafür.

das mit dem "rossignol" ist total witzig! :lol:


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BeitragVerfasst: 24.07.2008, 20:44 
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Wohnsack-Mama
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Also

1. Bildkarten sind einfach laminierte Fotos. Da ist dann z.B das Bild von einem Marmeladenglas drauf..und zusammen mit dem Foto vom Brot ist klar was er will. :grin:

Das es Männern schwerer fällt kann ich jetzt nicht bestätigen. Zumindest bei uns hat und hatte jeder immer mal wieder seine Kriese. Aber im großen und ganzen sind wir durch die letzten Jahre zu einem Team zusammengewachsen..bzw mußten. Wobei es stimmt das in solchen Situationen viele Ehen/Beziehungen zerbrechen an der Belastung.

damit bin ich am nächsten Punkt

Ja es ist eine sehr hohe Belastung bzw eine andere als das was man sonst kennt.

Mein Sohn hat z.B im Moment 6 Wochen Kindergarten Ferien. Ich kann ihn aber nicht wie andere in seinem Alter beschäftigen..bzw überhaupt klar machen das wir jetzt nicht in den KIGA gehen.

So bin ich "gezwungen" morgens um 6 Uhr schon Trampolin mit ihm zu hopsen, um 8:30 sind wir unterwegs in Supermarkt ect. Meine Wohnung versinkt derweil im Chaos.

Und nach einen "Babysitter" für ihn suchen wir seit 4 Jahren vergeblich..denn wer traut sich schon zu ihn zu betreuen? :???:

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BeitragVerfasst: 24.07.2008, 20:46 
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ach mensch...nicht mal oma und opa würden auf ihn aufpassen? :???:


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BeitragVerfasst: 24.07.2008, 20:48 
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Zu dem Babysitter stellt sich ja auch die Frage, wem traust Du zu ihn zu betreuen?
Was muss man eigentlich tun, um eventuell einen Zivi als Hilfe zu bekommen? Weiß das jemand?


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BeitragVerfasst: 24.07.2008, 20:48 
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BeitragVerfasst: 24.07.2008, 20:50 
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bylle hat geschrieben:
KLASSE, heute die erste MMRV-impfung und prompt ist hier einschlafterror!! :motz:

wie haben eure kinder diese impfung verkraftet...beim großen gab's genau die gleichen probleme...


Was ist MMRV genau?


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BeitragVerfasst: 24.07.2008, 20:52 
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bylle hat geschrieben:
wie stellst du das bei einem anderthalbjährigen fest, northstar? bist du psychologe oder hat der kleine fließend auf latein parliert?

Ich könnte ja jetzt sagen Unsereiner erkennt sich gegenseitig. Ich wurde mit 6 getestet und war hochbegabt, wie man es heute nennt, aber damals hatte das keinerlei Konsequenzen. Spezielle Schulen gab es noch nicht, und so langweilte ich mich dann halt zum Abitur.

Aber mal ernsthaft. Ich kann sehr gut mit Kindern umgehen. Das glaubst Du vielleicht jetzt nicht da Du mich hier im Forum vielleicht als eher ruppig erlebst, aber es ist so. Kleine Kinder kann ich stundenlang beschäftigen. Und meistens mache ich mit denen irgendwelche "Spielchen" wo sie ihren Kopf gebrauchen müssen. Zuguckende Eltern sind normalerweise ganz erstaunt was die lieben Kleinen so alles können. Ich denke an bekommt schon ein Gespür dafür ob Kinder intelligent sind (wobei ich in dem genannten Fall ja kein Gutachten erstellt habe, das war ein subjektives Gefühl nach kurzer Zeit), wobei ich glaube daß viel mehr Kinder eigentlich sehr intelligent sind als man so denkt. Nur wird das oft nicht gefördert und verkümmert. Und wenn die Kinder in der Schule sind ist es eigentlich schon zu spät (mal abgesehen davon daß auf unseren Schulen Intelligenz ohnehin nicht gefördert wird).

Es ist wohl so daß die Eltern oft selber nicht "die Hellsten" sind oder einfach nicht die Zeit und Geduld haben. Verstehe ich ja auch daß man vielleicht genervt ist wenn man in einer Stunde 50 mal gefragt wird "Warum ist das so?". Und auch Eltern die da geduldig sind machen eben den Fehler diese Fragen zu beantworten anstatt den Kindern zu helfen die Antwort selbst zu finden.

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"Wer als Hartz IV Empfänger genug Kraft für ein Ehrenamt findet, der sollte dann die Kraft da hineinlegen, Arbeit zu finden." (Thilo Sarrazin, SPD, Ex-Finanzsenator von Berlin)


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BeitragVerfasst: 24.07.2008, 20:54 
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bylle hat geschrieben:
KLASSE, heute die erste MMRV-impfung und prompt ist hier einschlafterror!! :motz:

wie haben eure kinder diese impfung verkraftet...beim großen gab's genau die gleichen probleme...


Ist das diese 6fach-Impfung, Bylle? Wo auch noch irgendwie gegen Pneumokoken geimpft wird? Das müsste so um den Dreh sein, wenn du schreibst, er ist 14 Monate.

Auweia, macht euch auf was gefasst! :knuddel:

Auch die nächsten Tage könnten anstrengend werden, unser fröhliches, ausgeglichenes Pausenkasperchen war komplett neben der Spur!! Sowohl beim Ein- und Durchschlafen als auch sonst, total quengelig... :???: :sad1:

Irgendwie müssen die Kleinen das wohl verarbeiten, da hilft nur Luft holen, lieb haben und Geduld, in ein paar Tagen ist er wieder auf dem Damm, auch was das Einschlafen angeht!

Übrigens war das die erste und einzige Impfung, bei der Mini-Trish drei Wochen lang eine geschwollene Einstichstelle hatte (war auch ganz hart und tat ihr offenbar weh) :???:


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BeitragVerfasst: 24.07.2008, 20:56 
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bylle: Doch Oma und Opa schon..aber

Meine Eltern sind 150Km weg, meine Mutter noch berufstätig und mein Vater gesundheitlich nicht in der Lage. Aber sie nehmen in schon mal das wir 1-3 Tage weg können..nur natürlich nicht regelmäßig das geht nicht.

Meine Schwiegereltern sind fast 80 und körperlich nicht mehr in der Lage ihn alleine zu betreuen.

Wenn nicht gerade Ferien sind geht es ja auch. Dann ist er jeden Tag 6 Stunden im KIGA. Nur 13 Wochen Ferien ( also die ganzen Schulferien) im Jahr müssen halt überbrückt werden.

Dieses Jahr habe ich jetzt endlich für die nächsten 14 Tage ab Montag eine Ferienfreizeit für ihn gefunden ...jeden Tag von 9 Uhr bis 15:30. Das ist schon mal was...


Danach geht es in Urlaub an Lago Maggiore. :grin:

Zum Babysitter: Zivi könnte ich bekommen aber die bekommen 14 Euro die Stunde und wir haben im Jahr genau 1400 Euro zur Verfügung für Betreuung. 100 Stunden sind da schnell weg..


zUr IMpfung: Felix ist nicht gegen Windpocken geimpft also nur MMR ...und das ganz bewußt. Windpocken halte ich für eine überflüssige Impfung die mehr schadet als sie nutzt. Außerdem ist er nur 1x und nicht 2x geimpft. Er hatte beim ersten mal Impfmaßern das reicht als Titer.

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BeitragVerfasst: 24.07.2008, 20:58 
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Ok. Dann kenne ich diese Impfung auch. Das liegt wohl daran, dass der Körper aufgrund der Impfung auf Hochtouren läuft, der Kopf der kleinen aufgrund der Müdigkeit aber nicht mehr hinter her kommt. Dementsprechend sind sie bockig.
Wichtig ist, nicht zu schimpfen, dass dreht sie noch mehr auf.
Dauert aber ein paar Tage.


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BeitragVerfasst: 24.07.2008, 21:03 
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Wohnsack-Mama
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Nein das ist nicht die 6 fach und auch nicht die Pneumokokken die nochmal extra ist .

Mal eine Frage habt ihr euch eigentlich bevor ihr zu den Impfungen ja gesagt habt informiert oder einfach "blind" dem Kinderarzt vertraut.

Also laßt ihr ganz bewußt impfen und wißt warum weshalb gegen was geimpft wird und was das für ein Impfstoff ist.

Also ob Lebenimpfstoff Totimpfstoff...ob wirklich nötig...welche Risiken es gibt ect ect??


Felix ist bewußt nur 5fach geimpft. gegen Pneumokokken nur weil er Astmatiker ist

und 1x gegen MMR ansonsten bekommt er keinerlei Impfungen.

Übrigens ist MMR ein Lebenimpfstoff gegen den der Körper selbst Antikörper bilden muß im Gegensatz zu den Totimpfstoffen bei denen amgetötete Antikörper gespritzt werden.

Ach ja von den 6 fach Impfstoffen wurde letztes Jahr einer vom Markt genommen wegen ungeklärter Todesfällen..

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