Gebe Euch mal einen kurzen Abriß meines Ägyptenurlaubs. Geplant war erst mal eine Woche Kairo und dann eine eine Woche Hurghada. Dank der Unfähigkeit der hiesigen Reisebüros konnten wir natürlich nicht nach Kairo fliegen und von Hurghada zurück. Also erst eine Nacht Hurghada (das war die erste und einzige Nacht meines Lebens die ich in einem All-Inclusive-Hotel verbracht habe, wenigstens war ich am Abend angetrunken).
Dann eine Fahrt nach Kairo. Dort hatte ich ein gutes Hotel gebucht, das Interconti Semiramis direkt am Nil.
Kairo ist ein totales Dreckloch. Kein Wunder da jeder Einwohner seine Abfälle fallen läßt wo er gerade geht und steht. Und scheinbar sind für die Ägypter alle Touristen gleich angezogen. Die tragen ein T-Shirt auf dem steht "Nimm mich aus". Man muß permanent auf der Hut sein und wird ständig angesprochen. Penetrant und nervend, was allerdings in Ägypten so gut wie nie vorkommt ist Raub oder Diebstahl.
Wir trafen in Kairo Freunde, fuhren dann nach El Zarazig ins Nildelta (wo es keine Touristen gibt). Dort waren wir eingeladen bei einem Schriftstellerpaar, beide natürlich verboten. Nicht offiziell, aber die Läden dürfen ihre Bücher nicht führen. Die politische Diskussion war sehr interessant, dazu vielleicht ein andernmal mehr.
Was muß man in Kairo gesehen haben? Eigentlich nichts. Das ägyptische Museum ist eine Rumpelkammer, konzeptlos, ohne Erläuterungen. Und für die Tut-Ench-Amun-Mumie soll man dann drin außer dem normalen Eintritt nochmal 70 Pfund (10 Euro) abdrücken. Das habe ich mir erspart.
Die Pyramiden sind mal ganz interessant, wenn man auch da ständig von Bakschisch-Sammlern angemacht wird. War bei den Gizeh-Pyramiden und denen von Sakara.
Der Verkehr in Kairo ist auch eine Sache für sich. Verkehrsregeln beachtet niemand. Ampeln werden komplett ignoriert, insofern ist es harte Arbeit eine Straße zu überqueren.
Zu beobachten ist leider auch daß es in Kairo kaum noch Frauen ohne Kopftuch gibt. Vor sechs Jahren war das noch umgekehrt.
Das ist zum Teil eine Gegenreaktion auf die korrupte Mubarak-Diktatur, leider schnallen die Ägypter nicht daß es ihnen unter einer islamistischen Regierung erst wirklich dreckig geht.
Dann Hurghada: Das "Grand Hotel" war zwar kein wirkliches Grand Hotel, verdiente aber seine 5 Sterne. Konnte dann Studien unter den anderen Touristen betreiben. Am Schlimmsten, wie zu erwarten, die Russen. Die kann man in zwei Kategorien unterteilen. Je nach Geschlecht sehen sie aus wie Huren oder Zuhälter. Und so benehmen sie sich auch.
Nett auch der Heimflug: Am Flughafen totales Chaos. Wie mir später die Stewardeß verriet ist das der Normalzustand. Alle Flüge waren zu spät, die einkommenden Flugzeuge drehten Warteschleifen, die Gates wurden ohne Durchsage nach Gutdünken gewechselt. Aber der Heimflug war ganz entspannt. Turbulenzen verhinderten zwischenzeitlich daß das Essen serviert wurde, aber wir in der Business Class hatten schon und konnten spachteln während hinten die Anderen hungerten, hähä.
Fazit: Rundum gutes Wetter. Ägypten ist eine Reise wert, aber nur Eine. Man sollte es gesehen haben, aber noch mal muß man da nicht hin. Denke mal in den nächsten Jahren ist noch die Gelegenheit, dann versinkt das Land total im Dreck und Chaos.
War mit 19 mal 3 Wochen in Ägypten und finde bis heute das, das meine beste Reise war. Erst Kairo, dann Rundreise, 5 Tage Tauchen und Chillen in Hurghada (damals war da der übelste Tourismus am entstehen) und zum Schluss noch mal ein paar Tage Kairo.
Feilschen habe ich gelernt wie ein Basarhändler. Ich hab mir damals auch 2 Hemden maßschneidern lassen, die trage ich heute noch total gern.
Das Ägypte Museum vorallem war der Büste von Nofretete sehenswert. Man musste extra für die Mumienabteilung Eintritt blechen, die waren dann so klein zusammengeschrumpelt wie Babys.
Luxor - Carnactempel war noch mega.
Schön Shischarauchen............. War echt toll.
Diesjahr war ich ja mit dem Camper unterwegs. Erst Edersee, da wars aber leider zum Surfen noch kein Wetter.
Dann Berlin, mit zweimal Platten auflegen; da gibts vielleicht hübsche Mädchen....
Dresden - Frauenkirchen und in einer autonomen Kneipe St. Pauli - Bayern geschaut, leider verloren.....
Der Camper an sich ist schon ne harte Sau. Morgens immer zur Dusche schlappen; Campingklo auslehren und so; Kochen auf zwei Gasplatten....
War halt sone richtige Männertour, aber die Frau kommt nächstes mal auf jeden Fall auch mit....
Vor einiger Zeit war ich im ehemaligen Frauen-KZ Ravensbrück.
Zwischen 1939 und 1945 sind 132 000 Frauen und Kinder, 20 000 Männer und 1 000 weibliche Jugendliche des „Jugendschutzlagers Uckermark“ als Häftlinge registriert worden. Die nach Ravensbrück Deportierten stammten aus über 40 Nationen, unter ihnen Jüdinnen und Juden sowie Sinti und Roma. Zehntausende wurden ermordet, starben an Hunger, Krankheiten und durch medizinische Experimente. Im Rahmen der Mordaktion „14 f 13“ wurden vor allem jüdische Frauen ermordet. Nach dem Bau einer Gaskammer Ende 1944 ließ die SS zwischen 5.000 und 6.000 Häftlinge in Ravensbrück vergasen.
Kurz vor Ende des Krieges waren mit Hilfe des Internationalen, des Schwedischen und Dänischen Roten Kreuzes etwa 7 500 Häftlinge in die Schweiz und nach Schweden gebracht worden. Zehntausende im Lager verbliebene Frauen trieb die SS auf die "Todesmärsche" in Richtung Nordwesten. Am 30. April 1945 befreite die Rote Armee etwa 3.000 zurückgelassene Kranke.
Mit der Befreiung war das Leid für viele der Frauen, Männer und Kinder nicht vorbei. Zahllose verstarben noch in den Wochen nach der Befreiung, andere leiden an den Folgen der KZ-Haft bis heute.
Ich konnte zudem noch einige Unterhaltungen mit Zeitzeugen führen. Sowohl der Besuch als auch die Unterhaltungen waren beklemmend.
Mecki hat geschrieben:[Darf ich mal wissen, was dich in die glückliche Lage bringt, so flexibel zu sein ? Ist jetzt nicht ironisch gemeint, ich weiß es wirklich nicht.:)
Nun, so viel hält mich hier nicht. Keine Kinder, keine feste Anstellung ...
Zum CR-Urlaub: Wir hatten extra Flug ohne Zwischenlandung in USA gebucht denn die Amis übertreiben es mit den Sicherheitsbestimmungen.
Somit saß ich dann auf dem Hinflug eine Stunde in Havanna im Flugzeug und auf dem Rückflug in Santo Domingo. Sitzen ist wörtlich zu nehmen. Aus Sicherheitsgründen darf man beimTankstop nicht aufstehen sondern muß brav sitzenbleiben. Verstehe den Schwachsinn wer will.
Also dann abendliche Landung in San Jose, ab ins Hotel, noch was Essen gegangen und dann ins Bett. Am nächsten Tag dann den Mietwagen geholt, direkt gegenüber, dann Richtung Playa Cocles. Für die 200 km muß man 5 Stunden einplanen. Costa Rica muß man sich so vorstellen: In der Mitte liegt San Jose in einem Talkessel, alle wichtigen Straßen führen sternförmig nach San Jose. Aus dieser Stadt auch nur rauszukommen ist nicht so einfach, das habe ich schon mal Stunden versucht.
Diesmal trafen wir uns mit einem Freund, selbst der, obwohl Einheimischer, verfuhr sich erst mal. Einmal raus aus San Jose ist es einfach. Da kann man sich nicht mehr verfahren. Noch eine Straßenmaut bezahlt (250 Colones, das sind lächerliche 40 Cent), dann ab durch die Gebirgskette.
Erst mal nach Limon an die Karibikküste. Dann immer an der Küste lang nach Süden. Die Südostprovinz ist nur über eine Straße zu erreichen, und das auch nur über einen Polizeiposten. Der kontrolliert aber nur die Autos die rausfahren denn da unten ist auch die Rauschgiftgegend, in einigen Orten wohnen viele Rastas und ähnliches Strandgut.
Der letzte Zipfel des Landes ist nur ein Strich, schon umgeben von Panama. Cahuita, Puerto Viejo, Playa Cocles. Danach kommt nur noch Manzanillo, und dann ist das Land zuende. Man kann zu Fuß noch etwas weitergehen, dann steht man am unüberquerbaren Grenzfluß.
In Cocles haben Freunde ein Hotel, komplett aus Hartholz erbaut. Hier freunde ich mich in den nächsten Wochen mit vier Vierbeinern an. Rocky der Kater (der einzige Kater den ich kenne der auf Namensruf hin kommt), und die drei Schäferhunde: Chester der Rüde, Ayla die Hündin und Turok der Welpe. Ayla kannte mich noch vom letztenmal, die anderen Beiden sind neu. Abgesehen vom scharf bewaffneten Nachtwächter verhindern die Hunde sehr effektiv daß irgendwas passiert.
Das bekam auch ein anderer etwas kleinerer Hund zu spüren. Der flüchtete vor einem anderen großen Hund auf das Gelände (um den Geruch aufzunehmen hatte er keine Zeit). Er lebte nicht mal mehr eine Minute. Was soll man sagen, Ayla und Chester haben nur ihr Revier verteidigt. Pech gehabt. Ansonsten sind die Hunde sehr brav. Chester hat mich besonders gerne, der sitzt jetzt noch jeden Tag vor meiner Zimmertür und hofft daß ich rauskomme.
Die Tierwelt besteht leider auch aus Mücken, meine Unterschenkel hatten nach drei Wochen über 100 Stiche, die aber nicht juckten. Eine Kakerlake hatte ich mal im Bad, das bezahlte sie mit dem Leben. Nachts kommen die Cangrejos aus dem Meer, aber das Highlight war das Faultier ein paar Meter vor dem Hotel. Ich gehöre jetzt zu den eher wenigen Leuten die mal ein Faultier am Boden gesehen haben. Dann gibt es die riesigen bunten Schmetterlinge und die bunten Vögel. Sowie ein total cooler schwarzweißer Vogel der auf einem Stam am Strand saß und sich nicht davon stören ließ daß ich mit Chester zweimal einen Meter von ihm entfernt vorbeiging.
Etwas tiefer im Dschungel dominieren eher die Affen.
War den ganzen Tag und die Nacht mit ärmellosem Shirt und kurzer Hose unterwegs, warm ist es immer. Das Meer ist ebenfalls warm, teilweise solider Wellengang, ein Paradies für Surfer.
Das Essen wir dominiert von Huhn, Fisch und Gemüse, also sehr gesund.