Elternhaus und Kindergarten sollten bei der Förderung des Sozialverhalten der Kinder zusammenarbeiten, denn beide haben Einfluss. Aber der im Elternhaus ist wohl etwas größer.
Hier in Bayern, kloppen sich die Kigas mittlerweile um die Kinder, weil sie wegen der sinkenden Geburten, bald dicht machen müssen.
Um den Wettkampf um die Kinder zu gewinnen, batteln sich die Einrichtungen mit einem spektakulären Programm. Kiga-Plätze mit ausreichend Bildungsabgeboten gibt es zumindest hier genug.
Früher haben die Kinder wohl außer einer Mappe mit bunten Basteleien und ein paar Liedchen aus dem Kiga nicht viel mitgenommen. Mittlerweile hat man erkannt das Kindergarten - auch Vorschule ist und dort Bildung stattfinden muss. Gerade Sprachen nehmen Kinder in dem Alter spielend auf.
Es gibt Studien, das Kinder in erster Linie durch Erfahrungen in einer Gruppe von anderen Kindern lernen.
Also Kindergarten ist unbedingt notwendig!
Danke für die Information, KTB. Leider ist die Lage nicht in allen Bundesländern so "gut".
Wenn eine entsprechende Infrastruktur vorhanden ist, die Kindergärtnerinnen nicht so sehr mit den Gesetzesänderungen überfordert sind und die familiäre Kasse nicht in den Ruin getrieben wird - dann kann das auch sinnvoll sein.
Die neuen Gesetze zur Bildung in den Kindergärten sind mir bekannt, KTB. Und ich habe bereits mit einigen Erzieherinnen darüber interessante Diskussionen geführt. In vielen Kigas sind entsprechende Fortbildungen. Budget, Personal- , Stress- und Zeitmanagement einfach nicht unter einen Hut zu kriegen. Das Problem sollte erstmal behoben werden, bevor man sich über eine Kindergartenpflicht Gedanken macht.
Es gibt Studien, das Kinder in erster Linie durch Erfahrungen in einer Gruppe von anderen Kindern lernen.
Stimmt. Braucht man dafür aber zwingend einen Kindergarten ?
Ich will den Kindergarten hier nicht als unnütz darstellen - im Gegenteil, meine Kinder besuchen auch einen und ich finde gut, was dort (auf jeden fall in diesem speziellen KiGa) abgeht.
Ich finde aber trotzdem, dass die Eltern entscheiden sollten, ob das Kind einen KiGa besuchen soll. Ich kenne keine Zahlen, bei wie vielen Prozent die Besuchsquote liegt. Ich weiss aber auch, das viele Eltern ihre Kinder gerne dorthingeben würden - wenns denn organisatorisch machbar ist.
Zum derzeitigen Lage finde ich die Einführung einer Kindergartenpflicht eher nur blauäugig.
Für eine Kindergartenpflicht bin ich auch nicht, ich begrüße es aber, Kinder dort unter zu bringen.
Eine Bekannt von mir ist im Wald aufgewachsen(kein Scherz). Als sie mit 6 in die Schule kam, wußte sie nicht recht wie ihr geschieht. Es war so ziemlich das erste Mal das sie mit anderen Kindern(außer ihrem Bruder) zusammen kam. Ihr Sozialverhalten war darauf nicht vorbereitet, die Folge waren Hänseleien und andere gehässige Sachen. Dieses nicht vermittelte Sozialverhalten verfolgte sie bestimmt 35 Jahre durchs Leben.
Darum finde ich den Kindergarten eine sehr gute und sinnvolle Sache. Aber Pflicht, das soll nun auch nicht sein.
Die Reform Hartz IV entwickelt sich immer mehr zum Spiesrutenlauf für Bedürftige
(ST) Das zum 1.1. 2005 eingeführte Hartz IV Gesetz, entwickelt sich für die Hilfsbedürftigen in Deutschland immer mehr zu einem reinen Gewaltakt, den die Regierung um jeden Preis gewinnen will. Nachdem die Kosten mehr und mehr auszuufern drohen, wird jetzt nach Mitteln und Wegen gesucht um dieses zu stoppen.
Die neuste Korrektur, welche am Mittwoch dem 03.05.2006 vom Kabinett auf dem Weg gebracht wurde, setzt ein klares Signal. Hilfsbedürftige werden zu allererst unter Generalverdacht des Leistungsmissbrauches gestellt. Abschreckende Wirkung soll auch eine Prüfung der Arbeitsbereitschaft bewirken. Nur bei der derzeitigen Arbeitsplatzsituation, ist dies eher ein Schlag ins Gesicht von Millionen Menschen, welche keine Arbeit finden bzw. durch einen subventionierten Abbau von Arbeitsplätzen ihren verloren haben. Der Staat will nicht helfen, nein - er will erst einmal abschrecken. Es wird sogar damit schon gerechnet, dass alleine 10% der Antragsteller pro Jahr nicht ihre Hilfen erhalten, welche ihnen laut Gesetz zustehen. Auch die Einführung eines Prüfdienstes (SOPO) wird mit festen Zahlen schon vorbelastet und der Druck erhöht. So sollen sie jeweils 200 Missbrauchsfälle aufdecken. Die Frage stellt sich doch, was macht der Prüfdienst wenn keine Missbrauchsfälle vorliegen? Werden dann
solche geschaffen, so wie es derzeit auch bei dem Revisionsstellen der einzelnen Argen und Behörden der Fall ist? Hier wird auch damit gerechnet das jeden Monat eine gewisse Anzahl von Anträgen abgelehnt werden, damit die Beschäftigten eine Aufgabe haben.
Aber hätte es überhaupt soweit kommen müssen? Muss Hartz IV überhaupt in einer solchen Weise existieren?
Diese Frage stellen sich viele unbescholtenen Hilfeempfänger jeden Tag, wenn es darum geht den ständigen Hetzkampanien ausgesetzt zu sein.
Wie eine Umfrage des Sozialticker ergeben hat, haben am 3.Mai - dem Tag wo die Korrekturen zu Hartz IV durch das Kabinett beschlossen wurde - nirgends im Bundesgebiet Kundgebungen, Demonstrationen oder Aufmärsche gegen diese Änderungen stattgefunden. Keiner hatte es für nötig erachtet, die Kabinettsmitglieder vor Abschluss dieser Korrekturen nochmals ins Gewissen zu reden und diese Gesetzesänderungen abzulehnen.
Der Sozialticker sieht diese Entwicklung mit Besorgnis und vergleicht dieses Stillschweigen als Resignation.
Eine Popgruppe kommt für ein Konzert nach Deutschland und die Fans besuchen dieses Konzert erst eine Woche später nachdem die Band schon wieder gegangen ist. Macht das Sinn? Macht es Sinn stets zu warten, bis etwas beschlossen wurde ehe man reagiert? In anderen EU Ländern wird alleine die Ankündigung als Anlass genommen, sich zu mobilisieren.
So kommt es allerdings einem besorgniserregendem Anerkenntnis der politischen Linie nahe, wenn die Wähler dieses Landes, sowie die Betroffenen sich ihr Leid stets diktieren lassen. Selbst der Wegfall der Pendlerpauschale, welche unzählige Arbeitnehmer, bei steigen Spritpreisen, schwer treffen wird, scheint in keinster Weise beim Bürger auf Ablehnung zu stoßen.
Der Sozialticker ist der Meinung, dass die Regierung ihre Hausaufgaben mit Bravur gemacht hat. Sie ist mit der Zeit gegangen. Schnelles kompromissloses Vorgehen. Dagegen scheinen die vielen Initiativen und Verbände in eine Art Winterschlaf verfallen zu sein oder es belastet diese mit einer Art Schockzustand, welchen sich die Regierung zum Nutzen macht, um weitere Gesetze zu verabschieden. Solange diese wie "verblitzte Karnickel" vor den Nachrichten sitzen, ermuntern die Kommunalen Spitzenverbände, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und die FDP die Bundesregierung zu noch schärferen Maßnahmen. "Vor allem die systemwidrigen Zuschläge nach dem Bezug von Arbeitslosengeld müssen zügig abgeschafft werden", forderte die BDA. "Es ist überfällig, alle Signale darauf zu stellen, Langzeitarbeitslose und geringer Qualifizierte besser zu aktivieren." Sozialverbände, Grüne und Linkspartei wiesen die Vorschläge strikt zurück. Zu Zeiten der Studentenrevolten zeichn
eten sich gerade Initiativen und Verbände da durch aus, schneller auf Ereignisse zu reagieren, als die politische Seite dieses erkennen und reagieren konnte.
Hier heißt der Punktestand noch vor der WM 2006 - 1:0 für die Politik. Ob ein Ausgleich oder ein Sieg für die Hilfebedürftigen noch möglich ist, wird sich zeigen, wenn der Ball bei den Betroffenen ankommt, wo derzeit ein dauerndes Abseits schon festgelegt wurde.
Der Sozialticker wird die Entwicklung weiter kritisch beobachten und darüber informieren
Hartz4 hat zwar einige gute Ansätze, ist aber ein Schlag ins Gesicht aller anständigen Menschen die keinen Job bekommen während die Schmarotzer leben wie die Maden im Speck.
Kann man sich bei Schneiders Parteifreunden für bedanken.
Northstar hat geschrieben:Hartz4 hat zwar einige gute Ansätze, ist aber ein Schlag ins Gesicht aller anständigen Menschen die keinen Job bekommen während die Schmarotzer leben wie die Maden im Speck.
Das ist wohl war, und die Arbeitswilligen sind dann auf schwarz arbeiten angewiesen. Was wiederum absolut nicht förderlich sein kann.
Wie eine Umfrage des Sozialticker ergeben hat, haben am 3.Mai - dem Tag wo die Korrekturen zu Hartz IV durch das Kabinett beschlossen wurde - nirgends im Bundesgebiet Kundgebungen, Demonstrationen oder Aufmärsche gegen diese Änderungen stattgefunden. Keiner hatte es für nötig erachtet, die Kabinettsmitglieder vor Abschluss dieser Korrekturen nochmals ins Gewissen zu reden und diese Gesetzesänderungen abzulehnen.
Der Sozialticker sieht diese Entwicklung mit Besorgnis und vergleicht dieses Stillschweigen als Resignation.
Womit der Sozialticker sicherlich nicht unrecht hat ...
Wenn schon so ein T-Shirt, dann aber bitte auch mit Beipackzettel:
"In Verbindung mit entsprechenden regionalen Gegebenheiten wie Hamburg-Wilhelmsburg, Berlin-Marzahn oder dem deutsch-polnischen Grenzgebiet kann die Verwendung mit hoher Wahrscheinlichkeit zu dauerhaften gesundheitlichen Schäden führen. Daher ist in solchen Fällen dringend von der Verwendung abzuraten."
Damit die Kassen heller klingeln, wird in Koalitionskreisen bereits darüber nachgedacht, die Praxisgebühr zu verändern. Zuerst waren 20 Euro im Gespräch, welches sich wohl nicht aussprechen lies, ohne sich den Zorn der Bevölkerung einzuhandeln. Nun sollen Patienten die Gebühr von zehn Euro nicht mehr pro Quartal zahlen, sondern bei jedem Arztbesuch fünf Euro. “Das bringt nicht nur mehr Einnahmen, sondern hat auch eine Steuerungsfunktion”, hieß es. Schätzungsweise eine Milliarde Euro ließen sich dadurch mehr einnehmen.
Wie chronisch Kranke, Sozialschwache, Arbeitslose und Rentner dies bezahlen sollen verrät die Regierung leider nicht. Diese werden sich eine medizinische Versorgung entweder gar nicht mehr, oder nur durch hohe Verschuldung leisten können. Die Steuerungsfunktion heißt hier sicherlich - früher sterben, meint der Sozialticker und findet diesen Vorschlag als "Genickschlag" einer verfehlten Gesundheitspolitik. Überlegungen Unikliniken zu privatisieren, sind schon lange kein Geheimnis mehr und jeder weiß, was privatisiert werden soll muss in Zukunft gewinnorientiert arbeiten. Das Ende der Spirale ist noch lange nicht erreicht worden, da das Ziel sicherlich eine Cash - Variante sein wird und nur für Gutbetuchte vorbehalten wäre.
In der Pressekonferenz zum SGB II - Optimierungsgesetz hat die stellv. DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer erklärt, das der DGB für eine Ausweitung der bereits jetzt 630.000 geschaffenen EEJ durchaus positiv gegenübersteht. EEJ sollen auf Projekte ausgeweitet werden, die für die Kommunen und die dort ansässigen Betriebe als unrentabel gelten.
Die Angemessenheit für EEJ wird also an der Rentabilität der zu verrichteten Arbeiten definiert und somit als zusätzlich klassifiziert. Darunter wurde unter anderem auch das Sanieren und Instandhalten von Gebäuden erwähnt.
Wenn Milliarden von Euro wie im letzten Jahr ungenutzt dem Bund zurückfließen, anstatt dafür zu nutzen das Langarbeitslosigkeit bekämpft wird, sieht die stellv. DGB-Vorsitzende als großes Manko der Hartz Gesetzgebung. Passivleistung sollten damit der Vermittlung in EEJ weichen.
„Durch das vom Kabinett beschlossene so genannte Optimierungsgesetz werde Hartz IV “keinen Deut besser, erklärte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer.
Viele Erwerbslose fühlen sich vom DGB verraten. Wer als Erwerbstätiger im DGB noch einen Partner für die Durchsetzung seiner Interessen gefunden zu haben glaubte, wird in Zeiten der Erwerbslosigkeit verkauft. Sollte der DGB sich nicht fragen, ob durch diese Haltung auf Dauer Mitglieder vergrault werden?
… sollen die ausgesprochenen Worte vom Arbeitsminister Franz Müntefering sein. Herr Minister, wurde nun die Katze aus dem Sack gelassen oder ist es die politische Ausrichtung, wohin Ihre Arbeitspolitik führen soll? Der Sozialticker ist erschüttert, wie ein sozialdemokratischer Minister solche Parolen äußern kann, welche nicht mehr in diese Zeit passen und seit 65 Jahren aus dem Wortschatz eines jeden gestrichen sein sollten. Millionen Arbeitslose, welche Opfer einer verfehlten Arbeitspolitik geworden sind, stellen sich die Frage, ob dieser Minister weiterhin das Amt bekleiden, oder lieber dieses abgeben sollte. Letzteres wäre angebracht und bei solchen Äußerungen die einzige Konsequenz.