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BeitragVerfasst: 11.05.2006, 22:07 
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Onkel
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Su hat geschrieben:
In der Bibel steht aber auch viel Mist.
Siehe Leviticus.

Nützlich gegen Bibelschwinger aller Art:
http://mitglied.lycos.de/ElkeAndersson/queer_laura.html


=D> Einfach Klasse Su, vielen Dank!

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Verfasst: 11.05.2006, 22:07 


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BeitragVerfasst: 16.05.2006, 08:16 
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Onkel
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Raffgier deutscher Spargelbauern erzürnt Arbeits und Erwerbslose

Kein anderes Gemüse hat eine derart hohe Gewinnspanne wie Spargel. Aus diesem Grund haben viele Landwirte im Laufe der letzten Jahre ihre Produktion dieses Edelgemüse um ein vielfaches erhöht. Ihre Rechnung begründet sich aus dem Umstand, dass ausländische Erntehilfe angeworben werden konnten und der sich daraus erzielende Gewinn noch vergrößern ließ. Durch die geänderte Gesetzeslage, welches seit diesem Jahr 20% von Erntehelfern als inländische Arbeitskräfte vorschreibt, kommt der Landwirt nun ins arge finanzielle Bedrängnis.

Die Landwirte wollen diese Regelung nicht - nur … wie wehrt man sich am besten ? Na klar, man erstellt einfach falsche Behauptungen, denn ein Sündenbock ist schnell gefunden. Der faule nicht belastbare Erwerbslose, dessen Bezüge eh zu hoch sind, weil dieser garnicht arbeiten will.

Fakt ist aber: Tausende freiwillige Erntehelfer stehen bei den Arbeitsämtern bereit, doch die Landwirte rufen diese nicht ab. Warum auch, denn wenn man sich dieser bedienen würde, hätte man ja keinen Grund mehr die 20% Regelung zu kippen und damit wieder günstigere Arbeitskräfte bekommen. Ausnahmeregelungen gibt es bereits.

So müssen sich nun Erwerbslose anhören, dass sie der Grund sind, wenn Ernteausfälle eintreten und die Landwirte darunter schwer zu leiden haben.

Aber erwähnt werden sollte auch, gute Erntehelfer können nur diejenigen sein, welche auch für solche Arbeiten das nötige KnowHow besitzen, oder möchte ein Patient sich von einem KFZ-Monteur operieren lassen?

Die meisten Bauern wollen keine Leute ohne Erfahrung beim Spargelstechen. Sie bevorzugen Fachkräfte für dies teure Gemüse. Dies trifft auch auf die Erdbeer und Gurkenernte zu. Ernterhelfer ist daher ein Job der alledings auch eine gerechte Entlohnung bedarf und wie sieht es da aus? Wieso sind die Erntebedingungen so körperfeindlich? Kann man beim Spargel den Erdwall nicht 20 cm höher machen?

Man stelle sich mal vor: Ein Landwirt baut eine Kokusnussplatange an und beschwert sich, dass deutsche Erwerbslose bei der Ernte nicht klettern können.

Einen Gruss an die BA: Erwerbslose sind keine Ware oder Maschinen! Auch ein Erwerbsloser hat eine Menschewürde verdient und sollte nicht zu Frondiensten herangezogen werden, nur weil die Poltik nicht in der Lage ist, ihre verfehlte Arbeitsmarktlage in den Griff zu bekommen. Schon früher wurde bei "Arbeit statt Sozialhilfe"- Programm der Zwang zur Arbeit probiert. Und hat es funktioniert? Nein!

An die Landwirte: Baut lieber Kartoffeln an und die nette Rolex, welche für dieses Jahr ausgesucht wurde, bleibt beim Juwelier, denn mehr als 10.000.000 Bürger dieses Landes können sich den Spargel finanziell nicht leisten, aber brauchen nährreiche Kartoffeln, um wenigstens etwas essbares auf dem Tisch zu haben.

Guten Hunger ... bei Spargel und Sauce Hollandaise!

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BeitragVerfasst: 18.05.2006, 13:58 
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Onkel
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Wohlfahrtsverbände für Kürzungen bei Hartz IV - jetzt schlägt es 13 !

Dem Sozialticker gehen die Forderungen der Wohlfahrtsverbände für Kürzungen bei Hartz IV zu weit. Wer sind denn diese Wohlfahrtsverbände die sie sich erdreisten solche Forderungen zu stellen. Wer sich die Finanzierungen dieser Verbände anschaut wird schnell feststellen das diese auf das Wohlwollen der Regierung angewiesen sind. Ohne deren finanzielle Unterstützung würde keine dieser Einrichtungen überhaupt existieren. Durch Zuwendungen an die Freie Wohlfahrtspflege entlasten sich Bund, Länder und Gemeinden von vielen sozialen Pflichtaufgaben

Die Arbeiterwohlfahrt
• Fördermittel der öffentlichen Hand
• Leistungen nach dem Arbeitförderungsgesetz (z.B. ABM)

Diakonie
• Mittel aus Kranken- und Pflegekassen
• Nach dem Subsidiaritätsprinzip vergibt der Staat die Finanzierung sozialer Aufgaben zum Beispiel auf der Basis des Bundessozialhilfegesetzes

Deutsches Rotes Kreuz
• Mittel der Bundesregierung, den Ländern und Kommunen.
• Kostenerstattung der gesetzlichen Sozial- und Krankenversicherungsträger.

Wie also ist es anderes zu erklären das eine solche Stellungnahme gerade dieser Wohlfahrtsverbände zu erwarten war. Sind es nicht auch diese Wohlfahrtsverbände die unter dem Deckmantel der Hilfsbereitschaft bei der Vergabe von EEJ massive Vorteile ziehen, denn wie ist es sonst zu erklären, dass gerade bei Altenheimen, Seniorenzentren und Kureinrichtungen im Bereich der ambulanten und mobilen sozialen Dienste ein Grossteil der EEJ eingesetzt werden.

Sicherlich sind Wohlfahrtsverbände wichtig zur Sicherung der sozialen Dienstleistungen in diesem Land, aber dabei sollte nicht übersehen werden, dass dies nicht auf Kosten genau derer geschehen darf, denen man diese Dienste anbietet oder durch deren Mitwirken diese Dienste erst realisierbar sind. Was wären denn die Wohlfahrtsverbände ohne die Heerscharen von EEJ, Zivis und freiwilligen Helfern?

Mit solchen Forderung nach Kürzungen bei ALG II machen sich Wohlfahrtsverbände unglaubwürdig. Das Wohl der Sozialschwachen scheint diesen Verbänden nicht mehr am Herzen zu liegen, denn anders sind solche Stellungnahmen nicht zu erklären. Die Profitgier im Hartz IV Dschungel auch seinen Teil vom Kuchen abzubekommen scheint größer zu sein, als sich für eben diese einzusetzen. Aber wie heißt es immer so schön:

Die Hand die mich füttert - beisst man nicht.

Und genau nach diesem Prinzip wird hier auf Kosten derer - die sowieso am Existenzminimum leben - noch Kasse gemacht. Sei es durch weitere Einsparungen oder Ausbeutung der Arbeitskraft.

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BeitragVerfasst: 19.05.2006, 13:41 
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Schachlegende

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Ich finde diesen thread langsam ziemlich überflüssig.

Der achso arme Deutsche möchte bedauert werden, wie schwer er es hat. Aber was amcht er dagegen-nichts !!! Warum geht er nicht auf die Strasse ?

Das kann er doch so gut. Zigtausende blden eine Lichterkette wenn ein Ausländer überfallen wird oder in China ein Sack Reis vergammelt. Aber wenn es um seine eigene Existenz geht macht er nix. Aber irgendwann kommt die Quittung und der Knall

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BeitragVerfasst: 19.05.2006, 14:35 
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Onkel
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teajay hat geschrieben:
Ich finde diesen thread langsam ziemlich überflüssig.


Wer weiß, vielleicht kannst du ihn ja irgendwann mal gebrauchen.
Ansonsten vielleicht einfach ignorieren, ich werde daran festhalten..

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BeitragVerfasst: 23.05.2006, 14:43 
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Onkel
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Verwaltungskosten für Hartz IV

Wie die Medien berichten, gibt die Regierung die derzeitigen Kosten für Langzeitarbeitslose von Jan - April mit 9,2 Milliarden Euro an ( 9.200.000.000 ). Wie gleichzeitig berichtet wird, sind damit die Kosten für Hartz IV um 14,2 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen (8.000.000.000 Euro ).

Nun schaut sich der Sozialticker die offiziellen Zahlen der Langzeitarbeitslosen vom Statistischen Bundesamt genauer an und erkennt merkwürdiges :

Zahlen in 1000:

Jugendl. unter 20 Jahren Langzeitarbeitslose Summe
2006 Apr 107 1 673 1777
Mär 114 1 697 1811
Feb 114 1 668 1782
Jan 110 1 607 1707
2005 Apr 103 1 814 1917
Mär 115 1 818 1933
Feb 120 1 808 1928
Jan 112 1 779 1891

Quelle:Statistisches Bundesamt

Klar ist zu erkennen, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen für den genannten Zeitraum Jan - April 2006 im Gegensatz zum Jahr 2005 rückläufig sind. Im Durchschnitt waren für den genannten Zeitraum 2006 - 1.769.250 Langzeitarbeitslose gemeldet, wohin gegen 2005 im Durchschnitt 1.917.250 gemeldet waren.

Wenn man diese Zahlen auf einen Langzeitarbeitslosen umrechnet, ergibt sich damit eine durchschnittliche Belastung pro Hilfeempfänger von 1299,98 Euro für 2006 und 1043,16 Euro für 2005.

Was steht einem Langzeitarbeitslosen gemittelt zu:

345,- Euro für Singles - Partnerschaften 311,- Euro Kinder und Jugendliche 276,- Euro unter 14 Jahren 207,- Euro.

Durchschnittlich kann man also von ca. 320,- Euro ausgehen.

Für die Kosten der Unterkunft kann man davon ausgehen, dass jedem Langzeitarbeitslosen ca. 5,- Euro / m² zustehen bei ca. 45 m² = 225,- Euro ( diese Zahlen ergeben sich aus Mittelwerten - zurückgerechnet, wenn alle Bedürftigen auch Kleinstkinder alleine wohnen würden)

Damit ergibt sich ein Gesamtaufkommen von 545,- Euro pro Langzeitarbeitslosen im Monat.( Dieser Wert dürfte aber in Wirklichkeit noch wesentlich geringer ausfallen, da mit wachsender Anzahl der Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft der Anteil der KDU erheblich sinkt.)

Nimmt man diesen ermittelten Wert von 545,- Euro / Monat ( und hier ist der Sozialticker großzügig) und stellt diesen den Aufwendungen gegenüber, so ist zu erkennen das der Verwaltungsaufwand trotz sinkender Zahlen von Langzeitarbeitslosen seit 2005 von :

1043,16 Euro - 545,- Euro = 498,16 Euro für 2005
1299,98 Euro - 545,- Euro = 754,98 Euro für 2006
( Dies wird auch durch das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln belegt! )

angewachsen ist. Wenn die Regierung von ausufernden Zahlen spricht, dann sind dies die Zahlen, die sie selber produzieren.

Man möge sich die Zahlen mal auf der Zunge zergehen lassen: Der Verwaltungsaufwand ist derzeit höher als die ausgezahlten Leistungen! ( und wir möchten nochmal betonen, dass die von uns verwendeten Zahlen an Leistungsauszahlungen in Wahrheit wesentlich geringer ausfallen dürften bei Bedarfsgemeinschaften mit 3 und mehr Mitgliedern)

Veränderungen bei Hartz IV kann also nur bedeuten, dass der Verwaltungsaufwand eingeschränkt werden muss. Mangelhafte Software, ständige Verfolgungsbetreuung, schlecht ausgebildete Sachbearbeiter sind nur wenige Beispiele, die diese Verwaltungskosten steigen lassen.

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BeitragVerfasst: 23.05.2006, 15:08 
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teajay hat geschrieben:
Der achso arme Deutsche möchte bedauert werden, wie schwer er es hat. Aber was amcht er dagegen-nichts !!! Warum geht er nicht auf die Strasse ?

Das kann er doch so gut. Zigtausende blden eine Lichterkette wenn ein Ausländer überfallen wird oder in China ein Sack Reis vergammelt. Aber wenn es um seine eigene Existenz geht macht er nix. Aber irgendwann kommt die Quittung und der Knall

Eigentlich müßte das Volk die Regierung (für die ich mich nochmals herzlich bei ihren Wählern, so z.B. Herrn Schneider, bedanken möchte) mit dem Knüppel fortjagen.

Aber die Leute lassen sich ja gerne ablenken von den Sündenböcke die man ihnen hinwirft.

Die Skins die einen Ausländer überfallen sind nicht schuld an den Problemen in diesem Land.

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"Wer als Hartz IV Empfänger genug Kraft für ein Ehrenamt findet, der sollte dann die Kraft da hineinlegen, Arbeit zu finden." (Thilo Sarrazin, SPD, Ex-Finanzsenator von Berlin)


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BeitragVerfasst: 23.05.2006, 17:06 
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Onkel
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Northstar hat geschrieben:
teajay hat geschrieben:
Der achso arme Deutsche möchte bedauert werden, wie schwer er es hat. Aber was amcht er dagegen-nichts !!! Warum geht er nicht auf die Strasse ?

Das kann er doch so gut. Zigtausende blden eine Lichterkette wenn ein Ausländer überfallen wird oder in China ein Sack Reis vergammelt. Aber wenn es um seine eigene Existenz geht macht er nix. Aber irgendwann kommt die Quittung und der Knall

Eigentlich müßte das Volk die Regierung (für die ich mich nochmals herzlich bei ihren Wählern, so z.B. Herrn Schneider, bedanken möchte) mit dem Knüppel fortjagen.

Aber die Leute lassen sich ja gerne ablenken von den Sündenböcke die man ihnen hinwirft.

Die Skins die einen Ausländer überfallen sind nicht schuld an den Problemen in diesem Land.


Das stimmt wohl, Schuld ist das ganze Volk..

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BeitragVerfasst: 26.05.2006, 01:24 
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Das Problem ist nicht das Volk, sondern unsere deutsche Vergangenheit !

Hätten wir den "GFaZ" nicht gehabt hätte es schon ca.1935 richtig geknallt.

Die Probleme die es Ende der 20iger gab werden aber wiederkommen.

Aber wie die Probleme dann gelöst werden, weiss noch keiner

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BeitragVerfasst: 28.05.2006, 17:02 
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Onkel
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Ich persönlich finde diesen Vorschlag nicht gut, Auszubildende werden ja auch so schon teilweise wie Sklaven, Putzfraúen oder so behandelt.
Allerdings weiß ich nicht, wie hoch die Vergütung so ist, ich bekam seinerzeit 460;- DM..


Vorstoß für niedrigere Lehrlingsgehälter

Nach der Forderung von Kanzlerberater Heinrich von Pierer, die Lehrlingsgehälter zu kürzen, ist eine heftige Debatte entbrannt. Wirtschaftsminister Glos schloss sich heute dem Vorstoß an. Die Gewerkschaften kündigten Protest an.

Hamburg - "Die Höhe der Lehrlingsgehälter ist gerade für kleine Betriebe ein Hemmschuh, wenn es darum geht, einen zusätzlichen Lehrling auszubilden", sagte Michael Glos der "Bild am Sonntag". Daher dürften die Ausbildungsvergütungen kein Tabu sein. Glos drängte zudem die Landesregierungen, die Qualität der Schulausbildung zu verbessern. "Ausbildungswillige Betriebe müssen sich darauf verlassen können, dass zukünftige Lehrlinge über eine solide schulische Ausbildung verfügen." An die Unternehmen appellierte er, im eigenen Interesse so viele Lehrlinge wie möglich auszubilden. "Jeder Jugendliche, den man heute selber ausbildet, kann morgen die wichtigste Stütze des Betriebes sein."

Massiven Widerstand gegen eine Kürzung von Lehrlingsgehältern kündigte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) an. "Wer die Ausbildungsgehälter kürzen will, will nur vom eigenen Versagen ablenken", sagte DGB-Vize Ingrid Sehrbrock der "BamS". Lehrlinge leisteten heute schon mehr, als sie verdienten. "Wer Azubis ins Portemonnaie greifen will, bestraft die Falschen." Sehrbrock forderte die Einführung einer Ausbildungsabgabe für Betriebe, die nicht ausbilden: "Ohne Druck entziehen sich immer mehr Betriebe."

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt wies den Vorwurf von Bundesarbeitsminister Franz Müntefering zurück, die Wirtschaft bemühe sich zu wenig um neue Lehrstellen. "Von einem mangelnden Einsatz der Wirtschaft kann nicht die Rede sein", sagte Hundt der "Bild am Sonntag". Bei rund einer Million verlorener Arbeitsplätze seien automatisch auch 60.000 Ausbildungsplätze verloren gegangen. Dennoch habe es die Wirtschaft geschafft, dass seit Abschluss des Ausbildungspaktes die Zahl der betrieblichen Ausbildungsverträge sogar leicht angestiegen sei.

Hundt machte deutlich, dass er die Politik in der Pflicht sieht. Die Beschäftigungslage könne sich "nur nachhaltig verbessern, wenn jetzt endlich die dringend nötigen Strukturreformen in der sozialen Sicherung, auf dem Arbeitsmarkt und im Arbeitsrecht umgesetzt werden", sagte der BDA-Präsident. Dies werde auch der Ausbildung zugute kommen. Hundt betonte: "Diese Rahmenbedingungen zu schaffen, ist Aufgabe der Politik."

In ungewöhnlich scharfer Form hatte Müntefering zuvor das geringe Lehrstellen-Angebot der Wirtschaft kritisiert. "Über die Hälfte der Betriebe in Deutschland bildet nicht aus. Das finde ich unglaublich", sagte er. Nach seiner Einschätzung könnten dieses Jahr mehrere zehntausend Ausbildungsplätze fehlen. Im vergangenen Jahr hatte es eine Lücke von 28.000 Lehrstellen gegeben.

ler/AFP/AP

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BeitragVerfasst: 29.05.2006, 11:52 
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Schachlegende

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Ich hab an Euch mal eine Frage ob ihr folgendes als unsoziales Verhalten einstufen würdet:

Wir wohnen in der Innenstadt. Weit und breit gibt es nur Parkplätze für die man einen Parkschein lösen muss. Direkt vor unserem Haus sind aber 10 Parkplätze, auf denen man eine begrenzte Zeit kostenlos parken kann. Die Anwohner können in der ganzen Gegend parken- haben dafür einen Anliegerparkausweis erworben.

Direkt vor meiner Haustür ist ein Parkplatz frei. Ich parke dort und bemerke, das hinter mir der Fahrer dort auch parken wollte-Pech gehabt. Nun muss er sich ein Parkticket ziehen anstatt auf meinem Platz frei zu parken.
Hätte ich ihn meinen Parkplat überlassen sollen und ca. 50 m gehen sollen. Denn egal wo ich parke, ich brauch nix löhnen. Hab ich mich unsozial Verhalten.

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BeitragVerfasst: 29.05.2006, 12:35 
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teajay hat geschrieben:
Hab ich mich unsozial Verhalten.

Natürlich nicht. Warum denn auch?

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BeitragVerfasst: 29.05.2006, 12:53 
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Ehrlich gesagt, ist mir das egal..

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BeitragVerfasst: 29.05.2006, 13:11 
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Unsoziales Verhalten,weil ich jemanden einen kostenfreien Parkplat zweggenommen habe. Der andere Fahrer muss nun ein Ticket kaufen!

Nun stellt sich bei mir als Kapitalist die Frage:

Hätte ich mit dem anderen einen Deal machen können.Er bekommt meinen Parkplatz, wenn er mir 2 Euro gibt. Ansonsten müßte er 5 Euro Parkplatzgebühr löhnen.

Was für ein Verhalten wäre das ?
Wenn das Verhalten oben kein unsoziales Verhalten ist, wenn ich jemanden veranlasse 5 Euro zu zahlen, dann ist dieses Verhalten doch sozial, da er so 3 Euro spart. Oder ???

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BeitragVerfasst: 29.05.2006, 13:24 
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teajay hat geschrieben:
Hätte ich mit dem anderen einen Deal machen können.Er bekommt meinen Parkplatz, wenn er mir 2 Euro gibt. Ansonsten müßte er 5 Euro Parkplatzgebühr löhnen.

Dafür würdest Du dann heftig kritisiert.

Andrerseits, wenn Du den freien Parkplatz benutzt bedeutet das ja auch gleichzeitig einen Beitrag für das Gemeinwesen. Von den 5 Euro finanziert die Stadt Kindergartenplätze, Vereinszuschüsse, Radwegebau ...

Du hast sozial gehandelt ohne daß es Dich was kostet.

Würde ich auch so machen.

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BeitragVerfasst: 29.05.2006, 13:42 
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Northstar hat geschrieben:
teajay hat geschrieben:
Hätte ich mit dem anderen einen Deal machen können.Er bekommt meinen Parkplatz, wenn er mir 2 Euro gibt. Ansonsten müßte er 5 Euro Parkplatzgebühr löhnen.

Dafür würdest Du dann heftig kritisiert.

Andrerseits, wenn Du den freien Parkplatz benutzt bedeutet das ja auch gleichzeitig einen Beitrag für das Gemeinwesen. Von den 5 Euro finanziert die Stadt Kindergartenplätze, Vereinszuschüsse, Radwegebau ...

Du hast sozial gehandelt ohne daß es Dich was kostet.

Würde ich auch so machen.


Allerdings, egoistisch wäre gewesen, wäre er die 50 Meter gelaufen und hätte damit was für seine Gesundheit getan.. ;-)

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BeitragVerfasst: 31.05.2006, 12:41 
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ALGII - Antrag bereits der Antrag auf ein menschenunwürdiges Leben

Nachdem die ständigen Vorwürfe von Medien und Politik an Erwerbslose nicht abreißen wollen - dass diese für den immensen Kostenanstieg von Hartz IV verantwortlich sind - stellen sich mehr und mehr Erwerbslose die Frage, wie diese ständigen Vorwürfe und Nachbesserungen wohl am Ende aussehen sollen? Weitere Kürzungen bei Miete oder Regelsätzen bedeuten Obdachlosigkeit und Mangelernährung, der Betroffenen. Es kann doch wohl nicht sein , dass Erwerbslose, deren einziges Manko ist, keine Arbeit gefunden zu haben bzw. durch den vorangetriebenen Stellenabbau betroffen sind, mit der Existenz der Person gedroht wird.

Ist der ALGII - Antrag bereits der Antrag auf ein menschenunwürdiges Leben in Obdachlosigkeit und Hunger?

Ist dies der Weg den die Politik für Langzeitarbeitslose vorsieht? Gab es solche Gedanken nicht bereits schon einmal? Der Sozialticker kann nicht verstehen, wieso niemand dieser Debatte um Kürzungen und Veränderungen beim ALGII, ohne Bereitstellung von realisierbaren Alternativen, den Einhalt gebietet? Wo bleiben die Proteste der Betroffenen und potentiell gefährdeten “noch” Erwerbstätigen? Oder denken die Erwerbstätigen von heute, sie seien nicht die Erwerbslosen von morgen, wo jeden Tag tausende Arbeitsplätze unwiderruflich verloren gehen?

Also, wenn der Staat sich aus der sozialen Verantwortung entziehen möchte um Rentner, Kranke, Erwerbslose und andere “wenig produktive” Bürger loszuwerden, warum sagt man das nicht einfach mit klaren Worten, anstatt sich ständig hinter politischen Phrasen zu verstecken und mit jeder kleinen aber stetigen Verschärfung das Leben der Betroffenen unwertiger zu gestalten?

Dieser ständige psychologische Terror muss aufhören!

Artikel 1 des Grundgesetzes besagt:

“Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.”

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BeitragVerfasst: 06.06.2006, 20:59 
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Lüdenscheid: 20 Ärzte verweigern Hausbesuch bei einer sterbenskranken Frau

In einem Hospiz in Lüdenscheid liegt seit kurzem eine todkranke Frau. Die Frau muss ärztlich betreut werden und benötigt Schmerzmittel.

Das Hospiz hat ca. 20 Ärzte angesprochen und um einen Hausbesuch für die schwer kranke Frau gebeten.

Doch alle Ärzte haben sich geweigert, die Frau aufzusuchen. Als Gründe gaben sie zuviel Arbeit an, dass sie keine neuen Patienten aufnehmen oder ihr Etat für Hausbesuche zu niedrig ist. Die Kassenärztliche Vereinigung hat sich eingeschaltet.

Quelle: http://www.wdr.de

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BeitragVerfasst: 06.06.2006, 21:02 
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Messi hat geschrieben:
Artikel 1 des Grundgesetzes besagt:

“Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.”

Mal abgesehen davon daß der Begriff "Menschenwürde" schwer definierbar ist, wird sie Tag für Tag tausendfach mit Füßen getreten.

Aber wie wäre es mal mit einem Grundgesetz das sich die Bürger selbst geben und nicht von dem das wir von den Besatzungsmächten diktiert bekamen?

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BeitragVerfasst: 06.06.2006, 21:22 
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Northstar hat geschrieben:
Lüdenscheid: 20 Ärzte verweigern Hausbesuch bei einer sterbenskranken Frau

In einem Hospiz in Lüdenscheid liegt seit kurzem eine todkranke Frau. Die Frau muss ärztlich betreut werden und benötigt Schmerzmittel.

Das Hospiz hat ca. 20 Ärzte angesprochen und um einen Hausbesuch für die schwer kranke Frau gebeten.

Doch alle Ärzte haben sich geweigert, die Frau aufzusuchen. Als Gründe gaben sie zuviel Arbeit an, dass sie keine neuen Patienten aufnehmen oder ihr Etat für Hausbesuche zu niedrig ist. Die Kassenärztliche Vereinigung hat sich eingeschaltet.

Quelle: http://www.wdr.de

...macht mich diese Meldung nun wütend oder traurig...?°

Ich weiß es nicht – aber diese Meldung macht mich stinksauer. So etwas darf bei uns einfach nicht vorkommen. Ich hoffe, dass die Kassenärztliche Vereinigung diesen zwanzig Ärzten gehörig Dampf unterm Hintern macht. Vor allem aber hoffe ich, dass die alte Frau zwischenzeitlich ärztliche Hilfe bekommen hat, die ihre Schmerzen lindern.

Zusätzlich sollten diese zwanzig Ärzte alle umgehend von Dr. Dressler vorgeladen werden, um sich vor ihm kniend eine zwanzigstündige Lesung aus seinem Werk "Schuld und Sühne in der Lindenstraße" anzuhören.


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