Northstar hat geschrieben:Wowereit ist eine Schwuchtel. Da lasse ich mich lieber von der FDJ-Funktionärin regieren.
...was für ein erbärmliches posting, Northi.
Was bitte sagt denn Klaus Wowereits sexuelle Präferenz über dessen politische Qualität aus...?° Rein gar nichts und es geht uns auch nichts an, denn seine sexuelle Präferenz ist einzig und allein seine Privatsache.
Bei Wowereit hat sich bei mir ein Bild festgebrannt ... wo er aus dem roten Pumps Sekt/Champanger trinkt ... PR-mäßig gute Aktion, politisch eine Nullnummer.
Denn mir war von Anfang an klar, dass ein Feuer dieser Größenordnung auch Auswirkungen auf den Reaktor haben müsste.
Und nun kommt -natürlich scheibchenweise- die Wahrheit ans Licht.
Wenn die SPD nicht schleunigst den Atomausstieg durchsetzt -Ausstieg aus der bestehenden Koalition- werden die AKWs hier in Deutschland so lange betrieben, bis es mal so richtig bumm macht. Und dann besteht wieder keinerlei Gefahr für die Bevölkerung, keiner will es zu verantworten haben und der Schaden sei unter Kontrolle.
Northstar hat geschrieben:Also wenn Schneidi in nächster Zeit wunderliche Beiträge schreibt dann wissen wir daß es an einem Strahlenleck liegen kann...
...ich finde Deine Bemerkung weder witzig noch komisch, sondern einfach nur unpassend, Northi. Dafür lässt sie bemerkenswerte Rückschlüsse auf Deine Einstellung zur Atomkraft zu.
Steinburger hat geschrieben:Ich glaube immer noch, das der Atommeiler Krümmel irgendwo gebraucht gekauft wurde ...das Teil ist der FIAT unter den AKWs ...
Krümmel ist wirklich die Gurke unter den AKWs.
Heute hat Betreiber Vattenfall ja nun zugegen, dass sowohl Krümmel wie auch Brunsbüttel per Schnellabschaltung heruntergefahren worden. Es ist ein offenes Geheimnis, dass bei einer Schnellabschaltung immer Strahlung freigesetzt wird.
Aber das werden die Betreiber natürlich niemals zugeben.
Schneidi° hat geschrieben:Aus der online-Ausgabe desSPIEGELvom 28. Juni 2007...:
FEUERALARM
Atomkraftwerk Krümmel nach Brand abgeschaltet
Das Kernkraftwerk Krümmel in Schleswig-Holstein ist nach einem Feuer in einer Transformatoranlage abgeschaltet worden. Der Atomreaktor selbst war von dem Brand offenbar nicht betroffen...
Schneidi° hat geschrieben:Aus der online-Ausgabe desSPIEGELvom 04. Juli 2007...:
KRAFTWERKS-BRAND
Atomreaktor Krümmel schwerer beschädigt als bekannt
Das Feuer im Atomkraftwerk Krümmel hat mehr Schäden verursacht, als zunächst bekannt. Nach den ersten Untersuchungsergebnissen war nicht nur ein Trafo, sondern auch der Reaktor selbst betroffen.
Sieben Tage liegen zwischen diesen beiden Meldungen. Die Informationspolitik der Atomindustrie ist eine einzige Verarschung der Bevölkerung.
Folgenden Artikel habe ich im aktuellen "Physik-Journal" gefunden. Er beschreibt so ziemlich genau meine Position in der Energiepolitik:
Zeit zum Umdenken
Die Energieforschung benötigt deutlich höhere Fördermittel, um sich den Herausforderungen durch den Klimawandel zu stellen. Von Sven Kullander.
Die Ressourcen an leicht verfügbarem herkömmlichem Öl sind begrenzt. Gleichzeitig steigt der Bedarf der Schwellenländer, daher wird es voraussichtlich innerhalb der nächsten 20 Jahre zu einer Verknappung kommen. Dies lässt sich vielleicht noch hinauszögern, wenn andere Kohlenwasserstoffquellen wie Gas, Kohle, Schweröl, Teersand und Ölschiefer für die großtechnische Produktion von Flüssigtreibstoff genutzt werden.
Auch für die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften (KVA) sind angesichts dieser Aussichten Energiefragen zu einem wichtigen Teil ihrer Mission geworden, die Wissenschaften und ihren Nutzen für die Allgemeinheit zu fördern.1) Dazu tragen insbesondere interdisziplinäre Komitees der KVA bei. Das Energiekomitee hat kürzlich Reports zu Öl, Kernenergie und zum Treibhauseffekt vorgelegt, die sich mit Energiefragen und dem Klimawandel beschäftigen.
Die Ziele der EU in diesem Bereich sind ehrgeizig: Bis 2020 soll der jährliche Verbrauch fossiler Energie um 260 Millionen Tonnen Öläquivalente (Mtoe) reduziert werden und der Anteil an erneuerbarem Strom von derzeit 1200 TWh auf 5000 TWh steigen. Die Bedeutung von Solarstrom wird definitiv wachsen, auch wenn sein Beitrag bis 2020 noch nicht signifikant sein sollte. Wind wird statt derzeit 60 TWh voraussichtlich 300 TWh pro Jahr erzeugen und könnte damit 1,2 Prozent des Energieverbrauchs der EU abdecken. Noch ist schwer abzusehen, wie Bioenergie und Wasserkraft die benötigten zusätzlichen 3500 TWh liefern sollen, zumal Biotreibstoff Ressourcen von anderen Biomasseanwendungen „stiehlt“, nämlich Nahrung aus der Landwirtschaft und Biomaterialien wie Holz und Papier aus der Forstwirtschaft.
Um CO2-Emissionen wirkungsvoll zu bekämpfen, ist daher Kernenergie für die Grundlast nötig. Im Jahr 2004 deckten die 152 europäischen Reaktoren 15 Prozent des Energieverbrauchs der EU. Dreißig neue Reaktoren sollen bis 2030 veraltete ersetzen sowie den Betrieb sicherer und die Abfallaufbereitung effizienter machen. Angesichts der drängenden Nachfrage nach emissionsfreier Elektrizität und nach einer gesicherten Versorgung sollten Deutschland und Schweden ihren Beschluss, aus der Kernenergie auszusteigen, überdenken.
Was den geringen Massenstrom von der Mine bis zur Lagerung der Abfälle betrifft, ist die Kernenergie äußerst umweltfreundlich. Und der weltweit angesammelte Abfall besteht zwar zu 97 Prozent aus Uran, wird aber niemals ein Prozent des Urangehalts im Meerwasser übersteigen. Die Tatsache, dass der winzige Urangehalt in der Asche nach der Kohleverbrennung mehr Energie enthält als die verbrannte Kohle, illustriert die hohe Dichte des Kernbrennstoffs.
Wichtige Ziele jeder zukünftigen Energiestrategie sind selbstverständlich Effizienz und Einsparungen. Einen erheblichen Beitrag dazu könnte z. B. die großräumige Einführung von Elektrofahrzeugen leisten. Li-Ion-Batterien für Mobiltelefone und elektrische Werkzeuge haben den Weg für elektrische Autobatterien bereitet. Der Verkehr in der EU, der heutzutage etwa 4000 TWh (360 Mtoe) verbraucht, würde „nur“ noch 1030 TWh Elektrizität benötigen, wenn Verbrennungsmotoren durch elektrische Motoren ersetzt würden. Der Verkehr allein emittiert mehr CO2 als die EU-Kommission bis zum Jahr 2020 einsparen möchte!
Die Zukunft der globalen Energieversorgung hängt vom Rohstoffangebot ab. Erneuerbare Energiequellen benötigen viel Kupfer, Stahl und Zement – also Materialien, die bei einem Engpass an fossilen Brennstoffen ebenfalls knapp sind. Auch die Kernenergie wird auf lange Sicht viel mehr Uran benötigen als vorhanden ist. Mögliche Wege aus diesem Dilemma sind es, Uran aus Meerwasser zu gewinnen oder Technologien zu entwickeln, die natürliches Uran bzw. Thorium durch Brüter oder Beschleuniger-getriebene Systeme verwerten. Diese werden innerhalb des „Generation IV International Forums“ entwickelt.2) Abfall zu minimieren, Sicherheit zu erhöhen und die Verbreitung von Kernwaffen zu verhindern, sind wichtige Ziele der durch die USA initiierten Forschung, die von der EU unterstützt wird.
Europa ist durchaus gut aufgestellt für die Entwicklung emissionsfreier erneuerbarer und nuklearer Energie. Eine stärkere Nutzung von Elektrizität wird dabei helfen, Energie zu sparen, und ein europäisches Übertragungsnetz für Strom kann die schwankende Verfügbarkeit erneuerbarer Energiequellen reduzieren. Um sich jedoch den neuen Herausforderungen zu stellen, sind deutlich erhöhte Fördermittel für Forschung und Entwicklung nötig – und eine engere und offene Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und Politikern.
Prof. Dr. Sven Kullander ist Teilchenphysiker an der Universität Uppsala in Schweden sowie Vorsitzender des Energiekomitees der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften.
Schneidi° hat geschrieben:...Goedel, weltweit gibt es noch nicht einmal ein einziges geeignetes Endlager für Atommüll. Wie siehst Du diese Problematik...?°
Und macht Dir persönlich die Kernkraft keine Angst...?°
Gorleben steht doch zur Debatte. Leider blockierte die Rot-Grüne Politik Untersuchungen über dessen Eignung als Endlager.
Aus Wikipedia:
In Gorleben wurde von 1979 bis 2000 ein Salzstock auf seine Eignung als Endlagerstätte für alle Arten von radioaktiven Abfällen, darunter speziell auch für Brennelemente und hochradioaktive Abfälle, untersucht. Der Standort wurde vor allem aus politischen und regionalwirtschaftlichen Erwägungen festgelegt. Die Erkundung des Salzstockes wurde 2000 auf Veranlassung der damaligen rot/grünen Bundesregierung unterbrochen. Das auf drei bis zehn Jahre angelegte Moratorium soll zur Klärung konzeptioneller und sicherheitsrelevanter Fragen zur Endlagerung genutzt werden. Eien wichtige Frage ist die geologische Sicherheit über mehrere Jahrhunderte. Es muss gewährleistet sein, dass bei weiterem Anstieg des Meeresspiegels kein Wasser in den Salzstock (dieser besteht aus Meersalz) eindringt. Auch darf eine tektonische Aktivität nicht zu einem Eindringen von Grundwasser in den Salzstock führen. Beide Szenarien können derzeit nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Über eine Wiederaufnahme der Arbeiten wird zur Zeit (Mitte 2006) im politischen Raum gestritten.
Kernkraft macht mir keine Angst. Was mir eher Sorgen bereitet, ist die Erderwärmung, die schon im Gange ist. Und um diese abzudämpfen braucht es eben - zumindest bis Solarenergie in unseren Breiten wirtschaftlich wird und/oder die Kernfusion wirtschaftlich betrieben werden kann - die Kernenergie. Tschernobyl war sicherlich eine üble Sache - aber die Auswirkungen von fossilen Kraftwerken bzw. die von Monokulturen zum Anbau Biobrennstoffes sind auch nicht ohne. Ein zusätzlicher Wirbelsturm kann schon mehr Todesopfer verursachen, als die Tschernobyl-Katastrophe. Außerdem sind moderne Kraftwerke keineswegs mit sowjetischer "Wertarbeit" zu vergleichen.