Wir, das bedeutet alle, die die wundervolle und segensreiche Persönlichkeit Doktor Dresslers haben erkennen dürfen, sind immer wieder versucht, mit Worten, oft verschlungen und um Schliff ringend, den Zweiflern und Heimzuleuchtenden die menschliche, ja faustische Größe des Alter Narr mit Hingabe und Verve ans Herz zu bringen. Aber eigentlich bedarf es zu diesem Behufe nicht verschrobener Schachtelsätze wie einem bis zu dieser Zeile lähmend verschwurbelten wie dem hiesigen, sondern einfach nur der herzlichen Wirkung eines fotodokumentarischen Zeugnisses von rührendem Rang:
Aber sie wußte sich mit Dresslers Geld gut zu kleiden, das muß man ihr lassen. Ich fand sie immer sehr elegant. Auch wenn ihre Atompilzfrisur manchmal geradezu grotesk lächerlich war.
Vor allem frage ich mich: hat man das damals, Ende der Achtziger, wirklich so getragen? Elisabeths Frisuren waren wirklich sehr außergewöhnlich, teilweise auch ihre Kleider.
Man hat, Christian! Bundfaltenhosen, Stegleggins, Dicke Schulterpolster in Blusen und Jacketts, breite Gürtel zu dünnen Blusen im Glitzerlook.... nichts war zu grauenhaft um nicht getragen zu werden damals. Das schlimmste: Jackettärmel wurden hochgekrempelt, damit man das Innenfutter sehen konnte! Ich gebs zu: Auch ich hab einige dieser Modediktate mitgemacht... wie Karottenjeans, Holzfällerhemden... und in den frühen 80ern ein Look wie Annie Lennox im Video zu Sweet dreams.
An Elisabeth wirkten die Klamotten aber irgendwie auch anders, weil sie sehr hochgewachsen war.
alle achtung, münchnerbua. habe gerade den damaligen inhalt meines kleiderschrankes vor meinem geistigen auge vorbeiziehen lassen; du hast wirklich keine der modescheußlichkeiten der 80er ausgelassen.