Fräulein HülschiGung hat geschrieben:wobei ich finde, dass Iffi nicht unspannend für die Serie ist. Neulich habe ich irgendwo ein Bild oder Ausschnitt gesehen, wie sie als kleine Göre den Klausi und Manuel herumdirigiert hat, das war schon sehr amüsant. Ich könnte mir auch vorstellen, dass wir noch viel mit Iffi erleben könnten. Um es noch einmal zu sagen, ich glaube fest daran, dass Iffi das Cafe Beyer mal übernehmen wird.
Iffi ist eine der zentralen Figuren der Serie. Sie ist in der Lindenstraße mindestens so präsent, wie ein Rammelhase oder eine Usch - wenn auch ihr Einfluß nicht an der von Größen wie Helga oder Dr. Dressler heranreicht.
Iffi ist kein schlechter Mensch. Daß sie den Lesben (wahrscheinlich für umme) ein Dach über den Kopf bereitstellt, belegt das in eindrucksvoller Weise.
Iffi ist vor allem eins: spontan. Das macht sie mir, dem diese Eigenschaft nicht unbedingt auf den Leib geschrieben steht, sympathisch. Es ist IMHO aber ein krasser Fehler des Drehbuchs, diesem einerseits impulsiven, andererseits aber auch wieder etwas transusigen Charakter so etwas inhärent rationales, wie ein Biologiestudium, zuzuordnen.
Goedel hat geschrieben:Iffi ist kein schlechter Mensch. Daß sie den Lesben (wahrscheinlich für umme) ein Dach über den Kopf bereitstellt, belegt das in eindrucksvoller Weise. Iffi ist vor allem eins: spontan. Das macht sie mir, dem diese Eigenschaft nicht unbedingt auf den Leib geschrieben steht, sympathisch.
Überraschend und erfreulich, dass Du das geschrieben hast.
Goedel hat geschrieben:wenn auch ihr Einfluß nicht an der von Größen wie Helga oder Dr. Dressler heranreicht.
Dass du Doktor Dressler als Größe der Gosse siehst, zeugt von überragender Durchblicksfähigkeit. Jedoch schreibe ich "Doktor" ganz bewusst aus, will ich diese Anrede doch nicht auf einen schnöden Titel, wie ihn auch sein Stiefsohn, der drittklassige Quacksalber führt, reduziert wissen. "Doktor" beschreibt für mich Wesen und Geistesgröße Dresslers einerseits, und ganzheitliche Wirk- und Strahlkraft für die Menschen der Straße, die von ihm auf sie ausgeht andererseits. Doktor Dressler ist die Lichtgestalt der Gosse!
Speck-Iffy - größten Einfluss erreichte sie dunnemals vor Justitia, als sie mittels einer urteilswirksamen Falschaussage Moritz Sperling zu einer gemessen an der rauschhaften Bluttat am Papa bemerkenswert geringen Haftstrafe verhalf.
Schrammel hat geschrieben:Wobei ich allerdings ihre Zukunft darin sehe, die Hausmeister-Nachfolgeschaft Else Klings anzutreten. Sie hat zwar nicht diese Übersicht und nicht diesen prägnanten Humor, aber sie kann, nasagenwirmal in den Kittel hineinwachsen. Mit biologisch abbaubaren Reinigungsmitteln dürfte sie sich ja auskennen...
Interessante Theorie übrigens.
Ich persönlich denke auch, das Iffi da reinwachsen könnte, mit ihrer garstigen aber direkten Art ist sie ja auf dem besten Wege dahin ;-)
Iffy feudelnd im Stiegenhaus und vor der Nachbarschaft auf die penible Einhaltung der Hausordnung pochend - glaubwürdig und lebendig habe ich dieses Bild vor mir. Das Haus braucht wieder eine ordentliche Hausmeisterin, es ist doch skandalös, dass der enorm fluktuative Aus - und Eingang von namenlosen Strichjungen und Lustknaben bei "Dr." Flöter noch immer nicht publik geworden ist. Das zügellose Treiben des Rosettendoktors untergräbt die Hausgemeinschaftsmoral!
Schrammel hat geschrieben:Wobei ich allerdings ihre Zukunft darin sehe, die Hausmeister-Nachfolgeschaft Else Klings anzutreten. Sie hat zwar nicht diese Übersicht und nicht diesen prägnanten Humor, aber sie kann, nasagenwirmal in den Kittel hineinwachsen. Mit biologisch abbaubaren Reinigungsmitteln dürfte sie sich ja auskennen...
Interessante Theorie übrigens. Ich persönlich denke auch, das Iffi da reinwachsen könnte, mit ihrer garstigen aber direkten Art ist sie ja auf dem besten Wege dahin ;-)
Interessant finde ich, wem der ehrenwerte Posten der Hausmeisterin zugetraut wird.
Angefangen bei Mutter Beimer, die nun genug Erfahrung - gemessen an ihrer Anzahl von Jahren - für diese Krone des lindernsträßerlischen Daseins aufweisen kann.
Dann unsere Kalbshaxengabi, die immerhin mit Ansätzen eines Dialekts aufwarten kann - eine nicht vernachlässigbare Eigenschaft, die von einer zünftigen Hausmeisterin erwartet wird. Leider ist sie aber Österreicherin.
Und nun Kneifzange Iffi mit ihrer präsenten biologischen Wirkung - zugegebenermaßen auch eine Option.
Wer immer auch die Nachfolge antritt - es ist ein Amt, es ist ein Ehrenamt, das den ganzen Menschen fordert. Es ist Berufung, es nebenher auszuführen wird der Aufgabe nicht gerecht. Es umfasst Cleaning - und Facilitymanagement, Innere Sicherheit, Gefahrenprävention - und abwehr, Mediaton, Nachbarschaftsinstinkt, diplomatisches Geschick, Informationsaufnahme und Nachrichtenvermittlung und und und...
Sektbrumme Iffy müsste ihre angestrebte Tätigkeit im Biologiehandwerk drangeben, Gaby das Semmelnverkaufen lassen und Helga müsste sich entehrlichen.
Nette Sache, das mit Iffis Studienarbeit. Der Wischmopp bringt alles in Ordnung, und empfiehlt der Kneifzange einen neuen Rechner. Von welchem Geld will diese sich eigentlich ein so teures Gerät kaufen?
Von Andys paar Taxlerkröten? Von dem Geld von Jan (das dieser eigentlich nicht zahlen müßte)? Von den virtuellen lesbischen Mietzahlungen?
Mopp und Moppel haben darüberhinaus wohl auch noch nicht von der Möglichkeit gehört, umfangreichere Arbeiten im Copy-Shop zu drucken...
Wie dem auch sei: Von was handelte Iffis Hausarbeit eigentlich? Ich finde schade, daß die Lindenstraßenmacher dem Publikum so geringes Interesse an Wissenschaft unterstellen, und dieses überaus wichtiges Detail unterschlagen. Wenns 'ne Germanistik-Arbeit gewesen wäre, hätte man das bestimmt lang und breit thematisiert... Aber mir scheint es so, als ob die Lindenstraßenmacher das Wort Biologie im Duden nachschlagen mußten - anders wäre es nur schwer erklärbar, daß Moppeliffi auf eine Naturwissenschaft losgelassen wurde.
Ein Student aus einer steinreichen Familie der zwei Geschwister hat die möglicherweise schon berufstätig sind zahlt nichts, ein "Migrant" sowieso nicht (weil reichlich Geschwister), aber wer aus einer normalen Familie mit zwei Kindern und Durchschnittseinkommen kommt muß hinblättern.
Ganz zufaellig bin ich an der Uni in HD fuer eben die neu eingefuehrten Studiengebuehren zustaendig. Genauer gesagt - eben diese "Sonder/Haertefaelle" zu bewerten und ggfs. von der Erhebung der Gebuehr abzusehen.
Was ich da tagtaeglich erlebe, da ist der Iffistrang mal echt mitten aus dem Leben gegriffen!
"Momo, Momo, ich hab auch schon 'n Job!" - "Echt, wo?" - "In der Biogas-Anlage in Forstenried." - "Und was da genau?" - "Das Facility-Managment, so heißt das..." - "Klingt gut!" - "Hab ich auch gedacht. Aber weißt du, warum ich da 'n Kittel und Kopftuch mitbringen soll?"
Goedel hat geschrieben:[Wenn sie Germanistik studiert hätte, könnte sie die Nachfolge im Familienunternehmen antreten...
Es soll auch Naturwissenschaftler geben die hinter dem Steuer eines Taxis sitzen. Sogar mit Promotion, so Einer ist mir aber noch nicht begegnet.
Wohl aber ein Brezelverkäufer mit Doktor in Philosophie.
Naturwissenschaftlich interessiert sind Taxler jedenfalls: Mich hat ein Taxifahrer mal nach der Möglichkeit der Existenz von Paralleluniversen gefragt. Da ich aber nicht Mr. Multiversum bin, konnte ich ihm keine Antwort darauf geben...
Goedel hat geschrieben: Mich hat ein Taxifahrer mal nach der Möglichkeit der Existenz von Paralleluniversen gefragt.
Ist natürlich denkbar daß als nächste Frage, falls Du die Existenz als wahrscheinlich darstellst, kommt wieviel man als Taxler da verdient und ob man dahin auswandern kann.
Zur Frage selbst: Ich kann da auch kein fundiertes Urteil abgeben, obwohl ich Hawkings Theorien diesbezüglich mit Interesse gelesen habe, wenn ich auch Hawkings Beweisführung an einigen Stellen stark anzweifle. Das Problem ist nur daß es uns kaum möglich sein wird diese Existenz jemals zu beweisen da wir, vereinfacht gesagt, aus "unserem" Universum nicht rauskommen.
Der Gedanke aber, insbesondere da in diesen Universen ja vermutlich ganz andere Naturgesetze herrschen, ist durchaus reizvoll.