Mich würde es einmal interessieren, was Euch besonders an der Lindenstraße gefällt? Seht Ihr auch andere Serien sehr gerne? Seht Ihr die Lindenstraße als Serie oder eher als "Seifenoper"?
Also ich mag besonders an der Lindenstraße, daß eben nicht alles so seifig ist und nicht immer alles glatt läuft. Eher das Gegenteil ist der Fall. Oft ist es in der Lindenstraße sehr düster. Dann gefällt mir, daß es dort alle Arten von Menschen gibt. Ältere, jüngere, hübschere, weniger hübsche etc. In typischen Seifenopern sind die Leute immer wie aus dem Ei gepellt, werden nie ausfallend, haben immer Geld und immer steht eine Flasche Champagner im Kühlschrank. Das ist in der Lindenstraße nicht der Fall. Ansonsten sehe ich gerne noch an Serien "Cold case" und "Dr. House". Doch da bin ich nicht traurig, wenn ich da mal eine Folge nicht sehe oder verpasst habe. Das ist bei der Lindenstraße anders. Da darf niemand stören. Ich sehe die Lindenstraße eher als Serie. Obwohl es manchmal doch sehr große Tendenzen zur Seifenoper gibt. Ich meine damit das "Sülzige" und "Unwahrscheinliche".
Viele Reporter schreiben oft von der Lindenstraße als "Mutter aller Seifenopern". Stimmt Ihr dem zu?
Jeanny72 hat geschrieben:... Seht Ihr die Lindenstraße als Serie oder eher als "Seifenoper"?...
bei einer serie sind die geschichten der einzelnen folgen in sich abgeschlossen und bei einer seifenoper werden die handlungsstränge über mehrere folgen hinweg gezeigt. die begriffe sagen also nichts über die qualität des gezeigten aus.
Jeanny72 hat geschrieben:... Seht Ihr die Lindenstraße als Serie oder eher als "Seifenoper"?...
bei einer serie sind die geschichten der einzelnen folgen in sich abgeschlossen und bei einer seifenoper werden die handlungsstränge über mehrere folgen hinweg gezeigt. die begriffe sagen also nichts über die qualität des gezeigten aus.
emz hat Recht. Soap bzw. Seifenoper ist kein Qualitätskriterium, sondern eine bestimmte dramaturgische Form. Merkmale der Soap sind laut Wikipedia:
„Unendlichkeit“
Die auffälligsten Merkmale einer Seifenoper sind, dass sie keinen wirklichen Anfang und kein voraussehbares Ende besitzt (im Gegensatz zur Telenovela). Man steigt in einer Daily Soap in eine einfache Handlung ein, um die Charaktere kennenzulernen. Viele sehen in dieser Handlung keinen Anfang, da diese meistens schon läuft. Im Gegensatz zu anderen Serien, die meist aus in sich abgeschlossenen Episoden bestehen, wird zumindest ein Handlungsstrang in jeder Folge an einem spannenden Punkt offen gelassen. Um den Erzählfluss nicht stocken zu lassen, werden immer mehrere Handlungsfäden in unterschiedlichen Stadien gleichzeitig verfolgt. Die Länge der einzelnen Handlungsstränge kann dabei von einer Folge bis zu mehreren Monaten variieren. Um den Zuschauer zu motivieren, auch die nächste Folge anzusehen, wird der so genannte Cliffhanger eingesetzt – ein meist dramatisches Ereignis am Ende der Folge, dessen Ausgang zunächst offen bleibt.
Rolle der Zeit
Durch die zeitlich sehr dichte Folge der einzelnen Sendungen muss die Serie ein sehr langsames Erzähltempo einhalten. Auf diese Weise wird es den Zuschauern ermöglicht, der Handlung auch dann zu folgen, wenn sie einmal ein paar Folgen verpasst haben. Ein weiteres Merkmal der Serien ist die Beachtung einer Zeitkontinuität. Dies bedeutet nicht, dass die Serie in Echtzeit abliefe. So dauert z.B. ein Tag bei "Unter Uns" in der Regel maximal drei Folgen (also netto - ohne Werbung - 60 Minuten Erzählzeit) während eine 30-Minuten Folge Lindenstraße immer morgens beginnt und abends endet. Durch das Vermeiden von offensichtlichen Zeitsprüngen innerhalb der Geschichten einer Folge wird dem Zuschauer aber der Eindruck vermittelt, bei allem dabei zu sein, was die verschiedenen Charaktere erleben.
Zopfdramaturgie
Ein weiteres Merkmal der Soaps ist der dramaturgische Aufbau der einzelnen Sendungen. Mehrere (in der Regel drei bis fünf) Handlungsstränge (auch Storylines genannt) werden gleichberechtigt parallel erzählt. Diese Storylines werden in kleine, etwa gleichlange Sequenzen zerlegt, welche immer abwechselnd gezeigt werden. Jeder dieser Handlungsstränge befindet sich auf unterschiedlichem Entwicklungsniveau: Während ein Strang sich entfaltet, hat der zweite schon in der vorangegangenen Folge begonnen, der dritte strebt seinem Ende zu usw. Entscheidend dabei ist, dass am Ende jeder Folge mindestens ein offener Handlungsfaden übrig bleibt, der die Zuschauer dazu bewegt, die Fortsetzung am nächsten Tag einzuschalten.
Jeanny72 hat geschrieben:...und immer steht eine Flasche Champagner im Kühlschrank. Das ist in der Lindenstraße nicht der Fall....
Im Salon ist es tatsächlich nur Prosecco.
Ich sehe die Lindenstraße hauptsächlich aus Gewohnheit, bin mit ihr und den Charakteren aufgewachsen. Manche Geschichten finde ich gut (jüngst z.B. Erichs Abschiednehmen... bis der Anruf kam), aber so manches stört mich auch oder gibt Anlass, um sich ein bisschen drüber lustig zu machen. Trotzdem sehe ich immer alle Folgen und gehe dann auch nicht ans Telefon etc. Das war halt immer so und für ne halbe Stunde pro Woche finde ich das auch vertretbar. "Weekly soap" trifft es meiner Meinung nach ganz gut. Ich gucke allgemein nicht viel TV, habe derzeit keine anderen Serien oder Soaps, die ich schaue, außer hin und wieder einen Tatort, aber da kann man sich ja auch streiten, ob's nun unter Serie oder Spielfilm fällt.
Ich habe mir die Uniform mal zeigen lassen. Sie nehmen das aber nicht so streng, gerne werden auch Strapsgürtel und schwarze Nylons getragen. Der Strapsgürtel sollte aber lila sein, die Farbe der Kardinäle. Der Vorteil hierbei; der angeforderte Blowjob geht zügiger über die Bühne und die Nonne fühlt sich wohler, trägt sie das gleiche.
das mit dem lila gilt nur für oben drüber. unten drunter richtet man sich da immer nach den jeweiligen farben vom kirchenjahr. nur der wechsel verschönt das leben.
Hamlet hat geschrieben:Ich habe mir die Uniform mal zeigen lassen. Sie nehmen das aber nicht so streng, gerne werden auch Strapsgürtel und schwarze Nylons getragen. Der Strapsgürtel sollte aber lila sein, die Farbe der Kardinäle. Der Vorteil hierbei; der angeforderte Blowjob geht zügiger über die Bühne und die Nonne fühlt sich wohler, trägt sie das gleiche.
Die Farbe der Kardinäle ist Rot. Daher spricht man auch vom Kardinalspurpur. Lila ist in der Kirche die Farbe der Trauer. Während der Fastenzeit wird z.B. das Altarbild mit einem lila Tuch verhängt. Und jetzt bitte keinen Brückenschlag von lila über flieder zu Anna Ziegler!
Purpurschneckchen passt besser zu Sarah, finde ich.
So eine Papstkutte ist bestimmt recht diebstahlfreundlich im Land mit den meisten Verbrechen pro Einwohner, glaube nicht, dass in der Soutane (oder dem Strapsgürtel) extra Taschen für Portemonnaie, Handy und andere weltliche Besitztümer vorhanden sind. Beklagte sich der Papst nicht vor ein paar Monaten darüber, dass einige Priester 'Freizeitkleidung' unter den Gewändern tragen?