NoneButTheBrave hat geschrieben:Wenn nächste Woche die Beerdigung ist, muss er ja heute sterben, oder gab es Tod einer Rolle und Beerdigung derselben schonmal in der gleichen Folge?
Er kann ja auch am Montag sterben.
Üblicherweise ist in unserem Kulturkreis die Beerdigung drei bis fünf Tage nach Eintreten des Todes, es sei denn, es handelt sich um eine unklare Todesursache und es muss obduziert werden. Dann kann die Zeitspanne bis zur Beerdigung auch wesentlich länger sein.
Von einer Verbrennung mit anschließender Urnenbeisetzung wird Sabrina vermutlich absehen, wenn das Klischee der katholischen Italienerin durchgehalten wird.
Alice hat geschrieben:Er kann ja auch am Montag sterben.
Ja, aber da die Lindenstraße nur donnerstags existiert und wir die ganze Story gezeigt bekommen haben, gehe ich mal davon aus, dass er heute über die Wupper geht und nicht im off das Zeitliche segnet...
Woher kommt eigentlich der Ausdruck 'über die Wupper gehen' für sterben?
Weil es einem Besucher Wuppertals so schien, als lebten dort nur Zombies? (sorry, Wuppi! Ich find Wuppertal ja schön und hab schon etliche nette Wuppertaler kennengelernt)
Alice hat geschrieben:Woher kommt eigentlich der Ausdruck 'über die Wupper gehen' für sterben? Weil es einem Besucher Wuppertals so schien, als lebten dort nur Zombies?
das ist die einheimische Variante von "über den Jordan gehen"
Alice hat geschrieben:Woher kommt eigentlich der Ausdruck 'über die Wupper gehen' für sterben? Weil es einem Besucher Wuppertals so schien, als lebten dort nur Zombies? (sorry, Wuppi! Ich find Wuppertal ja schön und hab schon etliche nette Wuppertaler kennengelernt)
hi hi; schon o.k. Alice
ne, der auspruch soll daher kommen, dass es früher ein gefängins in wuppertal gab, das direkt an der Wupper lag. Da sich der todestrackt oder so aber auf der anderen seite der wupper befunden hat, mussten die todeskanidaten für die Hinrichtung von der einen seite des gefängnisses über eine brücke auf die andere seite der wupper gehen.
Jetzt steht das Gefängnis übrigens an einer anderen Stelle
Tahemet hat geschrieben:Sonia würde ich von der Liste streichen - die verdient kein Mitleid, die hat sich selber zugrunde gerichtet
...nein, das ist so einfach nicht richtig, Tahemet.
Als Sonia völlig am Ende war, nicht mehr, in der Lage, sich selbst zu steuern, gab Dr. Dressler ihr eine Überdosis Morphium, wissend, dass sie sich außerhalb der Praxis sofort eine Spritze setzen würde, die aufgrund der Überdosierung tödlich sein würde.
Dr. Dressler trägt eine sehr erhebliche Mitschuld am Tod Sonia Besirskys.
wuppi hat geschrieben:hm.. grübel... so genau weiß ich das auch nicht; müsste in etwa auf der Höhe des Amtsgerichtes gewesen sein, wenn du weißt wo das ist?
wohne aber auch "erst" seit etwa 10 jahren in Wuppertal, und da gab es das neue Gefängins schon längst...
aber wenn es dich interessiert, erkundige ich mich noch mal genauer...
Ich bin gelegentlich in Wuppertal, weil eine sehr gute Freundin dort wohnt. Sie ist aber auch zugezogen, daher denke ich, dass sie es auch nicht weiss. Mich wundert nur, dass Wuppertal sich als Stadt begreift, denn die einzelnen Stadtteile sind doch sehr autark, oder irre ich mich?
hm;
denke das kommt sehr drauf an; ich als zugezogene sehe mich als Wuppertalerin, mein freund als "ur"elberfelder (dort geboren und nie weiter als im umkreis von schätzungsweise 4 kilometern weggezogen) sieht sich als elberfelder... wenn du die bürgervereine befragst, sind sie alle stolz in "ihrem" stadtteil zu wohnen...
Die neueste Idee: wuppertal, solingen und remscheid zu "einer" großstadt zu vereinen... ganz schrecklicher gedanke, und ich denke spätestens bei dem Gedanken sind wir alle ganz schnell wieder Wuppertaler
für die "Gesellschaft", wenn ich mir dahinter ein staatliches System vorstelle, ist es vielleicht wirklich kein Verlust - sogar im Gegenteil, sie kann ein bisschen ihrer Ausgaben sparen .... na toll
aber die Aussage, das ein Mensch es nicht wert sein soll, dass um ihn getrauert wird, finde ich schon sehr arrogant.
Fräulein HülschiGung hat geschrieben:für die "Gesellschaft", wenn ich mir dahinter ein staatliches System vorstelle, ist es vielleicht wirklich kein Verlust - sogar im Gegenteil, sie kann ein bisschen ihrer Ausgaben sparen .... na toll aber die Aussage, das ein Mensch es nicht wert sein soll, dass um ihn getrauert wird, finde ich schon sehr arrogant.
Sonia war ein egoistisches, rücksichtsloses geldgeiles Miststück, daß nur an sich selber gedacht hat und die nicht davor zurückgeschreckt hat, einen Mörder anzuheuern und ein Testament fälschen zu lassen, nur damit sie auf der faulen Haut liegen kann. Ich finde den Begriff "Parasit" sehr treffend für Sonia.
Schneidi° hat geschrieben:...wenn Menschen jung sterben, geht mir das immer besonders nah. Ich empfinde das als eine besondere Ungerechtigkeit des Lebens.
So geht es mir auch mit meinen virtuellen Nachbarn aus der Lindenstraße. Und es gingen schon einige viel zu jung...:
Wie Du schreibst: "Virtuelle" Nachbarn. Warum sollte ich deren Tod als "Ungerechtigkeit des Lebens" empfinden?
Wirklich unfair empfinde ich es wenn Leute die ich kenne und die es wirklich gibt mit 35 an Krebs sterben.
Cosima hat geschrieben:Das Leben ist weder gerecht noch ungerecht, es erscheint uns nur ungerecht,
Sicher richtig. Ungerecht wäre der korrekte begriff wenn es eine Art "höhere Institution" gäbe, einen Gott oder so was, die entscheidet wann und wie das Leben zuende geht.
So wie man beispielsweise ein Gerichtsurteil als ungerecht empfinden kann weil man fünf statt drei Jahre bekommen hat.
Der Eine lebt halt länger oder besser, der Andere kürzer oder schlechter. Im nachhinein spielt es ohnehin keine Rolle, wenn man tot ist ist es egal wie das Leben war.