bylle hat geschrieben:*flüster* iffi gibt es in wirklichkeit ja auch gar nicht, da wird die goedels vorwürfe schon verkraften.
Naja... Iffi steht stellvertretend für jede reale Frau (bzw. jedes reale Paar), die (das) sich ohne wirkliche Not für einen Schwangerschaftsabbruch entscheidet.
Ich denke, der Paragraph 218 sollte überarbeitet werden, um ein Zeichen zu setzen, daß es so beliebig nicht geht: Zu ProFamilia rennen, irgendeinen nicht-durchgelesenen und nicht-verstandenen Wisch unterschreiben, und dann zum freundlichen Engelsmacher um die Ecke...
Zuletzt geändert von Goedel am 12.07.2008, 19:42, insgesamt 1-mal geändert.
SuSonja hat geschrieben:Wann wäre ein Abbruch legitim für dich?
Das ist die eigentlich schwierige Frage. Welche Art der Indikation legitimiert eine Abtreibung? Das kann ich so aus dem Stehgreif nicht beantworten; darüber müßte ich auch erst einmal tiefer nachdenken. Ich weiß nur, daß Iffis Fall eine Abtreibung eben nicht legitimiert.
Und würdest du das anders sehen wenn du Frau wärst?
Nein. Unter den Abtreibungsgegnern gibt es jede Menge Frauen.
ich als frau sehe das übrigens genauso wie goedel. befürworten könnte ich eine aus vergewaltigung/missbrauch entstandene schwangerschaft - also deren abbruch
muß auch sagen für Iffi gibt es üüberhaupt keinen Grund abzutreiben. Sie soll sich der Verantwortung stellen. Und wenn sie schlau ist weiht sie ihren Austauschstudenten wenigstens ein.
Ich befürchte der weiß gar nix davon.
Abtreibung kämen bei mir nur in Frage wenn 1. Gewalt in Form von Mißbrauch ect im Spiel war 2. Wenn das Leben von Mutter/und oder Kind in Gefahr ist.
Ansonsten gibt es immer eine andere Lösung.
Ich habe gerade wieder in einem anderen Forum mitbekommen wie sich eine Frau trotz sehr widriger Umstände für ihr 5 Kind entschieden hat und den Termin zur Abtreibung abgesagt hat...sowas verdiehnt Respekt.
nochmal ein letzer Beitrag von mir zu dem Thema das mich bewegt.
Meine Meinung zu Abtreibung habe ich ja hier schon geschrieben, ich bin auch der Meinung dass ein Kind auch in ungünstigen Situationen ein Geschenk für die Eltern oder ggf für die Mutter sein kann. Ich habe schon oft erlebt dass Frauen ungewollt schwanger wurden und danach sagten: ja, heute empfinde ich es doch als Wunschkind. Ich bin auch der Meinung dass man es schaffen kann, dass man alles schaffen kann und dass Abtreibung nicht die Lösung sein kann.
ABER: Das Gelästere über Iffy nervt mich trotzdem. Man kann ja selber der Meinung sein Abtreibung ist nichts für mich, aber dennoch akzeptieren was Menschen tun und oder nicht tun. Wenn Iffy meine Freundin wäre würde ich mit ihr reden, ich würde ihr anbieten ihr zur helfen, ich würde ihr aufzeigen dass sie es schaffen kann, würde ihr sagen dass für mich eine Abtreibung in dieser Situation nicht in Frage käme, aber dennoch wenn sie nach diesem Gespräch immer noch abtreiben möchte, dann würde ich das akzeptieren, es ist ihr Körper und ich (und Mann noch weniger!!!) kann einfach nicht beurteilen was es für Iffy bedeutet. Ich würde sie nciht dafür verurteilen, weil sie ohnehin schon genug durchmacht! Und ich würde es total unsensibel empfinden auf diese Art und Weise mit Frauen zu reden die abtreiben möchte oder abgetrieben haben. Sowas schleppt man sein ganzes Leben lang mit sich rum. Eine intelligente Frau wird das nicht einfach mit links machen. Und für diese Gewissensbisse die diese Frau mit sich rumschleppt kann man Verständniss und eventuell auch Achtung haben. Ihr habt nicht das Recht diese Frau zu verurteilen.
Diese Toleranz fehlt mir hier komplett. Man kann immer sagen was seine Meinung ist, aber vorschreiben was andere zu tun haben ist falsch. Diese aggressieve Stimmung gegen Frauen die abtreiben gefällt mir auch nicht. Was wäre denn wenn ich oder ein anderes Forenmitglied vor einigen Jahren abgetrieben hätten und wir lesen hier diese Hetzerei gegen Iffy?
Also ich verstehe eure Meinung gegen Abtreibung, aber dennoch habt ihr nicht das Recht über Iffy oder gar über eine reele Figur zu urteilen.
Natürlich kann jede Frau sebst entscheiden ob sie abtreibt. Und ich glaube die meisten (und auch Iffy) haben lange überlegt und fühlen sich sehr schlecht dabei. Vor allem wenn man schon Kinder hat und weiß wie das ist ein Kind zu bekommen. Ich verurteile niemanden der abtreibt, aber Iffy geht es doch eigentlich gut. Sie hat eine große Wohung, sie bekommt einen festen Job und sie wird unterstützt von ihren Eltern, von Käthe, Tanja und ich glaube auch Momo wird für sie da sein. Also hat sie keinen guten Grund für diese Entscheidung und muß damit leben in dieser Beziehung verurteilt zu werden.
Aber vielleicht geht sie doch im letzten Moment. Momo steht zu ihr und sie ziehen gemeinsam die 3 Kinder auf. Und 2009 gibt es eine tolle Hochzeit und sie leben glückich bis an ihr Lebensende. Ich weiß ein ganz schöner Schmalz aber manchmal.....
lilo hat geschrieben:...Aber vielleicht geht sie doch im letzten Moment. Momo steht zu ihr und sie ziehen gemeinsam die 3 Kinder auf. Und 2009 gibt es eine tolle Hochzeit und sie leben glückich bis an ihr Lebensende. Ich weiß ein ganz schöner Schmalz aber manchmal.....
Schneidi° hat geschrieben:Ich finde, es wird immer offensichtlicher, dass Iffi für Momo die Liebe seines Lebens ist und für die Liebe seines Lebens tut man doch alles - selbst wenn sie unerfüllt bleibt.
Nach allem was Iffi Momo angetan hat? Da gruselt es mich eher, wenn er immer noch Gefühle für sie hat
Schneidi° hat geschrieben:Ich finde, es wird immer offensichtlicher, dass Iffi für Momo die Liebe seines Lebens ist und für die Liebe seines Lebens tut man doch alles - selbst wenn sie unerfüllt bleibt.
Nach allem was Iffi Momo angetan hat? Da gruselt es mich eher, wenn er immer noch Gefühle für sie hat
Mich auch. Das grenzt entweder an Hörigkeit oder an Dummheit.
Ich stimme Euch ja zu, ich mag den Gedanken an Abtreibung auch nicht. Allerdings sehe ich auch, dass sich eine Frau solch eine Entscheidung mit Sicherheit nicht leicht macht. So eine Abtreibung macht man nicht mal eben im Vorbeilaufen. Das ist eine schwere psychische Belastung. Diejenigen, die es nicht betrifft, können leicht reden. Jeder Mensch hat außerdem seine persönliche Belastungsgrenze. Wer hat das recht, darüber zu entscheiden, ob eine Frau mit einem Kind zurecht kommen und eine Lösung finden muss? Wer von den Abtreibungsgegnern geht denn zu der betreffenden Frau nach Hause und bietet ihr seine Hilfe an? Was mir bei der Diskussion außerdem ein bisschen fehlt, ist der Gedanke an das Kind. Sicher sollte jeder Mensch, auch der ungeborere, ein Recht auf Leben haben. Aber sollte nicht auch jeder Mensch das recht auf ein glückliches Leben haben? Wie glücklich wird ein Kind wohl werden, das von Anfang an ungeliebt ist, vielleicht aus zeitgründen ständig bei jemand anderem untergebracht wird und andauernd Ablehnung spürt? Sicher, das happy end von der Frau, die letzlich froh ist, sich für das Kind entschieden zu haben, kommt vor. Oft genug aber passiert genau das eben nicht.
Sorry, wenn ihr meine Meinung jetzt für zu radikal haltet, aber der Ansicht, dass ein Kind nun um jeden Preis und mit allen Konsequenzen auf die Welt kommen muss, bin ich nicht.
Allen, die jetzt mit dem Argument "das hätten die beiden sich vorher überlegen müssen" kommen, würde ich gern noch sagen: es freut mich sehr, wenn ihr immer vernünftig handelt, nie Fehler macht und Euch in jeder Sekunde Eures Lebens der Tragweite Eures Handelns bewusst seid.